back to top

Google schlägt neue Emojis vor, um arbeitende Frauen besser darzustellen

Mindestens 13 neue Emojis sollen dazukommen, die "die Vielfalt von Karrieren von Frauen hervorheben."

Gepostet am

Eine Handvoll Google-Mitarbeiter hat eine neue Reihe von Emojis entwickelt, die Frauen besser darstellen sollen - besonders am Arbeitsplatz. Am Dienstag stellten sie die neuen Emojis dem Unicode-Konsortium vor, das die Erstellung von neuen Emojis beaufsichtigt.

Das Vorhaben, welches bei dem Quartalsmeeting des Unicode-Konsortiums vorgestellt wurde, zielt darauf ab, zu dem bestehenden Zeichensatz mindestens 13 neue Emojis hinzuzufügen, welche "die Vielfalt von Karrieren von Frauen hervorheben."

"Wir glauben, das stärkt junge Frauen (die stärksten Emoji-Nutzer) und spiegelt besser die zentralen Rollen wider, die Frauen auf der Welt spielen", erklärten die Google-Mitarbeiter ihr Vorhaben. Das Projekt wird angeführt von vier Google-Mitarbeitern, die hoffen, dass das Konsortium bis Ende 2016 diese Emojis zulässt.

Seit der Emoji-Explosion im Jahr 2011 stand Unicode wegen des Mangels an Vielfalt in der Kritik. Letztes Jahr integrierte das Konsortium ein breiteres Spektrum an Hauttönen und fügte gleichgeschlechtliche Familien hinzu.


Die Evolution der Emojis ist jedoch noch lange nicht vorbei. Auch wenn Linguisten und sogar Unicode sich sträuben, sie als Sprache zu klassifizieren, macht die Beliebtheit und die weltweite Anziehungskraft der Emojis den einst so obskuren Zeichensatz zu einem der beliebtesten digitalen Ausdrucksmittel. Das bedeutet, dass sich der Zeichensatz mit der Zeit und den Nutzern entwickeln muss.

Der Antrag des Google-Teams besagt zum Beispiel, dass Emojis alle Individuen, auch jene, die sich nicht mit einem bestimmten Geschlecht identifizieren, beinhalten sollten. "Wir schlagen vor, die geschlechtsneutrale Darstellung von Emojis von diesem Antrag abzukoppeln. Wir würden andere Mitglieder von Unicode dazu ermutigen, uns bei der Schaffung eines Emoji-Design-Systems zu unterstützen, welches ein breiteres Geschlechts-Spektrum bietet", so heißt es im Antrag.

Der Antrag des Google-Teams ist wiederum nur einer von vielen Schritten in der Entwicklung - und diesesmal liegt der erweiterte Fokus auf der gleichen Darstellung der Geschlechter im Berufsleben. Die vorgeschlagenen weiblichen Emoji-Kategorien beinhalten das Geschäftsleben, Gesundheitsversorgung, Wissenschaft, Bildung (Absolventin), Technologie, Industrie (Fabrik/Metallindustrie-Arbeiterin, High-Tech-Fabrik/Fließbandarbeiterin, Mechanikerin/Servicetechnikerin), Landwirtschaft, Nahrungsmitteldienstleistung, Bildung (Professor) und Musik. Während der Antrag - so wie er momentan aussieht - auf die Darstellung von Frauen ausgelegt ist, werden die vorgeschlagenen 13 neuen Berufskategorien auch für Männer hinzugefügt werden, wie im nachfolgenden Diagramm zu sehen ist.

Da der Antrag noch in den Kinderschuhen steckt, ist sein Schicksal ungewiss. Die eingereichten Emojis könnten stark abgeändert werden, andere könnten hinzugefügt oder entfernt werden und der Antrag könnte nur teilweise akzeptiert oder gar komplett verworfen werden. Doch in Sachen Emoji-Anträge wird dieser hier mit Unterstützung von Google und Unicodes Präsidenten hoch gehandelt.

Den vollständigen Antrag könnt ihr hier lesen.