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Millenials sind eher offen LGBT, aber sie lassen traditionelle Labels hinter sich

Und sie identifizieren sich eher außerhalb der traditionellen Gender-Formen.

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Junge Leute zwischen 18 und 34 identifizieren sich im Vergleich zu der Generation vor ihnen doppelt so häufig als Teil der LGBTQ-Gemeinde, wie eine Umfrage von der Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) zeigt.

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Im Rahmen von GLAADs drittem jährlichen Accelerating Acceptance-Bericht wurden im November 2016 2037 US-Erwachsene ab 18 befragt. Die Umfrage hat ergeben, dass sich 20 Prozent der Millennials offen als LGBTQ identifizieren, während sich nur 7 Prozent der geburtenstarken Jahrgänge (Alter 52 - 71) offen so bezeichnen würden. Auch die Akzeptanz der LGBTQ-Gemeinde ist auf einem Höchststand.

"Die Akzeptanz in Amerika ist so hoch wie nie zuvor. Mit 20 Prozent der Millennials, die sich als LGBTQ identifizieren, ist das ziemlich bahnbrechend", erklärte Sarah Kate Ellis, GLAADs Vorsitzende und CEO, gegenüber BuzzFeed News. "Ich möchte, dass sie weiterhin als ihr wahres und authentisches Selbst blühen und gedeihen."

GLAAD

Während sich die Fragen der Accelerating-Acceptance-Umfrage jedes Jahr ändern, bleibt das Ziel dasselbe — messen, wie wohl oder unwohl sich die Öffentlichkeit mit der LGBTQ-Gemeinde fühlt.

"Es ist wichtig zu verstehen, wie wohl sich Menschen in bestimmten Situationen fühlen – was Menschen davon halten, dass ihre Nachbarn LGBTQ sind oder ein Transkind in einer Sportmannschaft mit ihrem Kind haben", so Ellis. "Du kannst nicht ändern, was du nicht messen kannst – und deshalb ist dieser Bericht ausschlaggebend für die Arbeit von GLAAD."

Die Umfrage hat auch ergeben, dass sich 12 Prozent der Millennials außerhalb der binären Form der Geschlechter identifizieren, sich also nicht als schwul oder lesbisch, männlich oder weiblich sehen. Stattdessen identifizieren sie sich als Transgender oder Gender-Nonconforming.

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Das verdoppelt beinahe die Anzahl an Transgender- und Gender-Noncomforming-Menschen, die zur Generation X (Alter 35 - 51) gehören.

"Bei GLAAD haben wir über Jahre gesehen, dass sich die Jugend mehr und mehr außerhalb des Binarismus identifiziert — deshalb sind die Daten an sich nicht überraschend", erklärte Ellis. "Aber wir sind sehr froh zu sehen, dass mehr und mehr Jugendliche das Gefühl haben, ungehindert ausdrücken zu können, wer sie sind."

Aber obwohl sich mehr junge Leute als offen LGBT identifizieren, hat die Studie ergeben, dass nicht-LGBT Millennials mit geringer Wahrscheinlichkeit jemanden kennen, der sich einfach als "schwul" oder "lesbisch" identifiziert."

Amberlaneroberts / Getty Images

Ältere Menschen in der LGBT-Gemeinde nutzen eher traditionellere binäre Begriffe wie "schwul/lesbisch" oder "Mann/Frau". Junge Menschen haben das Vokabular erheblich erweitert.

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Das könnte daran liegen, dass Labels außerhalb dieser traditionellen Kategorien (bisexuell, asexuell, queer, etc.) häufiger benutzt, akzeptiert und verstanden werden.

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"Die Jugendlichen fühlen sich jetzt freier als jemals zuvor auszudrücken, wer sie sind – und das oft außerhalb des Binarismus", so Ellis.

Des Weiteren sind Millennials die Altersgruppe, die sich am ehesten als Verbündete der LGBT-Gemeinde betrachtet.

Scott Olson / Getty Images

Die Studie hat ergeben, dass sich überwältigende 63 Prozent der jungen Leute als Verbündete der Queer-Community identifizieren. Obwohl diese Altersgruppe am ehesten zur Akzeptanz neigt, sehen sich auch die Mehrheit (53 Prozent) der Generation X und die Mehrheit (51 Prozent) der geburtenstarken Jahrgänge als Verbündete.

Für den Anstieg der Akzeptanz und der Anzahl an Menschen, die sich offen als LGBT identifizieren, sind laut Ellis die Darstellung in den Medien und die allgemeine Präsenz verantwortlich.

"Wenn jemand einen Menschen kennt, der LGBTQ ist – ob es im echten Leben oder auf dem Bildschirm, ist es wahrscheinlicher, dass sie sie akzeptieren", so Ellis. "Für Menschen ist es wichtig, sich selbst in den Medien zu sehen."

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.