Posted on 30. Jan. 2015

    Diese Berlinale-Filme von Filmemacherinnen solltest Du Dir anschauen

    Filme von Regisseurinnen sind auf Festivals Mangelware. Das gilt auch für die Berlinale. Wir sagen Dir, was Du sehen musst.

    1. The Diary of a Teenage Girl

    Die Filmemacherin Marielle Heller ist großer Fan der Graphic Novel The Diary of a Teenage Girl von Phoebe Gloeckner. Erst hat sie ein Theaterstück aus dem Comic gemacht und jetzt diesen Film hier gedreht. Im Mittelpunkt steht immer die 15-jährige Minnie, die Comics liebt, leidenschaftlich gerne zeichnet und einem Tonbandgerät die aufregenden Abenteuer ihres jungen Lebens anvertraut.

    2. Nadie quiere la noche (Nobody Wants the Night)

    Leandro Betancor

    Keine Berlinale ohne Juliette Binoche! Zumindest erscheint es uns so. Das macht aber nichts, weil wir die französische Schauspielerin nämlich sehr gerne mögen. In diesem Wettbewerbs-Beitrag von Isabel Coixet spielt sie Josephine, die sich im Jahr 1908 auf eine Reise an den Nordpol macht, um ihren Mann, den Arktis-Forscher Robert Peary zu treffen, und die dabei alle Reisewarnungen geflissentlich ignoriert.

    3. Je suis Annemarie Schwarzenbach (My Name is Annemarie Schwarzenbach)

    Paraiso Production

    Wie könnte man der androgynen Annemarie Schwarzenbach - schillernde Figur der Zwanzigerjahre-Bohème, Schriftstellerin, Globetrotterin, Antifaschistin, den Drogen ganz und gar nicht abgeneigte Hedonistin und noch so vieles mehr - in einem einzigen Film gerecht werden? Regisserseurin Véronique Aubouy hatte eine Idee und gleich 16 verschiedene Schauspielerinnen um Darstellungsversuche gebeten. Klingt vielversprechend.

    4. Wanja

    Kathrin Krottenthaler

    Anne Ratte Polle spielt Wanja, die nach einem langen Gefängnisaufenthalt versucht, allen Situationen, die sie zurück in die Sucht und in zwielichtige Kreise bringen könnten, aus dem Weg zu gehen. In der 16-jährigen Emma, die sie auf einer Pferderennbahn kennenlernt, erkennt sie sich selbst wieder und versucht die Jugendliche vor den Fehlern zu bewahren, die sie selber bereut.

    5. The Sturgeon Queens

    Better Than Fiction Productions

    In diesen Dokumentarfilm solltest Du nicht hungrig gehen, denn The Sturgeon Queen erzählt nicht nur die Geschichte der beiden Schwestern Hattie Russ Gold und Anne Russ Federman, sondern auch die des berühmten Lachs- und Heringsgeschäfts Russ & Daughters, das sich in der Lower East Side in New York befindet und bis heute von der Familie betrieben wird.

    6. Petting Zoo

    Petting Zoo spielt im texanischen San Antonio, der Stadt mit der zweithöchsten Rate von Teenagerschwangerschaften in den USA. Auch die Protagonistin Layla ist erst 17 Jahre alt und schwanger. Petting Zoo ist aber auch der erste Spielfilm von Micah Magee, die den Film unter anderem über eine Kickstarter-Kampagne finanziert hat.

    7. Die Widerständigen „also machen wir das weiter ...“ (The Resistors “their spirit prevails ...”)

    Die Filmemacherin Katrin Seybold hat ihr Leben lang politisch relevante Dokumentationen gedreht. Diese hier konnte sie leider nicht mehr fertigstellen. Seyboldt ist am 27. Juni 2012 verstorben. Ihre langjährige Freundin und Kollegin Ula Stöckl musste Die Widerständigen für sie beenden. In der Dokumenation der beiden Frauen kommen die Protagonistinnen und Protagonisten der Widerstandbewegung “Weiße Rose” ausführlich zu Wort.

    8. What Happened, Miss Simone?

    Eine Dokumentation über die großartige Musikerin und Bürgerrechtlerin Nina Simone war schon lange überfällig. Liz Garbus hat sich dieser Aufgabe angenommen und für den Film sowohl tief in Archiven gegraben, als auch mit Zeitzeugen und Verwandten gesprochen.

    9. Freie Zeiten (After Work)

    Freizeit ist das Gegenteil von Arbeit. Das weiß jedes Kind. Und die muss sinnvoll gefüllt werden. Das wissen auch die meisten. Janina Herhoffer begleitet Menschen in ihrer freien Zeit, zum Beispiel zu Yoga- und Diätkursen, zur Bandprobe und zur Shoppingtour, zum Lauftrainig, Rollenspiel und Discobesuch. Freie Zeiten betreibt Freizeitforschung, die jedoch alles andere als trocken und akademisch daher kommt.

    10. Hotline

    Auch im Einwanderungsland Israel haben Einwanderer Probleme. Vor allem, wenn sie auf afrikanischen Staaten kommen. Um diese Einwanderer kümmern sich die Frauen von der Hotline, die der Dokumentarfilm von Silvina Landsmann begleitet. Sie begleiten ihre Klienten zu Amtsterminen, besuchen aber auch Demonstrationen als Aktivistinnen und treten Fremdenfeindlichkeit entgegen.

    11. Exotica, Erotica, Etc.

    Evangelia Kranioti

    DDie Regisseurin Evangelia Kranioti hat nicht einfach nur einen Dokumentarfilm über Häfen, schnellen Sex und die Prostituierten und die Sehnsucht nach Freiheit gedreht. An Bord riesiger Frachter ist sie mit der ausschließlich männlichen Schiffsbesatzung in 16 Länder gefahren und hat in Hafenstädten mit Prostituierten gelebt. Auf der Berlinale präsentiert sie das filmische Ergebnis dieses Mammut-Projekts.

    12. Body

    Jacek Drygała

    Die polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska nimmt nicht zum ersten Mal an der Berlinale teil. 2012 lief Das bessere Leben von ihr in der Panorama-Sektion und ein Jahr später nahm sie mit In the Name of bereits am Wettbewerb teil. Damals ging sie leer aus. Dieses Jahr kämpft sie erneut um einen der Bären. In Olga geht es um einen Untersuchungsrichter, der mit einem magersüchtigen Mädchen konfrontiert ist, das verzweifelt um seine Mutter trauert.

    13. The Fighting Cholitas

    Kenny Krauss

    Was mexikanische Wrestlerinnen so bei der Arbeit tragen? Rauschende und bunte Röcke natürlich. Dabei geben sie sich klangvolle Namen wie “Die Liebevolle”. Dies und noch viel mehr erfahrt ihr im Dokumentarfilm von Mariam Jobrani, die die Frauen begleitet hat.

    Hell Yeah!

    NBC

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