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Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine brachte sie absichtlich zum Absturz

Das sagt die Staatsanwaltschaft in Marseille auf einer Pressekonferenz.

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Andreas L. war der Co-Pilot des in den französischen Alpen abgestürzten Germanwings-Flugs, bei dem 150 Menschen starben. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft in Marseille hat er die Maschine absichtlich zum Sinkflug und Absturz gebracht.

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Die Auswertung des Stimmrekorders habe ergeben, dass der 28jährige sich alleine im Cockpit befunden habe. Nachdem der Pilot dieses kurz verlassen hatte, und danach klopfte, um wiedereinzutreten, habe Andreas L. ihm nicht geöffnet.

Die Lufthansa reagiert mit Fassungslosigkeit.

Die schockierenden Berichte der französischen Behörden machen uns fassungslos. Unsere Gedanken und Gebete sind weiterhin bei allen... 1/2

... Angehörigen und Freunden der Opfer. Heute Nachmittag findet um 14:30 Uhr die nächste Pressekonferenz statt. 2/2

Bekannte des Co-Piloten aus Montabaur sagten der Nachrichtenagentur AP, Andreas L. habe nicht depressiv gewirkt, als sie ihn zuletzt beim Auffrischen seines Segelflugscheins im Herbst 2014 getroffen hätten. Er sei ein ruhiger, netter Mann gewesen.

Andreas L. hatte seinen Segelflugschein schon als Teenager gemacht. Nach seiner Ausbildung zum Piloten war er seit September 2013 bei Germanwings als Pilot.

Er hatte 630 Flugstunden.

In einer Pressekonferenz sagte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr, dass Andreas L. seine Piloten-Ausbildung mehrere Monate unterbrochen habe, was nicht ungewöhnlich gewesen sei. Nach seiner Rückkehr habe er alle Prüfungen zu 100 Prozent bestanden. Kein Sicherheitssystem der Welt hätte laut Spohr die Ereignisse verhindern können. Die Lufthansa habe sich dieses Szenario nicht in ihren schlimmsten Albträumen ausmalen können, sagte Spohr. Es handle sich um einen tragischen Einzelfall. Spohr wirkte während der Pressekonferenz sehr traurig.

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