19. Sept. 2016

    Das Wiedersehen dieses syrischen Paares wird Dir den Glauben an die wahre Liebe geben

    Liebe kennt keine Grenzen.


    "Nichts ist schöner, als dich noch einmal zu sehen, und für immer und ewig mit dir zusammen zu sein. Endlich habe ich es getan! "


    Bradley Secker

    Nader und Omar auf dem Dach in der Innenstadt von Instanbul.

    Nader und Omar haben seit ihrem ersten Treffen in Tek Yön, einem der bekanntesten Schwulenclubs Istanbuls, eine Menge durchgemacht. Als syrische Flüchtlinge zogen die beiden zusammen und gestalteten ihr Leben in der Stadt - bis ein Anruf kam und Nader die Nachricht erhielt, das sein Umsiedlungsantrag beim UNHCR, dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, erfolgreich war. Dem schwulen syrischen Mann wurde politisches Asyl in Norwegen zugestanden und er verließ sein Leben in Istanbul, seinem Zuhause seit Juni 2014, für eine Stadt in Nordeuropa, über die er so gut wie nichts wusste.

    Beide Männer waren zwischen Glück und Melancholie gefangen, da ihnen klar war, dass es schwierig sein würde, ihre Beziehung als Fernbeziehung fortzuführen. Zu Omars Umsiedlungsantrag gab es keine Neuigkeiten.

    Da eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft oder Ehe in ihrer Heimat oder der Türkei nicht legal ist, konnten die Akten des Paares trotz dessen Verlobung nicht zusammengelegt werden. Wenn sie ein heterosexuelles Paar wären, wäre die Situation viel einfacher gewesen und eine Menge emotionaler Qualen wäre ihnen erspart worden.

    Während Omars Geburtstagsfeier in Istanbul zog Nader einen Ring über Omars Finger, nachdem dieser seinen Hochzeitsantrag annahm.

    Bradley Secker

    Und unter tosenden Applaus umarmte sich das Paar als Zeichen ihrer gegenseitigen Liebe und Hingabe.

    Bradley Secker

    Am Abend von Naders Abreise nach Norwegen spricht das Paar mit Omars Mutter bevor Nader seine Koffer packt.

    Bradley Secker

    Während Nader packt, ist es schwer für ihn nicht darüber nachzudenken, was er alles zurücklässt: seinen Job, seine Freunde und seinen Ehemann.

    Bradley Secker

    Trotzdem versuchte das Paar sein Bestes, genoss den Moment und gab sich einen letzten Kuss.

    Bradley Secker

    Sechs Monate vergingen seit Naders Ankunft in Bergen, Norwegen. Das Paar blieb seitdem in Kontakt, trotz der Ungewissheit, ob sie sich jemals wiedersehen würden.

    Bradley Secker

    Nader schreibt Omar von der Spitze des Berg Fløyen, während er Bergen überblickt.

    Dann kommt die Neuigkeit: Omar wurde politisches Asyl in Norwegen gewährt und er wird umgesiedelt, um mit seinem Partner zusammenzukommen.

    Bradley Secker

    Ohne zu zögern legt Nader los und fängt wie ein Verrückter an, alles für die Ankunft seines Partners vorzubereiten.

    Bradley Secker

    Am Flughafen wartet Nader nervös auf die Ankunft von Omars Flieger aus Istanbul.

    Bradley Secker

    Für Nader, mit einer einzelnen Rose für Omar in der Hand, ist es schwer, seine Aufregung im Zaun zu halten.

    Bradley Secker

    Und dann ist der Moment endlich gekommen ...

    Bradley Secker
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    ... und nach Monaten der Trennung sind Omar und Nader in Bergen wieder vereint.

    Bradley Secker

    Den Tränen nahe, wird Omar in seine neue Wohnung geführt und mit einer Überraschung begrüßt.

    Bradley Secker
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    Nader hat Kerzen in Form eines Herzens im Raum angeordnet - und in der Mitte wurden sie so platziert, dass sie die Buchstaben „N“ und „O“ für ihre Anfangsbuchstaben bilden.

    Bradley Secker
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    Die Inhalte der beiden Koffer enthalten sein Leben und zeigen den fließenden Widerstreit zwischen Omars Identität als Schwuler und Moslem: knallpinke Hausschuhe in Penisform, ein muslimischer Gebetsteppich, syrische und türkische Süßigkeiten, ein Dildo, eine Regenbogenflagge, ein Koran, knappe Unterwäsche, Winterjacken und ein halbtransparentes Bauchtanz-Outfit.

    Sich in einer neuen Stadt einzuleben benötigt Zeit. Nader und Omar studieren beide in Norwegen und es warten viele Möglichkeiten auf sie. Nachdem sie mit Istanbul die größte Hürde hinter sich gelassen haben, ein Ort, an dem Nader ein wöchentliches Treffen für Arabisch sprechende LGBT-Flüchtlinge namens "Tea & Talk" eingerichtet hat, haben beide ein seltenes Happy Ending gefunden.

    Am ersten Morgen in Bergen sagte Omar, „Schau, ich musste nicht mit dem Boot kommen und durch Europa laufen - ich bin geflogen! Als das Flugzeug abhob sagte ich, 'Danke Gott!'“

    Die Realität holte beide schnell ein und sie fanden sich beide glücklich Händchen haltend auf ihrem Sofa wieder, lächelnd.

    Bradley Secker