29 Beweise, dass Japan schon jetzt im Jahr 3019 angekommen ist

    Im Restaurant gibt's Körbe, damit du deine Tasche nicht auf den dreckigen Boden stellen musst. 😍

    Hi, ich bin Jule und eigentlich News-Reporterin. Aber heute wird es mal unterhaltsamer: Ich war fĂŒr drei Wochen in Japan. Und ich war so geflasht, dass ich euch davon erzĂ€hlen möchte. Es gibt nĂ€mlich so vieles, das krass anders und gleichzeitig extrem smart ist. So viele Wow-Momente. Los geht's:

    Juliane Löffler

    1. Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Toiletten. Fast alle Klos haben automatische Funktionen wie Soundeffekte (Wasserrauschen, fĂŒr die Diskretion), Popo-Duschen in verschiedenen Höhen (ehrlich praktisch) und vor allem sind sie unfassbar sauber – sogar an den Bahnhöfen. Diese Toilette hier hat einen Bewegungssensor, die den Deckel hochklappt.

    Juliane Löffler

    (Hier mal eine kleine Knopf-Auswahl, damit ihr wisst, wovon ich spreche.).

    Juliane Löffler

    2. Wart ihr mal mit einem Baby oder Kleinkind unterwegs und musstet auf Toilette? (Ich unzÀhlige Male). Diese Lösung hilft euch, wenn ihr nicht wisst, wohin mit dem Kind.

    Juliane Löffler

    3. Das ist in einer Bahnhofstoilette in Tokyo. Richtig schlau. So sieht man sofort, wo frei und besetzt ist.

    Juliane Löffler

    4. Kommen wir zum Thema Essen. Jeden Morgen dachte ich: Geil, heute darf ich wieder essen. Aber damit man nicht ratlos vor japanischen MenĂŒ-Karten steht, packen die Restaurants einfach die Speisen als Plastik-Version ins Schaufenster. YAMMMM đŸ€€

    Juliane Löffler

    (So glĂŒcklich sehe ich aus, wenn man mir japanisches Essen gibt.)

    Juliane Löffler

    5. Das ist so eine Art Kartoffelpuffer am Stiel und richtig leckeres Fastfood. Ich weiß leider den Namen nicht, aber hallo, am Stiel?? Kartoffelkultur 3000.

    Juliane Löffler

    Überhaupt, Essen am Stiel. Ich meine: Ananas am Stiel! 😍

    Charlotte Silbermann

    6. Hallöchen GetrĂ€nkeautomaten. Unter jedem GetrĂ€nk blinkt ein rotes LĂ€mpchen, wenn es ausverkauft ist. Ist die Leiste unter dem GetrĂ€nk blau, ist das GetrĂ€nk kalt – ist sie rot, ist das GetrĂ€nk warm. Alles in einer Maschine. Und die Dinger sind ĂŒberall.

    Juliane Löffler

    7. Das ist ein kleiner Mini-Kaffeefilter, den man aufreißt, in die Tasse hĂ€ngt und mit heißem Wasser aufgießt. Schmeckt tausendmal besser als Instant-Kaffee und kriegt man in jedem Supermarkt. Ich hatte immer zwei davon in der Tasche, fĂŒr schlechte Zeiten.

    Juliane Löffler

    8. Das sind essbare Blumen im Supermarktregal. Kennt ihr vielleicht als Wildblumensalat, aber das ist einfach eine ganze Nummer krasser und schöner. Achtung, jetzt kommt ein Bild zum Wasser-im-Mund-zusammenlaufen-lassen ...

    Juliane Löffler

    ... YES BABY!

    Juliane Löffler

    9. Okay reden wir eine Sekunde ĂŒber Ästhetik. Japanisches Design durchdringt den gesamten Alltag. Es steckt ganz große PrĂ€zision darin und es ist Ă€hnlich durchdacht wie alles Andere (nur Schallschutz und Heizen fĂ€llt aus). Das hier ist die Villa Katsura, eine etwa 400 Jahre alte kaiserliche Villa bei Kyoto und ich finde, es sieht einfach nur unfassbar schön aus.

    Jens Schoppe

    10. Auch GĂ€rten in Japan sind wirklich traumhaft schön. Ganz ĂŒppig und sorgsam angelegt zugleich. Dieser Baum hier durfte ein bisschen schief wachsen, deshalb hat er, nun ja, eine kleine StĂŒtze bekommen, damit er nicht umfĂ€llt. Gern geschehen, Baum.

    Juliane Löffler

    (Sowas meine ich, wenn traumhaft schön sage.)

    Juliane Löffler

    11. Mehr Sauerstoff in die StÀdte? Easy mit dieser Fassadenbepflanzung in Tokyo.

    Juliane Löffler

    12. Überhaupt: die Natur. Das ist ein natĂŒrlicher Bambuswald auf der kleinen Insel Teshima. Ein Bambuswald!!!

    Juliane Löffler

    13. Und noch mehr Design: Diese zauberhaften Gullideckel habe ich in Uno und Odawara entdeckt.

    Juliane Löffler

    Ein Panda auf dem Gehweg, einfach weil sie es können! 😍

    Juliane Löffler

    14. Okay, reden wir ĂŒber Verbotsschilder. In Japan sind Menschen große Fans von Schildern (Ă€hnlich wie wir Almans, eventuell noch ein bisschen mehr). Auf Toiletten stehen ist offenbar ein Ding – und man soll es nicht tun. Es gibt ĂŒbrigens auch ganz einfache Toiletten auf dem Boden zum Draufhocken.

    Juliane Löffler

    15. Ich hab keine Ahnung, was hier steht, aber die Botschaft ist klar. Auf ganz vielen Schildern sind kleine AnimĂ©-Figuren, so dass wirklich jeder Menschen verstehen kann, was gemeint ist. Und vielleicht auch, weil es einfach besser aussieht und nicht so aggro rĂŒberkommt.

    Juliane Löffler

    16. Wenn Almans denken, sie haben die Hinweisschilder-Kultur perfektioniert: Vergesst es. Japan ist einfach 1000 Jahre weiter. Schaut euch mal diese Konstruktion an, weil ein kleiner Riss in einer Treppenstufe ist.

    Juliane Löffler

    17. Leucht-Treppen, auf denen Werbung abgespielt werden kann, und die einfach nur Spaß machen 🚠

    Juliane Löffler

    18. Bevor man Klamotten in der Umkleidekabine anprobiert, wird man gebeten, so einen halb-transparenten Beutel ĂŒberzuziehen. Damit die Klamotten schön sauber bleiben und nicht von Haaren und Make-Up verschmutzt werden.

    Juliane Löffler

    19. Noch so eine richtig schlaue Sache: Ganz hĂ€ufig stehen kleine Körbe neben den StĂŒhlen, in die man seinen Rucksack oder Handtasche stellen kann, damit sie nicht schmutzig werden. Warum ist da in Deutschland bisher niemand drauf gekommen?

    Juliane Löffler

    20. Das hier ist ein Gartenzaun auf Rollen, den man aus- und einklappen kann.

    Juliane Löffler

    21. Wer nicht glaubt, ob dieser Regenschirm wirklich wasserdicht ist, kann ja in 4 Wochen nochmal wiederkommen. Was fĂŒr ein Badass-QualitĂ€tstest! (Überhaupt, Regenschirme in Japan: Sobald ein Tropfen fĂ€llt, tauchen sie wie aus dem Nichts ĂŒberall auf. Und es stehen etwa in jedem Hotel oder Restaurant welche zum Mitnehmen und Dalassen herum.)

    Juliane Löffler

    22. Aha, außer in Museen und an einigen anderen öffentlichen Orten. Da gibt es diese Regenschirm-SchließfĂ€cher. So schlau.

    23. Rush Hour in der Tokyo Metro ist kein großer Spaß, aber hey: DafĂŒr gibt es Ventilatoren.

    Juliane Löffler

    24. Das hier ist eine Bento-Box, eine Art kalte Lunchbox. Bekommt man in jedem Zug und schmeckt (natĂŒrlich) superlecker.

    Juliane Löffler

    (Essen kann man ĂŒbrigens richtig gut in SupermĂ€rkten. Sehr viele SupermĂ€rkte haben immer offen, besonders sonntags, und sie haben meistens Selfservice-Mikrowellen und ein Art kleine Bar. Hier habe ich mir eine Nudelsuppe aus dem KĂŒhlregal geschnappt und direkt im Supermarkt gegessen.)

    Juliane Löffler

    25. Zugfahren in Japan macht richtig Spaß (rĂ€usper, Deutsche Bahn, hust). Hier fĂ€hrt gerade ein Shinkansen in den Bahnhof ein. Erstens sind die ZĂŒge unfassbar pĂŒnktlich, zweitens findet man sich dank Farbcodes an Bahnhöfen supergut zurecht, drittens gibt es darin SEHR saubere Toiletten und SEHR leckeres Essen.

    Juliane Löffler

    Außerdem ist der Shinkansen sauschnell (bis zu 320km/h, um genau zu sein). Zack ist von man Kyoto nach Hiroshima gefahren.

    Juliane Löffler

    26. Das ist mir sehr wichtig: Den öffentliche Raum in Japan habe ich als extrem behindertenfreundlich wahrgenommen, besonders der Fern- und Nahverkehr. Das hier ist eine Station in Tokyo. Diese gelben Streifen auf dem Boden fĂŒr blinde Menschen? Die sind wirklich ĂŒberall, in jedem Gang. Und wo es keinen Aufzug gibt, steht ein Treppenlift, wie hier auf dem Bild.

    Juliane Löffler

    27. Noch etwas zum Thema Kultur: Moderne und Tradition bestehen sehr selbstverstĂ€ndlich nebeneinander. Ich mochte dieses WandgemĂ€lde, weil hier Figuren aus dem traditionellen Kabuki Theater Bubble Tea schlĂŒrfen. Nur beim Thema Frauenrechte wird es eeeecht schwierig, aber das ist ein anderes Thema.

    Juliane Löffler

    Noch ein Aber: Beim Thema LGBT*-Rechte ist Japan definitiv NICHT 1000 Jahre weiter. Gerade wird ganz langsam und zaghaft ĂŒber die Ehe fĂŒr alle diskutiert (kĂŒrzlich wurde sie in Taiwan eingefĂŒhrt, als erstes asiatisches Land).

    Juliane Löffler

    28. Trotzdem wurde HomossexualitĂ€t immer auf eine Art und Weise akzeptiert, weil sie von den vorherrschenden Religionen (Shintoismus und Buddhismus) nie als SĂŒnde angesehen wurde. Außerdem wird in den Medien – anders als in Deutschland – wirklich viel ĂŒber LGBTI*-Themen berichtet. Auf dem Foto ist ĂŒbrigens eine Person auf der Tokyo-Pride, die im April stattgefunden hat. YAAAASS QUEEN!

    Juliane Löffler

    29. Das hier ist im Digital Art Museum vom Team Borderless in Tokyo. Es ist ein bisschen wie Disneyland, aber vieles darin ist auch wahnsinnig fortschrittlich. Die WĂ€nde sind etwa interaktiv, und darauf laufen und fliegen Tiere und magische Figuren entlang. Wenn man sie berĂŒhrt, schauen sie einen an (oh, und die Schmetterlinge sterben leider).

    Juliane Löffler

    🐯🐯🐯

    Juliane Löffler

    Ich könnte noch ewig weiter schwĂ€rmen, aber ein bisschen was hebe ich fĂŒrs nĂ€chste Mal auf (oh ja, ich reise auf jeden Fall noch einmal hin). Falls ihr Japanisch könnt und Japanische News lesen wollt: Hier findet ihr alles von BuzzFeed Japan. KAWAI! Danke fĂŒrs Zuhören, k byeeee <3

    Shunsuke Mori

    BuzzFeed Daily

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