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Diese Frau erzählt, wie es ist "zu fliegen, wenn man sehr fett ist." Es bricht dir das Herz.

"Egal, was passiert: Wenn sich jemand beschwert, wird mein Körper lautstark und mit offener Ablehnung kommentiert, ohne Rücksicht darauf, wer es hört."

Gepostet am

Letzte Woche hat Twitter-Nutzerin @yrfatfriend (Your Fat friend) darüber getwittert, wie es ist, "als eine sehr dicke Person zu fliegen. Sie erfuhr damit sehr viel Aufmerksamkeit.

So, I'm on a plane today. Here's what I did to prepare to fly as a very fat person. (Thread.)

"Ich hatte nicht darüber geschrieben, was passiert, wenn ich all die Regeln befolge, die es für dicke Menschen gibt. Denn selbst wenn ich es mache, bin ich trotzdem in erheblicher Gefahr", verrät sie BuzzFeed.

Zunächst recherchierte sie die Richtlinie der Fluggesellschaft für übergewichtige Kunden. Diese verlangt von ihr einen zweiten Sitzplatz zu kaufen — ob er verfügbar ist oder nicht. Wenn er nicht verfügbar ist, wird er ihr trotzdem in Rechnung gestellt.

@yrfatfriend musste auch ihre eigene Gurtverlängerung mitbringen, die manchmal von der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde TSA konfisziert wird.

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Sie sagt, sie schämt sich nicht nach einer Verlängerung für ihren Sitzgurt zu fragen. Sie sorge sich um andere, die sich beklagen könnten. Wenn sie das tun, beschweren sich weitere Passagiere und sie wird oft "umgesetzt, muss doppelt zahlen, wird aus dem Flugzeug begleitet, gestrandet" — manchmal ohne Erstattung.

Wenn es eine Beschwerde gibt — was, wie sie sagt, in 50 Prozent der Fälle passiert — wird ihre Figur ohne Zurückhaltung und mit offener Ablehnung kommentiert.

Für diesen Flug hat @yrfatfriend ein Erste-Klasse-Ticket gekauft — und dafür 900 US-Dollar mehr bezahlt, als für die Economy Class. Dort sind schließlich die Sitzplätze breiter. Der Klapptisch passte jedoch nicht um sie herum, darum konnte sie weder arbeiten, noch das Essen genießen, das sie bezahlt hat.

Terraxplorer / Getty Images
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Sie kann während des Fluges auch um nichts bitten, weil sie nicht will, dass die Flugbegleiterin über sie reichen muss, da es möglicherweise ihren Nachbarn stört.

Niemand hat sich auf diesem Flug über sie beschwert. Aber vor sechs Jahren, so @yrfatfriend, beschwerte sich der Mann neben ihr beim Flugbegleiter über sie.

Und dann kam er zurück und meinte: "Das ist zu Ihrem Wohl. Es ist besser für uns beide."

Sie war gedemütigt.

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Niemand hat den Rest des Fluges Kenntnis von ihr genommen — inklusive der Flugbegleiter. Sie sagt, niemand habe sich für sie eingesetzt und sie verteidigt.

Am Ende des Fluges sagte der Mann, der sich beschwert hatte, Folgendes:

Nach dem Flug ist @yrfatfriend eineinhalb Jahre nicht geflogen. Trotz des Vorfalls fliegt sie weiterhin, für ihre Familie, ihre Arbeit – und weil sie sich von den Vorstellungen, die andere von ihrem Körper haben, nicht kontrollieren lässt.

@yrfatfriend sagt, sie hoffe, Menschen würden wegen ihrer Story Mitgefühl zeigen.

"Ich hoffe, dass Menschen ein bisschen mehr Mitgefühl aufbringen und weniger Vorurteile haben könnten, wenn sie verstehen, welche Erfahrung eine dicke Person beim Fliegen hat. Außerdem hoffe ich, dass sie danach gewillt sind, über die Rolle der Fluggesellschaften nachzudenken, die das Fliegen für uns alle – ob dick oder dünn – zu einer immer größeren Herausforderung machen", sagt sie.
youtube.com

"Ich hoffe, dass Menschen ein bisschen mehr Mitgefühl aufbringen und weniger Vorurteile haben könnten, wenn sie verstehen, welche Erfahrung eine dicke Person beim Fliegen hat.

Außerdem hoffe ich, dass sie danach gewillt sind, über die Rolle der Fluggesellschaften nachzudenken, die das Fliegen für uns alle – ob dick oder dünn – zu einer immer größeren Herausforderung machen", sagt sie.

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Danke, dass du deine Story geteilt hast, @yrfatfriend. Du kannst den gesamten Thread hier lesen!

In Zusammenarbeit mit Delaney Strunk.

Thumbnail Credit.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.