Posted on 30. Sept. 2015

    Dieses Foto von einer Mutter kurz nach der Geburt verbreitet sich wie ein Lauffeuer

    "Ich war über die Maßen sensibel und so durcheinander."

    Drei Tage nach der Geburt eines neuen Babys sind die Social-Media-Kanäle der meisten Eltern voll mit begeisterten Updates darüber, wie großartig es ist, ein neugeborenes Kind nachhause zu bringen.

    Danielle Haines

    Zehn Monate nach der Geburt hat sich Danielle Haines entschieden, den Vorhang zu lüften und zu berichten, wie ihre erste Woche als Mutter wirklich war.

    Facebook: danielle.haines11

    Die frisch gebackene Mutter veröffentlichte einen Post auf Facebook mit folgendem Inhalt, auszugsweise:

    "Das ist ein Bild von mir 3 Tage nach der Geburt. Ich war über die Maßen sensibel und so durcheinander. Ich liebte mein Baby, aber ich vermisste meinen Mann (er ist an diesem Tag wieder zur Arbeit gegangen). Ich war sauer auf meine Mutter und in meinem Herzen war dieser Schmerz wegen meines Bruders, denn meine Mutter hatte uns verlassen und jetzt hatte ich einen Jungen, der aussah wie er. Meine Nippel waren rissig und bluteten, meine Milch war aber noch nicht eingeschossen. Mein Baby wurde richtig hungrig, ich war traurig darüber, dass Menschen Babys töten, also mit Absicht, ich hatte nicht geschlafen, seit die Wehen eingesetzt hatten. Ich wusste nicht, wohin ich meine Brüste packen sollte, meine Gebärmutter war wund davon, dass ich die ganze Zeit darauf saß, während ich stillte, ich war irgendwie dabei, den Verstand zu verlieren...

    Die Zeit nach der Geburt war intensiv. Sie war nicht einfach, aber ich wurde unterstützt und daran erinnert, dass unzählige Mütter vor mir diesen Teil des Mutterseins durchgemacht hatten und dass auch ich ihn ganz prima überstehen würde." - Danielle Haines

    Danielle Haines / Via postpartumconfession.com

    "Ich habe das Foto und meine Gedanken mit der privaten Gruppe geteilt, damit die Frauen sehen, wie emotional ich damals war", teilte Danielle per E-Mail mit. "Nachdem ich mir den Post angesehen hatte, kam mir der Gedanke: 'Warum postest du das Foto nicht einfach auf Deiner persönlichen Seite?' Es ist eine wunderbare Botschaft."

    Sofort begannen andere Mütter, sie zu unterstützen.

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    "Das hat mich zum Weinen gebracht. Danke, dass Du das geteilt hast. Meine Zeit nach der Geburt war schwierig, weil nichts lief wie geplant. Ich hatte das Gefühl, alle wollen mein Baby sehen und danach bin ich total alleine. Ich weiß, dass ich mit anderen Müttern hätte reden sollen, aber es gab niemanden, dem ich mich nahe genug fühlte. Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall andere Frauen fragen, wie es ihnen ging und ich werde mit Frauen sprechen, die gerade ein Kind bekommen haben, weil ich dieses Gefühl der Einsamkeit mit einem neuen Baby kenne. Obwohl ich jede Minute mit meinem Kind liebe."

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    "Danke, dass Du diesen Teil der Mutterschaft mit uns teilst, die Momente, in denen man verwundbar ist und auf eine schöne Art verrückt."

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    "Das ist wunderschön, ernsthaft. Ich habe mich ganz genauso gefühlt und ich wünschte, mehr Leute würden darüber reden, weil es so unerwartet ist. Man fühlt sich schuldig und denkt "Was hab ich getan?", obwohl man sein Kind wahnsinnig liebt."

    Haines sagte BuzzFeed Life, dass sie ihre Gedanken über die Geburtserfahrung noch nicht außerhalb ihres eigenen inneren Kreises geteilt hatte, bevor sie das Foto öffentlich postete. "Ich hab´s mich einfach nicht getraut", sagte sie.

    Zwar ist Postpartum Confession erst ein paar Tage alt, aber trotzdem findet sich hier schon eine steigende Anzahl von Geburtsgeschichten und postpartalen Geständnissen, die alle die selbe Ehrlichkeit und Verwundbarkeit teilen, die auch Haines zeigte.

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