Wie du richtig mit jemandem Schluss machst

    ... und zwar wie ein*e Erwachsene*r.

    1. Drück dich nicht davor.

    Jenny Chang / BuzzFeed

    „Du brauchst keine Erlaubnis oder einen Grund, der ,gut genug' ist, um mit jemandem Schluss zu machen“, so Harris O'Malley, der Autor von Paging Dr. Nerdlove, gegenüber BuzzFeed. Das Timing sei nie das richtige, um Schluss zu machen. „Es steht immer irgendwann ein Geburtstag oder Feiertag an.“

    Er sagt, sobald du einen Punkt erreicht hast, an dem du die Beziehung beenden willst, ist es besser, es einfach hinter dich zu bringen, damit ihr beide eure Wege gehen könnt.

    2. Sprich mit der besten Version deines Gegenübers.

    Jenny Chang / BuzzFeed

    „Nimm dir vor, mit der besten Seite der Person zu sprechen. Selbst wenn alles, was du momentan sehen kannst, ihre schlimmste Version ist“, so Dana Caspersen, Konfliktexpertin und Autorin von Changing the Conversation: The 17 Principles of Conflict Resolution gegenüber BuzzFeed.

    „Menschen neigen dazu, sich auf das Niveau herauf oder herab zu begeben, auf dem wir ihnen begegnen.“

    3. Mach im privaten Rahmen Schluss und wenn möglich persönlich.

    Jenny Chang / BuzzFeed

    „Wenn du in einer langjährigen Beziehung bist, verdient dein Partner oder deine Partnerin den Respekt, dass du von Angesicht zu Angesicht mit ihm oder ihr Schluss machst“, sagt O'Malley. „Wenn du jedoch Schwierigkeiten hast, der Person auf Augenhöhe zu begegnen, oder deine Gedanken zu sortieren, kannst du es telefonisch oder per E-Mail tun.“

    Mach außerdem in einem privaten Moment Schluss und sorge dafür, dass du nicht unterbrochen wirst. In der Öffentlichkeit tust, „verletzt du deine*n Partner*in nicht nur, sondern demütigst ihn oder sie“, erklärt O'Malley.

    4. Und verwende wirklich die Worte „Schluss machen“.

    Jenny Chang / BuzzFeed

    „Die dämmernde Einsicht, dass man mit dir Schluss macht, tut wirklich weh“, sagt O'Malley. „Das fühlt sich quasi fast wie eine Beleidigung an.“

    Sag also gleich zu Beginn des Gesprächs: „Ich denke, wir sollten Schluss machen“ oder „Ich trenne mich von dir“.

    5. Mach der Person keine Vorwürfe.

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    „Beim Schuld zuschieben geht es um Bestrafung – nicht um Informationen und darum, voranzukommen“, sagt Caspersen. „Sprich nicht darüber, was dein Gegenüber deiner Meinung nach in der Beziehung falsch gemacht hat, oder verurteile seine Persönlichkeit. Damit überträgst du die Verantwortung für deine Entscheidung fälschlicherweise auf die andere Person.“

    6. Hör zu, ohne Vorschläge zu machen.

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    „Beim Zuhören geht es um die Sichtweise deines Gegenübers, bei Vorschlägen geht es um deine“, so Caspersen. „Respektiere die Person, indem du dich auf ihre Perspektive konzentrierst. Danach kannst du deinen Weg gehen.“

    Und O'Malley empfiehlt, „Ich-Aussagen“ zu verwenden, wie zum Beispiel:' „Das funktioniert für mich nicht.“ Wenn du dich auf das Verhalten deines Partners oder deiner Partnerin beziehst, kann es sein, dass er oder sie versucht, sich dir zuliebe zu ändern.

    7. Akzeptiere, dass dein Gegenüber eventuell verletzend wird.

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    „Menschen reagieren oft schlecht auf Trennungen und bringen ihre Wut und Trauer offensiv zum Ausdruck“, sagt Caspersen. „Mach dich darauf gefasst und konzentriere dich einfach darauf, was die andere Person wirklich zu sagen versucht – selbst wenn die Art und Weise eher negativ ist. Lass sie wissen, dass du sie gehört hast, selbst wenn du anderer Meinung bist.“

    O'Malley stimmt zu. „Erlaube der Person ihre Reaktion“, sagt er. „Sei bereit, dazusitzen und das zu akzeptieren.“ Selbst wenn Schimpfwörter fallen. Sag deinem Partner oder deiner Partnerin nicht, dass er oder sie irrational ist oder sich beruhigen soll. Akzeptiere einfach, was der Mensch zu sagen hat.

    Die Ausnahme? Falls er oder sie gewalttätig wird. Dann solltest du natürlich verschwinden.

    8. Sei ehrlich, falls du deinen Partner oder deine Partnerin wegen jemand anderem verlässt.

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    „Ich denke, das solltest du erwähnen. Denn wenn dein*e Partner*in dich dann mit jemand anderem sieht, ist der Schock viel größer“, so O'Malley. „Sei ehrlich, aber diplomatisch.“

    9. Fass dich kurz; sei zügig und direkt.

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    „Vermeide eine Vorwort“, so O'Malley. „Reiß das Pflaster einfach ab.“

    10. Gib auf sozialen Medien keine Details zu deiner Trennung bekannt.

    Jenny Chang / BuzzFeed

    „Dampf ablassen sollte privat und persönlich unter Freunden erfolgen“, sagt O'Malley. Selbst wenn du nicht denkst, dass dein*e Ex deinen Social Media-Beitrag sieht, besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, dass die Person irgendwie was davon mitkriegt.

    „Wenn die Leute fragen, solltest du sagen: ,Es hat nicht funktioniert und wir mussten uns trennen.'“ Er betont, dass das Netteste, was du tun kannst, darin besteht, deinem/deiner Ex die Würde zu lassen.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

    BuzzFeed Daily

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