Updated on 23. Juli 2018. Posted on 23. Juli 2018

    Der mehr oder weniger ultimative Ratgeber: Für Freunde da sein.

    Für andere da zu sein, macht Leute, die du kennst, zu *deinen* Leuten. ❤️

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    Alexa Fishman / BuzzFeed

    Für andere Menschen da zu sein, lässt sich schwer beschreiben. Doch wenn jemand für dich da ist, wirst du es merken. Wir sprechen davon, den Schmerz, die Freude und das wahre Ich anderer Menschen zu sehen, ihre Erfahrungen anzuerkennen und ihre Last zu erleichtern. Für andere da zu sein bedeutet, sie wirklich zu verstehen und ihnen zu kommunizieren, dass sie nicht allein sind. Für andere da zu sein, ist das Fundament starker und bedeutungsvoller Bindungen zu Freunden, Familie, Mitarbeitern und Bekannten. Es ist das, was die Leute, die du kennst, zu deinen Leuten macht.

    Das Problem ist, dass für andere da zu sein, nicht immer einfach ist. Es mag simpel erscheinen, doch das bedeutet nicht, dass für andere da zu sein, keinen Aufwand bedeutet. Jemand zu sein, der für andere da ist, erfordert Intelligenz, Intuition, Empathie, Großzügigkeit, Vertrauen und auch, seine verwundbaren Seiten zu zeigen. Für andere da sein, passiert nicht einfach so; dazu gehören Absicht, Mühe und auch etwas Übung. Und es erfordert auch – zuerst für sich selbst da zu sein. Das bedeutet, dich selbst besser kennenzulernen, auf deine körperliche und geistige Gesundheit zu achten, und Grenzen zu setzen. Für dich selbst da zu sein, wird dir helfen, ein besserer Freund oder eine bessere Freundin zu sein und im Leben deiner Lieben Präsenz zu zeigen. Nur so erkennst du, was Verbitterung, einseitige Beziehungen und Burnouts verhindert und wie du wirklich für andere da sein kannst.

    Da zu sein erfordert Intelligenz, Intuition, Empathie, Großzügigkeit, Vertrauen und die Bereitschaft, verwundbar zu sein.

    Stell dir vor, dass wir jedes Mal, wenn wir für jemanden da sind, ein einzelnes Lämpchen einer Weihnachtslichterkette einschalten. Gelegentlich ist es eine große Geste, die mehrere Lämpchen gleichzeitig zum Leuchten bringt. Doch im Alltag sind es nur kleine Momente, mit denen im Laufe der Zeit immer mehr Lämpchen einschalten. Dadurch bringen wir die Lichterkette zum Leuchten, die die Menschen, die uns nahestehen, durch alle Lebenslagen führt.

    Weil wir fest an diese Art von Unterstützung glauben – denn wir selbst waren zum einen für andere da und haben zum anderen erfahren, wie sehr andere uns helfen, die für uns da sind – haben wir eine lange Liste zusammengestellt. Sie kann dir helfen, für andere da zu sein. Diese Liste soll ständig aktualisiert und erweitert werden. Nicht alles auf dieser Liste gilt für alle oder für jede Beziehung – ein wesentlicher Aspekt davon, für andere da zu sein, ist die andere Person zu kennen. Wir hoffen jedoch, dass sie für dich eine gute erste Anlaufstelle ist und als Quelle der Inspiration dienen wird. Denn je mehr von uns regelmäßig füreinander da sind, desto mehr Lichterketten schalten wir gemeinsam ein und desto heller werden alle unsere Lebenswege.

    Dies ist eine Liste mit verschiedenen Möglichkeiten, um für die Menschen in deinem Leben da zu sein:

    1. Wenn du mit jemandem sprichst, der dir wichtig ist – sei es „im echten Leben“ oder per Telefon/Skype – tue dein Bestes, aufmerksam zu sein.

    2. Lass deinen nicht-romantischen Beziehungen die gleiche Aufmerksamkeit, Fürsorge und mentale Energie zukommen, wie deinem Partner oder deiner Partnerin.

    3. Schreibe dir die Geburtstage der anderen auf (verlass dich nicht auf Facebook!)

    4. Das gilt ebenso für andere wichtige Tage in ihrem Leben (Kindergeburtstage, Hochzeitstage) – und auch für die traurigen. Melde dich zu Todestagen bei den Hinterbliebenen und sage ihnen, dass du an sie denkst und ihn Kraft wünschst.

    5. Finde heraus, wie ihr am besten miteinander kommuniziert. Einige Leute sind nicht gut darin, zurückzuschreiben, aber großartig im Telefonieren. Das heißt, dass du sie manchmal anrufen musst, wenn du für sie da sein willst.

    Ein Telefonat ist besser als Freundschaften einschlafen zu lassen, weil jemand kaum WhatsApp benutzt.

    6. Finde unkomplizierte Wege, um sich regelmäßig auszutauschen. Sich täglich Snaps oder Links zu interessanten Artikeln senden, kann tatsächlich helfen, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Das Gleiche gilt für Sprachnachrichten.

    Alexa Fishman / BuzzFeed

    7. Erinnere dich an die Namen der Menschen, über die deine Kollegen am meisten sprechen. Das kommuniziert ihnen, dass du dich für sie und für das interessierst, was sie bewegt.

    8. Erkundige dich nach ihren Eltern/Geschwistern, wenn ihr euch unterhaltet.

    9. Wenn ihr nicht in der gleichen Stadt oder Region lebt, dann frag nach dem Wetter dort, wo die andere Person wohnt. Schließlich prägt es unser Leben buchstäblich jeden Tag – von Outfit-Entscheidungen, über unseren Arbeitsweg, über Wochenendpläne und zur allgemeine Stimmung.

    Indem du dir dessen bewusst bist, gewinnst du einen kleinen Einblick in den Alltag deiner Lieblingsmenschen.

    10. Sprich uns nach: „Das hat mich an dich erinnert.“ Oder: „Dachte, das würde dir gefallen.“ Es spielt keine Rolle, ob du der Person ein Meme oder ein kleines Geschenk schickst. Momente, in denen wir uns von Freunden verstanden fühlen, sind immer schön.

    11. Achte auf die Dinge, die andere sagen, vor allem sowas wie „Ich wünschte“, „Ich hoffe“ oder „Ich brauche“.

    12. Notiere dir Dinge über sie, an die du dich erinnern möchtest – Geschenkideen, ihre Lieblingsfarbe, die Namen ihrer 17 Nichten und Neffen und so weiter.

    13. Lege feste Zeiten fest, zu denen ihr euch seht oder miteinander sprecht – wöchentliche Anrufe, monatliches Frühstück, regelmäßig miteinander kochen, was auch immer.

    Selbst wenn du den exakten Tag oder die Uhrzeit ändern musst, ist es so viel einfacher, euch für Treffen zu verabreden, die Teil eurer Routine sind.

    14. Und erwäge, einen Stammtreffpunkt zu finden (zum Beispiel eine Buchhandlung oder eine Bar). Oder findet etwas, das ihr immer gemeinsam tut (zum Beispiel ins Kino gehen und dann noch was trinken).

    Es ist einfacher, Pläne zu schmieden, wenn schon klar ist was ihr wo unternehmen werdet.

    15. Sei buchstäblich für sie da. Lass die Leute nicht sitzen. Mach es dir zum Prinzip, pünktlich zu sein. Und falls du eine Verabredung absagen musst, lege im selben Gespräch einen neuen Termin fest, anstatt die Verabredung offen zu lassen.

    16. Wenn andere dir von ihren Plänen erzählen, frag sie am nächsten Tag, wie es gelaufen ist.

    17. Lerne die täglichen/wöchentlichen Routinen deiner Leute kennen, damit dir auffällt, wenn etwas nicht stimmt oder du merkst, dass du seit einer Weile nichts mehr von ihnen gehört hast.

    18. Besorge dir die Kontaktinformationen von mindestens einer anderen Person im Leben deiner Freunde – von ihren Eltern, ihren Geschwistern, ihrem Partner, ihrem Mitbewohner, ihren Mitarbeitern... Das ist gut für den Notfall, aber auch für die Planung von Überraschungspartys.

    19. Schicke anderen am Morgen eine positive, lustige oder aufbauende Nachricht.

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    20. Denke dran, zu fragen, wie ihr Tag war und hör auch zu.

    21. Wenn jemand oft über eine neue Netflix-Serie oder ein Buch spricht, dir ein Rezept oder ein Produkt empfiehlt, dann setz dich damit auseinander.

    Selbst wenn du keinen Gefallen daran findest, wirst du mehr über sie erfahren und sie wird dich mehr wertschätzen.

    22. Wenn deine Freunde über etwas reden wollen, würge das nicht ab, auch wenn du nicht gerade interessiert bist.

    23. Merk dir die Themen, über die sie sehr viel zu sagen haben oder die sie sehr bewegen.

    24. Und achte auf die Dinge, über die sie nie zu reden scheinen. Du musst nicht neugierig nachfragen, doch ist es gut, ihre empfindlichen Stellen zu kennen.

    25. Mach Fotos von ihnen, wenn sie sich in ihrer Haut wohlfühlen.

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    26. Sag deinen Lieben, wenn jemand etwas Nettes über sie zu sagen hat.

    27. Unterstütze ihre Ziele und gönne ihnen die Dinge, die sie versuchen, im Leben zu erreichen.

    28. Sei dir bewusst, wie du vor Freunden über andere sprichst. Niemand will sich jemandem öffnen, der unsensibel, voreingenommen oder geschwätzig ist.

    29. Und erzähle anderen Menschen nicht von ihrem Privatleben – nicht einmal engen Freunden, denen du vertraust.

    30. Wenn dir jemand von einer persönlichen Erfahrung erzählt, vermeide es, die Person auszuhorchen oder zu verurteilen. Sei jemand, der sagt: „Ich glaube dir.“

    31. Wenn du sie im ersten Moment verurteilen solltest, dann geh offen damit um, und entschuldige dich.

    32. Schicke deinen lieben Briefe oder Postkarten, nur um Hallo zu sagen.

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    33. Schafft eure eigenen gemeinsamen Traditionen. Plant jeden Sommer einen Wochenendausflug, wählt einen Urlaub, den ihr immer zusammen verbringt, seht euch immer den neuen Star Wars-Film zusammen an, schreibt euch jedes Jahr zum Geburtstag eine Karte und so weiter und so fort.

    34. Entwickelt eure eigene gemeinsame Sprache für Themen, die in Gesprächen häufig vorkommen.

    Eine Phrase, ein Schlüsselwort oder ein Emoji als Signal für „Das ist mir zu viel, lass uns bitte das Thema wechseln“ oder „Ich bin gerade zu beschäftigt, um zu reden, aber ich denke an dich und vermisse dich!“ kann eure Bindung wirklich vertiefen.

    35. Sei absolut offen.

    36. Sprich mit den anderen ehrlich über deine Bedürfnisse. Du kannst nicht erwarten, dass jemand automatisch weiß, wie er dir begegnen soll, und dann sauer werden, wenn die Person dem nicht gerecht wird.

    37. Like und kommentiere das Bild oder das Status-Update, das nicht die Anerkennung bekommt, die es verdient.

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    38. Lade andere ein, auch wenn sie vielleicht keine Lust haben: „Ich weiß, dass ist normalerweise nicht dein Fall, aber ich wollte dich dennoch fragen.“ Viele befürchten, dass ein paar Mal Nein zu sagen bedeutet, dass sie nie wieder eingeladen werden.

    Versuche, ihnen diese Sorge zu nehmen. Und wenn jemand ständig Nein zu deinen Einladungen sagt, kannst du ihn ganz unverbindlich fragen, ob irgendwas nicht stimmt.

    39. Wenn andere zu beschäftigt sind, um Pläne zu schmieden, biete ihnen Hilfe an, oder frage, ob sie Gesellschaft brauchen, oder ob sie einfach nur über ihren Stress reden wollen.

    40. Dränge sie nicht dazu, sich mit anderen Leuten aus deinem Umkreis zu treffen, die sie nicht mögen oder denen sie nicht vertrauen.

    41. Behalte im Auge, ob sie Zeit mit anderen Freunden verbringen oder nicht. Wenn jemand sich isoliert, kann das wirklich zum Problem werden, was vielleicht nicht sofort für dich ersichtlich ist.

    42. Versuche, andere wirklich zu verstehen. Achte auf ihre Körpersprache – sehen sie müde aus? Achten sie auf ihre Hygiene? Zeigen sie Stimmungsschwankungen? Sieht ihr Zuhause auf einmal total chaotisch aus?

    Du musst nichts sagen, aber diese Details können sich zu einem größeren Bild zusammenfügen, wenn dir auch andere Veränderungen auffallen.

    43. Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass etwas mit der Person nicht stimmt, an der dir etwas liegt, dann vertraue deinem Bauchgefühl.

    44. Wenn dir etwas auffällt, dann mach dich mit Warnzeichen vertraut – für häusliche Gewalt, Essstörungen, Drogenabhängigkeit, Depressionen, Postpartumdepressionen und Selbstmordrisiko.

    Denke daran, dass diese Dinge jeden betreffen können – wer so etwas durchmacht, wird dir das vielleicht nicht von sich aus sagen, und du wirst die Probleme vielleicht nicht gleich erkennen.

    45. Bleibe interessiert. Warte nicht, bis du, dein/e Partner/in oder deine Freunde etwas Schreckliches erleben – Fehlgeburt, Scheidung, Tod eines geliebten Menschen und so weiter – um diese Erfahrungen zu verstehen, oder zu lernen, wie du andere unterstützen kannst.

    46. Und sei vorbereitet. Schlechte Dinge werden passieren, also denk darüber nach, was du jemandem sagen kannst, der eine schwierige Zeit durchmacht.

    47. Feiere die Siege der anderen, als wären sie deine Siege.

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    48. Geh zu ihren Aufführungen, Vorträgen und Geburtstagen.

    49. Und gehe immer zur Beerdigung.

    50. Und biete ihnen an, sie zu Terminen zu begleiten, die ihnen Unwohlsein bereiten. Selbst wenn sie das Angebot nicht annehmen, werden sie schätzen, dass du gefragt hast.

    51. Bestell jemandem, dem es gerade beschissen geht, etwas zu essen und lass es der Person nach Hause liefern.

    52. Oder geh mit einer kleinen Aufmerksamkeit vorbei.

    53. Wenn deine Freunde etwas durchmachen – oder sich nur über anstrengende Tage auf der Arbeit aufregen – frag nach: „Hey, kann ich dir bei irgendwas helfen?“

    Manchmal wollen Menschen Ratschläge, manchmal wollen sie nur, dass jemand zuhört und manchmal brauchen sie tatsächlich etwas Praktisches.

    Vielleicht wollen sie die Sache ausdiskutieren oder hoffen, dass du sie ablenkst. Frag einfach!

    54. Wenn sie Probleme haben, erinnere sie daran, zu essen, bringe ihnen Einkäufe oder organisiere zusammen mit anderen Freunden, dass täglich jemand anderes mit Lebensmitteln vorbeikommt.

    Trauer, Traumata und psychische Probleme können dazu führen, dass Menschen aufhören zu essen.

    55. Und nach einer Krise oder einfach nur einer großen Lebensveränderung solltest du dich daran erinnern, dich regelmäßig bei der Person zu melden. Diese Art von Aufmerksamkeit ist viel wert. Selbst wenn sie keine Unterstützung braucht, weiß sie, dass sie auf dich zählen kann.

    56. Lies mehr über das Konzept der Fünf Sprachen der Liebe und finde heraus, wie die Personen, die dir nahestehen, ihre Liebe ausdrücken.

    Alexa Fishman / BuzzFeed

    57. Sei dir bewusst, wie sich aktuelle Ereignisse auf Freunde oder Kollegen auswirken können.

    Wenn die Nachrichtenlage zum Beispiel besonders schlecht steht und relevant für ihre Community ist, dann lass sie wissen, dass du an sie denkst und für sie da bist.

    58. Wenn dir jemand sagt, dass er wütend auf dich ist oder du ihn verletzt hast, dann hör zu und frage, wie du dich bessern kannst. Und dann halte dich dran.

    59. Und wenn du Mist baust, dann entschuldige dich aufrichtig. Eine Entschuldigung, die eigentlich keine ist, kann euer Vertrauen nachhaltig stören.

    60. Wenn du im Grunde weißt, dass du nicht für andere da warst, dann sei ehrlich (und entschuldige dich). Wenn es ihnen aufgefallen ist, wirst du ihren Eindruck bestätigen.

    Und wenn sie es nicht bemerkt haben, werden sie es zu schätzen wissen, dass du dir Gedanken machst und an dir arbeiten willst.

    61. Wenn du eine Freundschaft beenden musst, trenne dich ordentlich, anstatt die Person zu ghosten oder unerklärt auf Abstand zu gehen.

    62. Zeige anderen, dass du verletzlich bist, damit sie wissen, dass sie auch dir gegenüber nicht immer in Abwehrhaltung sein müssen.

    63. Und sage ihnen, wie du dich fühlst! Oft.

    „Du fehlst mir.“
    „Ich mache mir Sorgen um dich.“
    „Ich weiß dich zu schätzen.“
    „Deine Freundschaft bedeutet mir sehr viel.“
    „Ich hab dich lieb.“
    „Ich liebe dich.“

    All das solltest du im Zweifel lieber zu oft, als zu selten sagen.

    64. Und gib deinen Lieben genaue Komplimenten. Sie verdienen, zu wissen, warum sie dir und der Welt wichtig sind.

    Und so werden nach und nach die Lämpchen in der Lichterkette angeschaltet.

    Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

    BuzzFeed Daily

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