back to top

Das hilft gegen Hass auf Flüchtlinge bei Facebook

Entfreunden ist nicht genug.

Gepostet am

Bei Facebook wird gerade Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht.

facebook.com

Weil Facebook viele Hassposts gegen Flüchtlinge nicht löscht, steht es gerade massiv in der Kritik. Doch selbst wenn das Unternehmen härter vorginge - aus den Köpfen der Menschen kann es diese Meinungen nicht löschen.

Dafür kannst Du etwas tun, wenn andere rechte Parolen verbreiten.

"Es ist wichtig, dass man darauf eingeht."

Denis Bocquet CC BY 2.0 / Via Flickr

"Wer auf rechte Hetze im Netz stößt, sollte sagen, dass er damit nicht einverstanden ist, und das auch begründen. Es ist wichtig, zu zeigen, dass es eine andere Position gibt", erklärt Bernd Wagner, Gründer von Exit Deutschland, einer Initiative für Aussteiger aus der rechten Szene. Die gleiche Empfehlung gibt er auch für direkte Gespräche in der Kneipe oder am Küchentisch.

Anzeige

"Wenn es einer nicht besser weiß, gib ihm das bessere Wissen."

Twitter: @Tremonya

Das sagt Robert Lüdecke, Sprecher der Amadeu Antonio Stiftung, die sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus engagiert. Oft werden bei Facebook falsche Meldungen geteilt, die von vermeintlichen Straftaten von Flüchtlingen berichten oder sich über deren Handybesitz aufregen. "Mit einer einfachen Google-Suche lassen sich Fakes entlarven", rät Lüdecke.

"Zeige, dass Du der Demokrat bist und bleibe gesprächsbereit."

"Selbst wenn ein Post übelst rassistisch ist, sollte man nicht sofort auf Beschimpfungen umschalten, sondern sachlich an die Sache herangehen", erklärt der Sprecher. Sonst würden die anderen nur dicht machen, und damit sei niemandem geholfen. "Es besteht die Gefahr der Filterbubble, in der sich die Flüchtlingsgegner gegenseitig bestätigen, ohne dass jemand dagegenhält."

"Outings helfen nichts."

Markus Heine / picture alliance / NurPhoto

So wird es genannt, wenn rechte Hetzer etwa beim Arbeitgeber oder den Nachbarn angeschwärzt werden. "So ein Outing soll jemanden existenziell schädigen. Aber diese Art der Stigmatisierung führt zu nichts", sagt Bernd Wagner. Das verhärte nur die Fronten. "Man kann die Brechung der Menschenwürde nicht mit Gleichem vergelten."

Robert Lüdecke verweist darauf, dass Persönlichkeitsrechte für alle gelten. Wer jeden mit Klarnamen und Profilbild in die Öffentlichkeit rücke, der einmal etwas Dummes bei Facebook geschrieben habe, nehme diesen Menschen die Chance, von dieser Meinung auch wieder abzurücken. Wer solche Ausfälle öffentlich dokumentieren will, dem rät er, Profilbilder und Namen unkenntlich zu machen.

"Wenn jemand eine Straftat begeht, dann ist das ein Fall für die Staatsanwaltschaft."

Zu diesem Schritt rät Wagner in Extremfällen. Denn rechte Parolen und Aufrufe zur Gewalt können dem Tatbestand der Volksverhetzung entsprechen.

Lüdecke verweist außerdem auf die Möglichkeit, Posts bei Facebook zu melden (auch wenn das nicht bedeutet, dass diese dann auch verschwinden). "Natürlich ist es schwierig, bei guten Freunden diesen Schritt zu gehen. Aber was nicht geht, das geht halt nicht."

Außerdem kannst Du auf rechte Hassposts reagieren und dabei Geld für Flüchtlinge sammeln.

hasshilft.de

Denn Exit Deutschland hat die Aktion "Hass hilft" gestartet. Wer einen rechten Post bei Facebook entdeckt, kann diesen mit einem Banner beantworten, die es auf der Website gibt. Dann wird automatisch ein Euro gespendet, der wiederum der Arbeit von Exit Deutschland sowie dem Bündnis "Deutschland hilft" zugutekommt. Knapp 1.700 Euro wurden so bereits gesammelt.

Hol Dir BuzzFeed auf Facebook! Like uns hier.

Promoted

Every. Tasty. Video. EVER. The new Tasty app is here!

Dismiss