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Posted on 8. Mai 2017

Warum deine Periode sich so verheerend auf deinen Stuhlgang auswirkt

Der Dritte Weltkrieg auf dem Klo? Dann ist wahrscheinlich gerade die besondere Zeit im Monat.

Dir ist vielleicht aufgefallen, dass deine reibungslose Verdauuung genau zu deiner Periode ziemlich abkackt.

Logo / Via reactiongif.org

(Falls nicht, kannst du dich zu den wenigen Glücklichen zählen.)

Der Kampf auf der Toilette ist echt hart.

Universal Pictures / Via misscinemafanatic.tumblr.com

Entweder kannst du nicht gehen oder du kannst nicht aufhören zu gehen. Oder wenn du sehr, sehr viel Pech hast... beides.

Und ohhh, die Perioden-Pupser.

ABC / Via reactiongif.org

Was ist da also los in deinem Verdauungstrakt? Es läuft im Wesentlichen auf Anatomie, Hormone und Ernährung hinaus.

Deine Gebärmutter ist ganz in der Nähe von deinem Dickdarm.

The Open University / Via open.edu

Vor deiner Periode baut sich die Schleimhaut in deiner Gebärmutter auf, um sich auf die Einnistung vorzubereiten. Wenn die Gebärmutter anschwillt, kann sie nach oben gegen den Dickdarm drücken, was zu Verstopfung und Blähungen führen kann, sagt Gastroenterologe Dr. Robynne Chutkan, Autor von Gutbliss zu BuzzFeed Life. Wenn die Gebärmutter sich dann entleert, kann es viel leichter sein, kacken zu gehen (manchmal zu einfach).

Hormone wirken sich auch gern auf deinen Stuhlgang aus.

Universal Pictures / Via luciasteindiy.tumblr.com

Das Hormon Progesteron erreicht kurz vor deiner Periode seinen Höchststand, was Auswirkungen darauf haben kann, wie Sachen durch deinen Darm transportiert werden, erzählt die Gynäkologin Dr. Alyssa Dweck, Co-Autorin von V is for Vagina BuzzFeed Life. "Manche Menschen haben daher abwechselnd Verstopfung und Durchfall oder einfach nur ein allgemeines Gefühl des Unwohlseins oder Magen-Darm-Probleme."

Eine Studie fand einen Zusammenhang zwischen Veränderungen beim Stuhlgang während der Periode und Prostaglandinen, den hormonartigen Wirkstoffen, die Krämpfe auslösen können. Es wurden höhere Konzentrationen in Menschen gefunden, die während ihrer Periode Durchfall hatten. Das könnte also eine Erklärung dafür sein, dass du lockerer bist als sonst, während andere Leute darüber klagen, dass sie seit Dienstag nicht kacken waren.

Und die Perioden-Pupser? Die können auch von deinen Hormonen herrühren. Deine Darmbakterien verändern sich nämlich zusammen mit deinem Zyklus, da sie von deinem schwankenden Hormonspiegel beeinflusst werden. Wenn sich die bakterielle Fermentation ändert, verändert sich auch die Neigung zu Blähungen — selbst wenn du dich gleichbleibend ernährst, sagt Chutkan. Deshalb riecht es also, als hättest du indisch gegessen, obwohl dem nicht so ist.

Aber deine Ernährung hat wahrscheinlich auch etwas damit zu tun, um ehrlich zu sein.

NBC / Via 30rocknbc.tumblr.com

"Das hat viel mit der Tatsache zu tun, dass die Leute kurz vor der Periode verrückte Essgewohnheiten entwickeln", sagt Dweck. "Manche Frauen behaupten, sie würden buchstäblich alles essen, was ihnen vor die Nase kommt." (WAS? NEIN? WER MACHT SOWAS? *hust*)

Es ist kein großer Zufall, dass viele Menschen während ihrer Periode besonderen Heißhunger auf Milchprodukte haben (Käse, Eis, noch mehr Käse) und diese Produkte den meisten Menschen nun mal heftige Blähungen bescheren. Könnten wir stattdessen alle mal die Möglichkeit akzeptieren, dass dein Abendessen bestehend aus Pasta mit Käse gefolgt von Cookies-and-Cream-Eis diese grässlichen Perioden-Pupser verursacht haben könnte?

Noch ein Grund, warum du zu deiner Periode vielleicht häufigeren Stuhlgang hast: Kaffee. Vielen Menschen hilft ihr morgendlicher Kaffee regelmäßig dabei, in die Gänge zu kommen. Aber während deiner Periode kann das heißen, dass sich die Schleusen öffnen. Hinzu kommt, dass du vermutlich mehr Kaffee becherst, um dich weniger wie ein Zombie zu fühlen.

Oder vielleicht wirst du aus einer Reihe schrecklicher, unfairer Gründe mit furchtbaren Magen-Darm-Problemen während deiner Periode geplagt.

reactiongif.org

Wenn du bereits einen sensiblen Magen hast, dann weißt du vielleicht schon, dass es zu deiner Periode regelrecht tragisch werden kann. In einer Studie wurde beispielsweise herausgefunden, dass Frauen mit Reizdarmsyndrom in der Woche ihrer Periode über stärkere Schmerzen und Blähungen, häufigere Stuhlgänge und rektale Sensibilität (Igitt) berichteten.

Oder es könnte an Endometriose liegen, einem sehr schmerzhaften Zustand, bei dem Gebärmuttergewebe außerhalb der Gebärmutter wächst. Der Darm ist ein typischer Ort, an dem dieses Gewebe auftaucht, sagt Chutkan. Die Symptome können sich verschlimmern, wenn die Östrogen- und Progesteronlevels sich während deiner Periode verändern und es stellt sich vielleicht eher als ein gastrointestinales Problem dar und weniger als ein gynäkologisches.

Fazit: Manche Menschen fühlen aus vielen verschiedenen Gründen den Zorn der Natur einfach stärker als andere. Es ist nicht fair, aber es ist auch nicht ungewöhnlich.

Wie kannst du also den ganzen Scheiß unter Kontrolle bringen (wortwörtlich)?

Walt Disney Animation Studios / Via imgarcade.com

Bei alptraumhaften Blähungen können probiotische Nahrungsergänzungsmittel helfen. Oder auch, mehr fermentierte Nahrung zu sich zu nehmen, wie Kimchi oder Sauerkraut, da diese den Dickdarm mit guten Bakterien versorgen können, sagt Chutkan. Blähende Nahrungsmittel wie Kohl und Bohnen zu meiden, kann auch helfen, sagt sie.

Wenn du ein Problem mit Verstopfungen hast, empfiehlt Dweck, deine Aufnahme von Ballaststoffen zu erhöhen und eine Menge Wasser zu trinken. Bei Durchfall solltest du bindende Lebensmittel wie Stärke, Reis, Kartoffeln und so weiter wählen, sagt Chutkan. Du kannst außerdem Schmerzmittel wie Ibuprofen ausprobieren, da Forschungen gezeigt haben, dass sie die Freisetzung von Prostaglandinen verringern (diese hormonartigen Verbindungen, die mit Krämpfen und Durchfall in Zusammenhang stehen).

Und ernsthaft: Führe ein Ernährungs-Tagebuch, sagt Dweck. Wenn dir auffällt, dass du kurz vor deiner Periode eine Menge Milchprodukte, Zucker und Salz zu dir nimmst und dich dann wie eine aufgeblähte, tickende Zeitbombe fühlst... naja, da hast du deine Antwort.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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