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26 Dinge, die homosexuelle Menschen nach dem Massaker von Orlando hören möchten

"Ich trauere mit euch und bin für euch da. Ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid."

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Wir wollten von den Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern der BuzzFeed-Community wissen, was sie nach der Tragödie in einem LGBT-Club in Orlando gerne hören würden und welche großartigen Dinge die heterosexuellen Menschen in ihrem Umfeld ihnen gesagt haben.

Und das haben sie gesagt.

1. Garantiert uns, dass wir in eurer Gegenwart sicher sind!

"Meine Mutter hat mit mir geweint und sich meine Ängste angehört. Dann hat sie mir versichert, dass unser Zuhause ein sicherer Ort für mich ist. Ich glaube, die Leute müssen ihre Homo-, Bi- oder Transgender-Freunde wirklich fragen, wie es ihnen geht, und ihnen zuhören. Fragt sie, ob ihr irgendetwas tun könnt, bietet ihnen eine sichere Möglichkeit, über ihre Ängste zu reden!"

–Mello Abby Marvin, Facebook

2. Sagt uns einfach, dass ihr uns liebt.

Mollie Shafer-Schweig / BuzzFeed

"Eine Hetero-Freundin von mir hat gesagt, sie liebt mich, und sie versteht nicht, warum die Menschen so grausam sind. Ein Freund hat mich angerufen, als ich ihm nach der Schießerei geschrieben habe, dass ich Angst habe und ganz durcheinander bin. Er wollte einfach nur wissen, ob es mir gut geht.

Sagt euren Mitmenschen, dass ihr für sie da seid. Bietet ihnen eine Schulter, an der sie sich anlehnen und weinen können. Seid menschlich."

–Iván Torres, Facebook

3. Schickt uns Facebook-Nachrichten und sagt uns, dass ihr mit uns trauert.

"Mein Lehrer von der Highschool hat mir auf Facebook eine Nachricht geschickt, in der unter anderem stand: 'Ich trauere mit euch und bin für euch da. Ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid.'Klar wünsche ich mir gerade jetzt mehr Zuspruch und Verständnis von den Menschen. Aber diese Nachricht von einem Lehrer im konservativ-ländlich geprägten Kentucky zu bekommen, hat mir wirklich viel bedeutet."

–Leah Beth Dublin, Facebook

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4. "Sagt uns, dass ihr eure Kinder aufklären werdet, egal was eure persönliche Überzeugung ist. Jeder weiß, dass es aus Homophobie geschehen ist, aber wir können so etwas künftig verhindern!"

Diandl23

5. Versucht nicht, uns einzureden, das habe etwas mit dem "islamischen Terrorismus" zu tun.

"Erzählt mir nicht, alles sei in Ordnung. Versucht nicht, mir einzureden, das sei kein Verbrechen aus Hass gegen Schwule und Lesben gewesen, weil der Schütze ja dem IS nahestand. Spielt nicht mit dem Begriff 'islamischer Terrorismus'! Wer mit dem IS in Verbindung steht, der ist so weit davon entfernt, ein Muslim zu sein, wie es nur geht. Ehrlich gesagt: Bei allem, was momentan abgeht, wünsche ich mir, wir würden daran arbeiten, dass sich die Muslime in unserem Land nicht mehr so ausgegrenzt und angefeindet fühlen.

Tut bitte alles in eurer Macht stehende, um euch für Gewaltlosigkeit und Toleranz gegenüber denen einzusetzen, die anders sind als ihr."

–Rheana, Facebook

7. Schickt uns SMS-Nachrichten mit den Worten "Ich liebe dich".

"Mein Vater hat mir per SMS ein einfaches 'Ich liebe dich, mein Schatz' geschrieben. Das hat mich gleichzeitig gefreut und mir das Herz gebrochen.

Erinnert eure schwulen, lesbischen und bisexuellen Freunde daran, dass sie wertvoll sind. Sagt ihnen, dass ihr sie unterstützt und dass dies keine gewöhnliche Massenschießerei war, sondern ein schweres Verbrechen, das aus Hass verübt wurde."

–Molly Jane Sisson, Facebook

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8. Versprecht uns, dass ihr euch gegen Homophobie und gegen Transphobie einsetzt!

"Ich VERLANGE, dass heterosexuelle Menschen jede Form der Homo- oder Transphobie bekämpfen und ausmerzen, egal wo sie ihr begegnen. Sie müssen wissen, dass sie durch ihr Schweigen die Homophobie der Leute nur bestätigen, und man weiß nie, wann diese in Gewalt umschlägt. Wir können die Gewalt gegen Minderheiten stoppen, indem wir sie im Keim ersticken, wo immer sie auftritt."

–Cody Sanders, Facebook

9. Gebt uns das Gefühl, dass wir eure Hilfe verdient haben!

"Ich habe von vielen Kollegen und Freunden Unterstützung erfahren, das war ganz großartig. Sie haben verstanden, dass ich ihre Hilfe brauche, denn wenn ich auch nicht persönlich betroffen war, so war ich als Angehöriger der schwul-lesbischen Community dennoch Ziel des Anschlags. Diese Unterstützung hat mir alles bedeutet."

–Aidan Prince, Facebook

10. Sagt uns, dass ihr hinter uns steht!

Ich wünschte, die Leute würden mir sagen, dass ich beschützt werde. Ich muss ich mit Schikanen und Diskriminierung umgehen, weil ich bi bin. Und dass sich jetzt eine neue Tür zu Übergriffen öffnet, ist etwas, womit ich nicht umgehen kann. Es ist nie richtig akzeptiert worden, dass ich bi bin, daher bedeutet es mir wirklich viel, dass jemand hinter mir steht, wenn so etwas passiert.“

—Mallory Mason, Facebook

11. Sagt uns, dass ihr an uns denkt, auch wenn ihr keine Worte findet.

Mollie Shafer-Schweig / BuzzFeed

"Das hier hat mir meine Tante geschickt: 'Ich wollte dir nur sagen, dass ich an dich denke. Ich drück' dich (virtuell)! Xo'. Dazu ein Video, in dem mir meine zwei Jahre alte Cousine sagt, dass sie mich liebt.

Die Mutter von einem meiner besten Freunde, die wie eine zweite Mutter für mich ist, hat mir geschrieben: 'Ich grüße dich ganz lieb, Lydia. Wir alle haben den entsetzlichen Anschlag von Orlando zu verarbeiten. Die Liebe ist ein Tempel, sie ist das höhere Gesetz, um es mit U2 zu sagen. Pass auf dich auf, Schätzchen. Xoxo'.

Eine Frau aus meiner Kirchengemeinde hat mir geschrieben: 'Hallo Lydia, mir fehlen die Worte... es gibt auch keine Worte. Ich kann nur sagen, dass es mir leid tut, dass die Welt so verdorben ist. Tut mir leid, wirklich.'

Eine andere Frau, mit der ich auf Facebook befreundet bin, die ich aber kaum kenne, hat mir das hier geschickt: 'Hi Lydia! Ich wollte dir nur sagen, dass ich für dich bete und dass du in meinem Herzen bist. Es betrübt mich zutiefst, dass meine wunderschönen schwulen und lesbischen Freunde so viel Schmerz erleiden müssen.'

Mein Bruder, mit dem ich sonst fast nie rede, hat angerufen, als er davon erfahren hat, genau wie meine Schwester. Ich bin sehr dankbar, dass es in meinem Leben Menschen gibt, auf die ich in diesen Zeiten zählen kann.

Sehr viele meiner schwulen, lesbischen und transsexuellen Freunde haben von niemandem Zuspruch erhalten. Ich bin so dankbar, dass meine Freunde und Verwandten für mich da sind. Ich liebe sie so sehr!"

–Lydia Keesmaat-Walsh, Facebook

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12. „Ich möchte hören, dass es okay ist, wenn ich um meine getöteten Brüder und Schwestern trauere, und dass die Tatsache, dass ich bi bin, mich nicht nur halb zur Community gehören lässt.“

–Ariel Silberman, Facebook

13. "Gebt zu, dass ihr nicht vollständig nachvollziehen könnt, wie schmerzhaft das für die schwul-lesbische Community ist."

„Aber erklärt unsere Identitäten und Gefühle nicht für belanglos.“

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14. Setzt uns nicht unter Druck, eine bestimmte Reaktion zu zeigen.

„Ich wünsche mir Verbündete, die verstehen, dass diese Sache mich anders betrifft als sie. Ich war kürzlich bei meinen Eltern, und sie haben es überhaupt nicht angesprochen. Sie drängen mich, zu Mahnwachen und solchen Sachen zu gehen, aber sie haben nie gefragt, wie ich mich dabei fühle.

Ich wünsche mir Verbündete, die verstehen, wie es ist, mehrere Male ein Coming out haben zu müssen. So viele meiner Freunde denken, dass das Coming out erledigt ist, wenn ich es erst einmal gegenüber meiner Familie und Freunden gemacht habe. Ich muss mich nicht mehr verstecken. Sie verstehen nicht, dass ich jedes Mal, wenn ich einen neuen Job annehme oder jemanden Neues kennenlerne, ein Coming out machen muss. Und wenn sie mich einfach fragen würden, ob sie dabei helfen können, oder ob das schwer für mich ist, wäre das nett.“

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15. Sagt uns, dass auch ihr entsetzt darüber seid.

Drew Angerer / Getty Images

"Ich will von den Leuten hören, dass auch sie schockiert und entsetzt sind. Ich möchte, dass meine Hetero-Freunde auf mich zukommen, dass sie erkennen, was passiert ist, und mir sagen, dass sie mich unterstützen. Ich möchte hören, dass diese Sache nicht vergessen wird und dass sich etwas ändern wird."

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16. Gebt zu, dass Ihr vielleicht nicht rechtzeitig auf den Zug aufgesprungen seid, aber dass Ihr uns jetzt liebt.

"Also, mein bester Freund hat mir das hier geschickt, ich fand's super:

'Hey, das wollte ich dir noch sagen:

Es tut mir sehr leid, was du mitsamt deiner Community nicht nur heute, sondern jeden Tag durchmachen musst. Ich will einfach, dass du weißt: Es gibt Leute, die dich gern haben. Eine schöne Pride Week noch.'"

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17. Fragt uns, ob wir uns sicher fühlen und sagt uns, dass wir hierhergehören.

"Ich will nicht nur die schwammigen Plattitüden hören, die ihr jetzt, angesichts der Tragödie, gebetsmühlenartig wiederholt. Ich möchte gefragt werden, ob ich mich sicher fühle. Man soll mich fragen, wie es ist, wenn einem erst die Gegendemonstranten bei der Pride-Parade sagen, man solle 'Schwuchteln tothauen', und dann greift an einem fröhlichen Samstagabend ein Terrorist aus Hass einen Gay-Club an. Man soll mir sagen, dass alle Maßnahmen ergriffen werden, um solche Tragödien künftig zu verhindern.Und man soll mir sagen, dass schwule, lesbische und bisexuelle Bürger in die Wohnzimmer, Badezimmer und politischen Ämter unseres Landes gehören."

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18. Macht den Vorschlag, mit uns zur Pride-Parade zu gehen.

"Eine meiner besten (heterosexuellen) Freundinnen hat angeboten, mit mir zur Pride-Parade zu gehen. Zwar lässt mich meine Mutter gar nicht hingehen, weil sie so große Angst um mich hat, aber mir war die Geste enorm wichtig."

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19. Sagt uns, dass ihr wisst, dass dies ein Angriff auf die LGBT-Community während des Pride-Monats, in der Latinx-Nacht und an einem unserer sicheren Orte war, und dass ihr versuchen werdet, bessere Verbündete zu sein.

Mollie Shafer-Schweig / BuzzFeed

Ich möchte, dass nicht-queere Menschen das hören: Das Pulse wurde angegriffen, weil es ein Ort für Queere war. Es war kein Angriff auf Amerika und es war kein Angriff auf euch alle. Es war ein Angriff auf queere Menschen in der Latinx-Nacht während des Pride-Monats. Das ist klar, auch wenn ihr nichts weiter denkt oder andere Vorstellungen über die Motivationen habt.

Redet nicht mit uns über eure Gedanken zur Schießerei oder zu LGBT-Angelegenheiten. Wir wollen euch nicht hören. Wir sind es leid, euch anzuhören. Wir sind müde. Wir sind verletzt. Unsere sicheren Orte fühlen sich nicht mehr sicher an. Wir möchten hören, dass ihr sagt, dass es euch leid tut. Wir wollen wissen, dass ihr es besser machen wollt. Dass ihr die Saat von Homophobie anprangern werdet, wenn ihr sie seht. Dass ihr nicht mit unseren ‚Lebensstilen‘ ‚nicht einverstanden‘ sein und gleichzeitig so tut, als ob ihr uns lieben und euch um unser Leben sorgen würdet. Denn das ist die Saat, aus der Furcht, Hass und Gewalt wächst.

Wir wollen, dass ihr uns als Menschen seht, und wenn ihr das tut, dann wollen wir, dass ihr echte Verbündete seid, die für uns die Stimme erheben, wenn wir nicht da sind, um es selber zu tun.

Aber am meisten wollen wir, dass ihr uns nicht zum Schweigen bringt. Ganz besonders jetzt, wo unsere Stimmen brechen, unsere Hände zittern und die Welt hässlicher zu sein scheint, als sie jemals gewesen ist.“

—Alexander Millard, Facebook

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20. Dass ihr uns wirklich helft, den Wandel herbeizuführen.

„Ich will ihre Facebook-Fotofilter nicht, ich will ihre ‚Love wins‘-Tweets nicht. Ich will, dass sie handeln, weil sie die Macht haben, zu handeln. Sie können uns helfen, den Wandel herbeizuführen.Ich will ihre leeren Worte nicht: Ich will ihre Aktionen. Das ist es, wozu Verbündete da sind.“

Mercutio

21. "Ich möchte hören, dass dies keine Sache ist, die sie nach einem Monat einfach vergessen haben."

"Was uns betrifft, so können wir uns den Luxus des Vergessens nämlich nicht leisten."

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22. Fragt uns, was ihr tun könnt, damit wir uns sicher und geliebt fühlen. Und weitet eure Unterstützung auch auf Muslime aus.

Andrew Ward / BuzzFeed

„Ich kann nicht nachfühlen, was du empfindest, aber was kann ich tun, damit du dich sicher und geliebt fühlst?

Und auch: Ich weite meine Liebe und Unterstützung in dieser Zeit auf die muslimische Gemeinschaft aus. Jetzt ist die Zeit, zu trauern und zusammenzufinden, nicht irgendeine Gruppierung für die Taten einer Einzelperson verantwortlich zu machen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schwer es sein muss, mit so einem scheußlichen Vorurteil in weiten Teilen des Landes zu leben. Ich wünsche in dieser Zeit allen Liebe und Sicherheit, und ich hoffe, dass diese Tragödie uns dazu bringt, über uns als Land wirklich nachzudenken und zusammenzufinden.“

—Amelia Perez, Facebook

23. Sagt, dass ihr diese Tragödie nicht verwenden werdet, um islamfeindlich zu werden!

"Ich wünsche mir Solidarität, Einigkeit und eine Debatte darüber, warum es so viel gesellschaftlich geförderte und institutionalisierte Homophobie und so viel Hass gibt. Lasst uns diskutieren, wie wir diese Dinge ändern können. Ich will nichts von Islamfeindlichkeit hören, nichts von Waffen, und ich will auch nicht hören, dass dies ein Angriff auf 'Amerika' gewesen sei. Es war zuallererst ein Angriff auf unsere sicheren Rückzugsorte. Zollt den schönen Menschen Respekt, die dabei umgekommen sind, und respektiert unsere Community, aber instrumentalisiert unsere Tragödie nicht für eure politischen Zwecke!"

epichallow

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24. Sagt uns, dass ihr an unserer Seite gegen das Unrecht kämpfen werdet!

"Ich wünschte, die Mitmenschen würden uns sagen, wie scheiße das alles ist und dass es genauso falsch ist wie jeder andere Massenmord auch. Dass sie den Grund für unsere Todesangst verstehen und warum es so schwer ist, sich zu outen, selbst gegenüber völlig Fremden. Ich wünschte, sie würden sagen, dass alles besser werden wird und mit 100-prozentiger Gewissheit aufhören wird. Ich wünschte, sie würden sagen, dass wir alle zusammen gegen diese Ungerechtigkeit kämpfen müssen, und dass sie an unserer Seite stehen – durch dick und dünn, ganz gleich, was wir sind."

cyannreneee

25. "Ich stehe zu dir, ich bin stolz auf dich. Du bist so tapfer. Es gibt Menschen, die dich gern haben."

TheRose25

26. Einfach irgendwas!

David Mcnew / Getty Images

"Ich bin stolz, bisexuell (pansexuell, omnisexuell) zu sein, aber ich bin nicht stolz darauf, ein Mensch zu sein, wenn solche Dinge geschehen. Als denkende Lebewesen sind wir grausam, und ich kann nur hoffen, dass wir bald die Kurve kriegen.

Mir gegenüber hat sich noch keiner geäußert, fast so, als hätten alle Angst, darüber zu sprechen. Das macht es mir schwer, mich in meiner Familie und innerhalb meiner Gruppe sicher zu fühlen. Ein 'Alles wird gut' würde schon reichen."

–Erika Drewke, Facebook