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Verstörende Bilder aus der Geschichte der amerikanischen Nazis

Seit den 1930ern verbreiten amerikanische Nazis Hass, Fanatismus und Ignoranz.

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Schon im frühen 20. Jahrhundert gab es politische Gruppen in den USA, etwa die Free Society of Teutonia und die Friends of New Germany, die die engstirnige deutsche Nazi-Ideologie für sich übernommen hatten. Diese Gruppen waren dafür bekannt, hasserfüllte Propaganda zu verbreiten und Kundgebungen zu veranstalten, bei denen Antisemitismus, Rassismus und ihre eigene, verdrehte Sicht auf amerikanischen Nationalismus propagiert wurden. Die gleichen Gruppen veranstalteten sogar Nazi-Ferienlager für Kinder.

Der Nazismus erreichte in Amerika am 20. Februar 1939 einen verstörenden Höhepunkt, als eine Organisation, die als German American Bund bekannt war, im Madison Square Garden in New York City eine Kundgebung veranstaltete, an der rund 20.000 Amerikaner mit einer Pro-Nazi-Haltung teilnahmen. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der darauffolgenden Niederlage Nazi-Deutschlands verschwanden viele dieser Gruppen aus dem Licht der Öffentlichkeit. Doch Neonazigruppierungen wie die American Nazi Party und die National States' Rights Party wurden auch danach noch einmal groß – während der Bürgerrechtsära.

Dieses Foto-Essay zeigt die lange, schreckliche Geschichte amerikanischer Bürger, die seit den 1930er Jahren dem Nazismus die Treue schwören.

Dieses Essay beinhaltet Bilder der Gewalt, die als verstörend empfunden werden können. Alle Bilder und Bildunterschriften in diesem Essay stammen von Getty Images und wurden gegebenenfalls angepasst.

Die Kundgebung des German American Bund im Madison Square Garden in New York City am 20. Februar 1939.


Mit Hitlergruß huldigen Bund-Mitglieder dem Hakenkreuzbanner, das bei der Eröffnungszeremonie der Pro-Nazi-Demo im Madison Square Garden zur Schau getragen wird.


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Polizisten haben mit den Menschenmassen zu kämpfen, die sich versammelt haben, um gegen die Pro-Nazi-Kundgebung im Madison Square Garden zu protestieren.


Der Eingang zu Camp Siegfried, einem Nazi-Ferienlager in Yaphank, New York, am 21. Juni 1937.


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Hunderte von Deutsch-Amerikanern empfangen 1937 im Camp Siegfried die in Naziuniform aufmarschierenden jungen Männer mit dem Hitlergruß.


Eine Hecke in Form eines Hakenkreuzes im Camp Siegfried, 1937.


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Straßenschild der Adolf Hitler Straße, die durch das Camp Siegfried verlief, 1937.


Amerikanische Nazijugend präsentiert eine Naziflagge im Ferienlager in Griggstown, New Jersey, 1934.


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Hunderte von Deutsch-Amerikanern beim Hitlergruß im Camp Siegfried, 1937.


Auf einem Häuserdach im Camp Siegfried ist ein Hakenkreuz zu sehen, 1937.


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Das Publikum zeigt den Hitlergruß, während am 24. April 1938 bei einer Nazi-Kundgebung in White Plains, New York, Flaggen durch den Mittelgang getragen werden.


Ein FBI-Agent inspiziert Waffen, die am 23. Februar 1942 bei Nazis im Hinterland von New York beschlagnahmt wurden.


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George Lincoln Rockwell, der selbsternannte Kopf der American Nazi Party, salutiert 1960 gemeinsam mit einer Gruppe seiner uniformierten Soldaten.


Ein Mitglied der American Nazi Party trägt 1960 eine Maske mit stereotypisch jüdischem Gesicht, um so die anderen Mitglieder zu unterhalten.


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Ein kleiner Junge (links) hält 1966 während einer Gegendemonstration zu einem Bürgerrechtsmarsch in Cicero, Illinois mithilfe eines Erwachsenen ein Plakat mit Hakenkreuz. Der Anführer der amerikanischen Nazis, Lincoln Rockwell (rechtes Bild, links auf dem Podest stehend) sieht zu, wie der amerikanische Student Fred Tate bei einer Kundgebung im Jahr 1960 spricht.


Demonstranten, die am 9. Juni 1960 eine Sitzblockade an der Imbisstheke eines Drug-Store in Arlington, Virginia, veranstalten, werden von Mitgliedern der American Nazi Party umzingelt.


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Lincoln Rockwell und Anhänger der American Nazi Party posieren am 23. Mai 1961 neben dem „Hate Bus“, einem Volkswagen, den sie nutzten, um ihre Botschaft im ganzen Land zu verbreiten.


Neo-Nazi John Patler marschiert am 20. August 1962 alleine, um gegen die Aufhebung der Rassentrennung an Schulen zu protestieren, während eine Gruppe von Menschen zuschaut. Patler wurde 1967 für den Mord an Lincoln Rockwell verhaftet und erhielt eine Gefängnisstrafe.


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Neo-Nazis prügeln sich am 1. September 1969 mit Gegendemonstranten.


Polizisten in Kampfausrüstung ziehen am 9. Mai 1970 nach einer Schlägerei zwischen Anti-Kriegs-Demonstranten und Neonazis in Washington, DC einen jungen Mann davon.


Ein Neonazi präsentiert am 25. Oktober 1977 bei einer Demonstration gegen Präsident Jimmy Carter eine White-Supremacy-Zeitung.


Ein bewaffneter Genosse kniet neben einem ermordeten Mitglied der Communists Workers Party, wenige Momente nach einer Schießerei zwischen der CWP und den Mitgliedern des Nazi- und Ku-Klux-Klans am 4. November 1979. Bei der Kundgebung wurden fünf Menschen getötet.


Mitglieder des KKK und Nazis veranstalten im September 1988 eine Kundgebung im Marquette Park, Chicago.


Demonstranten werden bei einem Protest gegen den KKK und Neonazigruppen auf der Democratic National Convention 1988 von Bereitschaftspolizisten zurückgehalten.


Eine junge Gegendemonstrantin schreitet am 22. Juni 1996 in Ann Arbor, Michigan ein, um einen Nazi vor einem wütenden Mob zu schützen.


Neonazi-Demonstranten protestieren am 19. April 2009, organisiert vom National Socialist Movement, in der Nähe der Eröffnungsfeier des Illinois Holocaust Museum and Education Center in Skokie, Illinois.


Mehrere Hundert White Nationalists und White Supremacists marschieren am 11. August 2017 mit Fackeln über den Campus der University of Virginia in Charlottesville, während sie im Sprechchor „White Lives Matter!“ und „Juden werden uns nicht ersetzen!“ rufen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

BuzzFeed's resident photo geek.

Contact Gabriel H. Sanchez at gabriel.sanchez@buzzfeed.com.

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