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Das bekommen Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Berlin

Aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea kommen derzeit Tausende Menschen nach Deutschland. Diese Dinge bekommen sie nach ihrer Ankunft in einem Flüchtlings-Zentrum in Berlin.

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BERLIN — In der aktuellen Flüchtlingskrise in Europa kommen Tausende Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland. Einige von ihnen kommen in eine frühere Kaserne im Westen Berlins, in der jetzt Familien aus Syrien, Afghanistan, Irak, Pakistan, Eritrea und Osteuropa untergebracht sind.

Mehrere hundert Menschen kommen jeden Tag mit Bussen oder Zügen an, die meisten von ihnen aus München. In dieser ehemaligen Kaserne leben nun über 1.000 Menschen, manche von ihnen in 10-Personen-Zelten und andere in alten, heruntergekommenen ziegelroten Kasernen-Gebäuden. Zwischen sechs und zwölf Menschen teilen sich ein Zimmer. Sie schlafen in Stockbetten und teilen sich ein Badezimmer mit 20 oder mehr anderen. Die Zimmer sind sauber, aber sehr einfach und ziemlich beengt.

Einige Familien sind gemeinsam gereist, aber es gibt auch viele Männer, die die häufig schwierige Reise alleine gemacht haben – voller Sorge um ihre Angehörigen, die sie zurückgelassen haben, und voller Hoffnung, sie zu sich in Sicherheit zu holen, sobald ihr Asylantrag bearbeitet wurde.

Es wird einige Zeit brauchen, bis alles im Zentrum reibungslos läuft. Doch die Mitarbeiter und Freiwilligen arbeiten hart, um das zu erreichen. Von Sicherheits- und Verwaltungs-Mitarbeitern bis zu Ortsansässigen, die ihre Dienste als Übersetzer oder Jugendhelfer anbieten, scheinen alle ihr Möglichstes tun zu wollen, um die Bedürfnisse der Flüchtlinge zu erfüllen.

Die Flüchtlinge erhalten Essen und warme Kleidung. Ihnen wird Deutsch-Unterricht angeboten und die Kinder können Ausflüge machen. Sie werden mit Respekt und nicht von oben herab behandelt. Kurz gesagt: ihnen wird das Gefühl gegeben, hier willkommen zu sein.

Kawa aus Syrien mit seiner jungen Tochter Evelin und ihrem Lieblings-Spielzeug

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Kawa hat die lange, gefährliche Reise aus Syrien mit seiner Frau und ihrer Tochter Evelin gemacht. Er lebt mit seinem Freund Visam und einer anderen syrischen Familie in einem Zimmer in der alten Kaserne. "Wir sind sehr glücklich, hier in Deutschland zu sein", sagt Kawa.

Die Familie Majid aus Baghdad

Familie Majid aus Bagdad wurde durch dieses Foto von Daniel Etter berühmt, das in der New York Times veröffentlicht wurde.

Nachdem sie das Mittelmeer überquerten, kamen sie in einem LKW von Athen nach Berlin. Dort kamen sie einen Monat nach Verlassen des Irak an. Laith und Nada leben zusammen mit ihren vier Kindern in einem Raum: mit ihren Söhnen Mustafa (18), Ahmed (17) and Taha (9), und ihrer Tochter Nour (7).

Nada sagt, dass sie bei ihrer Ankunft in Berlin jemanden fragten "wo sind wir?" Als sie hörten, dass sie in Berlin sind, waren sie alle sehr froh, wie sie erzählt. "Die Kinder sind jetzt viel glücklicher."

"Sie bekommen Deutsch-Unterricht von Freiwilligen, und sie wollen zur Schule gehen." Nour zählt stolz für mich auf Deutsch bis fünf.

Nada sagt: "Das einzige, was wir gerne hätten, ist eine eigene Küche. Wir würden gerne unser eigenes irakisches Essen kochen."

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Taha spielt mit einem LKW, den Menschen aus der Bevölkerung gespendet haben

Eine Familie reiste aus Bosnien nach Berlin. Die fünf Kinder Aila (12), Melisa (12), Zorah (8), Jasmin (4) und Michael (2) leben mit ihren Eltern und ihrer Großmutter in einem Raum in den Kasernen. "Obwohl es hier keinen Krieg gibt", sagt der Vater, "gibt es einfach keine Hoffnung. Das Leben ist sehr hart und meine Kinder haben keine Zukunft."

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Die Familie Fartussi kam aus Bagdad in die Türkei, von dort aus mit dem Boot nach Griechenland und schließlich mit Bussen und Zügen nach Berlin. Salam und seine Frau leben jetzt in einem Raum mit ihren drei Töchtern Malak (8), Fatima (3) und Rayhana (1), sowie zwei Freunden aus Bagdad.

"Wir sind froh, hier zu sein, aber wir machen uns Sorgen. Wir wissen nicht, was passieren wird. Wir wissen nicht, ob wir hier bleiben dürfen. Alles ist sehr unsicher."

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Der lange Weg aus Syrien

Judith Vonberg for BuzzFeed News

Diese Familie kommt aus Syrien. Das kleine Mädchen hat gerade einen Stoff-Hasen von deutschen Freiwilligen bekommen, die mit einer Tasche knuddeliger Spielsachen vor den Toren standen. Der Vater des Mädchens ist links. Ihre Mutter ist tot.

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