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19 unglaubliche Fotos von vor über 100 Jahren

„Alte Fotos geben einem ein Gefühl der Menschlichkeit, ein Gefühl der Verbundenheit über Generationen.”

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Ohne Fotos geht heute nichts mehr. Doch für die Menschen im 19. Jahrhundert war die Fotografie eine vollkommen neue Technologie. Im J. Paul Getty Museum in Los Angeles läuft jetzt eine Ausstellung mit dem Namen „Verheißungen auf Papier: Frühe amerikanische Fotografie”. BuzzFeed News sprach mit Mazie Harris, der stellvertretenden Kuratorin der Fotografien im J. Paul Getty Museum.

Die Ausstellung zeigt Papier-Fotografien aus den 1850er und 1860er Jahren. Eine Zeit, in der alle möglichen Menschen herauszufinden versuchten, wie sie die Fotografie am besten nutzen oder von der Fotografie profitieren können.

The J. Paul Getty Museum

Links: Horace F. Clark in Washington D.C., um 1859. Fotografie von James Earle McClees und Julian Vannerson. Rechts: Abraham Lincoln in Washington D.C., 1865. Fotografie von Mathew B. Brady.

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Der Begriff „Fotografie” wurde bereits 1839 eingeführt. Den meisten Amerikanern war also die „Daguerreotypie”-Fotografie, ein Verfahren, bei dem auf chemisch-physikalischem Weg Bilder auf einer versilberten Kupferplatte verkleinert wiedergegeben wurden, seit den 1850er Jahren bekannt. Die Fotografien, die mit diesem aufwendigen Verfahren hergestellt wurden, konnten in schönen Kästen untergebracht und sogar in verschiedenen Größen hergestellt werden.

Papier-Fotografien dagegen, die ursprünglich aus Papier-Negativen und dann aus Glas-Negativen hergestellt wurden, konnten in einer noch größeren Vielzahl an Größen gedruckt und sogar mühelos verschickt oder in ein Album gesteckt werden. Ihr Nachteil: Sie waren (und sind noch immer!) ziemlich lichtempflindlich.

Für uns sind Fotos heute selbstverständlich. Und wir machen uns keine Gedanken mehr über ihren Herstellungsprozess. Vielmehr ist uns wichtig, dass sich Fotos leicht mit anderen Menschen teilen lassen. Doch zu Zeiten der Daguerreotypie war der Herstellungsprozess eines Fotos das eigentliche Wunder. Denn die Fotos wurden durch die Direktbelichtung einer Metallplatte und ohne ein Negativ dazwischen hergestellt.

Bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg gewannen Papier-Fotografien derart an Beliebtheit, dass sie die „Daguerreotypie” verdrängten. In Zeiten, in denen viele Familien vor Gewalt und Krieg auf der Flucht waren, wurden Fotos ein Mittel, um Erinnerungen und Bilder wichtiger Menschen und Orte miteinander zu teilen.

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Ein in den 1860er Jahren sehr verbreitetes Format der Papier-Fotografien wurde "Carte de Visite" genannt und war ziemlich klein. Cartes de Visite – gemeint sind Porträts in der Größe von Spielkarten. Schon damals war es üblich, Bildersammlungen von prominenten oder geliebten Menschen zu besitzen und diese in Alben zu sammeln. Oftmals wurden die Bilder auch mit Zitaten oder Gedanken beschriftet.

J. Paul Getty Museum

Links: Eine amerikanische Ureinwohnerin, 1862-64. Fotografie von J. E. Whitney. Rechts: Joseph Camp Griffith Kennedy, 1850–60. Fotografie von Mathew B. Brady.

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The J. Paul Getty Museum

Broadway in Blickrichtung Nord zwischen Grand und Broome Street in New York City, 1853-55. Zurückgeführt auf Silas A. Holmes oder Charles DeForest Fredricks.

J. Paul Getty Museum

Links: Häuptling der Pawnee Pi'-ta Ha-wi'-da-at, 1858-59. Fotografie von Julian Vannerson. Rechts: Mitglied der ersten japanischen Delegation in den Vereinigten Staaten in Washington D.C., 1860. Fotografie von Jesse H. Whitehurst.



Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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