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Posted on 10. Mai 2017

22 Dinge, die deine Vagina dir zum Thema Masturbation sagen will

Hast du deine Klitoris in letzter Zeit gewürdigt?

1. Erstens: Selbstbefriedigung ist kein bloßer Ersatz für Sex, sondern ein einzigartiges, wichtiges sexuelles Ventil.

HBO / Via octopussoir-.tumblr.com

„Das Masturbieren wird oft zum Bürger zweiter Klasse degradiert”, sagt Dr. Patti Britton, Sexualforscherin und Gründerin von Sex Coach U, im Gespräch mit BuzzFeed Health. „Dabei sollte es wirklich als Bürger erster Klasse angesehen werden. Es ist kein Schritt zurück, aber ein Zusatz ist es auch nicht. Es ist eine lebenslange Beziehung zum Körper und zur eigenen Sexualität.”

2. Den Orgasmus zum ultimativen Masturbationsziel zu machen, kann Leistungsangst hervorrufen.

3 Arts Entertainment / Via reddit.com

Manchmal will man einen Orgasmus, weiß auch genau, wie man ihn kriegt, doch dann macht man ihn zunichte. Na toll. Wenn es aber schwerfällt, zum Höhepunkt zu kommen, dann vielleicht deshalb, weil man sich zu sehr bemüht. In dem Fall sollte man vom zielorientierten Masturbieren ablassen, um den Druck herauszunehmen und sich nur auf das Vergnügen konzentrieren – ohne die Sorge, ob man kommt oder nicht.

3. Indem man zunächst entdeckt, wie man ohne Sexspielzeuge zum Höhepunkt kommt, schafft man sich eine super Grundlage, um mit verschiedenen Orgasmusarten zu experimentieren.

NBC / Via millsbizz.tumblr.com

Vibrator-Orgasmen sind klasse. Sofern aber keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen, welche die Klitoris weniger empfindlich machen (damit werden wir uns noch ein wenig befassen), sollte man den eigenen Körper ohne Sexspielzeuge erkunden. Das kann lehrreich sein und zu Orgasmen führen, die man nicht für möglich gehalten hätte. „Man muss erst die Grundlagen erlernen, das Ausflippen kommt später“, so Britton.

4. Der Hauptgrund, warum manche Menschen mit Vagina nur schwer zum Höhepunkt kommen, ist, dass sie ihre Klitoris nicht benutzen.

Comedy Central / Via southpark.wikia.com

Sicherlich: Jeder Körper ist anders. Aber man kommt BEI WEITEM häufiger durch das Stimulieren der Klitoris als durch die Penetration zum Orgasmus. „Viele Leute brauchen nur einen Vibrator und eine Anleitung zur Kitzlerstimulation, um den Höhepunkt zu erreichen”, erklärt Dr. Lauren Streicher, zertifizierte Gynäkologin und Autorin von Sex Rx, im Gespräch mit BuzzFeed Health. „Die Ursache Nummer eins, warum manche Frauen noch nie einen Orgasmus hatten, ist ihr Glaube, dass es durch den Geschlechtsverkehr geschehen wird.”

5. Sehr viele Frauen brauchen außerdem die gleichzeitige Stimulation verschiedener erogener Zonen, um den bestmöglichen Orgasmus zu bekommen.

DreamWorks Animation / Via abetterchapter.tumblr.com

Wenn man für sich feststellt, dass es mit der reinen Kitzlerstimulation nicht funktioniert, dann kann man mit den von Fachleuten so genannten „Mischorgasmen” herumprobieren. Das heißt: mit den Fingern oder einem Sexspielzeug eindringen, während man die Klitoris stimuliert. Oder wer weiß, vielleicht hat man andere erogene Zonen, die zum Höhepunkt führen. Nur zur Information: Brustwarzenorgasmen gibt es wirklich.

„Es ist wirklich wichtig, dass man mit seinen Erregungszonen experimentiert, um rauszufinden, was am meisten stimuliert”, meint Britton.

6. Ein Vibrator zerstört nicht die Fähigkeit, ohne Vibrator zum Höhepunkt zu kommen.

Alice Mongkongllite / BuzzFeed / Via buzzfeed.com

Ein verbreiteter Mythos besagt, dass durch die Verwendung eines Vibrators die Nervenenden der Klitoris unempfindlich werden. Doch das ist ganz einfach nicht wahr.

„Der Orgasmus mit dem Vibrator ist vielleicht anders, eventuell ist er intensiver oder er kommt schneller”, sagt Streicher. „Aber wenn man in der Lage ist, ohne Vibrator zu kommen, dann geht diese Fähigkeit nicht verloren, nur weil man einen Vibrator benutzt.”

7. Allerdings werden die Nerven möglicherweise durch die längere Stimulationszeit so strapaziert, dass man für eine kurze Zeit lang weniger empfindlich ist.

queen-of-motherlode.tumblr.com / Via instagram.com

Das passiert in der Regel bei langer, direkter Stimulation mit großen, leistungsstarken Vibratoren. „Bleibende Schäden bekommt man davon aber nicht”, sagt Streicher. „Man muss nur eine Pause machen, damit sich die Nervenenden etwas erholen können.”

8. Nichtsdestotrotz gibt es Menschen, die nur mithilfe eines Vibrators kommen können, und auch das ist vollkommen okay.

9. Außer dass es Spaß macht und sich toll anfühlt, ist Masturbieren auch – ja, richtig – gesundheitsfördernd.

3 Arts Entertainment / Via voldemxrt.tumblr.com

Britton sagt, es lindert Stress, hilft beim Entspannen und lässt den Endorphin- und Testosteronspiegel in die Höhe ansteigen, was für bessere Laune sorgt. Also: Ruhe bewahren und weiter masturbieren.

10. Die Klitoris ist ein großes Gebilde und lässt sich auf verschiedene Arten stimulieren.

@virage_v2 / Via instagram.com

Wer an die Klitoris denkt, hat vermutlich den kleinen, knopfähnlichen Teil vor Augen, der von außen sichtbar ist. Tatsächlich, sagt Britton, hat die Klitoris Verzweigungen, die bis unter die Haut reichen, zu beiden Seiten der Vulva, etwa in Form einer Wünschelrute. Diese so genannten Schenkel enthalten Schwellkörpergewebe und können sich ebenso wie ein Penis mit Blut füllen und stimuliert werden.

Verschiedene Ideen, wie du mit deiner Klitoris spielen kannst, findest du in diesem Beitrag.

11. Außerdem kann für die Klitoris, genau wie für die Vagina, die Verwendung von Gleitmittel von Vorteil sein.

Jennifer Lopez VEVO / Via buzzfeed.com

Gleitmittel ist nicht nur erforderlich, um das Eindringen leichter und sicherer zu machen. Es verringert auch die Gefahr von Reizungen der empfindlichen Klitorishaut, wie BuzzFeed Health an anderer Stelle berichtete. Wer also reiben, tippen oder anderweitig mit der Klitoris spielen will, sollte in Betracht ziehen, ein paar Tropfen Gleitmittel zu nehmen.

12. Wenn Spielzeuge verwendet werden, dürfen Sauberkeit und Hygiene nicht zu kurz kommen.

http://@sophie.crow / Via instagram.com

Wird ein Sexspielzeug nicht richtig gewaschen oder aufbewahrt, kann es Britton zufolge Probleme geben – sei es, weil das Spielzeug dann schneller kaputtgeht, sich verformt oder weil man eine Infektion bekommt. „Durch Masturbation werden zwar keine Geschlechtskrankheiten übertragen”, so Britton. „Aber Sauberkeit und eine gute Hygiene sind wichtig und schaffen Sicherheit.”

Jedes Spielzeug braucht andere Pflege, aber die Grundlagen kann man hier lernen.

13. In diesem Sinne ist das Verwenden von Kondomen mit Sexspielzeugen ein toller Weg, um sich das Leben leichter zu machen.

@lifestylesbettertogether / Via instagram.com

Das gilt natürlich für poröse Spielzeuge, die nur mit einem Kondom hygienisch sind, aber selbst bei Silikon und anderen nicht porösen Materialien kann man Zeit sparen, indem man sie „verpackt”. Zunächst einmal, sagt Streicher, muss man nicht aufspringen und seine Spielzeuge waschen, nachdem man sie benutzt hat. Und man kann das gleiche Spielzeug in ein und derselben Masturbationssitzung vaginal und anal verwenden, sofern es sich um ein für anale Penetration sicheres Spielzeug mit verbreiterter Basis handelt. Man braucht nur die Kondome zu wechseln, statt das Spielzeug zwischendurch zu waschen oder, schlimmer, nichts zu tun und sich selbst zu infizieren – BITTE NICHT.

Darüber hinaus bietet ein Kondom die Möglichkeit, verschiedene bevorzugte Gleitmittel für die Spielzeuge zu benutzen, sagt Streicher. Zum Beispiel verträgt sich silikonhaltiges Gleitmittel nicht mit Silikonspielzeugen, aber das ist kein Problem, wenn man über den Dildo ein Kondom zieht.

14. Nichtsdestotrotz sollte man, wenn man seine bevorzugte Orgasmus-Methode einmal gefunden hat, auch bei ihr bleiben. Denn die ist natürlich geil.

NBC / Via buzzfeed.com

„Wir alle haben das, was ich den persönlichen Rhythmus nenne”, sagt Britton. „Und wenn man den Rhythmus einmal gefunden hat, behält man ihn am besten bei, denn das ist der sichere Weg, um zu bekommen, was man will. Und das ist in der Regel ein vorzüglicher Orgasmus.”

15. Frauen jedoch, die es mit einem Partner nicht zum Höhepunkt schaffen, sollten sich vielleicht einmal anschauen, wie sie eigentlich masturbieren.

Fox Searchlight / Via anthonyplatinumice.tumblr.com

Viele Menschen haben Masturbationsmuster, die schon lange pflegen, die aber nicht auf den Sex mit einem Partner übertragbar sind, sagt Britton. Ein Beispiel: Hat man sich früher immer an einem Kissen gerieben, um einen Orgasmus zu kriegen, gibt es keine Möglichkeit, dieses Gefühl mit einem Partner nachzuempfinden. Beim Sex mit einem Partner muss sich zwar nicht alles um das Erreichen des Orgasmus drehen, aber wenn man frustriert ist, hilft es vielleicht, von dem verlässlichen Masturbationsmuster Abstand zu nehmen. Man kann versuchen, andere Wege zum Orgasmus zu finden, und dann schauen, ob sich das auf den partnerschaftlichen Sex übertragen lässt.

16. Das Masturbieren kann helfen, Sex mit anderen Menschen mehr zu genießen.

Logo TV / Via logotv.tumblr.com

Die Masturbation ist eine wichtige Basis für jegliche Aktivität mit dem Partner. „Wenn man nicht weiß, was sich gut anfühlt, dann ist man auch nicht in der Lage, dem Partner zu zeigen, wo es langgeht”, sagt Dr. Sherry Ross, zertifizierte Gynäkologin und Autorin von She-ology: The Definitive Guide to Women’s Intimate Health. Period, im Gespräch mit BuzzFeed Health. „Es beginnt damit, dass man den eigenen Körper kennen lernt und sich nicht dafür schämt, eine gesunde, von Vergnügen geprägte Sexualität zu haben.”

17. Und wenn es mal eine Durststrecke zwischen den Sexualpartnern gibt, dann kann man mit Masturbation sozusagen die Pumpe vorbereiten.

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Nur um sicherzustellen, dass man nicht vor Geilheit verrückt wird, während man darauf wartet, Sex zu haben. „Wenn früher eine Wasserpumpe, die über einer Quelle stand, nicht oft genug benutzt wurde, dann musste man wirklich fest drücken, bis das Wasser wieder floss”, sagt Britton. „Wenn man die Pumpe aber entsprechend vorbereitete, bekam man das Wasser leichter heraus. Die Metapher zeigt, wozu das Masturbieren uns dient und wie sie uns hilft, Zeiten ohne Sexualpartner zu überstehen. Wir sorgen dafür, dass die Säfte weiter fließen und das Blut weiter zirkuliert.”

18. Das Vorspiel kann bei der Selbstbefriedigung ebenso wichtig sein wie beim Sex mit einem Partner.

claryalec.tumblr.com

Es ist wirklich wichtig, gut „geschmiert” zu sein, egal, ob man Sex mit jemand anderem oder mit sich selber hat. Es ist also sehr hilfreich, sich so richtig schön anzutörnen. Viele Leute verzichten darauf, aber Britton ist ebenfalls eine große Befürworterin des Vorspiels beim Masturbieren, weil das echt geil sein kann.

19. Um einen Vibrator auszuwählen, sollte man möglichst selbst in einen Sexshop gehen. So findet man eher ein perfekt passendes Gerät.

@babeland_toys / Via instagram.com

Onlinebestellungen sind auch sehr gut – und diskret, falls das erforderlich ist. Aber manchmal lohnt es sich, ein Geschäft aufzusuchen. „Man will sein Spielzeug ja erst einmal antesten”, sagt Britton. „Stimmt die Größe? Hat es eine ansprechende Form? Wie fühlt sich die Vibration in der Hand an?"

Fühlt sich die Vibration in den Händen zu intensiv an, dann wird sie der Klitoris oder Vagina wahrscheinlich auch nicht gefallen. Außerdem gibt es verschiedene Vibrationsarten, die man nur persönlich erspüren kann. Manche sind langsam und rumpelig, andere sind eher „lebhaft” oder konzentrieren sich auf einen bestimmten Punkt, wieder andere vibrieren eher diffus – solche Sachen halt. Beim persönlichen Kauf hat man die Gelegenheit, zu erspüren, was fasziniert und was nicht.

20. Man kann sich im Prinzip selber so konditionieren, dass man geil wird, wenn man aus irgendeinem Grund gestresst, müde oder traurig ist und dann zu masturbieren beginnt.

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Man denke nur an die pawlowschen Hunde: Masturbiert man nach einem konstanten Muster, dann kann eine Aktivität eine Erregungsreaktion auslösen, wie BuzzFeed Health an anderer Stelle berichtete. Sagen wir zum Beispiel, man masturbiert, um Stress zu lindern, oder um sich Auftrieb zu geben, wenn man deprimiert ist. Das kann den Körper schließlich so konditionieren, dass man jedes Mal supergeil wird, wenn man stressgeplagt oder traurig ist. Der Körper reagiert möglicherweise auf Stress oder Traurigkeit mit „Ich glaube, es ist an der Zeit zu masturbieren! LASS MICH NUR GANZ SCHNELL GEIL WERDEN.”

Von daher: vielleicht öfter mal die Dinge vermischen. Für alle Fälle.

21. Wenn man generell Schwierigkeiten hat, zu masturbieren oder zum Orgasmus zu kommen, dann könnte das eine mentale Ursache haben. Dafür ist Hilfe erhältlich.

Fox / Via giphy.com

Viele Frauen und Menschen mit Vaginas sind in einer kulturellen oder religiösen Umgebung aufgewachsen, die ihnen ein negatives Bild von der weiblichen Masturbation und Sexualität vermittelt hat, sagt Streicher. Daher kann es sein, dass man es mit einer inneren Scham zu tun hat, die auf diesen tief sitzenden Überzeugungen gründet und das Verhältnis zur eigenen Sexualität stört. Streicher ermuntert jeden Menschen, der sich damit auseinandersetzt, einen Sexualtherapeuten aufzusuchen.

„Das sind Männer und Frauen, speziell dafür ausgebildet, um mit kulturellen und religiösen Belangen umzugehen, die die Fähigkeit eines Menschen, sexuell zu reagieren, beeinflussen”, sagt Streicher. „Einige dieser Dinge sind rein medizinischer Natur und können vom Gynäkologen behandelt werden. Sehr häufig ist aber auch ein zertifizierter Sexualtherapeut erforderlich.”

22. Und wenn du nicht weißt, was du beim Masturbieren machen sollst, oder wenn du etwas an deiner Masturbationsweise ändern willst, dann ist OMGYes eine tolle, lehrreiche Webseite. Dort werden in Videos und Tutorials verschiedene Masturbationstechniken ausführlich erklärt.

omgyes.com

Die Videos sind eher unkompliziert und informativ als pornografisch, aber aufgepasst: Für den Arbeitsplatz geeignet sind sie trotzdem nicht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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