Die Droge G!

Sie ist unglaublich billig, leicht zu beschaffen, macht schnell abhängig und kann bei falscher Dosierung zum Tod führen: Die Droge G wird in manchen Milieus von jedem Dritten genommen. Trotzdem ist sie in Deutschland erlaubt.

    Die Droge G!

    Sie ist unglaublich billig, leicht zu beschaffen, macht schnell abhängig und kann bei falscher Dosierung zum Tod führen: Die Droge G wird in manchen Milieus von jedem Dritten genommen. Trotzdem ist sie in Deutschland erlaubt.

    Als Max Hägele auf allen Wänden und Möbeln rote Ameisen krabbeln sieht, ist er eigentlich schon auf dem Weg der Besserung. Max ist raus gefahren, von Berlin nach Mecklenburg-Vorpommern, hat sich zu seinem Geburtstag für ein paar Tage ein kleines Häuschen gemietet: Er will runterkommen von G. Von der Droge, die er erst vor einem Jahr zum ersten Mal gekauft hat, die aber seitdem sein komplettes Leben bestimmt, 24 Stunden am Tag.

    Max Körper ist mittlerweile so auf G angewiesen, dass er auch mitten in der Nacht alle drei Stunden eine Dosis nehmen muss. Er zieht sich von seinen Freunden zurück. Sein G-Konsum ist gefährlich. Immer wieder nimmt er versehentlich Überdosen der Flüssigkeit und kollabiert daraufhin, er verliert das Bewusstsein und wacht ein paar Stunden später ohne Erinnerung auf dem Boden wieder auf.

    Schon mehrmals hat er versucht, seinen Konsum in den Griff zu bekommen. Er hat kalte Entzüge zuhause gemacht. Aber immer wieder hat er neue G-Flaschen aus dem Internet bestellt. Und immer wieder hat ihn das G wieder in die Sucht gezogen: Alle zwei Stunden eine Dosis der Droge. Max fühlt einen absoluten Kontrollverlust. Diesen Absturz will er im März 2017 endlich stoppen.

    „Ich hab mich am Ende gefühlt. Und habe mir gesagt: Das schenk ich mir zum Geburtstag, dass ich endlich aufhöre mit dem Zeug“, sagt Max Hägele gut zwei Jahre später im Gespräch mit BuzzFeed News Deutschland. Max Hägele ist ein Pseudonym. Den richtigen Namen von Max nennen wir nicht, weil er nicht möchte, dass sein Name für immer bei einer einfachen Suche mit Drogen in Verbindung gebracht wird.

    An seinem Geburtstag geht von Anfang an alles schief. Als Max die Droge absetzt, geht er tagsüber noch spazieren – aber abends dreht sein Körper durch. „Ich hab Halluzinationen bekommen.“ Die imaginierten Ameisen sind eine der Entzugserscheinungen. Wahrscheinlich ist es er selbst, der noch den Notarzt ruft, aber beschwören kann er das nicht. Seine Erinnerung ist zu verschwommen.

    Der Arzt wirft einen Blick auf den Personalausweis. „Na da hast du dir aber ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht“, erinnert sich Max an die Reaktion des Arztes, bevor dieser ihn in die Klinik nach Güstrow bringt. Letztlich kann Max sogar froh sein, dass er in eine Klinik kommt: Ein Entzug auf eigene Faust, ohne medizinische Überwachung, kann wegen der körperlichen Reaktionen lebensgefährlich werden.

    In Güstrow kommt Max auf die Intensivstation, auch wenn er sich daran heute nicht mehr erinnern kann. Am nächsten Tag will er zurück nach Berlin und entlässt sich selbst, obwohl die Ärzt*innen ihm dringend davon abraten. Die Ärzt*innen haben ihm Tabletten mitgegeben, die ihn eine Weile beruhigen.

    Max weiß nun: Alleine wird er das nicht schaffen. Er braucht medizinische Hilfe, sonst entgleitet ihm alles. Zu Hause angekommen ruft er einen Freund an, dem er zum ersten Mal alles erzählt. Gemeinsam rufen sie ein Taxi nach Berlin-Weissensee in eine Suchtklinik. Als sie in das Taxi einsteigen, ist Max so von der Rolle, dass er sich mit dem Rücken zum Fahrer auf die Rückbank setzt, erinnert er sich. Ein Jahr mit G hat ihn an diesen Punkt gebracht.

    G – die unbekannte Droge

    Anders als Cannabis, Kokain, Heroin ist die G – das eigentlich GBL heißt, aber von Konsumenten oft englisch ausgesprochen „G“ genannt wird – keine geläufige Droge. Wenn GBL in der Öffentlichkeit auftaucht, dann oft als „K.o.-Tropfen“ – als Droge, die meist von Männern dazu genutzt wird, Frauen wehrlos zu machen und ihnen die Erinnerung zu rauben. Der freiwillige Konsum von G ist so gut wie nie Thema.

    Wie viele Leute nehmen G? Wie oft kommen Menschen mit einer GBL-Vergiftung ins Krankenhaus? Wie viele Deutsche sterben tatsächlich daran? Das weiß niemand. Aber wer lange genug fragt, erfährt Indizien, die zeigen: Es gibt ein Problem. Und es wird eher größer als kleiner.

    BuzzFeed News Deutschland hat für diese Recherche mit Konsument*innen, Notärzten, Therapeut*innen, Toxikolog*innen, Behörden, der Polizei sowie Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen gesprochen. Weil G in Deutschland legal ist, gibt es bei den Behörden wenige Erkenntnisse. Doch Ärzt*innen oder Beratungsstellen, die immer wieder mit der Droge zu tun haben, berichten von regelmäßigen Einsätzen an jedem Wochenende.

    Eine Studie zeigte vor wenigen Monaten, dass ein knappes Drittel der Berliner Partyszene in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal G genommen hat. Und eine Recherche von BuzzFeed News in Großbritannien hat gezeigt, dass allein in einem einzigen Londoner Krankenhaus in einem Jahr mehr als 300 Überdosen behandelt wurden.

    Diese Recherche gibt erstmals einen detaillierten Einblick in das Leben mit G in Deutschland. Die beiden von uns ausführlich erzählten Geschichten der Konsumenten Max Hägele und Kurt Ettrich beruhen fast ausschließlich auf den Erinnerungen der beiden Personen. In mehreren ausführlichen Gesprächen haben wir in den Aussagen von Max und Kurt keine Widersprüche erkennen können. Die Geschichten decken sich zudem mit typischen Drogenkarrieren und Erfahrungen mit G, die uns Expert*innen und weitere Konsument*innen beschreiben. Teile der Geschichten von Max und Kurt haben ein Freund von Max und die Ehefrau von Kurt bestätigt. Mehrfach haben wir Max und Kurt gebeten, uns noch mehr Kontakte zu früheren Freunden zu vermitteln – diese wollten jedoch nicht mit einem Reporter über den Drogenkonsum sprechen.

    Der Einstieg: Eine S-Bahn-Fahrt auf G

    Lange Zeit deutet nichts darauf hin, dass Max, heute 51 Jahre alt, jemals von harten Drogen abhängig werden könnte. Max wächst in Ost-Berlin auf, flieht noch vor dem Mauerfall nach Amsterdam, studiert dort und kommt in den 2000er-Jahren zurück in seine Heimatstadt. Außer Alkohol, sagt Max, hatte er bis dahin keine Drogen konsumiert. In Berlin arbeitet der großgewachsene Mann mit geschorenem Kopf als selbstständiger Grafikdesigner und entwirft hin und wieder Flyer für Partys. Häufig wird er eingeladen, feiert backstage mit den Veranstalter*innen. Max holt nach, was er glaubt, in der Jugend verpasst zu haben. Partydrogen wie Speed oder Kokain. Aufputscher, um länger durchzuhalten. Max ist sich sicher, die Drogen im Griff zu haben. Ein, zwei Mal im Monat, ein Wochenend-Konsument. Bis zu dem Tag, an dem er das erste Mal G probiert und die Wirkung bewusst erlebt.

    „Es war warm, jede Scham und Müdigkeit war weg.“ – Max nach dem ersten G-Konsum

    Nach einer dieser Partys geht es weiter, After Hour am nächsten Tag. Ein Party-Veranstalter lädt Max und seine Bekannten zu sich nach Hause ein, erinnert sich Max, dort konsumieren sie den ganzen Tag. Abends will Max nach Hause, aber eigentlich ist er dafür zu fertig. Er hat nicht mehr genug Bargeld und keine Lust auf Bus und Bahn. Keine Lust darauf, sich vor den anderen Fahrgästen zu schämen, weil er mitten am Tag so runtergerockt durch Berlin fährt. Jemand kommt auf ihn zu und erzählt ihm von GBL. „Nimm mal ein bisschen G, Max, das hilft. Dann ist das supereasy, nach Hause zu kommen.“

    Max nimmt das GBL. Nur zehn Minuten später fühlt er sich super. „Es war warm, jede Scham und die Müdigkeit waren weg.“ Max steigt in die S-Bahn, schaut den Leuten direkt in die Augen, lächelt und denkt: Wow! Max erinnert sich an diese S-Bahn-Fahrt auch Jahre später noch genau, so einen Eindruck hat sie auf ihn gemacht. Mit ein paar Tropfen kann er seine ganzen Unsicherheiten und Ängste unterdrücken. „Ich bin dann nach Hause und hab gleich gedacht: Das musst du dir bestellen, das Zeug.“

    Anders als Max Hägele ist Kurt Ettrich bei seinem ersten G-Konsum wahrscheinlich schon von anderen Substanzen abhängig. Aber genau wie Max weiß auch Kurt nach dem ersten Mal GBL: Das will ich wieder. Heute ist er 37 Jahre alt, lebt in Berlin und arbeitet im öffentlichen Dienst. Auch Kurt Ettrich, der ursprünglich aus Süddeutschland kommt, heißt eigentlich anders. Er hat vielen Freunden, Verwandten und Arbeitskolleg*innen bisher nie etwas von seinem GLB-Konsum erzählt und will nicht, dass sie von seiner Sucht erfahren.

    Als Jugendlicher fährt Kurt Skateboard, mit seinen Freund*innen trinkt er Alkohol und raucht Marihuana. Als er zum Studieren nach Berlin zieht dauert es nicht lange, bis er jedes Wochenende Party macht, oft tagelang. Schnell gehören auch Partydrogen dazu: Kokain, Speed, Ecstacy, LSD. Dazu täglicher Marihuanakonsum. Irgendwann kennt Kurt alle und alle kennen Kurt, erzählt er: DJs, Barfrau, Türsteher, Club-Betreiber. Er bricht sein Studium ab und verdient für einige Jahre sein Geld im Nachtleben.

    Das erste Mal nimmt er G an einem Sonntagnachmittag, zwischen 2005 und 2007 muss das gewesen sein, so genau kann er das heute nicht mehr erinnern. In einem Techno-Club schütten ihm zwei Niederländer aus einer Flasche das GBL in den Deckel, der als Messbecher dient. Dann träufeln sie es auf ein Getränk. Bei zu geringer Verdünnung ist das GBL nämlich ätzend und schmeckt zu widerlich. Das Gemisch ist trotzdem noch so unangenehm, dass Kurt es in einem Zug runter kippt.

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    In einem Techno-Club nimmt Kurt das erste Mal G – zwei Niederländer haben die Droge mitgebracht.

    Die Industrie-Chemikalie, die zur Droge wird

    GBL ist eine Droge – und streng genommen auch wieder nicht. Gamma-Butyrolacton ist eine Chemikalie, ein Lösungs- und Reinigungsmittel und Ausgangsstoff für andere chemische Produkte. Es wird massenhaft industriell produziert und in Graffiti-Entfernern oder Nagellack-Reinigern verwendet. Es ist nicht das GBL selbst, das im menschlichen Körper das High auslöst. Wenn man GBL schluckt, wandelt es der Körper zu GHB um. GHB ist als Wirkstoff in Medikamenten gegen Narkolepsie enthalten, einer neurologischen Erkrankung, bei welcher der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist. Betroffene sind tagsüber oft sehr müde. Als Droge gibt es GBL noch nicht so lange, erst ab den 80ern kommt es in Gebrauch. Es wird nicht nur zum Feiern auf Partys benutzt, sondern häufig auch für Chemsex – dem einvernehmlichen Sex unter Drogeneinfluss von Männern, die Sex mit Männern haben.

    G setzt im Gehirn Dopamin frei, komplett erforscht ist die Wirkungsweise noch nicht. Die Wirkung setzt nach gut zehn Minuten ein und ist nach 20 bis 45 Minuten am stärksten. Bis zu einer Stunde kann es dauern, bis man wieder klar ist.

    Wer GBL nimmt, der fühlt sich wie bei einem guten Schwips, sagen Kurt und Max. Euphorie, gesteigerte Redseligkeit, erhöhte Libido. „Die Welt fühlt sich wie in Watte gepackt an, wenn man drauf ist“, sagt Kurt. Für die Wirkung reicht ein Milliliter. Das Problem ist die Überdosis: Zwei Milliliter können schon zu viel sein. Haben sie Glück, dann schlafen die Konsument*innen einfach tief und fest ein. Haben sie Pech, dann verlieren sie das Bewusstsein, klappen zusammen, es treten Krampfanfälle auf, Erbrochenes oder die Zunge können die Atemwege blockieren. Im schlimmsten Fall kommt es zum Herzstillstand.

    Eine Google-Suche reicht für eine Bestellung

    Die Abhängigkeit beginnt aber nicht mit einem Kollaps oder einer verschluckten Zunge. Es beginnt mit Wärme, Kribbeln, einem Hoch. Max fühlt sich wie ein anderer Mensch. G wischt seine Schüchternheit ganz einfach weg. „Ich fühle mich so frei und gelöst. Wie wenn eine Last von mir genommen wurde.“

    Bei Max geht alles sehr schnell, erinnert er sich. Selbst Jahre später kann er nicht genau erklären, warum er so schnell abhängig wurde. Warum hat er sich gleich einen ganzen Liter bestellt, mehr als 650 großzügig bemessene Kicks? „Es war eine Drei-Sekunden-Google-Suche: GBL kaufen“, sagt Max. Ein ausländischer Shop in Polen, Max lässt an seine Privatdresse liefern, einen Liter GBL gibt es ab 45 Euro inklusive Versand.

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    BASF produziert GBL in großen Mengen – für die Industrie. Aber auch Privatleute können es ungehindert im Internet bestellen.

    Beim Drogenkauf vertraut Max auf deutsche Markenqualität. Der Chemiekonzern BASF produziert GBL: „Man konnte da immer zwei Qualitäten bestellen. Eine No-Name und eine BASF. Und ich hab immer die BASF bestellt.“ BuzzFeed News hat ohne Probleme Internet-Shops gefunden, bei denen man einen Liter GBL für Preise zwischen 50 und 80 Euro bestellen kann.

    Niemand kann in Deutschland bestraft werden, weil er GBL kauft, besitzt oder konsumiert. Die deutsche Industrie hat sich zu einem Monitoring verpflichtet, bei der auf die Auslieferung an Privatkund*innen verzichtet wird. Das wird mit ausländischen Shops natürlich leicht umgangen.

    Es gibt zwei Ansätze, um den Gebrauch als Droge einzuschränken. Der Suchtexperte Michael Rath fordert zum Beispiel, dass die Industrie ihr GBL vergällt und den Konsum damit erschwert, ähnlich wie bei Spiritus. Politiker*innen aus dem Gesundheitsbereich fordern, dass GBL unter das Betäubungsmittelgesetz fallen soll. Dann könnten Behörden gegen Verkäufer*innen und Konsument*innen vorgehen. Zuständig wäre die Bundesregierung, aber dort und in der Industrie steht man dieser Idee ablehnend gegenüber. Wäre GBL eine Droge, würde das den industriellen Gebrauch zu sehr erschweren, so die Argumentation.

    Innerhalb von wenigen Wochen wird Max abhängig

    Max bereitet sich auf die Lieferung seines ersten Liters GBL vor. Für die Dosierung braucht er Pipettenfläschchen, die er sich in der Apotheke besorgen will. Das ist Max unangenehm, er überlegt sich extra eine Ausrede. Wenn jemand fragt, will er „für Bastelbedarf“ sagen. Aber niemand fragt, niemand guckt ihn komisch an, erinnert er sich.

    „Das Abhängigkeitspotential ist sehr, sehr, sehr hoch.“ – Suchtexperte Peter Neu.

    Bevor die Lieferung ankommt, verabredet Max sich mit einem Freund, um gemeinsam zu konsumieren. Am Wochenende treffen sie sich, koksen und nehmen GBL in der Wohnung von Max. Er findet es genauso gut wie beim ersten Mal, erinnert er sich. Und weil er keine Erfahrung hat, passiert ihm das, was auch erfahrene Nutzer immer wieder machen: Er nimmt nach seiner ersten Dosis zu schnell die nächste und wird bewusstlos. Eigentlich muss man etwa zwei Stunden warten, bis sich der Pegel normalisiert, sonst drohen ein Blackout oder sogar das Koma. Beängstigend findet Max diesen frühen Ausfall nicht. Im Gegenteil. Er denkt: Oh wow, ist ja toll, dann kannst du das auch gleich zum Schlafen nehmen. Dabei hat Max eigentlich gar keine Schlafprobleme.

    Max füllt das GBL in kleine Fläschchen um, circa 20 Milliliter passen hinein. Indem er es immer wieder ausprobiert, weiß er bald, wie er die Droge richtig dosiert. Es sind immer anderthalb Pipetten, also circa 1,5 Milliliter, auf ein kleines Wasserglas verdünnt, dass er in einem Zug ext, wegen des Geschmacks. Zuerst konsumiert er nur am Wochenende und abends. Morgen-Konsum ist für ihn zunächst noch tabu. Das ändert sich schnell. Nach zwei, drei Wochen, erinnert sich Max, nimmt er das GBL direkt vor dem Schlafengehen. Morgens hat er leichte Entzugserscheinungen, fühlt sich körperlich unwohl und rastlos – und macht direkt weiter. „Dann hab ich angefangen, das auch tagsüber zu nehmen.“

    Nach wenigen Wochen konsumiert Max bereits mehrmals täglich, etwa alle zwei Stunden: „Es hat sich sehr schnell eingeschlichen, dass ich es rund um die Uhr genommen hab.“ Unwohlsein mit diesem Strudel verspürt Max da noch nicht. Die positiven Wirkungen überwiegen: Das GBL ist angenehm, es hat keine körperlichen Auswirkungen, niemand merkt ihm etwas an. „Ich hatte noch nicht so das Gefühl, dass es schädlich für mich sein kann. Es schien irgendwie ungefährlich zu sein.“

    „Das Abhängigkeitspotential ist sehr, sehr, sehr hoch“, sagt Peter Neu, der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Jüdischen Krankenhauses Berlin. Seine Klinik ist eine der wenigen in Deutschland, die sich intensiv mit dem Entzug von G beschäftigt. Das sehe man zum Beispiel an dem Rund-um-die-Uhr-Konsum, den die Menschen entwickeln. GBL, sagt Neu, liege nahe am Abhängigkeitspotential von Heroin. Warum welche Drogen wie stark abhängig machen, dafür gebe es noch keine eindeutige Erklärung.

    „Ich hatte immer Angst. Ohne [GBL-Fläschchen] konnte ich nicht aus dem Haus gehen.“

    Während es bei Max ganz schnell geht, dauert es bei Kurt länger. Jahrelang nimmt Kurt das G in wechselnden Abständen. Cannabis ist seine Alltagsdroge. Erst als er kein Gras mehr verträgt, als es bei ihm Paranoia auslöst, wechselt Kurt zu GBL. „Das hat sich richtig die Klinke in die Hand gegeben“, erinnert er sich. Er merkt: „Ich brauche gar kein Marihuana, wenn ich das nehme.“ GBL ist billig. Er kauft es bei seinem Dealer, ein paar U-Bahn-Stationen entfernt, denn er will nicht seinen Namen und seine Adresse im Internet angeben. Jeden Freitagnachmittag schicken sie sich SMS: Ich komme um 16, 17 Uhr. – Ja klar, komm vorbei. Wenn Kurt ankommt, stehen seine 60 bis 70 Milliliter schon bereit.

    Die Droge bestimmt das Leben: GBL-Fläschchen überall

    Irgendwann sind die GBL-Fläschchen überall. „Eins im Bad, wenn Besuch da war, damit ich immer ins Bad flüchten kann, um da meine Dosis zu nehmen. An der Spüle eins, neben dem Bett eins, im Rucksack eins. Ich hatte immer Angst. Ohne konnte ich nicht aus dem Haus gehen“, erinnert sich Max. Max lebt alleine und arbeitet zuhause. Als Selbstständiger im Home-Office ist der Konsum einfach zu organisieren. Oft nimmt er das GBL in seiner Küche. An seiner Spüle mischt er die Tropfen in ein Wasserglas, stürzt es runter.

    An den Vormittagen setzt er sich an seinen Rechner und schafft noch so viel, dass er beruflich nicht komplett untergeht. Mit seinen Kunden hat er sowieso fast nur per Email und Telefon Kontakt. Doch wenn er seinen GBL-Pegel hat, wird produktives Arbeiten schwierig. Rumsurfen, Porno-Seiten, Prokrastinieren. Das Gehirn lässt sich nur schwer wieder einfangen. Das GBL bestimmt den wachen Zustand und das GBL bestimmt auch den Schlaf. Wenn Max ins Bett geht, nimmt er vor dem Einschlafen etwas und wacht nach exakt drei Stunden auf. Dann braucht er wieder eine Dosis, sonst kann er nicht wieder einschlafen. Neben seinem Bett steht eine GBL-Flasche und ein kleines Wasserglas. Aufwachen, G nehmen, weiterschlafen.

    Kurt lebt damals mit seiner Frau zusammen. Sie konsumiert ab und zu, aber will nicht, dass er so viel nimmt. Kurt versteckt deswegen das GBL auf dem Klo, sagt er im Gespräch mit BuzzFeed News. Seine Frau ist kleiner als er, also nimmt er eine Flasche und stellt sie auf das oberste Regalbrett, hinter eine Pflanze. Verstecken lässt sich natürlich nur die Flasche, nicht der Konsum. Es gibt Vorwürfe, Verdächtigungen, Streits, immer wieder dieselben Gespräche, dieselben Versprechungen, die nie wahr werden.

    Kurt arbeitet zu dieser Zeit nicht mehr im Nachtleben und hat einen Bürojob. Er muss sich etwas ausdenken, um das Zwei-Stunden-Intervall auch auf der Arbeit zu organisieren. Aber so richtig schwierig ist das nicht, erinnert er sich. „Ich bin in der Raucherpause einmal um den Block, hab mir da in so ein kleines Getränk etwas reingetan, hab es runter geschüttet und fertig geraucht.“

    Auch direkt am Schreibtisch kann Kurt GBL nehmen. „Man kann das ja auch relativ einfach in eine Getränkeflasche reinmachen. Und dann trinkt man halt, während man am Computer sitzt, gemütlich sein Getränk nebenbei und merkt, wie das schön anflutet und wie die Entzugssymptome weggehen.“ Ohne GBL kommt er auf der Arbeit gar nicht mehr klar. Kurt glaubt, dass niemand im Büro gemerkt hat, dass ein Kollege zwei Jahre lang auf Droge ist. Jeden Tag.

    Kollaps und Unfälle im G-Rausch

    Zusammenbrüche gehören zum Alltag der beiden GBL-Konsumenten. An einem Abend haben Max und ein Freund Karten für die Oper. Bevor Max losgeht, nimmt er nochmal eine Dosis, um bis zur Pause durchzuhalten. Fünf Minuten später hat er den ersten Konsum schon wieder vergessen, legt nach – und wird vier Stunden später unter dem Tisch wieder wach. „Ich habe auf meinem Telefon gesehen, dass der Freund schon 20 Mal angerufen hatte und wusste nicht, was los ist“, erinnert er sich heute. Solche Überdosen geschehen, weil GBL-Konsumenten manchmal vergessen, dass sie schon kurz vorher etwas genommen haben. In Internetforen gibt es deswegen den Tipp: Konsumzeiten in ein Heft aufschreiben oder mit Edding auf den Unterarm malen.

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    Immer wieder vergessen GBL-Konsumenten, dass sie gerade erst G genommen haben – und nehmen zu schnell die nächste Dosis.

    Auch Kurt nimmt regelmäßig zu viel GBL, wird bewusstlos, stürzt und und zieht sich eine Reihe von Platzwunden zu. Im Büro hat er Sekundenschlaf vor seinem Rechner, schafft zugesagte Aufgaben nicht mehr, verliert Kontoauszüge seiner Firma. Er fährt in dieser Zeit trotzdem Auto, was er im Nachhinein als lebensgefährlich bezeichnet. Wenn er von der Polizei angehalten wird, wird er nie auf Drogen getestet, sagt er. „Das Schlimmste war mal Pusten: 0,0; alles klar, fahren Sie weiter.“ Das GBL macht ihn dösig. Einmal, erinnert sich Kurt, fährt er in einem solchen G-Dämmerzustand mit dem Fahrrad über die Oberbaumbrücke in Berlin. Er knallt auf einen sehr hohen Bordstein, fliegt über den Vorderlenker, kommt mit dem Kinn auf der Straße auf, bricht sich einen Zahn ab und hat eine Gehirnerschütterung.

    Kaum jemand weiß, wie verbreitet G in Deutschland ist

    Wie viele solcher Unfälle auf GBL passieren, ist unmöglich herauszufinden. In unseren Recherchen hören wir immer wieder von schockierenden Einzelfällen. Von Geschichten, die jeder Konsument erzählt und deren Plausibilität von Experten bestätigt werden. Der Freund, der an GBL gestorben sei. Bekannte, die regelmäßig ins Koma fallen würden. Clubs, in denen sonst alle möglichen Drogen konsumiert werden, die aber explizit Verbotsschilder nur für G aufhängen. Der Notfallmediziner Marcel Richter, der jahrelang in Berlin Einsätze gefahren ist und in einer Berliner Notaufnahme gearbeitet hat, sagt: „Es gab kaum eine Freitag- oder Samstagnacht, wo man nicht einen Patienten mit einem Verdacht auf GBL-Intoxikation hatte.“

    Vermutlich finden nur wenige dieser Erzählungen jemals ihren Weg in eine offizielle Statistik. Wohl auch deshalb gibt es keine öffentliche Debatte über G – und keinen Handlungsdruck in der Politik. Wird zum Beispiel jemand mit einer GBL-Überdosis in ein Krankenhaus eingeliefert, dann wird diese nicht explizit als solche festgehalten. Vielleicht notieren die Mediziner einfach eine Alkoholvergiftung, weil meistens Mischkonsum im Spiel ist und eine GBL-Überdosis von den Krankenhäusern nicht als eigene Diagnose abgerechnet werden kann, sagt Richter. Standardmäßige Drogentests für G gibt es in Kliniken nicht. GBL-Patienten bekommen sowieso kein Gegengift, sondern können nur überwacht und im Notfall beatmet werden. G ist zudem nur fünf bis acht Stunden im Blut nachweisbar und für den Test braucht es spezielles Equipment, das in den Kliniken oft nicht vorhanden sei, sagt der Notfallmediziner.

    Offiziell gab es 2017 nur sieben G-Todesfälle in der offiziellen Statistik des Bundeskriminalamtes. 2016 waren es vier, 2015 waren es fünf. „Ich glaube nicht, dass das aussagekräftig ist“, sagt Hilke Andresen-Streichert, die die Forensische Toxikologie der Uniklinik Köln leitet und zu GBL forscht. Wenn zum Beispiel jemand tot im Bett liegt und kein Verdacht auf Fremdverschulden besteht, gibt es keine Obduktion.

    „Ich habe mich selber zu der Zeit im Spiegel Junkie genannt und wusste: Das muss aufhören.“

    Wenn es eine Obduktion gibt, dann sei das Problem, „dass nicht immer auf G untersucht wird“, sagt Andresen-Streichert. Und selbst wenn bei einer Obduktion G gefunden werde, werde dies längst nicht immer an die Behörden gemeldet. Andresen-Streichert sagt aber auch: „Es sterben nicht mehr Leute an GBL als an Amphetaminen oder Ecstacy. Wahrscheinlich.“ G hat sehr spezielle Nutzergruppen. In der allgemeinen Bevölkerung konsumieren verschiedenen Studien zufolge immer noch deutlich weniger Menschen GBL als klassische Partydrogen.

    Max und Kurt scheitern mehrfach beim Entzug

    Alle zwei Stunden, wenn Max an seiner Küchenspüle steht und sein Glas trinkt, sieht er sich selbst dabei zu. Über dem Becken hängt ein Spiegel. Es dauert ungefähr zwei Monate, bis seine Literflasche leer ist, 20 bis 30 Milliliter nimmt er pro Tag. Max ist klar: Er ist süchtig. „Ich hab mich selber zu der Zeit im Spiegel Junkie genannt und wusste: Das muss aufhören.“ Etwas ändern kann er aber erst, nachdem die Flasche leer ist. Er macht auf eigene Faust einen kalten Entzug und holt sich zwei Flaschen Rotwein, um das Runterkommen abzufedern. Entzug bedeutet: Ängste, Schlaflosigkeit, Zittern, Appetitlosigkeit, Schwitzen, Rastlosigkeit.

    Max braucht circa eine Woche, erinnert er sich, dann fühlt er sich in seinem Körper wieder normal – und bereit für die Fortsetzung. Max glaubt, er habe aus seiner Sucht gelernt. „Beim nächsten Mal bist du vorsichtiger und wirst nicht abhängig und dann geht das“, habe er sich gedacht. Doch Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit, keine Entscheidung. Als Max nach ein paar Wochen die nächste Literflasche bestellt, ist er direkt wieder dem GBL verfallen. „Gleich von dem Moment an, wo Fed-Ex die Flasche gebracht hat, war ich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche drauf.“

    Flasche leer, Entzug zuhause mit im Darknet gekauften Beruhigungsmitteln, neue Flasche bestellen. Fünf Mal geht das so, ein Jahr lang, bis März 2017. Bis zu dem Geburtstag, an dem er rote Ameisen sieht – und er in die Klinik muss.

    Als Kurt an einem Montagnachmittag im späten September 2014 im GBL-Delirium in seiner Wohnung liegt, fehlt er seit zwei Wochen unentschuldigt auf der Arbeit und verliert seine Ehefrau. Am Tag zuvor hatte er ihr einmal mehr versprochen, nichts mehr zu nehmen. Seine Frau findet ihn, nachdem er im Drogen-High in der Wohnung randaliert hatte und zieht aus. Das erzählt Kurt fünf Jahre später im Gespräch mit BuzzFeed News. Seine Frau bestätigt die Szene in einem separaten Gespräch. Zu der Zeit sterben einige Leute aus Kurts Umfeld an ihrem Drogenkonsum. Kurt selbst hat schon ein paar Mal kalte Entzüge versucht, sie jedoch nie komplett durchgezogen. Er ist sich sicher: Wenn er es jetzt nicht schafft, von GBL loszukommen, dann wird er an der Droge sterben.

    Vor vielen Jahren hatte Kurt schon einmal eine Selbsthilfegruppe namens Narcotics Anonymous besucht. Das will er jetzt nochmal versuchen. Einfach so weiter leben und an GBL sterben könne er – falls die Gruppe nichts für ihn ist – ja immer noch, denkt sich Kurt. Einen Versuch ist es wert. Als er zwei Tage später zu einem Treffen geht, sieht er dort gesunde, herzliche und fröhliche Menschen. „Genau das will ich“, habe er sich dann gedacht. Nach dem zweiten Treffen schüttet er sein GBL weg und macht einen kalten Entzug. Alleine, zuhause. Das ist lebensgefährlich und sollte man auf gar keinen Fall nachmachen, warnt Kurt.

    Der Entzug: Was schnell anfixt, geht schwer weg

    Drogen funktionieren fast immer gleich: Was schnell anfixt, geht schwer wieder weg. „Die Patienten, die von GBL entzogen werden, haben einen extrem schweren Entzug. 50 Prozent müssen auf die Intensivstation“, sagt Peter Neu vom Jüdischen Krankenhaus. Das sei ein deutlich höherer Anteil als bei anderen Drogen. Eine lebensbedrohliche Komplikation während des Entzugs ist zum Beispiel ein Delirium, wie es bei Max' Geburtstag aufgetreten ist. Dabei sind die Orientierung und das Bewusstsein der Patienten gestört. Ein Delirium ist potenziell lebensbedrohlich, die Energie des zentralen Nervensystems wird sozusagen in kurzer Zeit ungezügelt freigesetzt wird, sagt Neu.

    Im Jüdischen Krankenhaus bekommen die Patienten Benzodiazepine, klassische Beruhigungsmittel, um die Symptome zu mildern. Bei einem GBL-Entzug verschreiben die Ärzte Dosen von bis zu 120 Milligramm oder mehr. Ein normaler Mensch würde bei einer solchen Dosis auf der Intensivstation landen, sagt Neu. Die GBL-Patienten sind dagegen auch bei 120 Milligramm noch unruhig und klagen über Schlaflosigkeit. Zehn bis vierzehn Tage dauert die Entgiftung, dann ist die körperliche Abhängigkeit überwunden. Die psychische Abhängigkeit bleibt und muss weiter behandelt werden. Ein Leben lang. Eine Suchterkrankung ist nicht heilbar, nur kontrollierbar. Auch hier gibt es keine konkreten Zahlen für GBL, aber: Was schnell anfixt, geht nicht nur schwer wieder weg, es kommt auch oft wieder zurück. „Man kann von seiner sehr hohen Rückfallquote ausgehen“, sagt Neu.

    Cleanes Leben mit Selbsthilfegruppen

    Nach der Entgiftung kommen langsam all die alten Gefühle zurück, aber das GBL, das alles so einfach gemacht hat, das ist weg. Max und Kurt spüren eine Art Machtlosigkeit. Jahrelang haben sie ihre eigenen Emotionen mit GBL manipuliert. Jetzt sind selbst einfache Dinge schwierig. „Ich musste aus der Tram aussteigen, weil ich es nicht ausgehalten hab“, sagt Kurt, der auch Panikattacken an der Supermarktkasse bekommt in dieser Zeit. Max kämpft mit seinen Emotionen und Depressionen. Das führt dazu, dass er einige Wochen nach dem GBL-Entzug in die nächste Sucht rutscht. Bis zum Mittagessen trinkt er eine halbe Flasche Wodka, der dämpft die Traurigkeit. Es braucht Zeit und Strategien, um sich von GBL zu verabschieden. Beziehungen müssen repariert, Impfungen nachgeholt, Rechnungen bezahlt, Entschuldigungen ausgesprochen werden.

    Max und Kurt leben beide heute clean und sind glücklich. Beide besuchen Selbsthilfegruppen, Kurt gemeinsam mit seiner Frau, mit der er wieder zusammengefunden hat. „Ich werde kein Leben als Nicht-Süchtiger mehr führen können. Ich werde immer ein Süchtiger bleiben, auch wenn ich heute die Probleme von ganz normalen Menschen habe“, sagt Kurt, der sich derzeit in Familienplanung befindet, wie er es nennt. In schwierigen emotionale Situationen denkt er manchmal immer noch an GBL. „Meistens rufe ich dann jemanden an, tausche mich ein bisschen aus und dann ist der Gedanke, dass ich was nehmen könnte, meistens wieder weg.“ 150 Leute hat er in seinem Adressbuch stehen, viele davon bei Narcotics Anonymous. Max sagt: „Ich habe mein Leben wiedergefunden. Ich kann inzwischen auch mit meinen Unsicherheiten und Ängsten besser umgehen.“

    Für die Betroffenen wäre es wichtig, dass sie von einem Stigma befreit werden, sagt Kurt. „Ein Süchtiger ist nicht süchtig, weil er gerne Drogen nimmt, sondern weil er irgendwann in seinem Leben massive Probleme hatte.“ Max und Kurt haben immer wieder erlebt, dass viele Menschen über die Droge G wenig wissen, sogar Fachpersonal kennt GBL vor allem als Industrieprodukt. „Ich habe mal mit einer Oberärztin gesprochen und die hat dann gesagt: Sie haben sich da ja Felgenreiniger reingezogen“, sagt Max. Ein mögliches Verbot von GBL empfindet Kurt aber als reine Symptombekämpfung. Ein Süchtiger werde immer einen Weg finden, an Drogen zu kommen.

    Die Illustration für diesen Artikel ist von Rikk Minor.


    Hier findest du Hilfe bei Suchtproblemen:

    Die Sucht- & Drogen-Hotline ist ein Zusammenschluss regionaler Drogennotrufe, der rund um die Uhr unter 01805 313 031 zu erreichen ist.

    Narcotics Anonymous ist einer der größten Selbsthilfeorganisationen weltweit. Es gibt bundesweit viele Treffen, die für Menschen mit Abhängigkeit immer offen stehen. Die deutsche Hotline ist unter 0800 445 3362 zu erreichen.

    Das Sorgentelefon des Deutschen Roten Kreuzes hilft Angehörigen von Menschen mit Suchtproblemen unter 06062 607 67.


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    Fabian Dilger, freier Journalist, arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Sport, Historie und Lokales, zum Beispiel für die Süddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk.

    Contact Fabian Dilger at fabian.dilger@gmail.com.

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