back to top

27 Ozean-Fakten, die machen, dass du dich sehr, sehr klein fühlst

Pack die Badehose ein!

Gepostet am

1. Du hast sicher gewusst, dass der Großteil der Erdoberfläche aus Wasser besteht. Aber eigentlich wirkt das nur so mittel beeindruckend.

Anzeige

5. Die tiefste Stelle unserer Ozeane ist 11 Kilometer tief und liegt im Marianengraben im Pazifik. Das ist theoretisch jetzt nicht so viel. Mit dem Auto fährst du so weit in 10 Minuten …

en.wikipedia.org

Die tiefste Stelle ist entweder das Challengertief (10.984 m) oder das Witjastief 1 (11.022 m). Bei letzterem wird die Genauigkeit der Messung im Jahr 1957 angezweifelt, weshalb beide Punkte für den Rekord in Frage kommen.

6. … aber auch wenn der Gedanke, in die nächste Stadt zu fahren, gewissen Druck auf dich ausübt … das ist nichts gegen den Druck in 11 km Tiefe unter dem Meer. Dort ist der Druck 1000 Mal so heftig wie hier oben.

Hydraulic press channel / Via youtube.com

Oder anders: Als würden sich 10.000 Tonnen auf dich draufsetzen. Beziehungsweise einfach 36 Airbus A380. Ich hoffe, du bist versichert.

Anzeige

8. Aber ernsthaft, bisher waren tatsächlich nur 3 Menschen so tief unter Wasser. 1960 verbrachten Don Walsh und Jacques Piccard gemeinsam im U-Boot Trieste knapp 20 Minuten auf 10.911 Meter Tiefe im Challengertief.

Life Magazine

Niemand wird jemals wissen, was die beiden da unten so getrieben haben. Was im Challengertief passiert, bleibt im Challengertief.

9. Der nächste Mensch kam dann erst wieder 2012: Titanic-Regisseur James Cameron tauchte für 3 Stunden an der selben Stelle. Er erreichte 10,898 Meter.

Instagram: @challenger_deep_22

Für den Abstieg brauchte er 2 Stunden und 37 Minuten. Was grob die Hälfte von Piccard und Walsh war.

11. Wir haben flächendeckende Scans auf denen wir Objekte am Boden der Ozeane ab einer Größe von 5 km erkennen können. Unsere Karten der Oberflächen von Venus und Mars zeigen uns dagegen bereits Objekte in der Größe von 100 m.

Anzeige

12. Hier ein heftiges Beispiel: Wir wissen seit 1971, dass der größte Vulkan des Sonnensystems der auf dem Mars liegende Olympus Mons ist. Erst seit 2013 ist uns bekannt, dass der größte Vulkan der Erde das ganze im Pazifik liegende Tamu-Massiv ist. 🌋

de.wikipedia.org / en.wikipedia.org

Zum Vergleich: Das Tamu-Massiv erstreckt sich über ein Gebiet, mindestens so groß wie Großbritannien und Irland.

13. Oh und eine andere krasse Entdeckung: Vor nur knapp 3 Jahren wurde herausgefunden, dass sich tief im Mantel der Erde ein Wasservorkommen befindet, das DREIMAL so groß ist, wie ALLE bisher bekannten Ozeane. Drei! Mal!

University of Alberta / Via ualberta.ca

Das Wasser steckt in Ringwoodite-Kristallen, die sich zwischen dem oberen und unteren Erdmantel befinden. Also lächerliche 500 Kilometer tief im Inneren der Erde. Pff.

14. Wie gut wir im Schiffe bauen sind? Laut Zählung der UNESCO liegen etwa 3 Millionen Wracks auf dem Grund unserer Meere. 😨

NOAA/Institute for Exploration/University of Rhode Island (NOAA/IFE/URI) / Via commons.wikimedia.org

Das Wrack der Titanic in 3.784 Metern Tiefe. Hier findest du eine Datenbank mit unzähligen bekannten Wracks.

Anzeige

18. Ein bisschen Mystery: 1997 wurde im Pazifik ein lautes, unbekanntes Geräusch (der "Bloop", hier hören) aufgezeichnet, von dem 10 Jahre lang niemand wusste, wie es entstand.

19. Tief im Wasser vor Kuba fanden Forscher eine Struktur, die sehr stark wie eine versunkene Stadt aussieht. Niemand weiß bisher, ob das stimmt oder ob es sich nur um eine zufällig entstandene Formation handelt.

badarchaeology.wordpress.com

Das hier ist (angeblich!) eine Aufnahme davon. Verschwörungstheoretiker lieben den Fakt und argumentieren hartnäckig, es handele sich dabei um das versunkene Atlantis.

Anzeige

20. Apropos "Dinge, die zufällig im Wasser gefunden werden": Wie wäre es mit einem komplett neuen Kontinent? Zealandia liegt östlich von Australien und ist zu 94% vom Pazifik bedeckt. Seit 2017 wird argumentiert, dass es alle Kriterien erfüllt, um eigentlich als eigenständiger Kontinent gelten zu müssen.

GSA Today / Via geosociety.org

Die im Rahmen dieser Argumentation definierten Kriterien für Kontinente unwissenschaftlich knapp zusammengefasst:

1. Die kontinentale Kruste muss sich ausreichend von der ozeanischen Kruste abheben.

2. Es muss eine Vielfalt von Gesteinstypen geben.

3. Die kontinentale Kruste muss dicker sein als die ozeanische Kruste und die seismische Ausbreitungsgeschwindigkeit muss niedriger liegen.

4. Das betreffende Gebiet muss einen ausreichend großen Umfang besitzen, um als Kontinent anerkannt zu werden und nicht als Mikrokontinent zu gelten.

Anzeige

24. Australien arbeitet zum Beispiel schon daran. Energie soll dort mit solchen Unterwasser-Bojen erzeugt werden.

CC BY-SA 3.0 / creativecommons.org / commons.wikimedia.org

Die Bojen werden vom Ozean bewegt und treiben damit eine Pumpe an, die Wasser durch Turbinen schiebt und auf diesem Wege Energie erzeugt.

26. Weil es in der Tiefe quasi keine Pflanzen gibt, ernähren sich da unten so gut wie alle Lebewesen von einander.

Monterey Bay Aquarium Research Institute / Via youtube.com

Hier kämpfen ein Tiefsee-Kalmar und ein Tiefsee-Stint um ihr Leben. Beziehungsweise hauptsächlich der Stint um seins.

27. Der Mensch ist weiterhin extrem ahnungslos, was für Kreaturen in dunkler Tiefe leben. Hier eine weitere, erheiternde Szene für heute Nacht: Ein Koboldhai verschlingt seine Beute und schiebt dafür seinen Kiefer weit aus seinem Körper nach vorne.

giphy.com

Der Hai kann bis zu 4,5 Meter lang werden und lebt am liebsten in einer Tiefe von einem Kilometer. Wenn er Bock hat, kommt aber auch mal auf 30 Meter hoch.