Updated on 20. März 2020. Posted on 19. März 2020

    15 Dinge, die ich gern gewusst hätte, bevor ich mit meinem Freund zusammengezogen bin

    Hier ein kurzer Crash-Kurs, bevor ihr zusammenzieht.

    1. Wenn du persönliche Probleme in dich hineinfrisst, ist eine Katastrophe vorprogrammiert.

    MTV / Via giphy.com

    Du kannst deinen emotionalen Ballast nirgendwo verstecken, wenn du mit deinem/deiner Liebsten zusammenziehst. Sei also ehrlich, wenn du mit irgendwas kämpfst, ob es nun um deine psychische Gesundheit oder finanzielle Schwierigkeiten geht. Deine Probleme zu verbergen ist für dich und deine Beziehung ungesund und du wirst noch gestresster sein, wenn du alles für dich behältst.

    Mit meinem Freund über meine Ängste zu sprechen, kann schwierig sein, weil ich oft wegen ziemlich irrationaler Dinge beunruhigt bin. Dennoch ist es noch schwieriger, diese Probleme zu ignorieren und so zu tun, als sei alles gut. Wenn dein*e Freund*in sich wirklich um dich sorgt, wird er in allen deinen Höhen und Tiefen für dich da sein.

    2. Ob es dir gefällt oder nicht, Geld kommt oft zur Sprache.

    Nickelodeon / Via giphy.com

    Du weißt wahrscheinlich schon, wie viel dein*e Freund*in verdient und ob er/sie 'nen Haufen Schulden (oder Kohle) hat. Aber sobald ihr zusammen lebt, werden Finanzen ein großes Gesprächsthema sein. Ihr verwaltet nicht nur eure Miete gemeinsam, sondern tragt auch auf verschiedene Art und Weise zu eurem Haushalt bei — Lebensmittel, Nebenkosten, Internet und so weiter.

    Außerdem musste ich, nachdem ich letztes Jahr meine Stelle verloren hatte, plötzlich meinem Freund gegenüber sehr offen darüber sein, wie viele Monate Miete ich gespart hatte. Weiter musste ich mit ihm darüber reden, ob er etwas beisteuern könne, bis ich wieder auf die Beine kam, und dass ich mich vorübergehend arbeitslos gemeldet hatte. Sprecht über alles, sodass keiner von euch mehr auf sich nimmt, als er bewältigen kann.

    3. Dein Freund wird rausfinden, dass auch du kackst. Große Überraschung, ich weiß.

    NBC / Via giphy.com

    Das Gesprächsthema, das mein Freund am wenigsten mag, ist Kacke. Doch wenn man zusammen lebt, ist es unmöglich weiterhin zu denken, dass dein*e Liebste*r irgendwie eine magische Kreatur ist, die nie kackt und immer nach Tannennadeln riecht.

    Langsam aber sicher hat er sich an die Tatsache gewöhnt, dass es nur einen Grund dafür gibt, dass ich eine Weile im Badezimmer bin. Und wenn mir schlecht ist, wird er mich deshalb bestimmt jammern hören. Sucht also gemeinsam eine Kerze fürs Badezimmer aus und versucht zu akzeptieren, dass ihr jetzt, wo ihr zusammen lebt, einiges zu sehen und zu riechen bekommen werdet.

    (Hier noch ein paar Tipps zum Thema.)

    4. Ihr solltet weiter auf Dates gehen (selbst wenn ihr das Haus nie verlassen wollt).

    Paramount Pictures / Via giphy.com

    Warum sollte ich je den heiligen Ort verlassen, der meine Wohnung für mich ist, wenn ich ein Sofa, Snacks und meinen Freund habe? Das ist eine Frage, die ich mir, seitdem wir vor zweieinhalb Jahren zusammen gezogen sind, buchstäblich jedes Wochenende stelle. Aber! Wenn du eure Beziehung so frisch und unterhaltsam wie am Anfang halten willst, solltest du trotzdem Dates in der Außenwelt planen. Mein Freund und ich probieren beide gern neue Restaurants aus, das ist also unser Ding geworden.

    5. Du sagst wahrscheinlich immer noch „mein Zimmer“ — und das ist normal.

    Newmarket Films / Via giphy.com

    Wenn du deine*n Freund*in fragst, wo etwas ist — wie zum Beispiel das Ladegerät — und er/sie sagt: „Oh, das ist in meinem Zimmer“, flipp nicht aus. Ich habe meiner Mutter erzählt, dass mein Freund und ich uns noch immer vertun und „mein Zimmer“ oder „mein Bett“ sagen, wenn wir „unser“ meinen. Sie hat mir erzählt, dass sie und mein Vater das nach 35 Jahren Ehe immer noch tun.

    6. Ihr habt vielleicht unterschiedliche Vorstellungen davon, was „sauber“ bedeutet.

    Warner Bros. / Via giphy.com

    Ich habe herausgefunden, dass ich eher ein „ordentlicher“ Mensch bin und mein Freund ein „sauberer“. Du denkst vielleicht, dass das keinen Unterschied macht — bis ihr zusammenzieht. Ich konzentriere mich mehr darauf, dass unsere Wohnung gepflegt und geordnet ist. Also darum, dass keine Kleidung auf dem Fußboden liegt, auf dem Beistelltisch alles am richtigen Platz liegt und Hygieneartikel weggeräumt werden.

    Mein Freund kümmert sich weniger um solche Sachen (eben in diesem Augenblick liegen seine Klamotten neben dem Bett) und mehr darum, sofort zu spülen, regelmäßig Staub zu saugen und die Dusche gründlich zu reinigen. Seit wir das geregelt haben, haben wir gelernt, wie man Kompromisse schließt und unsere Wohnung davor bewahrt, zu einem Schweinestall zu verkommen.

    7. Übrigens lohnt es sich, tatsächlich ein System zu entwickeln, die Hausarbeit aufzuteilen.

    Disney / Via giphy.com

    Als wir zusammengezogen sind, habe ich einen Haushaltsplan noch für ein Strebersystem gehalten. Stimmt nicht. Ihr braucht kein Diagramm am Kühlschrank, das eure täglichen Aufgaben durchtaktet, aber ihr solltet wenigstens darüber reden, wer was erledigt — und wie oft jede Arbeit erledigt werden muss. So verhindert ihr Streitigkeiten darüber, wer diese Woche häufiger gespült hat. Zu Hause war's meine Aufgabe, den Müll rauszubringen. Meine Schwester musste immer Staub saugen. Warum sollten du und dein*e Freund*in keinen ähnlichen Plan haben?

    8. Aber erwarte nicht, dass immer alles 50/50 ist.

    Nickelodeon / Via giphy.com

    So sehr du dich auch bemühst, es wird Zeiten geben, in denen du mehr im Haus tust als dein*e Freund*in — und umgekehrt. Zu erwarten, dass ihr beide ~euren Beitrag leistet~ und immer den perfekten Mittelweg bei der Hausarbeit findet, wird euch beide in den Wahnsinn treiben. Sofern es nicht total unfair wird — in dem Fall solltest du dringend das Gespräch suchen — machst du dir am besten bewusst, dass das völlig normal ist.

    9. Du wirst Ärgernisse finden, mit denen du nie gerechnet hättest. Sprich unbedingt darüber!

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    Sag ihm/ihr, dass es dich stört, wenn die Stühle nach dem Aufstehen nicht rangeschoben werden. Lass nicht zu, dass Frust sich zu einem Berg anhäuft, und du irgendwann ausrastest. Statt kleine Ärgernisse zu großem Zoff führen zu lassen, sprich offen und ehrlich (aber nett und respektvoll!) über Dinge, die dich ärgern.

    10. Du hast euch vorher schon für seltsam gehalten? Warte nur ab, bis ihr zusammenwohnt.

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    Mein Freund und ich waren immer schon albern. Doch seit wir zusammenleben, sind wir schräger als je zuvor — und das ist, ganz ehrlich, was ich am Zusammenleben mit ihm am allermeisten mag. 90 Prozent der Zeit imitieren wir die Stimmen unserer Lieblingsserien (er würde dir gern über meine Nachahmung von Claire Foy in The Crown erzählen) oder tanzen spontan durchs Wohnzimmer. Freu dich schon mal darauf, einfach komplett du selbst sein zu können.

    11. Präge dir seinen/ihren Tagesablauf ein, sodass ihr euch nicht ums Badezimmer streitet oder denkt, der andere wäre gestorben.

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    Ich arbeite von 10 bis 18 Uhr und mein Freund absolviert gerade sein Masterstudium. Deshalb sind unsere Zeitpläne, Arbeitswege und tägliche Routinen sehr unterschiedlich. Behalte auf dem Schirm, wann dein*e Freund*in morgens aufstehen und das Haus verlassen muss; wann er/sie in der Regel zurück ist und so weiter. So vermeidet ihr, euch morgens ums Bad zu streiten oder ständig zu fragen, wann der/die andere zurück sein wird.

    12. Sieh zu, dass du trotzdem etwas Zeit für dich allein findest, damit du nicht völlig den Verstand verlierst.

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    Es ist nicht so einfach, wenn du, wie ich, in einer 2-Zimmer-Wohnung lebst, aber trotzdem Zeit für dich brauchst, damit deine mentale Gesundheit intakt bleibt. Mache deinem/deiner Liebsten klar, dass du nicht wütend bist oder so, sondern nur alleine etwas entspannen willst. Ich sage zu meinem Freund: „Hey, ich brauche jetzt wirklich etwas Ruhe, deshalb lese ich ein bisschen allein im Schlafzimmer!“ Solange er weiß, dass alles okay ist, kümmert es ihn nie, wenn ich etwas Zeit zum Alleinsein brauche.

    13. Und höre nicht auf, all das zu tun, was dich ausmacht.

    FOX / Via giphy.com

    Es ist leicht, sich in sein Leben als Paar zu verstricken, wenn man zusammenzieht. Ehrlich gesagt möchte ich manchmal schlicht den ganzen Tag meinen Freund anstarren, während er sowas Alltägliches tut, wie durch Insta zu scrollen. Aber achte darauf, dich nicht selbst zu verlieren.

    Wenn zum Beispiel Puzzlespiele deine Leidenschaft sind, dann packe sie nicht weg, nur weil du Angst hast, dass sie Platz einnehmen. Wenn du ein Hobby wie Fotografieren hast, höre damit nicht auf, nur weil du denkst, nicht genug Zeit für deine*n Freund*in zu haben. Bleibe dem treu, was dich glücklich macht.

    14. Leute fragen vielleicht ständig, wann ihr „endlich“ heiratet. Ignoriert sie.

    FOX / Via giphy.com

    Nur weil ihr jetzt eine Wohnung teilt, bedeutet das nicht, dass ihr euch verloben müsst. Mit jemandem zusammenziehen ist ernst, daher glauben andere oft, dass Ehe unweigerlich der nächste Schritt sein muss. Aber eure Zukunft als Paar ist allein eure Sache. Sollte sich rausstellen, dass Heirat kein Thema ist, ist das auch okay!

    15. Und du wirst es mögen, deine Wohnung „Zuhause“ zu nennen.

    ABC / Via giphy.com

    Das mag total kitschig klingen, aber ... nach fast drei Jahren des Zusammenlebens mag ich es noch immer sehr, zu sagen oder zu schreiben: „Ich bin auf dem Weg nach Hause!“ Deine eigene Ecke dieses großen, verrückten Planeten mit der Person zu teilen, die du liebst, ist das beste Gefühl aller Zeiten.

    Hier ist dein Rückzugsort, um zum 300sten Mal über Parks and Recreation zu lachen, die perfekte Silvesterparty zu geben, dich jeden Abend auf dem Sofa über das Drama deiner Arbeitskolleg*innen auszulassen und zu kuscheln, bis du vergisst, dass es überhaupt eine Welt außerhalb eures Zuhauses gibt.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

    BuzzFeed Daily

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