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Mit diesen 6 simplen Schritten kannst du Fake News ganz einfach enttarnen

Luft holen und keine vorschnellen Schlüsse ziehen war noch nie der falsche Ansatz.

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1. Check die URL. Woher kommt die Story?

thelastlineofdefense.org

Bei Facebook und Twitter kannst du sehen, von wo aus diese Informationen verbreitet werden. Im Browser solltest du dir die URL in der Adressleiste genauer ansehen.

Hat die Seite einen seltsamen oder unbekannten Namen, such die gleiche Story unter Google News. Dafür gibst du die wichtigsten Suchbegriffe ein, zum Beispiel "Berlin" "Breitscheidplatz" "Lkw", und klickst dann auf "News". Dann schau dir an, wer noch darüber berichtet. Gibt es keine anderen (namhaften) Quellen, ist das ein großes Warnsignal.

Außerdem haben Seiten für Fake News oft echt klingende Namen, wie zum Beispiel ABCNews.com.co instead of ABCNews.go.com.

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2. Lies das Impressum. Findest du dort klare Informationen darüber, wer die Webseite führt? Wie werden die Inhalte beschrieben?

der-postillon.com

Webseiten ohne so eine Rubrik und ohne diese Informationen sollten mit Vorsicht behandeln werden.

3. Hat die Story ein Zitat von einer bekannten Person oder von jemandem mit einer offiziellen Funktion, kopiere und google es.

thelastlineofdefense.org

Fake News arbeiten oft mit falschen Zitaten, um den Berichten Glaubwürdigkeit zu verleihen. Wenn du danach suchst und keine anderen etablierten Medien davon berichten, ist das Zitat womöglich frei erfunden.

4. Klick die Links an und sei skeptisch, wenn es keine gibt und/oder keine bekannten Quellen (wie Nachrichtenagenturen oder Behörden) genannt werden.

thelastlineofdefense.org

In Fake News-Stücken werden oft sensationelle Behauptungen verbreitet, ohne dass diese belegt werden. Sieh dir also genau an, woher sie kommen. Werden Personen oder Organisationen genannt? Wird auf andere Medienberichterstattung verwiesen, ohne darauf zu verlinken?

Auch "leere" Links, mit denen du lediglich auf die Homepage verwiesen wirst und nicht auf einen richtigen Artikel, sollten dich sehr misstrauisch machen.

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5. Google die Bilder.

Ein anderes Merkmal von Fake News ist, dass Bildmaterial von echten Berichten oder anderen Online-Quellen zweckentfremdet wird. Das lässt sich oft sehr einfach nachprüfen.

Wenn du Chrome benutzt, kannst du mit einem Rechtsklick das Bild googlen. Mit dieser Funktion werden die Bilderdatenbanken der Suchmaschine durchforstet. Sieh dir an, wo das Bild noch veröffentlicht wurde, und ob die Seiten das Gleiche berichten.

Im Beispiel oben hat sich schnell gezeigt, dass das Bild des angeblichen Attentäters, der einen Lkw in eine Menschenmenge gelenkt haben soll, tatsächlich den Berliner Rapper M0K zeigt. Das Bild stammt aus diesem Interview.

Du kannst auch direkt auf Google Images gehen, auf die Kamera klicken und das Bild entweder von deinem Computer oder mithilfe eines Links einbinden.

6. Wenn die Story zu perfekt/zu gut/zu krass/ ist, um wahr zu sein oder dich sehr stark emotional anspricht, beruhig dich erstmal kurz.

The Late Late Show With James Corden

Fake News appellieren vor allem an deine Gefühle und schüren Panik.

Statt solche Berichte gleich zu glauben und weiter zu verbreiten, warte einen Moment ab und sieh, ob diese Informationen von offizieller Seite bestätigt werden. Luft holen und nicht sofort Schlüsse ziehen, ist nie der verkehrte Ansatz.

Bei unseren Kollegen findest du auch noch diese Fake News-Checkliste, die du dir mal genauer ansehen kannst.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Craig Silverman is a media editor for BuzzFeed News and is based in Toronto.

Contact Craig Silverman at craig.silverman@buzzfeed.com.

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