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7 wirklich schräge, aber tatsächlich wahre medizinische Geschichten

Stellt sich raus: Du kannst von einem Blowjob schwanger werden.

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1. Das eine Mal, als ein verloren gegangener Wanderer in Japan 24 Tage an einem Berghang überlebt hat – durch "Winterschlaf".

Mitsutaka Uchikoshi war im Oktober 2006 mit Freunden auf dem Berg Rokkō in Westjapan wandern, als er beschloss allein den Berg hinab zurückzulaufen, statt einen Seilbahnwagen mit den anderen zu nehmen.

Er rutschte in einem Bach aus, fiel und brach sich sein Becken. Erst 24 Tage später wurde er von einem anderen Wanderer entdeckt. Seine Körpertemperatur war auf 22 °C gefallen und er litt an Blutverlust und Organversagen.

Ushikoshi wurde ins Krankenhaus gebracht und hat sich erstaunlicherweise vollständig erholt. Die BBC berichtete damals, dass sein behandelnder Arzt gesagt hatte, dass "er frühzeitig in einen Unterkühlungszustand fiel, der einem Winterschlaf ähnelt".

"Ich habe auf einer grasbedeckten Ebene gelegen, wo es im Sonnenschein angenehm war, und irgendwann schlief ich ein", sagte Uchikoshi über seinen Unfall bei einer Pressekonferenz. "Das ist das Letzte, an das ich mich erinnere."

2. Das eine Mal, als eine Frau ohne Vagina schwanger wurde, nachdem sie jemandem einen Blowjob gab.

NBC

Diese Geschichte beginnt mit einer Messerstecherei, in die eine Frau, ihr neuer Freund und ihr Ex involviert waren. Sie bekam einen Stich in den Bauch und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nichts anderes schien an diesem Punkt verkehrt zu sein, daher wurde sie, nachdem sie sich von der Operation erholt hatte, nach Hause geschickt.

Aber etwa neun Monate später wurde die Frau mit Unterleibsschmerzen wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Nach ein paar Stupsern und Tests kamen die Ärzte dahinter, was vor sich ging – sie war schwanger.

Es gibt zwei andere Dinge, die du wissen solltest: Das erste ist, dass die Patientin keine Vagina hatte, weshalb ihre Schwangerschaft solch eine Überraschung war. Das zweite ist, dass sie ihrem neuen Freund unmittelbar vor der Messerstecherei einen Blowjob gegeben hatte.

Eine den Vorfall genau schildernde Abhandlung, im British Journal of Obstetrics and Gynaecology von 1988 schlussfolgert, dass "eine plausible Erklärung für diese Schwangerschaft ist, dass Spermien durch den beschädigten Magen-Darm-Trakt Zugang zu den Fortpflanzungsorganen gelangten".

"Die Tatsache, dass der Sohn dem Vater ähnelte, schließt eine noch übernatürlichere Empfängnis aus", fügt der Autor hinzu.

Und keine Sorge, die Geschichte hat ein glückliches Ende. Der Autor schreibt: "Die junge Mutter, ihre Familie und der anzunehmende Vater passten sich rasch der neuen Situation an und ein paar Rinder wechselten den Besitzer, um zu beweisen, dass nichts übel genommen wird."

3. Das eine Mal, als sich jemand einen Flaschenverschluss aus Plastik in seinem Knie einklemmte und es nicht bemerkt hat.

casesjournal.biomedcentral.com

Ein 16-jähriger Junge war auf seinem Motorrad in einen Unfall geraten und hatte sich so sein Becken und beide Beine schwer verletzt. Die Ärzte im Krankenhaus behandelten seine Verletzungen und nach einer Menge Krankengymnastik erholte er sich vollständig. Drei Monate nach seinem Unfall bewegte sich der Teeanger wieder umher.

Doch sechs Monate später geschah etwas Seltsames – sein Knie blockierte immer wieder.

Er ging zurück ins Krankenhaus, wo sein Arzt beschloss, mit einer Art Schlüssellochchirurgie einen Blick in sein Knie zu werfen. Zur Überraschung aller fand der Arzt einen Flaschenverschluss aus Plastik – mit einem 1 Zentimeter Durchmesser – im Knie des Jungen.

Es scheint, dass er während seines Krankenhausaufenthalts nicht erkannt wurde, weil er nur eine stinknormale Röntgenaufnahme und eine CT-Aufnahme gehabt hatte.

Ein MRT-Scan hätte den Flaschenverschluss zeigen können. Doch natürlich hat niemand vermutetet, dass ein Stück Plastik in seinem Knie klemmt, weshalb auch kein Scan angefordert wurde. Seine Ärzte schrieben über den Fall in BioMed Centrals Cases Journal.

Als der Flaschenverschluss entfernt war, hat sein Knie übrigens aufgehört zu blockieren.

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4. Das eine Mal, als eine Skifahrerin über 80 Minuten unter Eis in eiskaltem Wasser gefangen war.

Tom Corser tomcorser.com / Creative Commons / Via en.wikipedia.org

Im Jahr 1999 ging Anna Bågenholm mit ihren Freunden außerhalb der Stadt Narvik in Norwegen zum Skifahren, als sie kopfüber in einen zugefrorenen Bergbach fiel. Dickes Eis bedeckte das Wasser, in das Bågenholm kopfüber durch ein Loch fiel. Außer ihren Füßen und Skiern war der Großteil ihres Körpers in dem eiskalten Wasser unter dem Eis gefangen.

Ihre Freunde versuchten erfolglos sie zu befreien. Glücklicherweise schaffte sie es, eine Luftblase unter dem Eis zu finden und blieb über 40 Minuten bei Bewusstsein, bevor sie still wurde.

Als Rettungsdienste sie 80 Minuten nach dem Unfall bargen, war ihre Körpertemperatur auf 13,7 °C gefallen – niedriger als jede Körpertemperatur, die irgendjemand zuvor in der Geschichte der Medizin überlebt hat – und sie hatte keinen Puls.

Sie wurden mit dem Hubschrauber zur Tromso Uniklinik gebracht. Dort schlossen die Ärzte sie an eine Herz-Lungen-Bypass-Maschine an, entnahmen das kalte Blut aus ihrem Körper, wärmten es auf und führten es ihr wieder zu, um ihre Körpertemperatur wieder zu erhöhen. Letzten Endes begann ihr Herz drei Stunden, nachdem es stehen geblieben war, wieder zu schlagen.

Nach 12 Tagen erlangte Bågenholm ihr Bewusstsein zurück. Sie verbrachte vier Monate in der Reha, bevor sie imstande war, das Krankenhaus zu verlassen. Sechs Jahre nach ihrem Unfall ging es ihr gut genug, um wieder Ski zu fahren.

Eine Abhandlung im medizinischen Journal The Lancet beschreibt ausführlich Bågenholms Rettung und Genesung und besagt, dass "dieses potenzielle Ergebnis bei all solchen Opfern berücksichtigt werden sollte". Eine Abhandlung in dem Journal Resuscitation besagt, dass seit 1999 neun von 24 Patienten überlebt haben, die ebenfalls einen Herzstillstand durch Unterkühlung erlitten hatten, und schlussfolgerte, dass "niemand tot ist, bis er warm und tot ist".

5. Das eine Mal, als ein Mann durch bestimmte Arten von Kopfrechnen Krampfanfälle bekam.

Warner Bros

Eine Abhandlung aus dem Jahr 1982 in den Annals of Neurology beschreibt ausführlich den merkwürdigen Fall eines englisch-kanadischen Patienten, der Krampfanfälle bekam, wenn er kopfrechnete.

Mit 12 Jahren bekam er das erste Mal Krampfanfälle und stellte fest, dass sie üblicherweise einsetzten, wenn er Kartenspiele spielte – zumindest einmal, als er einen Punktestand ausgerechnet hatte, wenn er Kreuzworträtsel löste, oder ganz allgemein kopfrechnete. Was das Ganze noch merkwürdiger macht, ist, dass nicht einfach jegliche Art von Mathe die Krampfanfälle auslöste, sondern vor allem Multiplikation und Division und weniger Addition und Subtraktion.

Der Autor der Abhandlung schreibt: "Aufgaben mit Multiplikation, Division und Manipulation von räumlichen Informationen standen erheblich in Zusammenhang mit Entladungen, aber wenige (wenn überhaupt) Entladungen traten auf, wenn Additions- und Subtraktionsaufgaben von gleichwertiger Schwierigkeit durchgeführt wurden."

Zwanzig Jahre zuvor hatten Ärzte den Begriff epilepsia arithmetices geprägt, um eine Form von Epilepsie zu beschreiben, bei der Kopfrechnen Krampfanfälle bei einem anderen Patienten auslösten – jedoch konnte diese nur bei einer Handvoll von Patienten festgestellt werden.

6. Das eine Mal, als eine Empfängerin eines Lungentransplantat die Erdnussallergie ihres Spenders bekam.

Photo-dave / Getty Images

Eine Abhandlung in dem Journal of Heart and Lung Transplantation beschreibt ausführlich den Fall einer 42-jährigen Frau, sie sich einer Lungentransplantation unterzog, aber mehr von ihrem Spender bekam, als ursprünglich geplant. Die Operation verlief gut, und alles schien in Ordnung – bis sie sieben Monate nach ihrer Operation einen Erdnussbutterkeks bei einer Selbsthilfegruppe für Transplantationen aß und einen anaphylaktischen Schock erlitt.

Glücklicherweise hat sie überlebt. Danach stellte sie fest, dass sie seit ihrer Transplantation drei vorherige allergische Reaktionen gehabt hat – auf einen Schokoriegel mit Erdnüssen, auf ein Erdnusssandwich und auf einen Erdnusscracker. Damals hatte sie die Symptome nicht dem Essen zugeschrieben, weil sie zuvor nie ein Problem mit dem Essen von Erdnüssen gehabt hatte.

Sie wurde danach, zu niemandes Überraschung, positiv auf eine Erdnussallergie getestet.

Es stellte sich heraus, dass der 12-Jährige, der die Lunge gespendet hatte, eine Erdnussallergie gehabt hat und sogar an einem anaphylaktischen Schock gestorben war. Die Frau hat sowohl die Spenderlunge als auch seine Allergie bekommen.

Laut den Autoren der Abhandlung wurde solch ein Fall zuvor bei einer Lebertransplantation beobachtet, aber niemals bei Lungen. Und obwohl sie einige mögliche Gründe darbieten, warum die Allergie übertragen wurde, sagen sie, dass "es sehr schwierig ist, den genauen Mechanismus zu ermitteln, durch den die Allergie auf unsere Patientin übertragen wurde".

7. Das eine Mal, als 45 Männer allergisch auf ihr eigenes Sperma reagierten.

Flickr: draket / Creative Commons

Wissenschaftler beschrieben das "Postorgasmic Illness Syndrome" (POIS) erstmals im Jahr 2002. Dessen Symptome sind unter anderem Müdigkeit, ein Fieber, verstopfte Nase, brennende Augen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und "ein grippeähnlicher Zustand", die etwa eine halbe Stunde nach Samenerguss auftreten.

Aber damals wusste niemand so recht, warum manche Menschen diese Symptome erlebten.

Eine Abhandlung, die im Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde, dokumentiert den Fall von 45 Männern in den Niederlanden, die POIS hatten, und wie die Ärzte herausfanden, was es verursachte.

Die Männer wurden alle an Spezialisten in der Abteilung für Neurosexologie am Haga Krankenhaus in Den Haag überwiesen. Dort unterzogen sich einige von ihnen einem sogenannten Hautpricktest, bei dem ihre Haut mit einer Nadel gepikst wird, die eine geringe Menge des verdächtigen Allergens enthält – in diesem Fall ihr eigenes (verdünntes) Sperma.

Fast 90% der Getesteten hatten einen positiven Allergietest, was bedeutet, dass sie allergisch auf ihr eigenes Sperma reagierten. Während die Studie für sich allein nicht ausreichend ist, um zu sagen, dass diese Allergie die Symptome der Männer verursacht hate, behauptet der Autor, dass es sehr wohl der Fall sein könnte.

Eine nachfolgende Abhandlung liefert noch mehr Beweise. Ärzte hatten zwei Männern mit POIS etwas verabreicht, was sie für eine potenzielle Behandlung hielten – nämlich mehrere Injektionen mit ihrem eigenen Sperma. Es schien zu funktionieren.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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