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Merkel, die Vierte.

Deutschland hat gewählt. Und die SPD hat erklärt, in den nächsten vier Jahren die Opposition anzuführen. Alles Wichtige zum neuen Bundestag.

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Die Wahllokale sind geschlossen – und so sieht das vorläufige amtliche Endergebnis für den 19. deutschen Bundestag aus.

  • CDU/CSU: 33%
  • SPD: 20,5 %
  • AfD: 12,6 %
  • FDP: 10,7 %
  • Linke: 9,2 %
  • Grüne: 8,9 %
  • (Sonstige: 5,1 %)

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Mit Blick auf die Gewinne und Verluste sehen die Veränderungen zur Wahl 2013 in Prozentpunkten so aus.

  • AfD: + 7,9
  • FDP: + 6
  • Grüne: + 0,5
  • Die Linke: + 0,6
  • SPD: - 5,2
  • CDU/CSU: - 7,4

Mögliche Koalitionen

Ab 355 Sitzen hat - rein rechnerisch - eine Regierungskoalition die Mehrheit im kommenden Bundestag. Damit sind folgende Regierungskoalitionen möglich:

  • Große Koalition (53,5%): 399 Sitze
    CDU (246 Sitze) + SPD (153 Sitze)
    Die SPD hat erklärt, für eine Große Koalition nicht zur Verfügung zu stehen. Damit bleibt nur:
  • "Jamaika" (53,6%): 393 Sitze
    CDU (217 Sitze) + FDP (80 Sitze) + Grüne (67 Sitze)


Keine Mehrheit zum Regieren hätten nach aktuellem Stand diese Koalitionen:

  • Schwarz-Gelb (43,7%): 326 Sitze
    CDU (246 Sitze) + FDP (80 Sitze)
  • Schwarz-Grün (41,9 %): 313 Sitze
    CDU (246 Sitze) + Grüne (67 Sitze)
  • "Ampel" (40,1 %): 300 Sitze
    (SPD 153 Sitze) + FDP (80 Sitze) + Grüne (67 Sitze)
  • Rot-Rot-Grün (38,6%): 289 Sitze
    SPD (153 Sitze) + Linke (69 Sitze) + Grüne (67 Sitze)


Die Zahlen beziehen sich auf einen Bundestag, der eine Rekordgröße von 709 Sitzen aufweisen wird: 299 Sitze für die Direktkandidaten aus den Wahlkreisen und 410 Sitze für die Listenkandidaten aus den Bundesländern. Die Plätze mit den Direktkandidaten werden zuerst besetzt. Erst danach wird mit den Listenplätzen "aufgestockt". Durch Ausgleichs- und Überhangmandate für Parteien, denen mehr Listenplätze zustehen, wird er deutlich größer werden.

Die AfD im nächsten Bundestag

Die AfD konnte einen Überraschungserfolg für sich verbuchen. Mit 12,6 % der abgegebenen Stimmen fiel ihr Ergebnis nochmal ein wenig besser aus, als vorhergesagt - und sie kann 94 Sitze im Bundestag besetzen.

Sie ist damit drittstärkste Kraft im neuen Bundestag. Doch nachdem Martin Schulz angekündigt hatte, mit der SPD in die Opposition gehen zu wollen, fällt ihr die Rolle als Oppositionsführerin nicht zu.

Die meisten Wähler konnte die AfD dabei von den Nichtwählern und der Union gewinnen. Die Wähler der AfD waren vorher:

  • Nichtwähler/Andere: 35 %
  • AfD-Wähler: 24 %
  • CDU/CSU: 21 %
  • SPD: 10 %
  • Linke: 6 %
  • FDP: 3 %
  • Grüne: 1%



Marcus Engert ist Political Editor von BuzzFeed News / BuzzFeed Deutschland und lebt in Leipzig und Berlin. Sicherer/Vertraulicher/Verschlüsselter Kontakt: per Mail mit PGP-Key http://bit.ly/2uy3ai6 oder über die Threema-ID F8H994R7

Contact Marcus Engert at marcus.engert@buzzfeed.com.

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