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15 supereklige und nicht jugendfreie Fakten über Essen, die dir Geschichtslehrer nie verraten

Möchte jemand Eis mit Walscheiße? Oder einen Brotdildo?

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1. Im 17. Jahrhundert aßen die Leute Eiscreme aus Walscheiße.

commons.wikimedia.org / Creative Commons

In einem Rezept hieß es: „Man nehme drei Schoppen Sahne, mit Mazis (gekocht) oder mit Orangenblütenwasser oder Ambra aromatisiert, süße die Sahne mit Zucker[.], lasse die Masse auskühlen und fülle sie in Kisten." Ambra ist ein Ausscheidungsprodukt aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen, das nach dem Ausscheiden als große, graue Klumpen an Land gespült wird. Wohl kaum etwas, das du an einem heißen Sommertag beim Eisverkäufer kaufen möchtest.

2. Zerdrückte Yamswurzeln dienten im 17. Jahrhundert in Japan als Gleitmittel.

Lotusimages16 / Getty Images, choujiya.com

Es wurde Tororo genannt und hergestellt, indem Yamswurzeln zu einer schmierigen Paste zerrieben wurden. Die langen, schmalen Yamswurzeln wurden manchmal auch als Dildos verwendet. Geht man noch weiter zurück, haben die Römer Olivenöl als Gleitmittel genutzt. Wir wissen das dank des Romans Satyricon von Gaius Petronius, in dem es heißt: „Oenothea hielt einen Lederdildo hoch, den sie einölte und mit Pfeffer und zerstoßenen Nesselsamen bedeckte und begann, ihn mir in den Arsch zu schieben, Stück für Stück.“ Autsch.

3. Im viktorianischen England hingegen liebte man frittierte Kalbsohren in einer butterigen Sauce … zubereitet mit Hirn.

BBC

In der gefräßigen, aber seltsam sparsamen viktorianischen Ära, wurde nichts verschwendet. Zum Abendessen wurden ganze Kalbsköpfe gekocht und das Hirn wurden zu einer butterigen Soße verarbeitet. Es muss sich so angefühlt haben, als wäre man bei Hannibal Lecter zum Essen eingeladen. Die Ohren der Kälber wurden rasiert, gekocht und dann als gummiartige Beilage frittiert. Würg.

4. Die Römer spickten ihr Essen mit verdorbenem Fisch.

BBC

Eines der seltsamsten, widerlichsten kulinarischen Experimente der Römer war Garum, eine stinkende, fermentierte Fischsauce, die hergestellt wurde, indem Fischinnereien und Blut für drei Monate in die Sonne gestellt wurden, kräftig gesalzen und gewürzt. Sie war unglaublich beliebt – eine Art römische Sriracha-Sauce – aber roch so schlimm, dass ihre Herstellung nur außerhalb der Städte erlaubt war. Die Römer machten diese Sauce überall drauf, sogar auf Desserts.

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5. Die alten Griechen standen total auf Spatzenhirne.

Flickr: roland / Creative Commons

Für die griechische Göttin der Liebe und Begierde, Aphrodite, sollen Spatzen wegen ihres „wollüstigen“ Wesens als heilig gegolten haben. Darum aßen griechische Frauen in der Antike Spatzen – vor allen deren Hirn –, um sich in Stimmung zu bringen.

6. Natternsuppe stand in England auch mal irgendwo auf der Speisekarte.

en.wikipedia.org / Creative Commons

Eines der frühsten englischen Schlangenrezepte (ja, es gibt mehr als eins) stammt aus Professor Richard Bradleys Kochbuch aus dem Jahre 1736 mit dem prägnanten Titel The Country Housewife and Lady’s Director in the Management of a House, and the Delights and Profits of a Farm (Handbuch für die Bauernhausfrau und Dame über die Haushaltsleitung sowie die Freuden und Vorteile eines Bauernhofs). „Man nehme lebende Nattern, schlage ihnen den Kopf ab, schneide sie in etwa 5 cm lange Stücke und koche sie mitsamt den Herzen. Mit Zitronenscheiben garnieren.“ Denn ohne Zitrone würde es ja auch gar nicht schmecken.

7. Und auf Bällen wurden Schweinezungen serviert.

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Jane Austen schrieb: „Eine Liebe zum Tanzen war ein sicherer Schritt, um sich zu verlieben“ und Landbälle wurden zur Regency-Zeit definitiv als eine hervorragende Methode für Single-Frauen betrachtet, um sich einen guten Ehemann zu angeln. Bei dem angebotenen Essen handelte es sich um „schickes“ Fingerfood, das man ohne großen Aufwand essen konnte. Wie zum Beispiel, äh, mit Schweinezungen gefülltes Hühnchen. So sexy.

8. Der römische Kaiser Elegabal servierte seinen Gästen Kamelzehen.

Peter Erik Forsberg/Markets / Alamy Stock Photo

Elegabal war ein römischer Kaiser in der letzten Phasen des Römischen Reiches. Seine Zeit verbrachte er mit nichts anderem als damit, irrwitzig üppige Dinnerpartys zu planen. Seine orgiastischen Festgelage bestanden aus 22 oder noch mehr Gängen, darunter „Delikatessen“ wie Kamelfüße, Pfauenzungen und Straußenhirn. Er soll angeblich auch Gold in die Erbsen und Perlen in den Reis gemischt haben. Hört sich überflüssig an.

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9. Unsere Vorfahren aßen geröstete Euter – absichtlich!

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Die Menschheit isst schon Euter seit der Erfindung der Kuh. Die Römer aßen Schweineeuter, die in etwa so schmeckten wie Leder mit Kotzegeschmack. Was auch der englische Tagebuchschreiber und Pfarrer James Woodforde aus dem 18. Jahrhundert so empfand, denn er schrieb: „Ich speiste zusammen mit Pickering und Waring an der Tafel des Kaplans und es gab gebratene Zunge und Euter. Anmerkung: Ich werde mich nicht so bald wieder an Euter versuchen.“ Falls du noch einen Kuheuter herumliegen hast und dir die Vorstellung nichts ausmacht, etwas zu essen, dass wie mit altem Käse gefüllte Gummihandschuhe schmeckt, dann findest du hier ein Rezept aus dem Jahr 1683.

10. Im Mittelalter konnte Brot dich high machen oder umbringen.

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Der Sommer war eine harte Zeit für Dorfbewohner im Mittelalter, weil das Getreide noch nicht erntereif war und sie deshalb oft alten Roggen zum Brotbacken verwenden mussten. Leider waren die Roggenvorräte oft mit Mutterkorn infiziert, einem Pilz mit LSD-ähnlicher Wirkung, der zu Halluzinationen und – in Extremfällen – zum Tod führte. Weshalb mittelalterliches Brot auch noch nie Thema eines Fernsehkochduells war.

11. In der Tudorzeit bereiteten Köche gern Gerichte mit lebenden Tieren zu.

BBC

Hauptsächlich, um Partys in Schwung zu bringen und die Gäste zu überraschen. Am beliebtesten waren Frösche und Vögel, doch im Laufe der Zeit artete diese Praktik immer mehr aus. Ein Koch füllte eine Pastete mit Hunden, ein anderer versteckte eine komplette Musikkapelle (samt einem Poeten) in einer riesigen Teigkruste. Das sollte mal jemand bei The Taste versuchen.

12. Vielleicht hätte man dir sogar „Cockentrice“ serviert.

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Bei diesem witzig übertriebenen mittelalterlichen Rezept wurde ein kastrierter Hahn (Kapaun) gekocht, halbiert und ans hintere Ende eines Ferkels genäht. Dann wurde das Ganze gefüllt, gebraten, mit Safran und Gold garniert und schließlich dem König und der Königin als „ryal mete“ serviert, was so viel heißt wie „königliches Fleisch“. (Im Mittelalter musste man sparsam mit Vokalen umgehen.)

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13. Käse wimmelte oft vor Insekten und Maden.

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Während seiner Rundreise durch Großbritannien in den 1720er-Jahren machte der englische Schriftsteller Daniel Defoe in der Stadt Stilton halt, wo ihm eine Käseplatte servierte, auf der sich so viele Maden tummelten, dass „man ihm einen Löffel bringen musste, um sie zu essen“. In dem Käse befanden sich auch noch kleinere Insekten, nämlich Käsemilben. Wie es die britische Kochshow-Moderatorin Sue Perkins so schön sagte: „Ein solcher Insektenvergnügungspark ist nicht gerade meine Vorstellung einer angenehmen kulinarischen Erfahrung.“ Sehen wir genauso.

14. Salat war im Alten Ägypten ein heiliges Sexsymbol.

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Für die alten Ägypter war Salat die heilige Speise des Fruchtbarkeitsgotts, Min, und so galt er für sie als Aphrodisiakum. Min wird für gewöhnlich von Körben voller frischem Salat umringt dargestellt, der ihn angeblich in die Lage versetzte, „beim Liebesakt unermüdlich zu sein.“ Ägyptischer Salat wuchs lang und gerade, wie ein Penis, und wenn man ein Blatt abbrach, sonderte es eine weiße Substanz ab. Sozusagen Salatsperma. Lecker.

15. Und in der Antike benutzen griechische Frauen Brot als Dildos.

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Bevor Gummidildos erfunden wurden, mussten Frauen kreativ werden. Die Griechen backten dazu Olisbokollix: Dildos aus hartgebackenem Brot. Abbildungen von Brotdildos sind in den verschiedensten Quellen zu finden, es wird jedoch nirgends erwähnt, wie die Frauen hinterher die Krümel wieder aus ihrer Du-weißt-schon-was rausbekommen haben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.