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Der Tod der 14jährigen Chiara erschüttert ganz Argentinien

Der Mord an Chiara Paez hat Argentinien aufgerüttelt. Wer war Chiara und wie konnte ihr Tod so viele Menschen in Aufruhr versetzen?

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Das ist Chiara Paez, eine 14jährige aus Rufino in Argentinien.

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In der Schule spielte sie Feldhockey.

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Anfang Mai wurde Chiara in ihrer Heimatstadt als vermisst gemeldet.

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Viele Menschen beteiligten sich an der Suche nach Chiara, darunter ihr Freund Manuel Mansilla. Die beiden waren seit ein paar Monaten zusammen und gingen auf die gleiche Schule.

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Drei Tage später wurde Chiaras Leiche auf dem Grundstück der Mansillas gefunden. Eine Untersuchung des toten Mädchens ergab, dass sie im 3. Monat schwanger war, als sie getötet wurde. Ihr Mörder hatte sie geschlagen und lebendig begraben.

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Mansilla hat gestanden, Chiara getötet zu haben. In ihrem Körper wurden Spuren von Medikamenten gefunden, die bei Abtreibungen eingesetzt werden. Mansilla wird verdächtigt, Chiara zur Abtreibung gezwungen zu haben.

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Einige Medienberichte gehen davon aus, dass Chiara nach einem Streit über ihre Schwangerschaft getötet wurde.

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Aber es gibt Zweifel, ob Manuel ein Einzeltäter ist. Inzwischen wurden seine 34-jährige Mutter und ihr 43-jähriger Partner festgenommen, weil sie auch verdächtigt werden, Chiara getötet zu haben.

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"Sie war ein großes, stämmiges Mädchen. 1,70m groß und 70 kg schwer. Es ist unmöglich, dass er [Manuel] das alleine getan hat", sagte Chiaras Vater zur Presse.

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Ihr Tod erschütterte ihre Familie, Freunde und bestürzte nicht nur die Menschen in ihrem Ort, sondern in ganz Argentinien.

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Die Menschen im Land sind schockiert, dass Chiara und viele andere Frauen in den letzten Monaten umgebracht wurden. Die Häufigkeit der schockierenden Fälle von "Femizid" – die Tötung von Frauen – hat einen traurigen Höhepunkt erreicht.

Eine soziale Bewegung, die sich auf der Straße und im Netz unter dem Hashtag #NiUnaMenos ("Keine einzige weniger") fordern Frauen, Männer und Kinder in ganz Argentinien das Ende der Gewalt gegen Frauen.

So sah es bei einer Demo am Mittwoch vor dem Kongress in Buenos Aires aus. Dort forderten 200.000 Menschen strengere Gesetze zum Schutz von Frauen vor Gewalt.

Auch in Chile und Uruguay fanden Demonstrationen statt, berichtete die BBC.

Laut Nichtregierungsorganisationen wird in Argentinien alle 31 Stunden eine Frau gewaltsam getötet. Wenn Frauen zur Polizei gehen, um häusliche Gewalt anzuzeigen, werden sie nicht ernst genommen.

Chiaras Familie will Gerechtigkeit, so wie jede Familie, in der jemand durch ein Verbrechen getötet wird.

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Fabio, Chiaras Vater, hat sein Profilfoto auf Facebook geändert. Es zeigt jetzt seine Tochter. In den letzten Tagen schrieb er : "Nachts, wenn ich schlafen gehe, weine ich alleine ... ich wünschte, ich könnte meine Verzweiflung in Worte fassen."

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