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Diese Frau wirft RTL vor, Menschen zu diskriminieren und Zehntausende sind richtig sauer

RTL bestreitet den Vorfall und legt eine Mail der Betroffenen vor!

Gepostet am

Das ist Anna Marie und am vergangenen Sonntag …

Facebook: annamarie.dombrowski

… hat sie in einem Facebook-Post beschrieben, was sich während einer TV-Aufzeichnung der RTL-Show „Dance, Dance, Dance” im Publikum abgespielt haben soll.

Facebook: meinRTL
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Und nach telefonischer Anfrage von BuzzFeed Deutschland sagte eine RTL-Sprecherin: „Das stimmt so überhaupt nicht. Die Dame wurde aus Sicherheitsgründen umgesetzt, damit wir sie im Notfall einfacher evakuieren können. Dafür hat sich die Dame bei uns auch später bedankt. Auch weil die neuen Plätze besser als vorher waren. Sie waren dichter an der Bühne. So dicht, dass die Frau sogar noch Autogramme bekommen hat.”

Und dann sagte die RTL-Sprecherin noch zu BuzzFeed Deutschland: „Und davon, dass ein solcher Satz eines Mitarbeiters gefallen sein soll, haben wir nichts gehört. Davon distanzieren wir uns. Es ist Wahnsinn, was ein solcher Post ausmacht. Jetzt sind wir wieder der Arschloch-Sender, obwohl es ganz anders war.”

Übrigens: RTL hat BuzzFeed Deutschland auch gesagt, dass die Dame, um die sich alles dreht, sogar einen „Dankesbrief” an den Sender geschickt habe, da man sie so gut und aufmerksam behandelt habe. Diesen Brief wollte uns RTL eigentlich per E-Mail weiterleiten, doch noch haben wir ihn nicht erhalten.

Update: Heute haben wir die versprochene Mail von RTL erhalten. Und stellen sie hier im genauen Wortlaut für euch zum Nachlesen rein:

Wir haben die Einrichtungsleiterin der Wohnstätte, in der die beiden Teilnehmerinnen leben, gebeten aufzuschreiben, wie der Studiobesuch verlaufen ist, hier ihre Mail:

Sehr geehrter Herr K...

wie bereits mitgeteilt, kann ich nur die Sicht der beiden Bewohnerinnen und der anwesenden Mitarbeiterin schildern, die am Samstag an der Veranstaltung „Dance, Dance, Dance“ teilgenommen haben.

Der Platzwechsel wurde aus Sicherheitsgründen, für Menschen mit Handicap, (Unfallverhütung und Brandschutz) vorgeschlagen, da die vorgesehenen Plätze nur über eine steile Treppe zu erreichen waren. Genau so wurde das auch erklärt, so dass es auch keine Vorbehalte gegenüber einem Platzwechsel gab.

Die Teilnehmer sind dann auch zu den neuen Plätzen begleitet worden, der aus deren Sicht vorteilhafter war, weil sie wesentlich näher an der Bühne sitzen konnten.

Während der Veranstaltung ist dann auch noch mal nachgefragt worden, ob alles zufriedenstellend sei.

Da die Teilnehmer die Veranstaltung vorzeitig verlassen mussten, wurden sie sicher nach draußen begleitet.

Wie mir sowohl die Mitarbeiterin als auch die beiden Teilnehmer versichert haben, war der Umgangston sehr freundlich und höflich. Es kam, in unserer Anwesenheit, zu keinen diskriminierenden Äußerungen.

Die beiden Teilnehmerinnen haben mir berichtet, dass sie die Veranstaltung sehr genossen haben und alle sehr nett zu ihnen gewesen seien.

Maximilian Zender ist Deputy Head of Buzz bei BuzzFeed und lebt in Berlin.

Contact Maximilian Zender at maximilian.zender@buzzfeed.com.

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