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Was Schwarze Menschen über Sonnenbrand und Hautkrebs wissen müssen

Du kannst beides kriegen.

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1. Du kannst Sonnenbrand bekommen.

Sony Music Entertainment / Via youtube.com

Es gab viele Diskussionen zwischen People of Colour, ob Menschen mit dunkler Haut Sonnenbrand bekommen können oder nicht. BuzzFeed sprach mit der Dermatologin Dr. Jeanine Downie, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Sie sagt: "Jeder, der Haut hat, kann Sonnenbrand bekommen. Es ist ein Trugschluss zu denken, Schwarze könnten keinen Sonnenbrand bekommen."

2. Selbst wenn Du keine sichtbaren Anzeichen siehst, die normalerweise mit Sonnenbrand in Verbindung stehen, kann Deine Haut trotzdem geschädigt sein.

fox.com / Via giphy.com

Die Schädigung durch die Sonne kann sich bei Weißen und Schwarzen Menschen unterschiedlich äußern. Alle Menschen können aber gefährdet sein, wenn sie ihre Haut nicht korrekt schützen. Mit der Zeit sehen weiße Menschen oft feine Fältchen und Runzeln, erklärt Downie. Schwarze Menschen jedoch sehen eventuell dunkle Flecken, die die Ärztin fleckige Depigmentierung nennt. Sie sagt, dass beide Fälle die Folge einer Schädigung durch die Sonne seien.

3. Das bedeutet, dass Schwarze Menschen auch Hautkrebs durch die Sonne bekommen können.

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Es stimmt. "Die meisten Hautkrebsarten werden mit ultravioletter (UV) Strahlung von der Sonne oder der Sonnenbank in Verbindung gebracht", sagt Dr. Maritza Perez, Leiterin der kosmetischen Dermatologie am St. Luke's Roosevelt Medical Center und Expertin für die Skin Cancer Foundation.

Da Schwarze Menschen mehr Melanin haben, ist die Wahrscheinlichkeit bei ihnen geringer, auf diese Art Hautkrebs zu bekommen - aber möglich ist es trotzdem.

4. Du solltest immer Sonnenschutz tragen, selbst in den kalten Jahreszeiten, und auf dem Etikett sollte "UVA/UVB-Schutz" stehen.

wishtrend.com / Via youtube.com

UVA- und UVB-Strahlen "dringen durch die Atmosphäre hindurch und spielen bei Krankheiten wie vorzeitiger Hautalterung, Schädigung der Augen (auch beim Grauen Star) und Hautkrebs-Arten eine wichtige Rolle", so die Skin Cancer Foundation.

Nichts kann die Sonne vollständig abschirmen, es gibt also keinen großen Unterschied zwischen Sonnenblocker und Sonnencreme, sagt Downie. Aber egal was Du benutzt, stelle sicher, dass das Produkt Dich sowohl vor UVA-, als auch vor UVB-Strahlen schützt.

5. Es gibt keine Entschuldigung dafür, Dich nicht vor der Sonne zu schützen.

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Da die Sonne eine gute Quelle für Vitamin D ist, könnten Menschen, die einen Mangel daran haben, Sonnencreme weglassen, um an ihre Vitamindosis zu kommen. Aber das ist KEIN Grund, den Sonnenschutz wegzulassen.

"Wir können über unsere Ernährung viel Vitamin D aufnehmen", sagt Downie. Fetter Fisch wie Lachs, mit Vitamin D angereicherte Milchprodukte und Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvolle Alternativen, um Deinen Körper zu nähren. "Niemand muss seine Haut wegen Vitamin D der Sonne aussetzen."

7. Hol Dir ölfreien Sonnenblocker, um einen öligen Film oder Schleier auf der Haut zu vermeiden.

cc.com / Via giphy.com

Weißliche Rezepturen lassen Dich lila oder grau aussehen, warnt Downie. Die Sonnencreme oder der Sonnenblocker sollte Zink oder Titandioxid in Mikro-Form enthalten. Diese Produkte lassen sich dann besser in die Haut einreiben und hinterlassen keine seltsamen Spuren auf Deiner Haut.

Ihre Lieblingscreme ist Daily Physical Defense von SkinMedica. Sie ist PABA-frei, hat LSF 30 und verstopft nicht die Poren. Sie empfiehlt auch Produkte von Aveeno und Neutrogena.

8. Trage Sonnenschutz über den Tag verteilt mehrmals wieder auf.

Island Def Jam / Via giphy.com

Trag Sonnenschutz jeden Morgen auf, bevor Du aus dem Haus gehst. Wenn Du das Büro fürs Mittagessen verlässt, trage noch einmal welchen auf.

Für Aktivitäten, bei denen Du Dich länger draußen aufhältst - zum Beispiel wenn du zum Sport gehst - empfiehlt Downie, ihn alle zwei Stunden neu aufzutragen. Auch nach "dem Schwimmen, Abtrocknen oder nachdem Du viel geschwitzt hast" sollte Sonnencreme erneut aufgetragen werden, so die Skin Cancer Foundation.

9. Laut Skin Cancer Foundation (SCF) ist das Basalzell-Karzinom bei Lateinamerikanern, Chinesen und Japanern die häufigste Hautkrebsart.

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Die SCF sagt, dass Basalzell-Karzinome "abnorme, unkontrollierte Auswüchse sind oder Wunden, die in den Basalzellen der Haut auftreten, die die tiefste Schicht der Epidermis (der äußersten Hautschicht) säumen." Oft sehen sie aus wie "offene Wunden, rote Flecken, rosa Auswüchse, glänzende Höcker oder Narben", und werden üblicherweise durch viel Sonneneinstrahlung ausgelöst.

Basalzell-Karzinome streuen selten und führen auch selten zum Tod. Laut Downie fressen sie aber an der Stelle, an der sie wachsen, aus, und hinterlassen Löcher in der Haut.

10. Das Plattenepithel-Karzinom ist die häufigste Hautkrebsart bei Afroamerikanern und Indern, berichtet die SCF.

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Plattenepithel-Karzinome, die direkt durch Schädigung durch die Sonne verursacht werden, können streuen und tödlich sein, sagte Downie.

Laut SCF ist das Plattenepithel-Karzinom "unkontrolliertes Wachstum abnormer Zellen, das in den Schwammzellen auftritt, die die meisten oberen Hautschichten ausmachen (die Epidermis)." Diese Krebsart sieht aus wie schuppige rote Flecken, offene Wunden, erhobene Auswüchse mit Delle in der Mitte oder Hautwarzen. Sie kann auch verkrusten und bluten.

11. Es ist auch wichtig zu wissen, dass Sonne nicht die einzige Ursache für Hautkrebs ist.

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Eine Hautkrebsart beispielsweise, die nicht mit Sonneneinstrahlung in Verbindung steht, ist das akrolentiginöse Melanom (ALM), auch bekannt als subunguales Melanom. ALM "tritt auf unbehaarten Körperoberflächen auf, die der Sonne ausgesetzt sein können oder auch nicht", wie Handinnenflächen, Fußsohlen oder unter dem Zehennagel, wie die Melanoma Research Foundation schreibt.

12. Es sterben mehr Afroamerikaner, Asiaten und Lateinamerikaner an Melanomen als weiße Amerikaner.

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Wie die American Cancer Society berichtet, ist "das Melanom eine Krebsart, die in den Melanozyten beginnt." Melanome an Handinnenflächen, Fußsohlen und unter den Nägeln machen mehr als die Hälfte aller Melanomfälle bei Afroamerikanern aus, verglichen mit weniger als einem von zehn weißen Amerikanern.

Bei Schwarzen ist die Wahrscheinlichkeit, an einer melanomen Krebsart zu sterben höher, da sie weniger diagnostiziert wird. Laut CDC liegt das teilweise daran, dass "ethnische Minderheiten weniger häufig krankenversichert sind, weshalb sie vielleicht nicht regelmäßig zum Arzt gehen. Menschen, die regelmäßig zum Arzt gehen, bekommen häufiger Krebs-Vorsorgetests."

"Und selbst wenn wir [Schwarzen] zum Arzt gehen, werden wir fehldiagnostiziert", sagt Downie. Denn selbst Mediziner denken, dass sie seltener Hautkrebs haben.

13. Einmal im Jahr zum Dermatologen zum Ganzkörperscan zu gehen, kann eventuell Hautkrebs im frühen Stadium entdecken und das Leben retten.

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Entscheidend ist, zum Hautarzt zu gehen – und nicht zum Allgemeinmediziner oder Hausarzt – wenn es um die Haut geht. Ein Arzt, der sich nicht auf die Haut spezialisiert hat, kann warnende Anzeichen oder Hautkrankheiten übersehen oder fehldiagnostizieren.

"Als ich vor Jahren noch in meiner Ausbildung in Manhattan war, kam eine Frau, die ein Melanom auf dem Zehennagel hatte, aber jemand hatte ihr gesagt, es sei Dreck," erinnert sich Downie. "Bis die Patientin richtig diagnostiziert worden war, musste der Zeh operativ entfernt werden. Einen Zeh zu verlieren ist natürlich nicht schön, aber sie konnte sich so vor dem Krebs schützen, bevor er ihr Leben nahm", sagt Downie.

14. Fang in schon als Jugendlicher mit Ganzkörperscans bei einem Dermatologen an oder schon früher, wenn du viele Leberflecken hast.

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Wenn Du an Deinem Kind ein paar seltsam aussehende Leberflecken entdeckst, bring es zu einem Dermatologen zur Vorsorgeuntersuchung. Es ist nie zu früh.

15. Am allerwichtigsten ist, dass Du vorbeugst, um die Risiken, Sonnenbrand und Hautkrebs zu bekommen, zu verringern

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Denk daran, Sonnencreme mit LSF 30 oder höher aufzutragen, auch in den kühleren Monaten, und geh einmal im Jahr zum Dermatologen.

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