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18 ehrliche Geständnisse eines Kreuzfahrtschiff-Angestellten

Leute, wir haben's kapiert, ihr seid krank, aber bitte hört auf, in die Flure zu kacken.

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1. Geteilte Kajüten sind echt winzig.

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Crew-Mitglieder mit niedrigerem Rang teilen sich winzige Kajüten mit bis zu drei anderen Personen und haben nur einen dünnen Vorhang, um ein bisschen Privatsphäre zu schaffen. Das hält aber niemanden davon ab, nachts bei anderen ins Bett zu steigen und dort rumzumachen. Man muss einfach so tun, als wäre man taub.

2. Wer eine Einzelkajüte hat ist ein Gott.

Glassdoor.co.uk

Sie sind kaum größer als eine Einzelmatratze, aber das entscheidende ist, dass man dort Privatsphäre hat. In der Regel erhalten nur Offiziere welche, was ihnen ein bisschen Glamour verleiht. TL;DR, wenn du dein eigenes Zimmer hast, wirst du sehr viel Sex haben.

3. Dein Biorhythmus ist immer im Arsch, weil du keine Fenster hast.

Twitter: @ship_probs

Es kommt sehr selten vor, dass eine Crew-Kabine ein Bullauge hat. Du verbringst so viel Zeit unter Deck (oder in fensterlosen Speisesälen oder Küchen zu unchristlichen Arbeitszeiten), dass du manchmal vergisst, was Tageslicht ist, und wir wissen grundsätzlich nie, welchen Wochentag wir haben.

4. Externe Festplatten sind hier wertvoller als Gold.

BBC

WLAN ist teuer und wir bekommen keinen Personalrabatt, was bedeutet, dass es leicht ist, dein Gehalt damit zu verbraten, Insta, Facebook und (natürlich) YouPorn zu checken. Dass kein kostenloses WLAN zur Verfügung steht, heißt, dass Festplatten, auf die schon vorher jede Menge Filme, Musik und Pornos überspielt wurden, letztendlich wie echtes Bargeld behandelt werden und ständig von Hand zu Hand gehen.

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5. Die meisten Schiffe haben eine Leichenhalle und ein Gefängnis an Bord.

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Kreuzfahrtschiffe sind im Grunde genommen riesige schwimmende Städte, sie müssen daher auf alles vorbereitet sein. Die Mehrheit der Kreuzfahrtgäste ist tendenziell auch hoch im Rentenalter, sodass die Chancen nicht gerade zu ihren Gunsten stehen. Wir haben es im Durchschnitt mit mindestens einem Todesfall pro Kreuzfahrt zu tun.

7. Und nein, wir machen uns keine Sorge, das Schiff könne untergehen.

Giphy

Stürme können zwar beängstigend sein, bei manchen fliegen sogar Tische durch die Gegend, aber diese Schiffe haben die Größe einer kleinen Insel und sie sind wirklich praktisch unsinkbar. Also noch einmal, hört auf, uns mit Titanic-Zitaten zu kommen, entspannt euch einfach und genießt euren Cocktail.

8. Wir bekommen ganz schön merkwürdiges Essen vorgesetzt.

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Es ist ein Mythos, dass wir gezwungen sind, die Reste der zahlenden Gäste zu essen, aber unsere Mahlzeiten variieren stark, je nachdem was vorrätig ist. Tendenziell bekommen wir viel weißen Reis, merkwürdige rosafarbene Desserts und manchmal Notbehelf aus Sardinen und schlabbrigen Nudeln. Es ist nicht toll.

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9. Wir werden jeden verdammten Tag von Gästen angebaggert, aber es ist uns streng verboten, uns mit ihnen einzulassen.

HBO

Es kommt vor, aber wenn du dabei erwischt wirst, dann war's das: Du wirst augenblicklich gefeuert und am nächstbesten Hafen oder auf der nächstbesten Insel, an der das Schiff anlegt, abgesetzt. Und es gibt keine Garantie dafür, dass dir die Kreuzfahrtlinie das Geld für die Heimreise gibt. Du sitzt unter Umständen einen Monat lang in Nassau fest, während du mit ihnen herumstreitest, deinen letzten Gehaltsscheck freizugeben.

10. Leute fallen aber tatsächlich von Schiffen.

Giphy

Es gibt jede Menge Betrunkene an Bord eines Kreuzfahrtschiffs und nicht allzu viel, was sie von dem gnadenlosen Meer trennt. Die Leute fordern sich in Mutproben heraus, einen Handstand auf der Reling zu machen; das Nächste, was man von ihnen weiß, ist, dass sie im Ozean liegen. Wenn jemand über Bord fällt, suchen wir immer stundenlang, oft gelingt es uns aber nicht, die Leute zu finden. Das ist ziemlich traurig.

11. Wir erwischen ständig Leute beim Vögeln in öffentlichen Bereichen.

Comedy Central

Bitte Leute, wenn ihr Sex haben wollt, dann macht das in eurer Kabine und nicht in den Rettungsbooten, unter den Tischen oder im Pool. Es mag vielleicht so aussehen, als ob niemand in der Nähe wäre, aber es gibt überall Kameras und die Leute, die sich die Überwachungsfilme anschauen, möchten nun wirklich kein betrunkenes Pärchen aus Liverpool sehen, das neben der Eisbar eine Hündchennummer schiebt.

12. Wir feiern häufig und dann aber heftig.

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Wir sind andauernd besoffen, weil die Crew-Bar so billig ist. Wir bekommen Bier für 1 $ und eine Flasche Wein für 3 $. Spirituosen sind uns nicht erlaubt, aber das hindert die Leute nicht daran, sie in Mundwasserflaschen an Bord zu schmuggeln: Alles, was du tun musst, ist, etwas blaue Lebensmittelfarbe in Wodka zu kippen. Oh, und wir schieben unseren Kater auf Seekrankheit.

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13. Auf ultraluxuriösen Kreuzfahrtschiffen bekommen wir bessere Unterkünfte, aber das hat auch seinen Preis.

AB Svensk Filmindustri

Von Mitarbeitern auf Luxuskreuzfahrtschiffen wird erwartet, dass sie alle Passagiernamen kennen, und es können bis zu 800 Personen an Bord sein. Das ist ganz schön schwierig. Und wenn du den Namen von jemandem dann doch vergisst, können die Leute oft verdammt sauer reagieren; sie erwarten einen ganz besonderen, persönlichen Service.

14. Wir arbeiten in abartig langen, zermürbenden Schichten von bis zu 14 Stunden am Tag an sechs oder sieben Tagen die Woche.

Twitter: @MartinNeely

Wir haben oft Frühschicht direkt im Anschluss an eine Spätschicht, was 5 Stunden Schlaf bedeutet, wenn es hoch kommt. Weniger als 10 Stunden Arbeit wird als „leichter“ Tag betrachtet, und schlussendlich reden wir eher darüber, was wir in unseren freien Stunden tun, als darüber, was wir an unseren freien Tagen tun.

15. Wir werden viel zu häufig bedroht und angeschrien.

DreamWorks Pictures

Manchmal laufen die Dinge nicht nach Plan und Ausflüge müssen storniert werden. Wenn wir diese Information weitergeben, wäre es nett, wenn ihr den Versuch machen könntet, keinen voll ausgeprägten Wutanfall im Stil eines Kleinkindes hinzulegen und uns kreischend zu beleidigen, Obst vom Büfett nach uns zu werfen, uns anzuspucken oder sogar über die Stühle zu hechten und zu versuchen, uns anzugreifen. Das ist nicht ganz die feine Art.

16. Manche Leute beschweren sich über die blödesten Dinge.

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Unter anderem aber nicht begrenzt auf: „Der Ozean ist zu laut.“, „Meine Innenkabine hat kein Fenster, warum nicht?“, „Ich weiß, dass das Schiff um 17:00 Uhr im Hafen ablegt, aber wir wollen erst um 21:00 zurückkommen und finden, der Kapitän sollte auf uns warten.“, „Es gibt viel zu viel Essen und ich habe während der Reise zugenommen, ich werde Sie verklagen.“ Ohne Worte.

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17. Magen-Darm-Infekte verwandeln das ganze Schiff in die Hölle auf Erden.

Universal Pictures

Magenverstimmungen können sich innerhalb eines Tages auf dem ganzen Kreuzfahrtschiff verbreiten, und wenn das passiert, bricht die Hölle los; man kommt sich vor wie in einem Zombiefilm. Und Passagiere scheinen überhaupt nicht in der Lage zu sein, damit umzugehen. Du gehst einen Flur entlang und die Leute fangen schlagartig direkt vor dir an, auf den Boden zu kotzen oder zu kacken.

18. Aber unsere Freunde helfen uns auch durch die schlimmsten Zeiten.

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Wir sind weit weg von daheim, aber unsere Kollegen sind unsere Familie und sie sind immer um uns herum. Wir verbringen 13 Stunden miteinander bei der Arbeit, dann gehen wir fröhlich zusammen essen und trinken uns anschließend einen an, und dann machen wir am nächsten Tag wieder genau das gleiche. Unsere Freunde tun wirklich alles Menschenmögliche.

Es wäre uns allerdings lieber, wenn wir nicht gezwungen wären, ihnen beim Sex zuzuhören.

Dieser Beitrag entstand mit der Hilfe eines Kreuzfahtschiff-Angestellten mit Wohnsitz in Großbritannien und Australien, aber auch anhand dieses Reddit-Threads.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.