Posted on 26. Juli 2016

    15 Fakten über Wasser im Schwimmbecken, die leicht gruselig sind

    Du wirst nie wieder wie früher über Schwimmbäder denken.

    Pools sind ein herrlicher Teil des Sommers, doch sie sind nicht immer so sauber, wie sie aussehen.

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    Keine Sorge, das ist kein Beitrag für Keimphobiker, warum Pools eklig sind und Du sie für immer meiden solltest. Unsere Welt ist nicht steril und deshalb ist es völlig normal, dass Pools wie alles andere auch Keime haben. Außerdem sind viele Bakterien harmlos und befinden sich naturgemäß in der Umgebung und auf unserer Haut. Was Du meiden solltest, sind Krankheitserreger: Also alle Bakterien, Viren oder andere Organismen, die Infektionen und Krankheiten verursachen.

    Die meisten Leute (Du auch!) schlucken versehentlich etwas Poolwasser, während sie schwimmen.

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    Erwachsene nehmen jedes Mal, wenn sie schwimmen, durchschnittlich 15 Milliliter Wasser auf, während Kinder normalerweise doppelt so viel schlucken, sagt Keimexperte Kelly Reynolds, Ph.D. an der University of Arizona. Durch all das Planschen, Tauchen und Spucken kannst Du tatsächlich durch Wasser übertragbare Krankheitserreger in Dich aufnehmen. Etwa solche, die von echter Kacke stammen, was Dich krank machen kann.

    Hier sind also 15 sehr gute Gründe, warum Du Dich diesen Sommer besonders anstrengen solltest, kein Poolwasser zu schlucken.

    1. Millionen Leute schwimmen jeden Sommer in öffentlichen Schwimmbädern, was diese zu einem perfekten Ort zum Austausch von Keimen macht.

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    Laut Reynolds werden wahrscheinlich die meisten öffentlichen Schwimmbäder positiv auf krankheitsverursachende Erreger getestet. Selbst wenn der Pool regelmäßig gewartet und angemessen gechlort wird, hat man es mit VIELEN Leuten in einer GERINGEN Wassermenge zu tun, was allgemein ein guter Brutplatz für Krankheitserreger ist.

    "Weil so viele Leute in Schwimmbäder gehen, gibt es ein riesiges Aufnahmepotential, wenn dort zufälligerweise krankheitsverursachende Bakterien oder Krankheitserreger sind — ein einzelnes Schwimmbecken kann also viele Leute auf einmal infizieren", sagt Reynolds.

    2. Alles — Schweiß, Schmutz, Öl, Dreck, Körperflüssigkeiten — an einer Person endet schließlich im Wasser.

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    Zugegeben, die meisten nicht krankheitserregenden Dinge, die sich von Deinem Körper lösen, sind nur eklig und werden Dich nicht krank machen, wenn Du einfach in ihnen schwimmst. Aber wenn Du nicht das Badewasser von jemand anderem trinken wollen würdest, denkst Du vielleicht zweimal darüber nach, Deinen Mund in einem Pool zu öffnen.

    Und überraschend viele Leute können Krankheitserreger auf ihren Körpern tragen, ohne dass es ihnen schadet. Deshalb weißt Du nie wirklich, worin Du gerade schwimmst.

    3. Chlor tötet Keime, aber es reicht nicht immer für die Anzahl an Leuten in und um einen Pool.

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    Kennst Du das, wenn Chlor so intensiv ist, dass Du es danach immer noch auf Deiner Haut riechen kannst? Das ist eigentlich eine gute Sache, sagt Reynolds. Das Chlorniveau angemessen zu halten, ist äußerst wichtig, denn die Chemikalie tötet Staphylokokken und andere Bakterien. Doch das Chlorniveau sollten alle zwei Stunden überprüft werden, um sicherzustellen, dass es noch hoch genug ist. Und das passiert nicht immer.

    "Es ist schwierig, die angemessene Chlorkonzentration in einer kleinen Menge Wasser und einer großen Anzahl von Leuten, die Keime und Fäkalien absondern, zu erhalten", sagt Reynolds. Deshalb ist es oft verbraucht und dann nicht mehr effektiv.

    4. Chlor wird auch durch Dinge wie Schweiß, Sonnencreme und Haut- oder Haarprodukte verbraucht.

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    "All die Dinge, die wir auf unseren Körper schmieren, wie etwa Lotion, Shampoo, Conditioner oder Sonnencreme entfernen oder absorbieren das Chlor aus dem Wasser, sodass dort eine niedrigere Konzentration ist als notwendig, um all die Keime zu töten", sagt Reynolds. Deshalb ist es schwierig, einen Pool über den ganzen Tag hinweg tatsächlich keimfrei zu halten.

    5. Es gibt wirklich unglaublich viel Kacke im Wasser.

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    "In einem normal gut besuchten öffentlichen Schwimmbad werden im Laufe des Tages mehrere Pfund Fäkalien ins Wasser abgegeben", sagt Reynolds. EKELHAFT.

    Der Grund dafür ist, dass wir alle einen geringen Rest Fäkalien an unseren Körpern haben, außer wenn wir uns richtig einseifen oder den ganzen Tag lang ein Bidet benutzen, sagt Reynolds. Erwachsene verlieren im Durchschnitt 0,14 Gramm Fäkalien, was dem Gewicht einer Erbse entspricht, und Kinder können bis zu 100 mal so viel tragen.

    6. Kacke kann fiese Krankheitserreger wie Hepatitis A und E. coli übertragen.

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    Fäkalsubstanz wird jede Krankheit übertragen, die auf fäkal-oralem Weg verbreitet wird, Bakterien wie E. coli, Shigellen, Campylobacter (Lebensmittelvergiftung) und Vibrionen mit eingeschlossen. Sie kann Viren wie Hepatitis A und Typhus, sowie Parasiten wie Giardien und Kryptosporidien übertragen.

    Auch wenn Du Dich nicht krank fühlst, können diese Keime dennoch in Deiner Kacke gefunden werden. Manche Leute tragen sogar Erregerstämme von E. coli, die sie nicht krank machen, andere aber ernsthaft infizieren können.

    "Wenn wir darüber nachdenken würden, dass unser Trinkwasser irgendwelche Fäkalorganismen in sich hätte, würden wir in Panik geraten und uns an Flaschenwasser halten — doch wir denken nicht zweimal darüber nach, unseren Kopf in einen Pool zu stecken, der durch Kacke mit den gleichen Bakterien kontaminiert ist", sagt Reynolds.

    7. Urin wird Dir nicht schaden, aber er macht das Chlor beim Töten anderer Keime weniger effektiv.

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    "Im Gegensatz zum gängigen Glauben ist Urin nicht steril — aber die Bakterienart im Urin, die beispielsweise Harnwegsinfektionen verursachen kann, lässt sich tatsächlich sehr leicht durch Chlor abtöten", sagt Reynolds.

    Jedoch hat das einen Haken: Zu viel Urin wird die Chlorkonzentration im Poolwasser verringern, sodass es weniger effektiv darin ist, starke Keime wie E. coli oder Shigellen zu töten. "Nicht [in den Pool] zu pinkeln, ist im Sinne der Gesundheit anderer Leute", sagt Reynolds.

    8. Die meisten Leute duschen nicht, bevor sie schwimmen.

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    Es mag komisch erscheinen zu duschen, bevor man ins Wasser springt. Aber der Pool wird sonst zu einer gigantischen Badewanne schmutziger Körper.

    "Duschen entfernt Bakterien und Fäkalsubstanz von Deinem Körper und spült zudem den ganzen Schweiß und Produkte ab, die das Chlor verbrauchen", sagt Reynolds.

    Amerikaner sind anscheinend besonders schlecht darin, vor dem Schwimmen zu duschen, während das in Europa ganz normal ist.

    9. Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass Schwimmwindeln lecken.

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    Es gibt einen Grund, warum Kinderbecken existieren — und es ist nicht nur zur Sicherheit vor dem tiefen Wasser. "Es ist einfach Tatsache, dass Schwimm- oder Wasserwindeln einfach nicht funktionieren — wir haben unzählige Studien mit Sand und Lebensmittelfarbe gemacht. Und wir wissen, dass es in jedem Fall heraussickert", sagt Reynolds.

    Selbstverständlich sollten Babys und Kleinkinder mit ihren Eltern schwimmen können, aber wenn sie in einer Schwimmwindel sind, ist es wahrscheinlich am besten für alle, wenn sie im Kinderbecken bleiben, sagt Reynolds.

    10. Jemand, der innerhalb der letzten zwei Wochen Durchfall hatte, kann immer noch Durchfall verursachende Erreger in den Pool abgeben.

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    Ja, zwei Wochen klingen ewig, doch das ist die Zeitspanne, während der vom Körper Durchfall verursachende Erreger abgegeben werden können. "Auch wenn Du Dich besser fühlst und keine Symptome hast, kannst du noch Millionen, sogar Milliarden Durchfallerreger in den Pool abgeben", sagt Reynolds.

    Angesichts der Tatsache, dass Millionen Leute jeden Sommer in Schwimmbädern schwimmen, sind das viele Leute, die entweder Durchfall haben oder sich davon erholen und noch ihre Keime verlieren. Leider wissen nur wenig Leute von dieser Regel oder wie riskant es ist, etwas Durchfall in einen Pool zu verlieren. Öffne unter Wasser also einfach nicht Deinen Mund. Niemals.

    11. Versehentliches Kacken von Kindern kommt wesentlich häufiger vor, als Du denkst.

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    Wir alle wissen, dass kleine Kinder in den Pool pinkeln, doch Reynolds sagt, dass sie auch viel häufiger ins Wasser kacken (auch wenn es nur ganz wenig ist), als Du glaubst. Irgendwie die ganze Zeit.

    "Wenn der Stuhl hart und fest ist, hast Du ein paar Minuten, ihn aus dem Wasser zu holen, bevor er sich auflöst, doch wenn er locker ist — wird er sich sofort ausbreiten", sagt Reynolds. Und offensichtlich geben Kinder nicht immer einem Erwachsenen Bescheid, dass sie gekackt haben — es kann also eine Weile vergehen, bevor es jemand bemerkt.

    12. Kryptosporidien, die häufigste Ursache für Krankheitsausbrüche in Schwimmbädern, sind unempfindlich gegenüber Chlor.

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    Kryptosporidien sind Parasiten, die eine schwere, mehrwöchige Durchfallerkrankung verursachen. Und es gibt keine Therapie oder Antibiotika dagegen. Man kann also nur warten, bis es vorbei ist. "Kryptosporidien werden leicht durch Fäkalien weitergegeben und verursachen die meisten Krankheitsausbrüche über Wasser in der Freizeit und sogar ein paar Todesfälle jedes Jahr", sagt Reynolds.

    Kryptosporidien sind viel schlimmer als die anderen Keime, weil sie unempfindlich gegenüber Chlor sind und über Tage im Wasser überleben können. Sie werden auch für eine lange Zeit von Deinem Körper ausgeschieden, sogar wenn Du Dich besser fühlst, sagt Reynolds. Die Leute, die sie ins Schwimmbad bringen, sind sich dessen also wahrscheinlich nicht einmal bewusst — und es werden nur ganz wenige kontaminierte Fäkalien benötigt, um einen ganzen Pool mit Kryptosporidien zu verunreinigen.

    13. Es ist nur eine winzige Menge Poolwasser notwendig, um Dich krank zu machen.

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    Denk darüber nach, wie Du es in Ländern ohne sauberes Wasser vermeidest, Wasser aus dem Hahn zu benutzen. Selbst beim Zähneputzen. Du solltest dieselbe Einstellung und ähnliche Vorsichtsmaßnahmen bei Poolwasser übernehmen, sagt Reynolds. Es braucht nur wenig in Deinen Mund spritzen, um diese Erreger in Dich aufzunehmen.

    14. Chlorschocks können all die Keime töten, doch sie kommen nicht sehr häufig vor, weil das Schwimmbad dafür geschlossen werden muss.

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    Überchlorung ist eine Methode, um das Wasser zu „schocken“ und alle Bakterien sowie Erreger einschließlich Kryptosporidien abzutöten. „Es ist effektiv, aber man muss das Schwimmbecken für mindestens einen kompletten Tag schließen“, erzählt Reynolds. Somit ist es ein sehr hoher Aufwand.

    15. Die Häufigkeit von Krankheitsausbrüchen durch Schwimmbäder nimmt zu.

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    Da Pools immer populärer und für die Öffentlichkeit immer zugänglicher werden, entstehen dadurch auch immer mehr Möglichkeiten für Ausbrüche. „Wir haben ein Allzeithoch erreicht, was Ausbrüche von Kryptosporidien sowie anderen Krankheitserregern bei Freizeitgewässern betrifft“, erklärt Reynolds.

    Genieße diesen Sommer also das Freibad, doch versuch einfach, nicht Deinen Mund zu öffnen.

    BuzzFeed Daily

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