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15 unbezahlbare Lektionen, die Menschen von ihren eingewanderten Eltern gelernt haben

"Am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Wir sind alle Familie."

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Vor Kurzem baten wir die Mitglieder der BuzzFeed Community die wichtigsten Ratschläge ihrer eingewanderten Eltern mit uns zu teilen. Hier sind einige ihrer Antworten.

1. Kein Traum ist zu groß.

"Meine Eltern kamen vor über 20 Jahren aus Bangladesch nach Amerika. Meine Mutter heiratete sehr jung (22) und ihre Mutter sogar noch jünger (13). Damals hatten sie aufgrund ihrer Kultur (nicht Religion) nicht den freien Willen, um ihren eigenen Weg zu wählen. Sie haben deshalb nie ihre Ausbildung komplett abgeschlossen. Meine Mutter hat mich dazu erzogen einer Ausbildung und Karriere zu folgen, die es mir ermöglichen, eine unabhängige Frau zu werden, was der Hauptgrund war, warum sie Bangladesch verließ. Sie wusste, dass ihre Kinder sonst demselben Leben ausgesetzt sein würden, das sie hatte.

Als ich aufwuchs erzählte sie mir immer, dass kein Traum zu groß zum Träumen war. Sie spornte mich immer an eine Person zu werden, die nicht auf andere angewiesen sein muss. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung wusste sie, dass sie mich befähigen will ein Leben zu leben, das ich mir selbst aussuchen kann. Wegen ihr mache ich gerade einen Abschluss als biomedizinische Technikerin im besten Ausbildungsprogramm des Landes. Wenn es ihre Migrantengeschichte nicht geben würde, wäre ich nie angespornt gewesen so weit zu kommen."

Eingereicht von anikaanakinr.

2. Bleib standhaft.

"Meine Eltern kamen in den 70ern mit meiner ältesten Schwester aus Indonesien. In der Grundschule nannten mich ein paar Kinder einen Migranten. Ich erzählte meinem Vater davon und er sagte: 'Das bin ich, aber du bist ein Amerikaner.' Doch als ich das den Mobbern erklärt habe, machten sie weiter. Wieder erzählte ich meinem Vater davon und er sagte: 'Jetzt ist Zeit zu handeln.'

Er steckte Der Mann mit der Todeskralle in den Videorekorder und sagte: 'Wenn sie denken, dass du das bist, sollten sie dann keine Angst vor dir haben?' Am folgenden Tag kamen die Mobber in der Pause wieder. Doch dieses Mal blieb ich standhaft und nahm eine Kampfhaltung ein. Sie rannten und belästigten mich nie wieder. Davor versuchte ich immer mich anzupassen und keine Aufregung zu erregen."

Eingereicht von barigatorpilot.

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3. Bleib bescheiden.

"Meine Eltern waren vietnamesische Flüchtlinge, die während des Kriegs geflohen waren. Von all den Lebenslektionen, die ich von ihnen gelernt habe, glaube ich, dass diese eine am meisten in mir nachhallte. Ich war richtig begeistert, als ich erfuhr, dass ich der Einzige in meiner vierten Klasse war, der 100% bei einem Test erreicht hatte. Also erzählte ich ihnen selbstverständlich, dass ich der beste Schüler dort gewesen sein muss.

Ihre Reaktion: 'Bleib bescheiden, denn ganz egal für wie gut du dich bei etwas hältst, da draußen gibt es immer jemanden, der besser ist. Und obwohl sie in einer Sache vielleicht besser sind als du, bist du vielleicht bei etwas anderem besser. Es ist kein Wettstreit – was wichtig ist, ist was ihr voneinander lernen könnt.'"

Eingereicht von d448ccaf2c.

4. Nichts wird dir geschenkt.

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"Ich habe sehr früh gelernt, dass mir nichts geschenkt wird. Alles musste verdient werden. Ich wurde mit dem Wert der Arbeit großgezogen. Das ist ein Bild von meinen Eltern, die meinen erstgeborenen Sohn halten. Sie haben stets darauf geachtet, dass sie über die Anstrengungen sprechen, es hierher zu schaffen.

Sie erzählten mir Geschichten über meine Mutter, die mir in einem unterirdischen Tunnel die Brust gab, damit ich keine Aufmerksamkeit errege. Sie erzählten mir Geschichten über uns, wie wir aus einem Kanalschacht herauskrochen, um es dort hinzuschaffen, wo wir jetzt sind. Ich habe nie Menschen gesehen, die so hart wie meine Eltern arbeiten. Dank ihnen bin ich jetzt eine Geschäftsinhaberin und sie ebenfalls."

Eingereicht von vivianar46be2d513.

5. Mach das Meiste aus dem, was das Leben zu bieten hat.

"Meine Mutter brachte mir bei, das Leben und alles, was es bietet, zu genießen, bevor ich mich häuslich niederlasse. Ihr wurden so viele Entscheidungen genommen: Erst wurde sie in eine arrangierte Ehe gezwungen, dann musste sie mit einem Neugeborenen aus einem vom Krieg erschütterten Land nach Kanada fliehen. Ich habe die Freiheit so zu leben wie ich will, weil sie diese Freiheit nicht hatte."

Eingereicht von lavinar.

6. Hilf denen, die Hilfe brauchen.

"Mein Vater verließ El Salvador aufgrund des Krieges und war obdachlos, als er in die Vereinigten Staaten kam. Zuerst wohnte er bei Freunden und reiste Stunden um Stunden und lebte sogar einmal in seinem Auto. Schnellvorlauf zu dem Zeitpunkt, an dem er meine Mutter kennenlernte und meine Schwester bekam - er nahm Fremde auf, die dasselbe durchmachten. Er erzählte mir eines Tages, dass er meine Schwester und meinen Bruder (ich war noch nicht geboren) zum Essen brachte und einen ecuadorianischen Mann sah, der nach Geld fragte. Er erfuhr seine Geschichte und sagte ihm, er solle ins Auto steigen und bei ihm wohnen.

Mein Vater brachte mir bei, bescheiden zu sein und immer jedem zu helfen, der es braucht, weil du nicht weißt, was die Person durchgemacht haben. Über die Jahre haben Familienmitglieder, Freunde und sogar Fremde bei uns gewohnt, nachdem sie aus einem anderen Land kamen. 'Am Ende des Tages sind wir alle Menschen. Wir sind alle Familie.'"

Eingereicht von dria03.

7. Harte Arbeit ist eine unbezahlbare Fähigkeit.

"Meine Eltern kamen beide allein aus Pakistan. Sie zogen in eine kleine Stadt mit zwei Kindern und ohne Geld. Sie arbeiteten hart und lebten einfach. Sie sehen jetzt nichts, das sie haben, als selbstverständlich an. Sie erinnern mich immer daran, dass du nicht weißt, was das Leben bringen wird und dass harte Arbeit die beste Fähigkeit ist, um dir im Leben zu helfen – ob es um dein Sozialleben oder deine Bildung geht."

Eingereicht von zohaq.

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8. Sei eigenständig und unabhängig.

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"Meine Mutter kam in den 80ern von der Dominikanischen Republik in die Vereinigten Staaten und meine Schwester drückte es am besten aus: 'Meine Mutter hat Bananen in Wunder verwandelt.' Mir wurde beigebracht unabhängig, eigenständig, erfinderisch und fleißig zu sein.

Eingereicht von aidanab.

9. Behandle andere mit Mitgefühl.

"Meine Mutter stammt aus einer ukrainischen Migrantenfamilie, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Großbritannien kam. Meine Großeltern überlebten NS-Zwangsarbeit und wurden aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit als 'Untermenschen' klassifiziert.

Das Wichtigste, was ich von meinen Eltern und Großeltern gelernt habe, ist, gütig zu sein und andere mit Mitgefühl zu behandeln. Du kannst nie nur durch eine Begegnung über das Leben einer Person Bescheid wissen. Die goldene Regel ist andere immer so zu behandeln, wie du behandelt werden möchtest - mit Freundlichkeit."

Eingereicht von elenaliber17.

10. Du kannst sowohl aus deinem Geburtsland als auch von dort stammen, wo du dir dein Zuhause gemacht hast.

"Meine Mutter ist Kolumbianerin, aber lebt seit Ewigkeiten in den Staaten. Sie lehrte mich, dass du sowohl aus deinem Geburtsland als auch aus dem Land stammen kannst, was jetzt dein Zuhause ist. Niemand kann dich dazu bringen, zwischen den beiden zu wählen.

Sie lehrte mich auch, dass die Liebe für einen Ort nicht bedeutet, dass du ihn niemals verlassen kannst. Sie verließ mit 17 ihr Zuhause und hat mir nie Schuldgefühle gemacht, dass ich den gleichen Willen habe, die Welt zu erkunden.

Eingereicht von alexandraadlerm.

11. Schätze was du hast und beweise den Zweiflern das Gegenteil.

"Meine Mutter ließ mich und meine Geschwister nie der Welt die Schuld für unsere Probleme geben – sie achtete immer darauf, dass wir schätzen, was wir haben, indem wir hart arbeiteten und Opfer brachten. Sie brachte mir bei, dass es ganz egal ist, wie hart ich arbeite, um etwas zu erreichen, es wird immer Leute geben, die in mir nur ein Mädchen mit anderer Hautfarbe sehen. Aber es ist an mir, ihnen jedes Mal das Gegenteil zu beweisen."

Eingereicht von genntouv89.

12. Du darfst bestimmen, wie Menschen dich behandeln.

"Meine Mutter hat mich durch die halbe Welt von Afrika nach England transportiert, damit ich eine bessere Ausbildung haben kann. Damit ich nicht durch meine Hautfarbe oder meinen Namen verurteilt werde. Irgendwo, wo ich frei von der Vergangenheit sein kann, die mein Mutterland heimsucht. Sie ließ jeden zurück, meinen Vater, ihre Mutter, ihre Karriere. Monatelang arbeitete sie nachts in einem Supermarkt, während sie tagsüber daran arbeitete, Englisch zu lernen.

Sie brachte mir bei, wie wichtig es ist, sich für dich selbst stark zu machen. Du darfst bestimmen, wie Menschen dich behandeln. Du darfst die Grenze bestimmen, die zwischen lustig und rassistisch liegt. Sie lehrte mich auch, dass diese Stärke davon stammt, eine afrikanische Frau zu sein. Heimat ist im Inneren und es ist egal, wie weit du reist: Meine Mutter wird immer Afrikanerin sein, ich werde immer Afrikanerin sein."

Eingereicht von poisonedheart.

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13. Mache in der Not beharrlich weiter.

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"Meine Großvater wurde mehrere Male bei dem Versuch in die Vereinigten Staaten zu kommen festgenommen. Es gab Zeiten, in denen er es gerade so über die Grenze schaffte, nur um umgehend festgenommen und zurückgebracht zu werden. Er drehte sich um und versuchte es wieder. Er gab niemals auf und fand schließlich Arbeit und verdiente genug Geld, um meine Großmutter in die USA zu bringen.

Mein Großvater nahm jeden Job an, den er konnte, und arbeitete Tag und Nacht. Er arbeitete auf den Feldern, in Fabriken und setzte sich am Ende als Hausmeister zur Ruhe. Meine Großmutter wollte immer Kosmetikerin werden. Während sie vier Kinder großzog, lernte sie fleißig und war am Ende imstande ihr Examen zu bestehen, obwohl ihr gesamtes Lernmaterial in Englisch war.

Meine Großeltern sind der Grund, warum ich so hart arbeite, wie ich es für mich selbst und meine Kinder tue. Das Wissen um ihre Geschichte gab mir die Stärke alles zurückzulassen, das ich je gekannt habe, mit der Absicht ein besseres Leben für mich und meine Kinder aufzubauen. Ganz egal, wie oft ich im Leben niedergeschlagen wurde, ich stehe auf und mache weiter. Sie sind der Grund, warum ich meine Familie und Freunde so sehr schätze und liebe. Und ganz zuletzt, sind meine Großeltern natürlich der Grund, warum ich heute hier in diesem Land bin."

Eingereicht von shimabukuroa.

14. Halte durch!

"Als ich 2 war haben meine Eltern entschieden, dass wir zum Leben, Lernen und Arbeiten ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen mussten, um die Familie an erste Stelle zu setzen. Mein Vater und ich sind vor meiner Mutter, die mit meinem kleinen Bruder schwanger war, aus der Dominikanischen Republik eingewandert. Von meiner Mutter getrennt zu sein war so traumatisch, dass viele meiner Erinnerungen diejenigen sind, dass ich mich im Alter von 3 bis 5 Jahren unglaublich verlassen gefühlt habe. Ich hatte große Angst und wurde sehr von der Gegenwart meines Vaters abhängig.

Meine Mutter war während und nach der Schwangerschaft mit meinem Bruder schwer depressiv. Die Trennung war nicht so lang wie die, die andere Immigrantenfamilien durchhalten müssen, aber sie hat tiefe Wunden geschlagen. Die Beharrlichkeit meiner Eltern, unsere Familie wieder zu vereinen und einander während der schweren Zeit an erste Stelle zu setzen, hat mir die größte Lehre erteilt: Familie zuerst und immer Durchhalten!

Eingereicht von meraryg2.

15. Finde die Stärke, selbst den Lauf der Geschichte zu verändern.

"Mein Vater zog mit 16 in dieses Land, allein und nur mit ein paar Cents in seiner Tasche. Zwar hat es 10 Jahre gedauert, aber er setzte seinen Weg durchs College und durch die Grad School fort. Er kam aus dem Iran und hatte gerade gesehen, wie sein Land in der Revolution zerrissen wurde. Er ist ein Wissenschaftler, der sich auf die geistige Gesundheit spezialisiert hat und studiert seit fast 20 Jahren mögliche Heilmethoden für Alzheimer. Er ist momentan in Saudi Arabien und baut eine medizinische Einrichtung auf, die Gesundheitsversorgung für diejenigen aus Übersee bereitstellt.

Als er vom US-Reiseverbot hörte, erzählte er mir das: 'Ich denke für jüngere Generationen wie deine ist es das Beste, andere Wege einzuschlagen und dafür zu sorgen, dass du selbst imstande bist, den Verlauf der Geschichte zu ändern.

Ich bin sehr stolz auf dich und deine Denkweise, deine Leidenschaft und deine Courage. Wenn du dir selbst diese Kraft verleihst, wirst du noch effektiver sein. Denk rational, nicht emotional, weil du so am besten Ignoranz und Ungerechtigkeit schlägst, die auf Hass basieren.

Meine Mutter ist eine Vorschullehrerin, die mit 20 aus dem Iran flüchtete, um in Minnesota Informatik zu lernen. Sie bringt ihren Kindern jeden Tag bei, dass Güte und Geduld das ist, was eine bessere Welt schafft.

Und meine Großmutter ist 72 – sie arbeitet jeden Tag von 4 Uhr bis 13 Uhr in den Lagerräumen von Macy's und unterstützt meine Schwester und mich, da wir die erste Generation und die ersten Frauen in unseren Familien sind, die das College besuchen."

Eingereicht von natashak44e62077a.

Einsendungen wurden zwecks Länge und/oder Klarheit bearbeitet.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Jasmin Nahar is a junior staff writer at BuzzFeed UK and is based in London.

Contact Jasmin Nahar at jasmin.nahar@buzzfeed.com.

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