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Updated on 20. Mai 2020. Posted on 26. Juni 2018

20 bedrückende Geschichten, die zeigen, warum Frauen Angst haben, Männer zurückzuweisen

„Er hat mir ein Bild geschickt, auf dem er ein Foto von mir anzündet, und mich eine ‚kaltherzige Schlampe‘ genannt.”

Inspiriert von einem Tweet der Autorin Elizabeth May, haben wir die BuzzFeed-Community gebeten, uns zu berichten, welche entsetzlichen Dinge geschehen sind, als sie Männer abgewiesen oder ignoriert haben. Dies sind 20 der über 150 Geschichten von Frauen, die uns von ihren schlimmsten Erfahrungen erzählt haben:

Triggerwarnung: Dieser Beitrag enthält Berichte über sexuelle Belästigung, Körperverletzung und Gewalt.

1.

„Ich bin gerade nach Hause gelaufen, als ein großer Wagen neben mir anhielt. Der Typ hat mir irgendwas hinterher gerufen, aber ich ignorierte ihn einfach. Dann rief er: ‚Sag mal, bist du blöd oder was?‘ Da habe ich ihm gesagt, er soll sich verpissen. Er fuhr los, als die Ampel grün wurde, aber ein paar Straßen weiter tauchte er wieder auf und brüllte, er werde mir in den Kopf schießen. Dann fuhr er weg. Weil ich noch zehn Straßen von zu Hause entfernt war, nahm ich vorsichtshalber einen Umweg über eine Bar, wo ich früher mal gearbeitet hatte. Zum Glück kam er nicht zurück.”

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2.

„Als ich an der Highschool war, ließ ich einen Kerl abblitzen und er drohte mir, meine Hündin mit Stacheldraht zu erdrosseln und ihren Kadaver auf meine Veranda zu legen.”

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3.

„Als ich 13 Jahre alt und bei meiner Oma war, fragte mich ihr Nachbar (ein Freund meines großen Bruders), ob ich mit ihm abhängen will. Ich sagte Nein, aber er hat mich ins Haus gejagt, gegen an die Wand gedrückt und meine Arme nach oben gezwungen. Er hat mich eine gefühlte Ewigkeit lang angestarrt, dann ließ er irgendwann los und ging. Kein Mensch hat mir geglaubt.”

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4.

„Einmal bin ich abends in einen Walmart gegangen. Ich war auf mein Handy konzentriert, deswegen hatte ich nicht gehört, wie dieser Typ mich ansprach. Er hat mich als Schlampe bezeichnet und meinte, er würde draußen auf mich warten und mich vergewaltigen. Warum muss man sowas sagen? Ist das für dich eine angemessene Reaktion?”

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5.

„Als ich Anfang 20 war, hat mich dieser Typ gestalkt, der oft zu meiner Arbeit kam und mit mir flirten wollte. Ich wollte mich nicht mit ihm treffen, denn er war 15 Jahre älter und ich war nicht an ihm interessiert. Er verfolgte mich dann auch zu meinen beiden anderen Jobs und machte vor meinen Kollegen beleidigende und abwertende Bemerkungen über mein Aussehen, wobei er vorgab, es sei nur ‚Spaß‘. Irgendwie bekam er meine Nummer raus und schrieb mir SMS, in denen er mich eine Fotze und Schlampe nannte und meinte, er wisse, wo ich wohne. Ich hatte keine Ahnung, ob er nur am Bluffen war oder nicht.”

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6.

„Ein Typ, der immer im selben Bus fuhr wie ich, hatte ein paarmal versucht, mich anzubaggern. Wir mussten an derselben Station aussteigen, gingen aber immer jeweils in eine andere Richtung. Als ich irgendwann Nein zu ihm sagte, lief er schweigend hinter mir her, von der Bushaltestelle bis nach Hause. Das tat er mehr als einmal. Er war zwischen 20 und 30 Jahre alt und ich – obwohl ich damals vielleicht älter wirkte – war 12.”

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7.

„Ein Kerl, mit dem ich geschrieben hatte, wurde sauer, weil er meinte, dass ich nicht schnell genug antworte (ich war auf der Arbeit). Auf einmal schickte er mir ein Foto, auf dem er vor meinem Haus stand.”

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8.

„Mein Ex-Freund hat mir gedroht, Nacktbilder von mir an meine Verwandten zu schicken, weil ich gesagt hatte, dass ich keinen Sex mit ihm haben will.”

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9.

„Meine Schwester und ich gingen nach unseren Kellnerschichten oft zum Essen in ein rund um die Uhr geöffnetes Café, das zu einem billigen Hotel gehörte. Es war zwar etwas zwielichtig, aber wir waren jung, hungrig und naiv. Eines Abends fragten uns ein paar Typen, die auf dem Parkplatz herumlungerten, ob wir mit ihnen abhängen wollen. Wir sagten ‚Nein, danke‘ und gingen weiter. Auch ihre Aufforderungen, in ihrem Hotelzimmer Party zu machen, haben wir ignoriert. Sie wurden sauer, kamen hinter uns her und beschimpften uns, wir seien unhöflich.

An unserem Wagen haben sie uns dann umzingelt und wollten verhindern, dass wir einsteigen, indem sie uns und die Türen festhielten.
Wir konnten uns befreien und von innen die Türen verriegeln. Hätten wir weiter weg geparkt oder wären wir nicht zu zweit gewesen, dann wäre die Geschichte viel schlimmer ausgegangen. Jedes Mal, wenn ich daran denke, überlege ich, was ich hätte anders machen sollen; wie ich diese Situation hätte verhindern können. Das ist Blödsinn. Ich war ein 18-jähriges Mädchen und wurde verbal und körperlich von sechs oder sieben Männern mittleren Alters belästigt – und das war verdammt nochmal nicht meine Schuld.”

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10.

„Als ich 17 Jahre alt war, drohte mein Ex-Freund, er würde sich etwas antun, als ich seine sexuellen Annäherungsversuche abwies. Wegen dieser Drohungen blieb ich viel länger mit ihm zusammen, als ich wollte. Nachdem ich endlich mit ihm Schluss gemacht und mehrere Bitten abgelehnt hatte, wieder mit ihm zusammenzukommen, hat er mir ein Bild geschickt, auf dem er ein Foto von mir anzündet. Er nannte mich eine ‚kaltherzige Schlampe‘ – weil ich nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Als er später erfuhr, dass ich mit einem anderen Typen zusammen war, hat er mir geschrieben, er werde ihn suchen und krankenhausreif schlagen.”

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11.

„Als ich auf dem College einem Mitstudenten höflich eine Absage erteilte, hat er mir unseren gemeinsamen Kurs zur Hölle gemacht. Er bedrängte mich körperlich mit zweien seiner Freunde (alle drei waren doppelt so groß wie ich) und drohte mir Schläge an. Er kam zu Veranstaltungen, die ich mit Freunden außerhalb der Uni besuchte, und einmal verfolgte er mich sogar vom Hörsaal bis auf den Parkplatz.

Schließlich schwänzte ich immer häufiger den Kurs, um ihm aus dem Weg zu gehen. Was die Sache noch schlimmer machte: Nur wenige von meinen männlichen Freunden kapierten, dass sein Verhalten problematisch oder angsteinflößend war. Selbst meine Mama meinte, ich hätte ihm doch wenigstens eine Chance geben sollen.”

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12.

„Ich hatte meinen Geburtstag in einem Club gefeiert und dieser Typ hat mich zum Tanzen aufgefordert. Nachdem ich kurz darauf einging, ließ ich ihn stehen. Er kam später wieder auf mich zu, als ich auf einem Podest saß, stellte sich zwischen meine Beine und fing an, mich heftig zu küssen. Ich schrie, er solle verschwinden, und wollte ihn wegschubsen. Er jedoch sagte Dinge wie ‚Na komm schon, Baby‘ und ‚Was ist los?‘ und versuchte immer weiter, mich anzufassen. Absolut VERSTÖREND! Ich habe geschrien und geflucht und versucht, ihn wegzudrücken. Schließlich gab er auf und ging.”

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13.

„Es war 21 Uhr und ich hatte gerade eine Party verlassen, deswegen hatte ich ein Kleid und Stöckelschuhe an. Ich bin die Fifth Avenue in Manhattan entlang gelaufen, als dieser Mann im Anzug auf mich zu kam und sagte, ich sei das schönste Mädchen, das er je gesehen hat. Ich habe mich bei ihm bedankt und hin weiter gegangen. Er sagte: ‚Ich meine es ernst, ich bin extra für dich aus meinem Wagen gestiegen.‘ Dann hat er auf ein geparktes Auto gezeigt und gefragt, ob ich mit ihm ausgehen wolle. Ich entgegnete, obwohl es mir unangenehm war, dass ich einen Freund hätte.

Er wurde sofort wütend und fing an zu brüllen: ‚Nein, hast du nicht! Du bist eine Rassistin!‘ Er schrie weiter herum und drängte mich gegen eine Wand. Ich habe noch überlegt, wie ich mit meinen hohen Absätzen wegrennen soll, aber er entschied offenbar, er habe genug, und ist zu seinem Wagen zurück gegangen.”

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14.

„Ich war bei einem Date mit einem ehemaligen Kollegen und hatte den Eindruck, dass er glaubte, da wäre etwas Ernstes zwischen uns. Das sah ich aber anders. Ich habe ihm erklärt, dass ich gerade eine echt schlimme Beziehung hinter mir hätte und noch nicht bereit für etwas Neues sei, dass wir uns aber gerne gelegentlich treffen können. Da ist er völlig durchgedreht! Er stieg aus dem Auto, schrie mich an, nannte mich eine Lügnerin, weinte und lachte, schmiss mit Steinen und trat auf Pflanzen ein.

Ich wollte wegfahren, aber es war sein Wagen und er hatte die Schlüssel.
Weglaufen wäre eine Option gewesen, aber ich wollte nicht, dass er mich schnappt und das Ganze noch schlimmer macht. Schließlich ist er wieder eingestiegen und hat mich weiter angebrüllt, während er mich nach Hause fuhr. Am nächsten Tag tat er so, als wäre nichts passiert.”

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15.

„Da gab es diesen Typen, der auf mich stand, und ich hatte ihm gesagt, dass ich nur mit ihm befreundet sein will. Das schien ihm nicht zu reichen. Er hat mir gedroht, seine illegale Pistole nicht nur gegen sich selbst und mich zu richten, sondern gegen jeden anderen in meinem Leben, der seiner Liebe zu mir in die Quere kommt. Ich konnte nicht mehr an bestimmte Orte gehen, ohne dass er dort auftauchte. Also bin ich nie alleine ausgegangen. Nicht einmal seine Freunde, die darauf beharrten, ich solle ‚ihm eine Chance geben‘, haben mich mit ihm allein gelassen. Er ließ es schließlich bleiben, als ich ankündigte, dass ich eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirken werde. Doch bis heute schickt er mir immer mal wieder Drohungen von neuen Social-Media-Accounts. Ich blockiere jeden einzelnen.”

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16.

Während meines ersten Highschool-Jahres habe ich auf einer Schulfeier mit einem süßen Elftklässler getanzt. Als ich ihn das nächste Mal sah, hat er mir seine Nummer gegeben und mich gebeten, mit ihm auszugehen. Ich habe Nein gesagt, denn wir hatten zwar Spaß gehabt, doch dann erfuhr ich von seiner Freundin. Außerdem durfte ich nicht mit Jungen ausgehen, bevor ich 16 war. Ab da wurde er zu einem besessenen Stalker. Er hat wegen mir seine Freundin abserviert, meinen Spind aufgebrochen, um mit wasserfesten Stift seine Nummer reinzuschreiben (damit ich sie nicht verliere), mich verfolgt und ist an meinem Haus vorbeigefahren.

Ich habe meinen Eltern und dem Schulleiter davon erzählt, aber die konnten nicht viel machen, da ich so wenig über ihn wusste (wir hatten keinen Kurs zusammen). Irgendwann hat er das Interesse verloren, aber ich hatte immer noch Angst, ich könnte ihm im Flur begegnen. Ich fürchtete mich sogar davor, zu Hause an den Briefkasten zu gehen, weil er dort möglicherweise auf mich wartete.”

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17.

„Mit 23 Jahren war ich beim Junggesellinnenabschied meiner Schwester dabei. Wir waren eine große Gruppe, die in einer Bar getanzt ha. Auf einmal kam ein sichtlich betrunkener Mann an und hat seine Arme um meine Schwester und mich gelegt, zog uns zu sich und begrapschte uns. Ich habe seinen Arm weggeschlagen, woraufhin er sich an die Bar zurückzog. Später spürte ich, wie eine Hand meinen Rücken hochglitt und mich am Hals packte. Ich habe mich umgedreht, ihn heftig weggeschubst und ihm gesagt, er soll mich und meine Schwester nicht anrühren. Zum Glück hatte sein Freund gesehen, was passiert war, und zerrte ihn weg. Das Schlimmste war: In der Nähe unserer Gruppe war ein Türsteher, der absolut nichts unternommen hatte. Mir wird heute noch übel, wenn ich an der Bar vorbeifahre.”

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18.

„Während meines Auslandsstudiums hatte mir Kommilitone gestanden, dass er in mich verknallt war. Ich habe ihn abblitzen lassen, weil ich im Ausland nicht auf eine Beziehung aus war. Wir blieben jedoch bis zum Semesterende befreundet. Dann fing er an, Dinge über mich zu verbreiten, die mir nicht gefielen (zum Beispiel, dass er in mich verliebt ist und mit mir nach Amerika gehen will). Deshalb brach ich den Kontakt ab, als er im Winter abreiste.

Er kam aber im März zurück und hat eine ganze Woche damit verbacht, in meinem Wohnheim vor meinem Zimmer zu warten, meine Kurse zu besuchen und mich andauernd per SMS zu belästigen. Der Gipfel war schließlich, dass er versucht hat, in mein Zimmer einzubrechen, und mich bedrohte. Ich habe mich danach nie sicher gefühlt, wenn ich irgendwo hinging. Selbst heute, wo ich wieder zu Hause bin, mache ich mir Sorgen, er könnte herkommen und dasselbe wieder tun.”

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19.

„In meinem ersten College-Jahr war ich bei diesem Kerl in der Wohnung. Es waren auch ein paar andere Leute da, wir haben was getrunken und Spiele gespielt. Irgendwann habe ich gemerkt, wie nach und nach alle gingen, bis nur noch er und ich übrig waren. Ich habe mich unwohl gefühlt und wollte aufstehen und gehen. Doch als ich ihm das sagte, hat er mich in eine Ecke gedrängt und gesagt: ‚Hab dich doch nicht so.‘ Dann fing er an, mich zu küssen. Ich habe ihn weggeschoben und nochmal gesagt, dass ich nach Hause will, doch er drückte mich wieder gegen die Wand. Irgendwann gab ich nach und habe mit ihm geschlafen, weil ich Angst vor dem hatte, was passieren würde, wenn ich versuche zu gehen.

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20.

„Mit 14 Jahren war ich mit einer Freundin im Park ,als zwei Typen mittleren Alters auf uns zu kamen. Einer hat mich angesehen und gesagt: ‚Oh, du bist ja eine Rebellin! Du trinkst!‘ Woraufhin ich entgegnete: ‚Ja, Limonade, ich bin nämlich 14.‘ Das störte die beiden jedoch überhaupt nicht. Sie haben weiter auf uns eingeredet und kamen uns immer näher. Dabei hatten wir ihnen merhfach ausdrücklich gesagt, dass wir nicht mit ihnen reden möchten und sie bitte gehen sollen. Dann wurden sie sauer und fühlten sich angegriffen. Sie haben uns aber in Ruhe gelassen, als ein älteres Mädchen in dem Park das Ganze sah und den Männern damit gedroht hat, die Polizei zu rufen. Das ist viele Jahre her, aber ich werde mich immer an diesen Tag erinnern – und an das Mädchen, das eingeschritten ist, um uns zu helfen.”

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Hinweis: Die Beiträge wurden gekürzt und/oder der besseren Verständlichkeit wegen bearbeitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Wenn du oder eine/r deiner Lieben von sexualisierte Gewalt betroffen ist, kannst du dich zum Beispiel beim Hilfetelefon über Hilfsangebote informieren.

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