30. Jan. 2015

    Diese LGBT-Filme laufen auf der Berlinale

    Queeres Kino ist mehr als der Teddy-Award.

    1. Härte (Tough Love)

    Ein Spielfilm von Rosa von Praunheim, der im alten West-Berlin spielt und die Geschichte des von der eigenen Mutter misshandelten Karate-Champions Andreas Marquard erzählt, der wiederum von Hanno Koffler (Freier Fall) gespielt wird. Geht's noch besser? Ja, geht es! Die große Katy Karrenbauer spielt ebenfalls eine Rolle.

    2. I am Michael

    Cara Howe

    Zynische Menschen könnten behaupten, James Franco parke seine Queer-Filmversuche gerne mal auf der Berlinale, die ihm dann huldigt. Freundliche Menschen, wie wir es sind, freuen sich auf den Film von Justin Kelly. Er erzählt die Geschichte des ehemaligen Gay-Aktivisten Michael Glatze, der erst zu Gott findet und dann von seiner Homosexualität “befreit” wird.

    3. Haftanlage 4614 (Prison System 4614)

    Jan Soldat

    Filmemacher Jan Soldat wechelt die Perspektive. In seinem prämierten Dokumentarfilm Der Unfertige (2013) ging es um Klaus Johannes Wolf, der gerne BDSM-Sklave ist. In Haftanlage 4614 stelllt Soldat Arwed vor, der ein "Gefängnis" für BDSM-Anhänger betreibt. Treu bleibt Soldat seiner Erzählweise und dem ehrlichen Interesse an sensibel erzählten Sex-Geschichten.

    4. Misfits

    Es gibt Orte auf der Welt, an denen ist es für LBGT-Jugendliche schwieriger ist als an anderen. Die Stadt Tulsa im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma ist so einer, liegt sie doch mitten im konservativen Bible Belt. Misfits zeigt das Openarms Youth Project, welches versucht, den Teens dort einen Schutzraum zu schaffen.

    5. Dyke Hard

    Nicklas Dennermalm

    Der Bandname Dyke Hard ist schon mal stark. Noch stärker ist aber ein Roadmovie - gedreht von Bitte Anderson - über diese fiktive, schwedische Pop-Gruppe mit viel Musik und viel Radau. Am allerstärksten ist aber, dass auch noch Russ Meyer, John Waters und Austin Powers als Referenzen genannt werden.

    6. Beira-Mar (Seashore)

    In Beira-Mar erzählen die beiden brasilianischen Filmemacher Filipe Matzembacher und Marcio Reolon ihre eigene Geschichte: die von zwei besten Freunden, die noch nicht ganz erwachsen sind, aber auch keine Teenager mehr und wie aus ihrer Freundschaft im Laufe eines Sommers etwas ganz anderes wird.

    7. Stories of our Lives

    Dan Muchina

    Der halb-dokumentarische Episodenfilm erzählt vom Leben LGBT-Jugendlicher in Kenia. Die fünf Kurzfilme beruhen auf Interviews, die das Kollektiv The Nest im ganzen Land gesammelt hat. Regisseur Jim Chuchu setzt den gewalttätigen Geschichten ruhige Schwarz-Bilder entgegen. In Kenia darf der Film bis heute nicht öffentlich gezeigt werden.

    8. Der letzte Sommer der Reichen (The Last Summer of the Rich)

    Peter Roehsler © Nanookfilm

    Der österreichische Filmemacher Peter Kern ist ebenfalls ein gerngesehener Gast auf der Berlinale. Dieses Jahr spielt er allerdings mal nicht die Hauptrolle im eigenen Film. Die überlässt er Amira Casar, die in seinem kapitalismuskritischen Sittengemälde Der letzte Sommer der Reichen die junge Konzernchefin Hanna von Stezewitz spielt.

    9. Coming Out

    IceStorm / Via icestorm.de

    Im Rahmen der Heiner-Carow-Preis-Verleihung wird dieser DEFA-Klassiker nochmal aufgeführt, der im Ost-Berlin kurz vor der Wende spielt. Auf der Berlinale 1990 hat der sensibel erzählte Film von Heiner Carow über ein Coming-Out in der DDR den Silbernen Bären bekommen.

    10. Onthakan (The Blue Hour)

    Tam ist ein Einzelgänger, der von seinen Mitschülern gemobbt und von seinen Eltern mißhandelt wird. Phum hingegen, mit dem Tam sich in einem verlassenen Schwimmbad verabredet, ist das komplette Gegenteil. Beide haben gemeinsam, dass sie auf der Suche nach Sex sind, aber etwas anderes finden: eine enge Verbindung zueinander genauso wie eine phantastische Paralellelwelt voller Gespenster.

    Happy Berlinale!

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