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16 schräge Dinge, von denen du nicht glaubst, dass Leute sie früher geglaubt haben

Hexen pflegten angeblich die Penisse von Männern zu stehlen und sie als Haustiere zu halten.

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1. Muttermilch ist geronnenes Menstruationsblut.

BuzzFeedVideo / Youtube

Dieser bizarre Glaube kam im antiken Griechenland auf und blieb bis ins Mittelalter hinein bestehen – ungeachtet der Tatsache, dass Blut und Milch doch ziemlich unterschiedlich aussehen. Der griechische Philosoph Aristoteles behauptete, Muttermilch sei Blut, das erhitzt, geronnen und von heißer Luft gebleicht wurde. "Welche heiße Luft?", magst du jetzt fragen. Wir auch.

2. Krankheiten lassen sich mit einem Tabakeinlauf heilen.

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Im 18. Jahrhundert wurden Tabakraucheinläufe zur Behandlung einer breiten Palette von Leiden eingesetzt – darunter Kopfschmerzen, Magenkrämpfe und sogar Tod. Wenn du damals also krank oder bewusstlos warst, standen die Chancen gut, dass die erste instinktive Handlung deiner Ärzte die war, Pfeife und Feuerzeug aus der Tasche zu ziehen und dir Rauch in den Arsch zu blasen.

3. Im Rosenkohl lauern böse Geister.

youtube.com / Giphy

Im mittelalterlichen Britannien dachte man, dass sich zwischen den Blättern von Kohlgewächsen klitzekleine böse Dämonen verbergen. Wenn du diese Furzgeister versehentlich verschluckt hast, konntest du krank werden. Daher wurde in den Strunk all dieser Gemüse vor dem Kochen ein Kreuz geschnitten – etwas, das manche merkwürdigerweise bei Rosenkohl auch heute noch machen. Seid auf der Hut, Kohlkobolde.

4. Manche Babys sind Wechselbälger.

commons.wikimedia.org / Creative Commons

Die Menschen im Mittelalter glaubten auch, dass Feen zuweilen Kinder entführten und an ihrer Stelle „Wechselbälger“ zurückließen. Eine Möglichkeit, zu testen, ob dein Baby ein Wechselbalg ist, war es, seine Aufmerksamkeit zu erregen und dann einen Schuh in eine Schüssel mit Suppe zu werfen. Wenn es kicherte, bedeutete das, dass es den Witz kapiert hat, es musste also ein Feenkind sein ... weil Babys willkürliche Dinge niemals lustig finden.

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5. Zugreisen können augenblicklichen Wahnsinn auslösen.

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Zugreisen erfreuten sich in den 1850ern und 1860ern zunehmender Beliebtheit, wurden aber gleichzeitig aufgrund der damit verbundenen „hohen Geschwindigkeiten“ mit großem Argwohn behandelt. Man dachte, die ratternde Hin-und-her-Bewegung von Zügen würde „Gehirnverletzungen“ auslösen, Menschen in den Wahnsinn treiben und die Nerven von Pendlern erschüttern. Das könnte sie dazu bringen, in einem Anfall von geistiger Verwirrung vom Zug zu springen. Hmm, vielleicht haben sie auch einfach nur ihren Job gehasst.

6. Hexen stehlen Penisse und halten sie als Haustiere.

Twitter: @davidwgrunner

Im Malleus Maleficarum, dem berüchtigten Leitfaden aus dem 15. Jahrhundert zum Aufspüren von Hexen, wird diesen die Fähigkeit zugeschrieben, die Penisse von Männern zum Verschwinden zu bringen. Die Hexen hielten die abgetrennten Penisse dann in Nestern und fütterten sie mit Hafer wie kleine äderige Pferdchen.

7. Depression und Angststörungen kann man heilen, indem man jemandem einen Eispickel in die Augenhöhle rammt.

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Diese grauenhafte Operationsmethode wurde 1946 von einem gewissen Dr. Walter Freeman erfunden, der dachte, die beste Heilmethode für psychische Erkrankungen sei die, einen Eispickel zu nehmen, ihn in die Augenhöhle des Patienten zu rammen und ihn dann seitlich zu bewegen, um die „emotionalen Areale“ vom Rest des Gehirns abzutrennen. Die brutale Prozedur hat manchmal scheinbar gewirkt, aber in der Mehrheit der Fälle hat sie Gehirnblutungen, Lähmungen und bleibende Behinderungen nach sich gezogen.

8. Wir haben einen gesamten Kontinent namens Mu verbummelt.

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Im späten 19. Jahrhundert schrieb ein enthusiastischer, aber komplett danebenliegender Archäologe namens Augustus Le Plongeon eine Abhandlung, in der er die Behauptung aufstellte, die Maya-Kultur habe ihren Ursprung in einem verschwundenen Kontinent namens Mu. Er behauptete ebenfalls, das Alte Ägypten sei von einem Mu-Flüchtling gegründet worden, was er auf ... äh... gar keinen Beweis gründete. Wer braucht schon Fakten?

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9. Das Trinken von Gladiatorenblut heilt Epilepsie.

Starz

Viele altrömische Schreiber berichteten, das Trinken des Blutes erschlagener Gladiatoren (oder das Essen ihrer Leber) sei ein „bewährtes“ Heilmittel gegen Epilepsie. Plinius zum Beispiel schrieb in seiner Naturalis historia : „Die Fallsüchtigen trinken das Blut der Gladiatoren wie aus lebenden Bechern... In dem sie aus dem Kuss der Wunden die lebendige Seele saugen.“ Verdammte Scheiße.

10. Menstruierende Frauen können Bienenschwärme töten.

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Plinius behauptete darüber hinaus, menstruierende Frauen seien gefährliche Wesen, die über die Fähigkeit verfügen würden, Pflanzen zu verfluchen, die „Klarheit von Spiegeln“ zu trüben, Hunde in den Wahnsinn zu treiben und Bienenschwärme zu töten, aber auch Eisen zum Rosten zu bringen und Stahlklingen stumpf zu machen. Oh, und Gewitter konnten sie auch vertreiben. Na gut.

11. Sperma sieht wie klitzekleine Leute aus.

Twitter: @_s_p_e_d_

Der Theorie der Präformationslehre zufolge steckt in jedem menschlichen Spermium eine winzige Person, die wiederum menschliches Sperma trägt (wie Sperma-Matrjoschka-Puppen). Laut dieser Theorie brauchte es zur Erschaffung menschlichen Lebens nicht mehr als dieses Matrjoschka-Sperma. Die Frau war also nichts weiter als der Ofen und das entstandene Baby hatte 100 Prozent seiner Eigenschaften vom Mann.

12. Rothaarige verwandeln sich nach dem Tod in Vampire.

HBO

Es waren aber keineswegs nur Rothaarige. Im Europa des 11. Jahrhunderts glaubte man von jedem Kind, das „anders“ (z.B. mit rotem Haar, ungewöhnlicher Augenfarbe oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) auf die Welt kam, es laufe Gefahr, nach seinem Tod zu einem Vampir zu werden. In Polen waren Babys, die mit einer Glückshaube (der Fruchtblase über dem Gesicht oder Kopf des Säuglings) geboren wurden, definitiv dazu verdammt, Vampire zu werden.

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13. Kalifornien ist eine Insel.

en.wikipedia.org / Creative Commons

Für eine recht lange Zeit waren Siedler und Forschungsreisende überzeugt, Kalifornien sei eine Insel. Die Vorstellung kam im frühen 16. Jahrhundert auf, aber weitere Erkundungen ergaben schon bald, dass es eine Halbinsel und keine Insel ist. Doch niemand schien diese Informationen an Kartierer weiterzugeben, sodass Kalifornien bis um die Zeit um 1800 häufig als Insel abgebildet war.

14. Unsere Augen geben Strahlen unsichtbaren Lichts ab.

TriStar Pictures

Der altgriechische Philosoph Platon glaubte, dass unsere Augen unsichtbare Strahlen erzeugen, die Informationen über die Objekte zurückbringen, auf die sie treffen. Das sei der Grund, warum wir sehen. Wenn zwei Menschen einander ansahen, dachte man, dass sich ihre Augenstrahlen miteinander „verdrehen“, was sowohl zauberhaft als auch irgendwie schräg ist.

15. Gin ist ein Heilmittel für Gicht und Verdauungsstörungen.

Warner Bros.

Der ursprüngliche Verwendungszweck von Gin war ein medizinischer – man dachte, er sei ein Heilmittel gegen Gicht und Verdauungsstörungen. Tatsächlich war er genau das Gegenteil. Im 18. Jahrhundert hatte Gin rund 80 % Alkoholgehalt, wurde mit Terpentin und Schwefelsäure verdünnt und mit reichlich Zucker versetzt, um den Geschmack zu überlagern. Er war im Grunde genommen ein organzerstörender Todessaft. Würg.

16. Es gibt einen Bullen, der Säure scheißt.

en.wikipedia.org / Creative Commons

Er wurde „Bonnacon“ genannt und von mittelalterlichen Künstlern als Bulle mit nach innen gerollten Hörnern abgebildet. Weil seine Hörner nutzlos waren, sagte man ihm nach, er verteidige sich gegen Angreifer, indem er große Mengen säurehaltiger, brennender Fäkalien aus seinem Hintern abfeuere, die jeden verbrennen würden, der hinter ihm war.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

KORREKTUR

In einer früheren Version dieses Artikels haben wir einen veralteten Begriff für Lippen-Kiefer-Gaumenspalte verwendet.