7. März 2018

    13 Gründe, warum deine Vagina beim Sex weh tun kann

    Lasst uns darüber reden, weshalb Sex schmerzhaft sein kann und was man dagegen tun kann.

    Schmerzhafter Sex hat viele Ursachen. Er kann physiologische, aber auch auch psychologische Ursachen haben. Hier sind einige Erklärungen dafür.

    1. Du hast eine vaginale Infektion.

    2. Verletzungen oder Irritationen an der Vagina.

    3. Vaginismus beschreibt eine Verkrampfung der Vaginalmuskulatur beim Eindringen.

    4. Du hast chronische Schmerzen – eine Vulvodynie oder vestibuläre Vulvitis.

    5. Du hast einen anatomischen Defekt.

    Marita Patrinos / Via buzzfeed.com

    Manche Menschen wurden mit einem anatomischen Defekt geboren, der entweder die Form der Vagina verändert oder bewirkt, dass es keine oder nur eine kleine Öffnung gibt. Vielleicht hast du vom Jungfernhäutchen gehört, einer Membran, die die Vaginalöffnung teilweise bedeckt und von dem man sagt, dass es beim Geschlechtsverkehr "reißt". Wenn jemand unter einer "Hymenalatresie" leidet, heißt das, so Dr, Minkin, dass das Häutchen ungewöhnlich dick oder fest ist und der Sex sehr schmerzhaft oder sogar unmöglich werden kann. "Manchmal gibt es überhaupt keine Öffnung, sodass diese Frauen nicht einmal während ihrer Periode bluten und sich das Blut in der Vagina sammelt", erklärt Minkin.

    Das Mayer-Rokitansky-Kuster-Hauser-Syndrom ist eine seltene sexuelle Entwicklungsstörung, die dazu führen kann, dass eine Person ohne eine Vagina oder mit unvollständigen Geschlechtsorganen geboren wird. In diesen Fällen kann der Versuch eines Eindringens sehr schmerzhaft sein. Um diese Krankheiten zu behandeln, erfordert es eine Operation oder eine Vaginal-Dehnung, sagt Minkin.

    6. Erkrankungen wie Endometriose, Beckenentzündung oder Fibroide können starke Schmerzen verursachen.

    7. Scheidentrockenheit, verursacht durch Hormone, Medikamente oder Stress.

    Jawzandulam / Via commons.wikimedia.org

    Wenn das Eindringen in deine Vagina schmerzhaft ist, könnte es sein, dass du nicht feucht genug bist. Feuchtigkeit ist wichtig und ohne sie können beim penetrativen Sex Reibungen entstehen, die zu winzigen Rissen und Reizungen führen. Das Gewebe der Vulva ist ohnehin schon empfindlich, aber Scheidentrockenheit kann zu einer Menge Schmerz während des Eindringens führen. Scheidentrockenheit kann durch eine Veränderung oder Unterdrückung der Hormone verursacht werden, die während der Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder durch Verhütungsmittel hervorgerufen wird, sagt Dr. Chavez. Aber auch Stress kann die chemischen Prozesse im Körper verändern. Dadurch kann es auch zu Scheidentrockenheit kommen, erklärt Dr. Chavez.

    "Auch Medikamente wie Antidepressiva und Antihistaminika wie Benadryl können zu Scheidentrockenheit führen und die Libido beeinflussen", erklärt Dr. Minkin. Wenn du unter Scheidentrockenheit leidest, solltest du mit deinem Frauenarzt darüber sprechen, um herauszufinden, wodurch sie verursacht wird und wie sie behandelt werden kann.

    8. Zu wenig Gleitmittel.

    Maritsa Patrinos / Via buzzfeed.com

    Auch wenn du kein Problem mit Scheidentrockenheit hast, reicht die eigene Feuchtigkeit der Vagina manchmal nicht für den gesamten Sex aus. Das kann zu Reibung und Schmerzen während des Eindringens oder bei tiefen Stößen führen. Also solltest du immer eine Tube Gleitgel bereit stehen haben. Du kannst sie während des Vorspiels und beim Eindringen verwenden. Minkin empfiehlt, ein gutes Gleitmittel auszuprobieren und anschließend einige unterschiedliche Arten zu testen, um zu sehen, welches am besten wirkt.

    9. Kein Vorspiel und Stimulierung.

    Vimeo / Via giphy.com

    "Es ist das Äquivalent zur männlichen Erektion — die Frau braucht Stimulation und ein Vorspiel, sonst kann der Sex unangenehm oder schmerzhaft werden", sagt Minkin. Die Vagina wird von alleine feucht, aber sie benötigt etwas Arbeit und Hingabe, um die Säfte fließen zu lassen." Ein weiblicher Körper benötigt mindestens 20 Minuten, um vollständig erregt zu sein. Das beinhaltet den Blutandrang im Schwellkörpergewebe der Schamlippen, der Klitoris und des Scheidenkanals", sagt Dr. Chavez.

    Die Lösung? Sprich mit deinem Partner und bitte ihn oder sie um ein längeres Vorspiel und überstürze den Sex nicht, sagt Dr. Minkin. "Es ist keine bestimmte Art von Vorspiel nötig. Es muss nur angenehm und stimulierend für dich sein", erklärt Dr. Chavez. Es kann wirklich helfen, die Dinge langsam anzugehen und auf das Vorspiel und die sexuelle Erregung zu achten.

    10. Bestimmte Stellungen.

    Comedy Central / Via giphy.com

    Manche Stellungen bereiten dir gar keine Probleme, während du das Eindringen und tiefe Stoßen in anderen Stellungen als sehr schmerzhaft empfindest. "Du solltest versuchen Stellungen zu finden, die für dich und deinen Partner angenehm sind – Anatomie kann man nicht verändern, aber wir können Stellungen finden, die am besten für deinen Körper funktionieren", sagt Dr. Chavez.

    Ein großer Penis oder Dildo (in einem vernünftigen Größenbereich) kann leichtes Unbehagen und Schmerzen verursachen, sagt Dr. Minkin, dennoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Penis für eine Vagina "zu groß" ist oder den Gebärmutterhals verletzt. "In der Vagina findet der Kopf eines Babys mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern Platz und es gibt keinen so großen Penis", sagt Dr. Minkin. Wenn du das Gefühl hast, dass die Größe ein Problem ist, verwende mehr Gleitmittel und vermeide Stellungen, die schmerzhaft sind.

    11. Mangelnde emotionale Verbindung oder Beziehungsprobleme.

    12. Psychologische Ursachen wie Angst, Sorgen oder geringes Selbstvertrauen.

    Jenny Chang / Via buzzfeed.com

    Sorgen und Ängste vor dem Moment des Eindringens können laut Dr. Chavez eine geistige Blockade errichten, die dazu führen kann, dass sich die Beckenbodenmuskulatur beim Sex unfreiwillig zusammenzieht. "Vielleicht hattest du eine schlechte sexuelle Erfahrung, sodass du unter einer Art Trauma leidest.” Sexueller Missbrauch und Grenzverletzungen beim Sex können Gründe dafür sein", sagt Dr. Chavez. Aus diesen Gründen kann die Psyche in einen Kampf-oder-Flucht-Modus schalten, der dazu führen kann, dass sich der Körper und die Beckenbodenmuskulatur anspannen.

    Ein niedriges Selbstwertgefühl und eine schlechte Körperwahrnehmung können die Erregung ebenfalls beeinträchtigen oder zu Anspannung und Nervosität beim Sex führen. "Es gibt keine Universalbehandlung", sagt Dr. Chavez. Die Überwindung dieser psychologischen Blockaden ist also von der Person, ihren Erfahrungen und Bedürfnissen abhängig.

    13. Den Schmerz ignorieren, wodurch es noch schlimmer werden kann. Hör auf deinen Körper und geh zum Arzt.

    Informiere dich auf der Seite BuzzFeed Health über das Thema Gesundheit und folge uns auf Facebook, Instagram, Twitter, und Pinterest.

    BuzzFeed Daily

    Keep up with the latest daily buzz with the BuzzFeed Daily newsletter!

    Newsletter signup form