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Posted on 28. Mai 2018

„Period-Shaming“: So werden Frauen weltweit wegen ihrer Regel gedemütigt

„Binden werden beim Kauf in Zeitung eingewickelt.“

Je nachdem, wer du bist, wo du wohnst und welche Art von Zyklus du hast, kann es sein, dass dich das „Period-Shaming“ nicht besonders betrifft. Frauen bluten, das Leben geht weiter. Stimmt's?

@nievesitarica / Via instagram.com

Es kann zum Beispiel viel komplizierter sein, deine Periode zu haben, wenn du kein Geld hast, um Menstruationsprodukte zu kaufen oder keinen Zugang zu einer sauberen und sicheren Toilette hast oder wenn du dich selbst nicht als weiblich identifizierst.

Aber für viele Menschen ist die Stigmatisierung der Periode eine Realität, mit der sie jeden Monat leben. BuzzFeed-Leser*innen aus aller Welt haben uns erzählt, wie das für sie aussieht und sich anfühlt.

(Viele von euch haben auch geschrieben, um zu sagen, dass ihr nicht das Gefühl habt, dass Perioden in eurer Kultur stigmatisiert sind oder dass sich die Art und Weise, wie Leute über die Menstruation sprechen, positiv verändert – was großartig ist!)

Keine dieser Antworten sollte für ein ganzes Land, eine ganze Kultur oder Religion gelten. Es gibt natürlich viele verschiedene Überzeugungen, Praktiken und Erfahrungen in jedem Land. Aber hier sind einige der Dinge, die Leserinnen uns mitgeteilt haben.

1. „Binden werden beim Kauf in Zeitung gewickelt.“

@thesadgirlgang / Via instagram.com

Das Thema Perioden ist streng geheim. Kaum jemand spricht darüber. In letzter Zeit haben Leute jedoch damit angefangen, sich gegen das Period-Shaming zu äußern. Binden werden beim Kauf in Zeitung gewickelt und Tampons haben den Ruf, einem Mädchen die Jungfräulichkeit zu nehmen oder im Inneren verloren zu gehen. Wenn jemand mit Random Facts von einer Toilette kommt, wurde sicherlich eine Packung Bindung geöffnet.

—Nikhat, 21, Fiji

2. „Meine eigene Mutter hat ein Riesenaufhebens um meine Regel gemacht.

Meine eigene Mutter hat wirklich einen riesigen Wind um den Geruch und die Bürde meiner Periode gemacht. Statt Themen wie reproduktive Gesundheit (sie hatte Endometriose), sexuelle Gesundheit, allgemeines Wohlbefinden und dergleichen anzusprechen, sorgte sie dafür, dass ich während meiner Regel alle meine Pflichten erfüllte – sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Hauses und zum Wohle anderer. Die habe ich, trotz meiner Schmerzen, weiterhin gewissenhaft erfüllt.

—Kristy, 18, Australien

3. „Meine Mutter hat mir einmal gesagt, wenn ich meine Periode habe, solle ich die ,Beweise' nicht in Mülleimer im Bad werfen, denn dann wüssten die Leute gleich, warum ich so launisch bin.“

http://@maxine.sarah.art / Via instagram.com

Ich hatte einmal eine Party veranstaltet und am Vortag das Haus sauber gemacht (also auch den Müll geleert). Als die Leute allmählich eintrafen, ging mein Freund auf die Toilette, kam dann zurück und flüsterte mir zu, dass meine Mitbewohnerin eine Slipeinlage in den Mülleimer geworfen hätte. Er wollte, dass ich mich ,darum kümmere', damit andere Partygäste das nicht sehen müssen.

Auch meine Mutter hat mir mal gesagt, wenn ich meine Regel habe, sollte ich die ,Beweise' nicht in den Toilettenabfall werfen, denn dann wüssten die Leute, warum ich so launisch bin. Sie bestand darauf, dass ich meine gebrauchten Binden und Tampons sowie die Verpackungen entweder in den Küchenmüll (der fast täglich geleert wird) oder in den Mülleimer außerhalb des Hauses werfe. Das war beschämend.

—Lindsay, 27, Kanada

4. „Die meisten malaiischen Frauen waschen ihre Tampons vor der Entsorgung sogar mit Wasser und Seife aus.“

Hier in Malaysia benutzen nur sehr wenige Frauen Tampons, oft aus religiösen Gründen. Ich bin Chinesin und meine Mutter ist einverstanden, wenn ich Tampons benutze, aber die meisten malaiischen Frauen waschen ihre Tampons vor der Entsorgung sogar mit Seife und Wasser aus, da sie sonst als unrein gelten.

—Jann, 22, Malaysia

5. „Mein Vater und mein Bruder dürfen sich die Binden nicht einmal ansehen oder wissen, wo sie im Schrank aufbewahrt werden.“

@aryaprakash / Via instagram.com

Mein Vater und mein Bruder dürfen sich die Binden nicht einmal ansehen oder wissen, wo sie im Schrank aufbewahrt werden. Ich bat meinen Bruder, einen Beutel aus der Garage zu holen, als meine Mutter mir sagte, ich solle mich selbst drum kümmern. Sie flüsterte mir später zu, dass sich darin eine Packung Binden befand und mein Bruder sie sonst sehen würde.

—Anonym, 21, USA (aber aufgewachsen mit super-konservativen indischen Eltern)

6. „Als ich 14 war, kam mein Großvater aus dem Bad gerannt, um mich zu fragen, ob ich Nasenbluten hätte ... Ich habe mich gefragt, ob er überhaupt weiß, was eine Periode ist.“

Meine Familie ist kambodschanisch-chinesisch. Meine Mutter und meine Großmutter (die im selben Haus wohnen) sind BESESSEN davon, dafür zu sorgen, dass ich alle Spuren von blutbefleckten Tüchern oder gebrauchten Hygieneprodukten beseitige, sodass die Männer in meiner Familie nicht wissen, dass ich meine Periode habe. Sogar die Verpackung der verwendeten Binde war ein Tabu.

Als ich 14 war, kam mein Großvater aus dem Bad gerannt, um mich zu fragen, ob ich Nasenbluten hätte. Da habe ich mich gefragt, ob er überhaupt weiß, was eine Periode ist, denn die Matriarchinnen verheimlichten sie so gut.

—Colette, 19, USA

7. „Ich habe dieses ‚Stecke deine Binde in den Ärmel, damit niemand sie sieht‘-Ding schon immer gehasst ... jetzt stehe ich dazu und laufe offen mit der neongrünen Verpackung rum, frei nach dem Motto: ‚Was ist? Hast du ein Problem?‘“

@muskinn_budapest / Via instagram.com

In der Oberschule fing ich an, offener mit meiner besten Freundin zu reden und ich habe es ihrer Unterstützung zu verdanken, dass ich dem Periodentabu entkommen konnte, mit dem ich aufgewachsen bin. Ich habe dieses ‚Stecke deine Binde in den Ärmel, damit niemand sie sieht‘-Ding schon immer gehasst ... jetzt stehe ich dazu und laufe offen mit der neongrünen Verpackung rum, frei nach dem Motto: ‚Was ist? Hast du ein Problem? Oh, du dachtest, es wäre mir peinlich? Haha ... Darüber bin ich hinweg, danke.'

—Magda, 22, Polen

8. „Es ist jedes Mal ein Staatsakt, wenn ich Tampons ins Bad schmuggeln muss. WIE MACHEN DAS ALLE ANDEREN, OHNE DASS ICH WAS DAVON MERKE?!?“

Ich wünschte, ich müsste sowas nicht verstecken. Nicht, weil ich die ganze Zeit offen darüber reden will, um Menschen zu desensibilisieren. Meine Regel ist eine Sache, die ich als etwas Persönliches zwischen mir und meinem Körper betrachte. Nur ist es einfach jedes Mal ein Staatsakt, wenn ich Tampons ins Bad schmuggeln muss. WIE MACHEN DAS ALLE ANDEREN, OHNE DASS ICH WAS DAVON MERKE?!? Bringt es mir bei!!!

—Anonym, Kanada

9. „Geheimcodes zu benutzen, wenn man nach Binden oder Tampons fragt, verstärkt nur die Vorstellung, dass Perioden etwas Falsches oder Beschämendes sind.“

10. „Einer meiner Freunde hat uns von seinem verdammten feuchten Traum erzählt, aber ist ausgeflippt, als ich meine Periode erwähnt habe.“

—Kaya, 17, USA

11. „Die gesamte Auffassung, dass Frauen unrein und eine Art unantastbares Wesen sind, gehört abgeschafft.“

@diemenstruationsbeauftragte / Via instagram.com

Was mich ärgert ist, dass jeder weiß, was eine Menstruation ist, aber niemand darüber reden will. Wenn du ein Problem hast oder dich sorgst, weil deine Periode seit Monaten ausbleibt oder ähnliches, gibt es niemanden, mit dem du einfach darüber sprechen kannst, außer deinen Freundinnen. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn du ein junger Teenager und nicht so unabhängig bist.

Wenn du ein Gespräch darüber anfangen willst, bringen die Leute dich zum Schweigen. Ich bin froh, dass es inzwischen viel mehr Menschen gibt, die das Bewusstsein dafür schärfen und öffentlich darüber sprechen (und andere bitten, dies auch zu tun). Doch die gesamte Auffassung, dass Frauen unrein und eine Art unantastbares Wesen sind, gehört abgeschafft. Es gibt zu viel Stigmatisierung – Sharmindagi auf Urdu – im Zusammenhang mit der Menstruation und ich verstehe es wirklich nicht.

—Anonym, 18, Pakistan

12. „Mädchen können keine Binden im Geschäft kaufen, ohne angestarrt zu werden, als würden sie eine Straftat oder ähnliches begehen.“

Es ist ein großes Tabu und Mädchen können keine Binden im Geschäft kaufen, ohne angestarrt zu werden, als würden sie eine Straftat oder ähnliches begehen. Nach dem Kauf werden sie so verpackt, dass niemand sie sehen kann.

—Anonym, 18, Bangladesch

13. „Letzte Woche habe ich einem Freund gesagt, dass ich traurig sei und dass ich meine Tage habe, und er antwortete: ‚Ekelhaft.‘“

@littletowngreen / Via instagram.com

Als ich meine erste Regel bekam, habe ich sie drei Monate lang versteckt. Ich sagte meiner Mutter nichts davon, nur meiner Cousine. Ich war zehn Jahre alt, daher war es mir peinlich.

Letzte Woche habe ich einem Freund gesagt, dass ich traurig sei und dass ich meine Tage habe, und er antwortete: „Ekelhaft.“

—Florencia, 27, Argentinien

14. „Die meisten Männer möchten kein Essen essen, das von einer Frau zubereitet wurde, die gerade ihre Regel hat. Sie wollen dann auch keinen Eimer oder kein Bad mit ihr teilen.“

—Eni, 17, Ghana

15. „Es ist immer noch sehr tabu, etwas anderes als Binden zu tragen.“

@suzie_grime / Via instagram.com

Niemand spricht wirklich über die Menstruation (es sei denn, sie sind Feministinnen! Frauenpower!). Selbst wenn du Krämpfe oder PMS hast: Wenn dich jemand fragt, was los ist, sagst du einfach, dass es dir nicht gut geht oder du Kopf- oder Bauchschmerzen hast.

Es ist immer noch sehr tabu, etwas anderes als Binden zu tragen. Viele Frauen haben wegen der Befürchtung, „ihre Jungfräulichkeit zu verlieren“, Angst davor, etwas einzuführen, sodass die meisten Frauen während ihrer Tage nicht schwimmen gehen. Sex während der Periode wird als ekelhaft angesehen.

—Val, 22, Mexiko

16. „Im Hinduismus verehren die Menschen Göttinnen inbrünstig, aber wenn es um die eigentlichen Frauen in ihrem Leben geht, vertreiben sie sie aus Tempeln und Küchen und manchmal auch aus ihren Häusern.“

Im Hinduismus verehren die Menschen Göttinnen inbrünstig, aber wenn es um die eigentlichen Frauen in ihrem Leben geht, vertreiben sie sie aus Tempeln und Küchen und manchmal auch aus ihren Häusern, während einer Zeit, in der ihre Gesundheit gefeiert werden sollte!

Es ist lächerlich und ich bin froh, dass es allmählich abnimmt, obwohl ich behaupten würde, dass noch viel mehr Bemühungen nötig sind, um Perioden zu entstigmatisieren.

—Anonym, 23, Indien

Mehr über die Menstruationstabus in Indien und im Hinduismus sowie deren Entstehung erfährst du hier.]

17. „[Du musst] sagen, dass du Kopfschmerzen hast, während du blöderweise deinen Bauch umklammerst.“

ActionAid / Via actionaid.org.uk

Du sollst in der Öffentlichkeit nicht zeigen, dass du deine Tage hast, also musst du einfach deine Zähne zusammenbeißen und die Schmerzen mit einem Lächeln ertragen. Oder schlimmer noch: Sagen, dass du Kopfschmerzen hast, während du blöderweise deinen Bauch umklammerst.

—D, 22, Libyen

18. „'Nimm eine Aspirin und mach weiter.' Hallo! Ich blute aus meiner Gebärmutter, gib mir 'ne Minute.“

Es ist immer noch ein Tabu. Obwohl wir sehr offen sind und es akzeptieren, verstecken Frauen – und vor allem junge Mädchen – noch immer ihre Tampons und Binden. Es wird sogar angeregt, zu Empfängnisverhütung zu greifen, um die Menstruation auszuschalten – zum Beispiel durch die Einnahme der Pille ohne Pause oder den Einsatz einer Spirale, wie ich sie habe.

Und wenn du deine Tage hast, solltest du dich nicht darüber beschweren: ,Nimm eine Aspirin und mach weiter!' Deine Tage werden immer noch als Schwäche angesehen. Hallo! Ich blute aus meiner Gebärmutter, gib mir 'ne Minute!

—Eva, 22, Niederlande

19. „Es ist ja nicht so, dass ich jeden Monat vier Tage krankfeiern kann.“

@diemenstruationsbeauftragte / Via instagram.com

Da wir Briten sehr reserviert, ist es unmöglich, am Arbeitsplatz über deine Menstruationsbeschwerden zu sprechen. Ich arbeite in einem Team, das, bis auf mich, komplett aus Männern besteht. Ich hatte bisher wirklich lächerlich starke und schmerzhafte Regelblutungen (ich trage einen dieser „Super Plus“-Tampons und eine Nachtbinde und beides muss ich alle 25 Minuten wechseln, damit nichts durchsickert). Doch ich bleibe weiterhin im Büro und tue so, als wäre alles in Ordnung.

Manchmal muss ich mit Kunden bis zu drei Stunden in der gleichen Position sitzen, was natürlich ein Garant für eine Katastrophe ist. Ich habe mich nie wohl gefühlt, mit Männern über meine Tage zu sprechen – insbesondere bei der Arbeit, wo es keine Frauen gibt, die bestätigen könnten, was ich durchmache. Und es ist ja nicht so, dass ich jeden Monat vier Tage krankfeiern kann. Wie soll ich also damit umgehen?

—Anonym, 23, Vereinigtes Königreich

20. „Es gibt viele Missverständnisse wie: ‚Meine Periode ist so schwach, also muss deine auch schwach sein.‘“

Einige große Unternehmen bieten dir möglicherweise bezahlten Urlaub während deiner Tage, aber sowas ist sehr selten. Es gibt viele Menschen, sogar Frauen, die nicht verstehen, wie schmerzhaft diese Zeit für die Frauen ist, die furchtbare Monatsblutungen haben. Es gibt viele Missverständnisse wie: ,Meine Periode ist so schwach, also muss deine auch schwach sein – Unterleibsschmerzen sind doch nicht so schlimm. Warum musst du dir dafür einen Tag frei nehmen? Sei nicht so faul.'

—Anonym, 23, Japan

21. „Es wird nicht genug darüber gesprochen. Ich bin fast 18 und habe immer noch keine Ahnung, wie man einen Tampon richtig benutzt.“

22. „Ich hatte mit meinem Mann einen Mini-Kurs zum Thema Gesundheit, weil er nichts darüber wusste. Ich finde, dass mein Partner darüber informiert sein sollte, was mit meinem Körper passiert.“

Ich arbeite in einem Salon, also gehen wir ziemlich offen mit dem Thema Periode um. Ich leide an PMDS und Endometriose. Ich habe gelernt, ehrlich über das Leiden und den Schmerz zu sprechen. Viele Kundinnen haben sich mir über ähnliche Situationen geöffnet. In meiner Familie wird darüber nicht gesprochen, auch meine Mutter sagt zu dem Thema nichts.

Ich bin sehr katholisch aufgewachsen, also war Empfängnisverhütung ein großes Tabu. Ich hatte mehr als ein Jahrzehnt eine unbehandelte Endometriose und PMDS, weil man nur zu einem Gynäkologen geht, wenn man schwanger ist, da man dort nur eine Empfängnisverhütung erhält. Als ich etwa elf Jahre alt war, fing ich an, von den Krämpfen ohnmächtig zu werden. Die Frauen sagten mir, ich solle mich daran gewöhnen – das würde für den Rest meines Lebens so bleiben.

Mein Mann darf sich nicht davor scheuen. Er weiß Bescheid, was ich brauche und musste mich bereits wegen der Schmerzen in die Notaufnahme bringen. Wir hatten einen Mini-Kurs zum Thema Gesundheit, weil er nichts darüber wusste. Ich finde, dass mein Partner darüber informiert sein sollte, was mit meinem Körper passiert. Er weiß, welche Medikamente helfen, was er sagen soll und was nicht.

Erst als ich 25 war und endlich zu einem Gynäkologen ging, bekam ich eine Spirale, die mein Leben buchstäblich verändert hat. Leider kann ich niemandem zu Hause davon erzählen, denn es ist eine Form der Empfängnisverhütung und somit „falsch“.

—Anonym, 26, USA

23. „Als Feministin und Rebellin dachte ich mir: ,Scheiß drauf, jeder wird wissen, wenn ich meine Menstruation habe.'“

@inborndesigns / Via instagram.com

Du sollst nicht darüber reden. Aber als Feministin und Rebellin dachte ich mir: ,Scheiß drauf, jeder wird wissen, wenn ich meine Menstruation habe. Denn verdammt nochmal – das ist ein ganz natürlicher Prozess.'

—Anonym, Hong Kong

24. „Meine Universität ist sehr aufgeschlossen gegenüber Themen wie Frauenrechten. Daher sind Gespräche über die Menstruation wie Gespräche darüber, wo man essen möchte.“

In der philippinischen Kultur gibt es definitiv ein Tabu in Bezug auf die Menstruation. Ich hatte das Glück, dass meine Universität sehr aufgeschlossen gegenüber Themen wie Frauenrechten ist, daher sind Gespräche über die Menstruation wie Gespräche darüber, wo man essen möchte.

In einigen Gemeinden außerhalb meiner Universität ist das Tabu jedoch stark ausgeprägt. Ich kann mich daran erinnern, wie die Jungs während meiner Grundschulzeit eine Klassenkameradin oft wegen ihrer Menstruation verspottet haben.

—Marivic, Philippinen

25. „Meine Mutter war sehr sauer auf mich und sagte mir, ich solle besser darauf achten, dickere Binden zu tragen.“

@artwhorting / Via instagram.com

Frauen beschweren sich untereinander über ihre Tage. Doch es gibt auch viele Frauen, die anderen sagen, sie sollen nicht so viel Aufhebens machen. Wegen dieser Verschwiegenheit zum Thema Perioden war es am Anfang für mich echt hart. Meine zweite Periode war die stärkste in meinem Leben und es sollten viele starke Perioden folgen. Ich trug zwei Nachtbinden und einen Tampon in der Nacht und trotzdem waren meine Matratze und meine Laken mit Blut bedeckt.

Meine Mutter war sehr sauer auf mich und sagte mir, ich solle besser darauf achten, dickere Binden zu tragen. Meine Periode hörte nicht auf und sie sagte, das läge einfach nur an meiner Pubertät. Ich war stark anämisch und wurde in der Schule ohnmächtig. Ich erinnere mich, wie meine Schwester sagte, dass meine starken Monatsblutungen mit meinem Gewicht zu tun hätten, weil ich leicht übergewichtig war. Ich hatte das Gefühl, dass alles sei meine Schuld.

Viel später im Leben erfuhr ich, dass ich eine große Eierstockzyste und ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) hatte. Ich habe jetzt nur noch einen Eierstock. Ich nehme die Pille, wodurch meine Regelblutung viel schwächer ist. Jetzt bin ich froh, meine Periode zu haben, weil sie leichter zu händeln ist und sie bedeutet, dass mein Körper noch funktioniert.

Ich möchte, dass sich andere Frauen besser informiert und selbstbewusster in ihrem Körper fühlen. Ich freue mich, dass sich die Zeiten ändern. Ich habe letztens gesehen, dass sie kostenlose Tampons in meinem lokalen Bagels & Beans haben. Diese kleinen Dinge bejubel ich.

—Anonym, 26, Niederlande

26. „Ich vergewissere mich, dass meine Töchter auf dem Laufenden sind und dass sie, wenn die Zeit kommt, nicht geschockt oder beschämt sind.“

Meine Mutter hat mit mir nie über Perioden gesprochen und mir auch keine Hygieneartikel gekauft – weil ihre Mutter das nie getan hatte. Altirische Verlegenheit. Ich vergewissere mich, dass meine Töchter auf dem Laufenden sind und dass sie, wenn die Zeit kommt, nicht geschockt oder beschämt sind.

—Leanne, 38, Vereinigtes Königreich

27. „In letzter Zeit scheint jede Frau, die ich kenne – junge und ältere Frauen, alle Mädchen – viel offener über Tampons, Menstruationstassen, Binden, Krämpfe, starke Blutungen, schmerzende Brüste, Stimmungsschwankungen und so weiter zu reden!“

Es ist seltsam, weil man angeblich während seiner Tage bestimmte Dinge nicht kochen soll, sonst verderben sie. Als Friseurin wirst du von Kunden alle Jubeljahre gefragt, ob du deine Tage hast (wenn ja, dann denken sie, dass du ihre Haare verunstalten wirst). Doch wenn du darüber redest, wirst du verteufelt.

In letzter Zeit scheint jede Frau, die ich kenne – junge und ältere Frauen, alle Mädchen – viel offener über Tampons, Menstruationstassen, Binden, Krämpfe, starke Blutungen, schmerzende Brüste, Stimmungsschwankungen und so weiter zu reden. Letztendlich wird die Menstruation und die Gesundheit der Frauen also nicht mehr so tabu sein wie früher üblich.

—Isabely, Brasilien

28. „Frauen haben angefangen, ihren Körper zu akzeptieren – mit allem, was aus ihm herauskommt. Wenn das Patriarchat jetzt den Anschluss finden könnte, wäre das großartig.“

Wir haben Antworten gekürzt oder der besseren Verständlichkeit wegen bearbeitet.

Wie sieht Period-Shaming für dich aus und wie fühlt es sich an? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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