Updated on 7. Apr. 2020. Posted on 2. Apr. 2020

    18 Dinge, die du Supermarkt-Angestellten in Zeiten des Coronavirus ersparen solltest

    Und erzähl's weiter.

    Im Zuge der Coronavirus-Pandemie ist es wichtig, ein paar wahre Held*innen unter uns zu würdigen: Supermarktangestellte.

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    Supermärkte sind so ausgelastet wie nie und die Angestellten riskieren jeden Tag ihre Gesundheit, damit andere versorgt bleiben. Sie verdienen Respekt und Dankbarkeit.

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    Und angesichts des Chaos, das zum Teil in den Läden herrscht, wollte ich wissen, was Kund*innen tun können, um den Angestellten die Arbeit ein bisschen zu erleichtern. Daher habe ich mit einem anonymen Mitarbeiter einer großen US-Supermarktkette gesprochen, um einen Einblick aus erster Hand zu gewinnen.

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    Übrigens: Diese Person arbeitet in ihrem Laden an der Kasse, räumt Regale ein und hilft beim Putzen. Das sind einige der Tipps, die mir gegeben wurden:

    1. Geh nicht mit deiner ganze Familie zum Einkaufen – komm, wenn möglich, allein.

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    Es ist schwierig, die Regeln des Social Distancing sicher einzuhalten, wenn die Läden gerammelt voll sind. Lass die Kinder, den Partner oder die Partnerin und/oder die Großeltern zu Hause, soweit irgendwie möglich.

    2. Komm den Angestellten nicht zu nah.

    Bravo

    Ob es nun der/die Kassierer*in oder die Person beim Einräumen von Regalen ist, halte so viel Abstand wie möglich zu den Angestellten – selbst wenn du sie um Hilfe bittest.

    3. Und beachte die Markierungen auf dem Boden.

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    Viele Läden haben Markierungen auf den Boden geklebt, die den Kunden zeigen, wie viel Abstand sie halten sollen. Bitte nimm darauf Rücksicht!

    4. Komm nicht in den Laden, wenn du dich krank fühlst.

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    Du musst zu Hause bleiben, wenn du Symptome hast. Punkt. Lass dir (nach Möglichkeit) Lebensmittel von einem Lieferdienst, einem Familienmitglied, einem Freund/einer Freundin oder Nachbarn bringen und vor der Tür abstellen.

    5. Gib den Mitarbeiter*innenn keine ungebetenen Ratschläge darüber, wie sie sich schützen sollten.

    Bravo

    Selbst wenn du's gut meinst, lass es sein! In den Supermärkten gibt es hierzu bereits Schulungen und alle Angestellten sind sich sicher im Klaren darüber, welche Risiken sie durch ihre Arbeit eingehen. Deine „Tipps“ belasten sie nur noch mehr.

    6. Geh nicht einkaufen, „nur um mal aus dem Haus zu kommen“.

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    Wir alle sind gerade in unseren Wohnungen eingepfercht und der Lagerkoller ist normal. Schau aber nicht einfach im Supermarkt vorbei, um etwas zu tun zu haben. Mach einen Spaziergang, geh in den Park oder steig ins Auto, wenn du dich unruhig fühlst. Geh nur in den Supermarkt, um Notwendiges zu kaufen.

    7. Berühr nichts, was du nicht auch kaufen willst.

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    Zu deiner eigenen Sicherheit und der aller anderer solltest du versuchen, nur Waren anzufassen, die du kaufen möchtest. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um jede einzelne Orange im Korb nach Mängeln zu begutachten!

    8. Erzähl den Angestellten nicht, wie „glücklich“ sie sich schätzen können, Arbeit zu haben.

    ABC

    Im Home Office zu sitzen kann nervig sein und Entlassungen sind furchtbar. Aber Supermarktangestellte sind gezwungen während einer globalen Pandemie inmitten von riesigen Menschenmengen zu arbeiten. Sie können sich im Moment vielleicht auf eine gewisse Jobsicherheit verlassen, aber sie können sich nicht „glücklich“ schätzen.

    9. Beschwer dich nicht darüber, dass Waren ausverkauft sind.

    Vielen Dank an die Mitarbeiter meines Rewe-Marktes, dass sie mit Hochdruck und Überstunden daran arbeiten, die Regale wieder aufzufüllen und einen zwischen durch auch noch zum Schmunzeln bringen. #corona

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    Die Klopapier-Engpässe sind lästig, aber die Angestellten können nichts dafür. Lass es also nicht an ihnen aus.

    10. Und bitte sie auch nicht „im Lager“ nach vergriffenen Artikeln zu schauen.

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    Die Mitarbeiter*innen arbeiten hart daran, dass die Waren in den Regalen landen, sobald die Lieferungen eintreffen. Es ist nichts im sagenumwobenen „Lager“ versteckt, nach dem Kund*innen ständig fragen.

    11. Versuch nicht, das Kartenlesegerät vor dem Benutzen zu desinfzieren.

    Comedy Central

    Ja, bei dem von uns befragten Supermarktangestellten gab es tatsächlich Kunden, die das tun wollten. Wir wurden darauf hingewiesen, dass diese Geräte im entsprechenden Laden regelmäßig desinfiziert werden und dass die von Kunden verwendeten Desinfektionsmittel diese sogar beschädigen könnten. Versuche, Handschuhe zu tragen, und benutz nach Möglichkeit Handdesinfektionsmittel, um dich zu schützen.

    12. Streite dich nicht mit anderen Kunden um begehrte Artikel.

    Sich so zum Kasper machen... wegen verficktem Toilettenpapier #coronapocalypse #Hamsterkaeufe

    Das Letzte was Supermarktangestellte im Moment brauchen, ist bei einer Auseinandersetzung zwischen Kund*innen einzuschreiten. Sei höflich, lass es gut sein und geh weiter.

    13. Beschwer dich nicht über die neuen Öffnungszeiten.

    Demnächst bald überall(?) Öffnungszeiten in den Supermärkten/Disqounter so wie früher. Reicht auch. Zumal sowieso schon viele Leute Nahrung und WC-Papier für die nächsten 2 Jahre eingekauft haben.

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    Viele Läden schließen aus Sicherheitsgründen früher. So sind die Angestellten nicht so lange Menschenmengen ausgesetzt und das gibt ihnen auch mehr Zeit zum Reinigen und zum Einräumen der Regale. Das schützt dich. Mach den Mitarbeiter*innen deshalb nicht das Leben schwer.

    14. Und wenn dein Markt besondere Öffnungszeiten für alte Menschen, Schwangere oder immungeschwächte Kund*innen eingerichtet hat, dann halte dich daran.

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    Manche Supermärkte haben am Morgen Öffnungszeiten speziell für die Menschen, die dem größten Risiko ausgesetzt sind, wenn sie an Covid-19 erkranken. Wenn du nicht zu einer dieser Gruppen gehörst, dann meide diese Zeiten. Du schaffst sonst nur unnötige Gefahren für andere.

    15. Jammer nicht wegen Mengenbeschränkungen für Klopapier oder Mehl.

    Öffnungszeiten in Stuttgart: Supermärkte bleiben am Sonntag zu https://t.co/Y4wwcnq6Tu

    Matthew Horwood / Getty Images

    Diese Beschränkungen existieren, damit alle die wesentlichen Produkte bekommen, die sie brauchen. Hör auf mit den Hamsterkäufen und nimm nur deinen gerechten Anteil.

    16. Zahl nach Möglichkeit nicht in bar.

    GQ

    Das können nicht alle und der/die Kassierer*in sollte dich nie schief anschauen, wenn du bar bezahlst. Dennoch ist die Kartenzahlung aktuell die bevorzugte Variante, wenn du die Option hast.

    17. Sag den Angestellten nicht, dass du all diese neuen Vorsichtsmaßnahmen für eine „Überreaktion“ oder „unnötig“ hältst.

    NBC

    Sie sind keine Überreaktion. Und du hättest eventuell eine andere Meinung, wenn du bei deinem Job momentan mit so vielen Leuten zu tun hättest. Lass es sein.

    18. Und schließlich: Sei einfach höflich!

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    Denk daran, dass Supermarktangestellte zurzeit in einem höchst stressigen Umfeld arbeiten, wodurch sie sich und ihre Familien einem Risiko aussetzen. Und das meist bei geringer Bezahlung. Worüber auch immer du dich aufregst, der oder die Angestellte vor dir hat wahrscheinlich keinen Einfluss darauf. Sei freundlich.

    Kurzfassung: Halte Abstand, befolge die Regeln und sei kein Arschloch! Lasst uns bitte alle unseren Teil beitragen!

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    Oh und P.S.: Wenn du eine WEITERE Möglichkeit suchst, um deine örtlichen Supermarktangestellten zu unterstützen, dann schau nach, wie hoch der Mindestlohn bei dir ist. Kann man davon leben? Wenn nicht, dann ist jetzt gerade ein guter Zeitpunkt, um bei deinen gewählten Repräsentant*innen auf eine Erhöhung des Mindestlohns zu drängen. In Zeiten wie diesen werden wir daran erinnert, dass die Arbeitskräfte, auf die wir am meisten angewiesen sind, oft am schlechtesten bezahlt werden. Nur ein kleiner Denkanstoß. Auf Wiedersehen!

    Bravo

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

    BuzzFeed Daily

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