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So ist Sex nach einem sexuellen Übergriff

"Er hat mir nicht meinen Körper und meine Einwilligung gestohlen. Sie gehören immer noch mir. Ich bin noch am Leben."

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Vor Kurzem baten wir die BuzzFeed Community darum, uns mitzuteilen, wie sexuelle Übergriffe ihr Sexleben beeinflusst haben und welche Ratschläge sie für andere Opfer haben.

Hinweis: Die folgenden Geschichten enthalten manchmal deutliche Beschreibungen von sexueller Gewalt sowie Erwähnungen von Selbstverletzung und Suizid.

Die hier gegebenen Ratschläge können keine professionelle Hilfe ersetzen. Unter der gebührenfreien Nummer 0800 22 55 530 kannst du dich an die Berater des „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden. Auf der Webseite beauftragter-missbrauch.de erhältst du weitere Informationen.

Und vor allem glauben wir dir.

1. "Dein Körper gehört dir und er ist schön, so wie er ist und es ist möglich, wieder ein gesundes Verhältnis zu ihm aufzubauen. Du hast nichts falsch gemacht."

instagram.com

"Ich bin eine Überlebende sexueller Gewalt. Der Tag, an dem ich im Alter von 17 Jahren von meinem damaligen Freund und seinem besten Kumpel vergewaltigt wurde, jährt sich bald zum zehnten Mal. Ich schreibe diese Zeilen, weil es für mich ein therapeutischer Akt ist, denn so gern ich auch von einer speziellen Methode, die mir zur Genesung verhalf, oder einem Aha-Erlebnis berichten möchte, ich kann es nicht.

Das ist Heilen und es ist ein langwieriger Prozess. Ich bin immer noch nicht vollständig genesen und werde es vielleicht nie sein. Ich habe unzählige Male Therapeuten, Meditationsexperten, Ärzte, Blogs und Berater für Vergewaltigungsopfer zu Rate gezogen. Leider hat mir nur die Zeit selbst geholfen. Was mir geschehen ist, werde ich nie vergessen, aber es ist Teil meines Lebens und ich lerne, damit auf positive Art und Weise umzugehen. Wenn ich jemandem einen Rat geben müsste, so würde dieser lauten, nachsichtig mit sich selbst umzugehen, da es keinen herkömmlichen Weg der Heilung gibt. Dein Körper gehört dir und er ist schön, so wie er ist und es ist möglich, wieder ein gesundes Verhältnis zu ihm aufzubauen. Du hast nichts falsch gemacht."

—Lizzie, 27

2. "Sogar mit Umarmungen von Freunden oder Familienmitgliedern habe ich ein Problem."

"Als ich 13 war, wurde ich von einem Klassenkameraden, der auch ein guter Freund von mir war, sexuell missbraucht. Seitdem sind mir Gespräche, die Sex zum Thema haben, unangenehm. Mir ist es gelungen, niemanden an mich ranzulassen. Über mich selbst zu reden, ist mir ein Graus, weil ich seit diesem Erlebnis nichts als Ekel vor mir selbst empfinde.

Es ist jetzt sechs Jahre her, aber es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an den Folgen dieses Erlebnisses leide. Für mich ist es nahezu unmöglich, mit jemandem Kontakt zu haben. Sogar mit Umarmungen von Freunden oder Familienmitgliedern habe ich ein Problem. Das Erlebnis hat seinen Tribut gefordert, aber in letzter Zeit habe ich gelernt, darüber hinwegzukommen, sodass es mir keine weiteren Wunden zufügen kann.

—Cameron

3. Wenn sich meine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) besonders stark äußert, muss ich von typischen 'romantischen' Bekundungen (Händchenhalten, Küssen, Berühren) Abstand halten können."

Wundervisuals / Getty Images

"Ich bin queer und transgender. Ich wurde ungefähr drei Jahre lang mehrmals sexuell missbraucht. Als Folge leide ich unter PTBS. Ich habe Albträume, leide unter Nachtangst, Schlaflosigkeit und Bindungsangst. Abgesehen davon bin ich mit meiner Freundin seit knapp einem Jahr zusammen. Bevor wir anfingen, miteinander auszugehen, waren wir beste Freunde. Sie war der erste Mensch, dem ich mich anvertraut und von dem Missbrauch erzählt habe. Ihre Unterstützung hat mir ungemein bei meiner Genesung geholfen.

Was romantische und sexuelle Beziehungsaspekte angeht, so bin ich persönlich ehrlich gegenüber möglichen Partnern und verheimliche meine Vergangenheit nicht. Ich sage ihnen ganz klar, was ich brauche. Ich brauche ein höheres Maß an Zustimmung. Ich muss das Gefühl haben, die Dinge langsamer angehen zu können, als mein Partner es vielleicht gewohnt ist. Wenn sich meine PTBS besonders stark äußert, muss ich von typischen 'romantischen' Bekundungen (Händchenhalten, Küssen, Berühren) Abstand halten können. Manchmal muss ich meine Freundin sogar darum bitten, nicht 'Ich liebe dich' zu sagen, weil dies Erinnerungen auslösen kann. Von Zeit zu Zeit muss ich mich einfach ein wenig zurückziehen, um die Wut kontrolliert abzureagieren."

—Anonym

4. "Ich kann wegen dieser Erfahrung immer noch nicht der nehmende Part sein."

"Ich wurde 2013 von einem Typen missbraucht, den ich zufälligerweise bei Wendy's getroffen habe. Er war Angestellter. Ich zog gerade in meine eigene Wohnung und freute mich darüber, Leute einzuladen. Ich gab ihm meine Nummer. Er kontaktierte mich ein paar Tage später und fragte, ob ich Lust auf 'Netflix and Chill' und gegenseitiges Kennenlernen hätte. Naiv wie ich war, sagte ich ja.

Er drängte mich dazu, unten zu liegen, was ich nicht wollte. Ich sagte, er soll ihn rausziehen und aufhören, doch er machte weiter und kam zum Höhepunkt. Dann sagte er, dass er wegmuss. Er hat auch mein Handy mitgenommen. Am Ende ging ich ins Wohnheim meines Ex' und schließlich ins Krankenhaus, wo ich ein "Rape Kit" hatte, nachdem mir klar wurde, was geschehen war. In den nächsten Monaten war ich ängstlich und wütend. Zum Glück bestand ich darauf, dass er ein Kondom benutzt und bin frei von Geschlechtskrankheiten. "Aber ich kann wegen dieser Erfahrung immer noch nicht der "Bottom"-Part sein."

—S.C.

5. "Jedes Mal liege ich danach da und frage mich, ob es eigentlich das Richtige war und ob ich es überhaupt wollte oder nur der anderen Person einen Gefallen tun wollte."

G_ / Getty Images

"Als ich 15 Jahre alt war, wurde ich während ich schlief (ich stand unter dem Einfluss eines stark sedierenden Neuroleptikas) von meinem damaligen Freund vergewaltigt. Es war ein sehr traumatisches Erlebnis: Ich wurde von der Polizei mit Ohrfeigen aufgeweckt, nackt, mit bis zu den Knöcheln heruntergezogener Unterwäsche von Freitag (es war mittlerweile Dienstag) und unfähig irgendetwas zu fühlen, außer diesem brennenden Schmerz in meiner Vagina und meinem Anus. Jahrelang musste ich Schuldzuweisungen (seitens meiner verständnislosen Eltern) über mich ergehen lassen.

Bis heute ist es für mich sehr schwierig, das Bett mit jemandem zu teilen. Ich habe die Fähigkeit verloren, meinen Körper wertzuschätzen und neige dazu, andere einfach das tun zu lassen, was sie wollen. Beängstigend und abartig ist für mich die Tatsache, dass mein Körper reagiert und die andere Person denkt, dass ich zustimme, weil ich körperlich erregt bin. Auf emotionaler und mentaler Ebene passiert in mir jedoch etwas ganz anderes.

Nachdem ich mit jemandem zusammen war, liege ich jedes Mal da und frage mich, ob es eigentlich das Richtige war und ob ich es überhaupt wollte oder nur der anderen Person einen Gefallen tun wollte. In den meisten Fällen muss ich mir eingestehen, dass ich es nur ihretwegen getan habe. Beim Sex mit Männern spüre ich keine Leidenschaft. Deshalb bin ich lieber mit einer Frau zusammen; da fühle ich mich ungezwungener und sicherer. Eines Tages würde ich gern Kinder haben, ich befürchte aber, dass es aufgrund meiner Unfähigkeit, mich auf jemanden einzulassen, nie dazu kommen wird."

—Anonym

6. "Betrachte deine Sexualität ohne schlechtes Gewissen und finde nach und nach zurück zu ihr."

"Als ich sieben Jahre alt war, wurde ich sexuell missbraucht und dadurch Jahre früher mit meiner Libido konfrontiert, als von der Natur vorgesehen. Ich masturbierte und hatte Orgasmen, ohne zu wissen, was da eigentlich passierte, und ich war stets davon überzeugt, körperlich krank zu sein. Erst in der Mittelstufe entdeckte ich, was es damit auf sich hatte, aber da hatte sich schon ein überwältigendes Schamgefühl im Hinblick auf meine Sexualität eingestellt.

Ich unternahm einen Selbstmordversuch und kurz vor meinem zweiten Versuch entdeckte meine Mutter die Einschnitte am Arm. Ich wurde in Therapie gesteckt und ich erinnere mich noch genau daran, wie ich zu dem Therapeuten sagte, dass ich überhaupt nichts erzählen werde, wenn man mich dazu zwingt. Genau das hat mit meine Kraft zurückgegeben. Es war nur ein kleiner Schritt, aber von da an lernte ich Nein zu all jenen Dingen zu sagen, die ich nicht tun wollte oder die nicht meine Zustimmung fanden.

Ein weiteres Werkzeug, das ich auf dem Weg meiner Heilung nutzte, war die Masturbation. Einst ein instinktiver Drang, der in mir Ekel hervorrief, verlieh mir die Masturbation jetzt ein Gefühl der Selbstbestimmtheit. Es lag nun in meiner Hand, mich gut zu fühlen, und niemand konnte mir diese Kontrolle wegnehmen. Es war mein Körper, ich konnte ihn anfassen, und niemand sonst hatte ohne meine Zustimmung das Recht dazu. Ich habe Fanfic gelesen, die mich triggerte, bis sich meine emotionale Reaktion nach und nach abschwächte. Sozusagen eine selbst auferlegte Konfrontationstherapie.

Mein Rat an alle Überlebende lautet, alles zu tun, das ihnen dabei hilft, sich als stark und selbstbestimmt zu erleben. Tu das, was dir am Herzen liegt, sei es auch noch so albern oder banal, ganz einfach weil es dir Freude bereitet. Betrachte deine Sexualität ohne schlechtes Gewissen und finde nach und nach zurück zu ihr. Schau dir deinen Körper an und mach dir klar, wie viele erstaunliche Dinge er für dich tut. Lass Gefühle wie Scham, Einsamkeit und Isolation zu. Und allmählich findest du selbst einen Weg aus diesem Loch heraus. Rückschläge werden wohl nicht ausbleiben und das ist völlig okay. Das Wichtigste ist jedoch, die Liebe zu dir selbst nie aus den Augen zu verlieren. Denn die kann dir niemand wegnehmen."

—Anonym

7. "Du machst dir konstant Sorgen darüber, ob es respektiert wird, wenn du deine Zustimmung zurückziehst oder dass du zwischendrin einen Nervenzusammenbruch erleidest."

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"Sex nach einem Übergriff ist eigenartig. Auf der einen Seite kann es ein stärkendes Gefühl sein, auf enthusiastische Weise Einvernehmlichkeit mit einer anderen Person zu haben und deine eigene Sexualität und Freiheit zurückzugewinnen, aber gleichzeitig machst du dir konstant Sorgen darüber, ob es respektiert wird, wenn du deine Zustimmung zurückziehst oder dass du zwischendrin einen Nervenzusammenbruch erleidest."

Beziehungen sind schwerer. Es ist viel schwerer, darüber nachzudenken, jemandem emotional zutiefst zu vertrauen, nachdem dein Vertrauen in Menschen zerstört wurde. Ich will nicht, dass noch eine andere Person Kollateralschaden in meinem chaotischen Gehirn und in meinen Post-Übergriffs-Problemen ist.

—Katie

8. "Die fünf Monate in therapeutischer Behandlung haben mein Leben verändert."

"Ich wurde fünf Jahre lang von meinem Stiefvater missbraucht – dem Mann, der mich durch meine Teenager-Jahre begleitete und den ich tatsächlich als Vaterfigur betrachtete. Dieses Erlebnis hatte enorme Auswirkung auf mein weiteres Leben. Ich empfand Ekel vor mir selbst. Ich fing an unter Depressionen und Angstzuständen zu leiden. Um damit fertig zu werden, entwickelte ich ein Alkoholproblem und führte einen riskanten Lebensstil. Im Grunde genommen wollte ich mir meine Sexualität und das, was er mir genommen hatte, zurückholen, indem ich überall nach Aufmerksamkeit suchte. Damit kam auch das Ende meiner fünfjährigen Beziehung.

Dieses Verhaltensmuster bestimmte zwei Jahre meines Lebens, ehe ich erkannte, dass ich ein Problem hatte. Ich redete mir ein, es sei okay, dass ich stark sei und dass andere Missbrauchs- und Vergewaltigungsopfer noch schlimmer dran sind. Ich habe mich weder als Überlebende noch als Opfer gesehen, bis ich mich nach einem drei Wochen dauernden Party-Besäufnis für eine Therapie entschied.

Die fünf Monate in therapeutischer Behandlung haben mein Leben verändert. Ich kann jetzt lachen. Wenn Männer mit mir reden oder nett zu mir sein wollen, habe ich das Gefühl, dass sie mir vielleicht nicht weh tun wollen. Sie könnten eigentlich echt nett sein. Zum ersten Mal seit zwei Jahren bin ich verliebt. Ich habe jemand an mich ran gelassen und nicht zurückgewiesen. Noch kann ich nicht den Mut aufbringen, meiner Mutter und meiner Familie davon zu erzählen, aber ich habe gelernt, dass dies meine Geschichte ist, die ich nach meinen eigenen Bedingungen, wann und wie es mir selbst gefällt, erzählen kann. Die Heilung geht ganz allmählich vonstatten, aber ich kann endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen und ich weiß, dass dieses Erlebnis irgendwann nicht mehr mein Leben bestimmen wird. Es wird bloß ein Punkt auf einer Karte sein."

—Anonym

9. "Mein Erlebnis mit anderen zu teilen, trägt dazu bei, meine männliche Identität zurückzugewinnen und der Mann zu werden, der ich eines Tages sein möchte."

Chalabala / Getty Images

"Mein älterer Cousin hat mich sexuell missbraucht, als ich etwa acht Jahre alt war. Meiner Familie habe ich nie etwas erzählt; nur wenige Freunde wissen davon. Weil wir beide männlich sind, hat mir das Angst gemacht. Vor Kurzem habe ich mich damit arrangiert, homosexuell zu sein, aber aufgrund dieses Erlebnisses hatte ich lange Zeit damit zu kämpfen und habe meine Homosexualität schlichtweg verleugnet – 24 Jahre um genau zu sein – da ich das, was er mir angetan hatte und meine Gefühle hinsichtlich meiner sexuellen Orientierung unmittelbar verband.

Mein ganzes Leben lang habe ich an Angstzuständen, Depressionen, Gefühlen der Scham, Gefühllosigkeit und Isolation gelitten, die alle auf den Missbrauch zurückzuführen sind. Ich habe die Entscheidung getroffen, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen und habe mich den meisten meiner Freunde gegenüber geoutet; noch fehlt mir der Mut, es meinen Eltern zu erzählen. Ich schreibe viel in mein Tagebuch, um meine Gefühle zu ordnen und besser verarbeiten zu können. Freunde zu haben, die mich verstehen und unterstützen, hilft mir, mit dem Missbrauch fertig zu werden. Mein Erlebnis mit anderen zu teilen, trägt dazu bei, meine männliche Identität zurückzugewinnen und der Mann zu werden, der ich eines Tages sein möchte."

—Anonym

10. "Sexuell missbraucht worden zu sein, hat mein Sexualleben wie ein langsam brennendes Feuer beeinflusst."

Sexuell missbraucht worden zu sein hat mein Sexualleben wie ein langsam brennendes Feuer beeinflusst. Unmittelbar nach dem Vorfall fühlte ich mich völlig okay. Als ich 19 Jahre alt war, lernte ich meinen langjährigen Freund kennen, mit dem ich ständig Sex hatte. Ich hatte eine sehr befriedigende Sexualität. Doch etwa ein Jahr später passierte es, dass ich plötzlich mitten im Liebesspiel stocksteif wurde. Es war, als würde meine Vagina schlagartig austrocknen. Ich hatte auf einmal das Gefühl, dass Sex nicht länger ein Geben und Nehmen war, sondern dass es nur noch ums Geben ging, darum, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Ich fühlte mich beim Sex benutzt; ich hatte das Gefühl, Gegebenheiten hinzunehmen, die ich so gar nicht wollte. Ich fing an, mich von ihm abzusondern und, was noch schlimmer ist, willigte weiterhin ein, mit ihm zu schlafen, nur um ihm einen Gefallen zu tun, obwohl es mich doch jedes Mal an die Vergewaltigung erinnerte.

Er hat mir immer gesagt, dass er lieber darauf verzichten würde, mit mir zu schlafen, wenn ich nicht auch Spaß dabei hätte. Er war und ist ein toller Mann, aber ich konnte mich einfach nicht länger mit der erzwungenen Intimität arrangieren. Vor kurzem habe ich unsere zweieinhalbjährige Beziehung beendet und die Schuldgefühle, die ich empfinde, sind manchmal einfach nicht zu ertragen. Ich weiß nicht, ob Sex für mich je wieder den Stellenwert einer einvernehmliche Handlung haben wird.

Ich bin der Meinung, dass jede Geschichte sexueller Gewalt ihre Bedeutung hat, unabhängig vom Grad der Gewalt oder dem Ausmaß des Traumas, das sich als Folge einstellt. Die Geschichte jeder Frau ist wichtig."

—Amber

11. "Als Folge des Missbrauchs litt ich an einer sexuellen Funktionsstörung; mein geduldiger und fürsorglicher Partner hat aber stets um meine Zustimmung gebeten und meine Grenzen akzeptiert."

Teraphim / Getty Images

"Als ich in der achten Klasse war, fing ich an, mich mit einem Mann aus gehobenen Kreisen zu treffen, den ich durch einen gemeinsamen Freund kannte. Wir haben uns ab und zu bis zu meinem vorletzten Jahr in der High School getroffen. Er hat mich schließlich emotional und seelisch massiv missbraucht, aber die Beziehung war auch von körperlichem und sexuellem Missbrauch (und Androhungen von noch mehr Gewalt) gekennzeichnet. Danach fühlte ich mich jeglicher Selbstachtung und Selbstwerschätzung beraubt.

Ich habe mich sehr bemüht, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen, aber ich leide immer noch an wiederkehrenden Albträumen und Angstzuständen. Als ich herausfand, dass der Täter wieder in unsere Heimatstadt gezogen war, wollte ich nicht einmal mehr meine Eltern besuchen, denn diesen Mann wiederzusehen, ist das Letzte was ich will. Allein das Wissen, dass er sich im selben Bundesstaat aufhält, gibt mir ein unangenehmes Gefühl.

Mein Rat an all jene, die sexuell missbraucht wurden, lautet, sich jemandem anzuvertrauen. Wenn du aktuell bedroht wirst, dann musst du es JETZT jemandem erzählen. Kümmere dich nicht darum, was andere denken könnten und hab keine Angst davor, in Schwierigkeiten zu geraten.

Als Folge des Missbrauchs litt ich an einer sexuellen Funktionsstörung; mein geduldiger und fürsorglicher Partner hat aber stets um meine Zustimmung gebeten und meine Grenzen akzeptiert. Es war extrem wichtig, dass ich mich absolut sicher mit meinem Partner fühle. Nach einiger Zeit konnte ich Sex wieder genießen. Ich will nicht behaupten, dass ich manchmal nicht auch schlechte Tage habe, aber man sollte nicht vergessen, dass es okay ist, wenn man mal nicht so gut drauf ist. Denn der nächste Tag kann schon wieder ganz wundervoll sein."

—Anonym

12. "Ich war nie wirklich in der Lage, mich beim Sex zu entspannen."

"In meinem ersten Studiensemester am College hatte ich eine Fernbeziehung. Wie so oft verlief die Beziehung anfangs gut, doch sie verwandelte sich erst allmählich und dann rasch in eine von Missbrauch geprägte Beziehung. Die Beziehung war hauptsächlich von emotionalem Missbrauch geprägt, der sich dann aber auch auf sexueller und körperlicher Ebene manifestierte. Er hat mich einfach nicht mehr angehört, wenn ich sagte, dass ich es nicht wollte, oder er wurde schrecklich wütend, weil 'Ich vorher nie so war', und letzten Endes habe ich einfach gelernt, den Mund zu halten und es hinzunehmen. Eines Tages konnte ich den nötigen Mut aufbringen, zu verschwinden und meine wunderbaren Freunde, die mir immer zur Seite standen, haben mich in den folgenden Monaten beschützt und sich um mich gekümmert.

Dank Therapie, Abstand und Freunden geht es mir jetzt besser, aber körperliche und sexuelle Intimität hat nicht die gleiche Qualität wie vorher. Bei jedem potentiellen Partner kursieren eine Unmenge an Szenarien in meinem Kopf, wenn sie versehentlich etwas tun, was zu tun ist, wenn ich eine Panikattacke habe und dass es nicht ihre Schuld ist – ich habe mich einfach noch nicht vollständig von dem Trauma erholt.

Ständig plagen mich Schuldgefühle. Partner neigen dazu, mich wie etwas unglaublich Zerbrechliches zu behandeln. Und ich war nie wirklich in der Lage, mich beim Sex zu entspannen. Leute haben es bei mir jetzt auch sehr viel schwerer als vorher, und selten übernachte ich bei jemanden, es sei denn, ich vertraue dieser Person vollkommen; mir fehlt einfach das Vertrauen, mich selbst beschützen zu können.

—Anonym

13. "Vor ein paar Jahren fing ich mit Burlesque an. Ich gewann meinen Körper auf eine sexuell gesunde Weise zurück und war nie glücklicher."

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"Mein sexueller Übergriff ereignete sich während meines ersten Jahres auf dem College. Ich hatte mich gerade als schwuler Mann geoutet und war Hals über Kopf in diesen Typen verliebt (wir kannten uns seit ein paar Jahren). Eines Nachts schrieb er mir und sagte, ich solle zu ihm kommen. Ich ging mit ihm zum Haus eines Freundes von ihm und sie begannen, zu trinken. Ich sagte ihm, dass ich mich dabei nicht wohlfühle und nur Wasser trinken möchte. Er ließ etwas locker, doch drängte mich wieder dazu, zu trinken, indem er Dinge sagte wie: 'Wenn du dich nicht betrinken willst, warum bist du dann hier?' und 'Wenn dir etwas an mir läge, würdest du nicht nein sagen.' Ich wollte nur mit ihm abhängen.

Ein paar Stunden später: Wir machen rum. Er möchte mehr. Ich sagte nein, ich wollte nicht. Es drängte mich wieder. Sagte Dinge wie: 'Blas mir einfach einen. Wir können rummachen und einander einen blasen.' Schien ganz harmlos. Wir machen weiter rum und er will Sex initiieren. Ich war noch nie der passive Part und sagte ausdrücklich nein, ich wollte das nicht. Er machte weiter und sagte: 'Wenn du mich so sehr liebst, wie du sagst, machst du das, um mich glücklich zu machen.' Er machte weiter Druck. Danach wird es schwammig. Er drückte mich runter und hatte fortlaufend Sex mit mir.

Ich hasste mich für eine lange Zeit und wendete mich leichtsinnigem Sex mit andern zu. Vor ein paar Jahren fing ich mit Burlesque an. Ich gewann meinen Körper auf eine sexuell gesunde Weise zurück und war nie glücklicher. Ich trete regelmäßig auf und in dem Ensemble, mit dem ich arbeite, sind Body Positivity, ein hohes Maß an Selbstwertgefühl und Selbstbefähigung zentrale Themen. Ich liebe es. Jetzt fühle ich mich selbstbewusst genug, um diese Geschichte anderen zu erzählen und eine Stimme für diejenigen zu sein, die Opfer sexueller Übergriffe waren und ihre eigene Stimme noch nicht gefunden haben.

Du warst nie ein Opfer und du warst nie im Unrecht."

—John

14. "Ich erlebte die damalige Situation in einer Flut von Emotionen noch einmal und brach schließlich in Tränen aus."

"Als ich 17 Jahre alt war, hat mich mein damaliger Freund sexuell missbraucht. Wir lagen beide zusammen im Bett und als ich nach einem Nickerchen wieder aufwachte, hatte er seine Hand in meiner Hose. Ich war starr vor Schreck und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich hatte mich eigentlich für ein Mädchen gehalten, das in der Lage ist, eine derartige Situation zu meistern, aber man weiß nie, wie man reagiert, wenn es dann tatsächlich passiert.

Das Erlebnis ist jetzt zwei Jahre her und kürzlich habe ich jemanden nach einer Partynacht zu mir nach Hause eingeladen. Wir hatten eigentlich keinen Sex, aber als wir zusammen im Bett lagen, befanden wir uns in der gleichen Situation wie in der Nacht, als mein Ex mich sexuell belästigte. Ich erlebte die damalige Situation in einer Flut von Emotionen noch einmal und brach schließlich in Tränen aus. Ich musste den Typen rauswerfen und bat einen Freund, der mich anschließend lange beruhigen und trösten musste, vorbeizukommen. Lange habe ich an meinen Ex keinen Gedanken verschwendet, aber daran wird deutlich, dass derartige Erlebnisse auch noch nach Jahren ihre Auswirkungen haben können.

—Anonym

15. "Die Beziehung mit ihr hat mir Heilung in einer Weise ermöglicht, die mit Medikamenten oder einer Therapie so nie stattgefunden hätte."

Oneinchpunch / Getty Images

"Nachdem ich meine jetzige Freundin traf, habe ich mich innerhalb eines halben Jahres bis über beide Ohren in sie verliebt. Als wir zum ersten Mal intim miteinander wurden, fing ich an, panisch zu werden und kapselte mich daraufhin ab, aber sie hat mich in den Armen gehalten und mit mir darüber geredet. Sie hat immer Geduld mit mir. Die Beziehung mit ihr hat mir Heilung in einer Weise ermöglicht, die mit Medikamenten oder einer Therapie so nie stattgefunden hätte. Wenn wir miteinander schlafen, weiß ich, dass sie mir zuhört und mich respektiert. Und ich habe genug Vertrauen zu ihr, um auch neue Dinge auszuprobieren.

Ich bin mit ihr seit etwa einem Jahr zusammen und von Zeit zu Zeit bekomme ich immer noch Panikattacken. Aber ich fühle mich wohler mit meiner Sexualität, als jemals zuvor. Es sind jetzt fast drei Jahre seit dem Missbrauch und ich weiß, dass der Heilungsprozess noch lange nicht abgeschlossen ist – es zu ignorieren und so zu tun, als wäre es nie passiert, ist normalerweise viel einfacher. Es ist mir sehr schwer gefallen, mich als Überlebende und nicht als Opfer zu sehen. Im Rückblick auf diese Nacht wünsche ich mir, ich hätte den Willen gehabt, Nein zu sagen oder ihn von mir wegzustoßen. Ich habe es aber nicht getan. Und das muss ich akzeptieren."

—Michelle

16. "Ich kann nun offen mit meinem Partner reden. Wenn sich das Trauma beim Sex meldet, mach ich den Mund auf."

"Mein Vater ist ein Pädophiler. Als ich 13 war, entdeckte ich sein Versteck mit Kinderpornos. Ich nahm alles in mich auf, von Schluchzen geschüttelt. Kurz danach ließen sich meine Eltern scheiden.

Ich vermied jeglichen sexuellen Kontakt, bis sich, als ich 18 war, eine Frau auf einer Party auf mich draufschob. Ich war wie abwesend, bis sie mit meinem Körper fertig war. Dann war ich mit ihr ein Jahr lang zusammen. Ich glaubte, dass es beim Sex genau darum geht. Schmerz, Pflicht, Übergriffe, Leere.

Als ich 24 war, geplagt von täglichen Panikattacken, begab ich mich in Therapie. Nach zwei Jahren wöchentlicher Sitzungen (Dank an die kanadische allgemeine Gesundheitsversorgung) war ich in der Lage, ein gesundes Verhältnis zu meiner eigenen Sexualität herzustellen und Wut, aber auch Vergebung, in Bezug auf das, was mir passiert war, zu empfinden. Ich kann nun offen mit meinem Partner reden. Wenn sich das Trauma beim Sex meldet, mach ich den Mund auf. Es funktioniert. Ich weiß wieder, wie man beim Sex Spaß hat. Ich bin so dankbar."

—Juliet

17. "Zu sehen, wozu mein Körper auf nicht-sexuelle Weise in der Lage war, gab mir etwas anderes, auf das ich mich konzentrieren konnte. Das führte dazu, dass ich mich auf eine gewisse Art in meinen Körper verliebte, was schließlich zur Folge hatte, dass ich meinen Körper auch im Schlafzimmer zu lieben lernte."

Oneinchpunch / Getty Images

"Mein erster Schritt war, zu gehen. Es ist schwer, eine Beziehung, in der der Partner Gewalt ausübt, hinter sich zu lassen – noch schwerer, wenn man gemeinsame Kinder hat. Doch nach sechs Jahren, in denen er mich zu Dingen zwang, die ich nicht machen wollte, absichtlich Wutanfälle bekam, sodass ich keine Wahl hatte und mit ihm Sex haben musste, wenn ich schlafen wollte, mich des Fremdgehens beschuldigte und Einschüchterungstaktiken benutzte, um mich ins Bett zu kriegen, war es das für mich.

Meine Reise zur Wiederentdeckung meines eigenen Körpers begann damit, dass ich mir gestand, dass er mich während unserer Beziehung mehrmals vergewaltigte. Weil ich 'nachgab', betrachtete ich das, was er mir antat, nie als Vergewaltigung, bis ich zu einem Psychiater ging. Deswegen verstand ich nicht, wie ernst es war – erst nachdem wir bereits etwa ein Jahr lang getrennt waren.

Ich gebe auch zu, dass ich angefangen habe, regelmäßig zu masturbieren. Vielleicht sind das zu viele Infos, aber das half mir wirklich, Sex und Sexualität auf eine Weise zu betrachten, die nicht von seinen Taten überschattet war – eine Weise, bei der meine Befriedigung nur von mir selbst abhing. Das ist eine extrem stärkende Betrachtungsweise und es gab mir eher das Gefühl, dass ich die Kontrolle darüber hatte, wie gut ich mich fühle und räumte mit dem Gefühl auf, dass er die Macht habe, zu machen, dass es mir schlecht geht.

Zu sehen, wozu mein Körper auf nicht-sexuelle Weise in der Lage war, gab mir etwas anderes, auf das ich mich konzentrieren konnte. Das führte dazu, dass ich mich auf eine gewisse Art in meinen Körper verliebte, was schließlich zur Folge hatte, dass ich meinen Körper auch im Schlafzimmer zu lieben lernte."

—Aisha

18. "Er hat mir nicht meinen Körper und meine Einwilligung gestohlen. Sie gehören immer noch mir. Ich bin noch am Leben."

"Ich bin fast 19 Jahre alt. Ich bin eine pansexuelle, nicht-binäre, biologische Frau. Ich wurde von meinem Ex-Freund missbraucht, der mich danach noch drei weitere Male missbrauchte. Einer der Übergriffe ereignete sich an meinem 17. Geburtstag. Seither bin ich an meinem Geburtstag zum Feiern viel zu deprimiert, weil meinem Körper an diesem Tag Gewalt angetan wurde. Dieser ekelerregende Kerl hat mir das Recht genommen, über meinen eigenen Körper zu bestimmen.

Nach dem Ende dieser Beziehung habe ich die Beziehung mit einem anderen Ex-Freund wiederaufleben lassen. Ich fühlte mich beschmutzt und hatte das Gefühl auch ihn zu beschmutzen, wenn er mich anfasste. Sex war viele Monate lang undenkbar. Und selbst wenn wir es versuchten, wenn er mich an bestimmten Stellen berührte, brach ich in Tränen aus. Beim Duschen versuchte ich, das Gefühl loszuwerden, dass mich die Hände meines Angreifers berühren. Wenn das nicht funktionierte, versuchte ich mich selbst zu verletzen. Schneiden, verbrennen, schlagen – ich versuchte alles, nur um ihn nicht mehr zu spüren. Ich habe ihn bei der Polizei angezeigt, aber nichts passierte. Ich fühlte mich wertlos. Ich konnte noch nicht einmal eine gerechte Behandlung erwarten. Ich wurde süchtig nach verschreibungspflichtigen Medikamenten, um meine Gefühle zu betäuben.

Ich verbrachte unzählige Nächte damit, Pillen einzuschmeißen, meine Haut einzuritzen und zu weinen, bevor mir klar wurde, dass es gar nicht meine Schuld war. Ich befand mich in einer Situation, über die ich keine Kontrolle hatte. Mein Körper gehört immer noch mir. Er hat mir in Wirklichkeit gar nicht meinen Körper und meine Einwilligung gestohlen. Sie gehören immer noch mir. Ich bin noch am Leben.

An all die Opfer sexuellen Missbrauchs da draußen: Ich glaube dir. Es war nicht deine Schuld. Mit der Zeit wird dir das klar werden. Mit der Zeit wirst du ein stärkerer Mensch werden. Vielleicht wirst du es nie vergessen oder hundertprozentig verarbeiten können, aber du kannst und wirst es überwinden. Ich glaube dir."

—Tyler

19. "Es ist nicht, als wolle man Kuchen während man auf Diät ist, es ist mehr wie festzustellen, dass man keinen Kuchen mehr mag."

Nemanjamiscevic / Getty Images

"Ich wurde vor einem Jahr von einem Freund missbraucht. Ich bin pansexuell, experimentierfreudig und polyamorös. Sex ist für mich besonders wichtig, weil meine sexuelle Identität relativ ungewöhnlich ist. Wenn du während des Heranwachsens nicht wie Gleichaltrige über Sex und Beziehungen denkst - wenn du älter wirst und dich immer noch outest und erklärst und deine Beziehungen immer wieder verteidigst - dann kann Sex für deine Identität ein sehr zentrales Thema werden. In meinem Fall war es auch sehr wichtig für mein soziales Leben, da ich mich gerne mit anderen experimentierfreudigen, Poly-Leuten abgebe.

Ich war mir immer darüber im Klaren, dass es nicht meine Schuld war, dass ich missbraucht wurde, aber unterbewusst konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass ich es irgendwie doch war. Dass der Grund meine schlechte Wahl von Freunden war, denn ein Freund hatte mich ja missbraucht. Dass mein ausschweifender Lebensstil quasi garantierte, dass ich mich mit kaputten Leuten abgab. Ich glaube an nichts davon.

Nach dem Übergriff versuchte ich schnellstmöglich wieder ein normales Sexleben zu führen, aber es ist einfach nicht passiert: Ich hatte keinerlei Bedürfnis nach Sex oder Teilnahme an jeglicher Art von BDSM. Es ist nicht, als wolle man Kuchen während man auf Diät ist, es ist mehr wie festzustellen, dass man keinen Kuchen mehr mag. Es ist verwirrend, und das Gefühl, mich abgeschnitten von der Identität zu fühlen, die so viel von meinem Erwachsenenleben bestimmt hat, ist furchtbar. Die Tatsache, dass einige meiner Gleichgesinnten — meiner weltoffenen Gleichgesinnten mit all ihrem offenen Gerede über Sex! — mich negativ verurteilt haben für das, was passiert ist, hat auch dazu geführt, dass ich mich weniger gerne mit den Labels und Gruppen assoziiere, mit denen ich mich immer identifiziert habe.

Die erheblichste Sache, die mir geholfen hat, war es, den Missbrauch durch ein Programm melden, das von Rape-Crisis-Zentren angeboten wird und sich Information Sharing nennt. Es ist eine Möglichkeit, einen Angreifer der Polizei zu melden, ohne dieser deinen Namen zu nennen. Deine Aussage kann nicht dazu verwendet werden, das Verbrechen zu verurteilen, aber hilft dabei, Beweise gegen Wiederholungstäter zu sammeln. In meinem Fall war der Typ kein Wiederholungstäter, aber es hat trotzdem geholfen. Ich erzählte einer Mitarbeiterin von Rape Crisis, was passiert war, und sie schrieb meine Aussage auf. Als sie mir diese vorlas, war es schmerzhaft klar, wo die Schuld lag. Ich bin so dankbar dafür.

—Beth

20. "Du kannst dir selbst den größten Gefallen tun, indem du Hilfe suchst und dieser Stimme in deinem Kopf ohne Angst gegenüber trittst."

"Nach einer zweijährigen College-Beziehung, in der ich emotional missbraucht, manipuliert und mehrmals sexuell missbraucht wurde, war ich am Boden zerstört. Ich hatte keine Lust am Sex, kein Selbstwertgefühl und bekam regelrecht Angst vor der Vorstellung, wieder sexuellen Kontakt zu haben. Jede Beziehung, die ich danach hatte, war nur von kurzer Dauer, weil ich den Austausch von körperlichen Intimitäten, aufgrund der sich im Anschluss einstellenden überwältigenden Panik, Schuld und Scham, nicht ertragen konnte. Ich fing an, jegliche Intimität komplett zu vermeiden.

Erst vier Jahre später, als ich einen Mann traf, der mir sehr wichtig war, wurde mir klar, dass ich mich nicht einfach selbst betäuben und dem Problem aus dem Weg gehen kann. Dank seiner Unterstützung und Geduld erkannte ich, dass ich etwas Besseres verdiente und dass ich mich der Angst und der Furcht nie wirklich stellte; stattdessen habe ich diese Gefühle einfach nur vergraben und es vermieden, dass sie durchbrechen.

Schließlich habe ich mich für eine Angst- und Verhaltenstherapie in einer Klinik entschieden. Sie stellten bei mir eine leichte PTBS fest und in den acht Monaten der Therapie lernte ich, die Angst nicht zu unterdrücken, sondern sie zu konfrontieren. Jeder noch so kleine Schritt trägt zur Heilung bei, aber das Wichtigste für mich war die Erkenntnis, dass das, was mir passiert war, nicht meine Schuld war. Es gab keinen Grund, Scham oder Schuld zu empfinden, weil ich nichts Falsches getan hatte. Als ich das wirklich verstanden habe, war es viel einfacher, zu mir selbst zurückzufinden. Mein Rat an andere Missbrauchsopfer lautet, niemals vor der Angst davonzulaufen. Jede Geschichte ist anders und die Umstände variieren. Dass ich nicht mit einer Waffe bedroht wurde, heißt noch lange nicht, dass ich nicht vergewaltigt wurde. Und du kannst dir selbst den größten Gefallen tun, indem du Hilfe suchst und dieser Stimme in deinem Kopf ohne Angst gegenüber trittst. Und vergiss nicht, dass du niemals wirklich allein bist."

—Anonym

21. "Erst letzte Woche war ich in der Lage, ohne zu verkrampfen einen Freund zu umarmen; ich war so stolz auf mich!"

Instagram: @pleasurepie / Via instagram.com

"An meinem 17. Geburtstag wurde ich vom älteren Bruder eines Freundes vergewaltigt und sechs Monate später vom Stiefbruder meines Ex-Freundes sexuell missbraucht. Es wäre untertrieben zu sagen, dass ich wegen dieser Erfahrungen ein Problem mit Intimität habe. Es fällt mit schwer, andere zu umarmen, zu knuddeln und zu küssen etc. Es bricht mir auch das Herz, weil ich spüren kann, dass die Jungs, mit denen ich zusammen bin, mit mir kuscheln wollen, und ich es eigentlich auch will, aber ich kann nicht genügend Mut aufbringen, ihnen zu vertrauen. Das war auch der Grund für das Ende meiner letzten zwei Beziehungen.

Glücklicherweise habe ich endlich einen Therapeuten gefunden, der mir mit meinem Intimitätsproblem hilft und langsam aber sicher mache ich Fortschritte! Erst letzte Woche war ich in der Lage, ohne zu verkrampfen einen Freund zu umarmen; ich war so stolz auf mich!"

—Sierra

22. "Obwohl ich eigentlich bisexuell bin, war ich davon überzeugt, lesbisch zu sein, da ich den Gedanken an Sex mit Männern abstoßend fand."

"Als Teenager wurde ich über einen Zeitraum von mehreren Jahren sexuell belästigt. Als Folge nahm meine Angst vor Männern derartige Ausmaße an, dass ich Berührungen nicht mehr zulassen konnte.

Obwohl ich eigentlich bisexuell bin, war ich davon überzeugt, lesbisch zu sein, da ich den Gedanken an Sex mit Männern abstoßend fand. Ich fand Männer immer noch attraktiv, hatte aber Angst vor ihnen. Bei der Überwindung meiner Angst half mir teilweise die heilende Hand der Zeit, zum Teil auch darüber zu reden, einen vertrauenswürdigen Partner zu finden und zu lernen, mich selbst zu verteidigen. Mann kann sexuelle Belästigung und Vergewaltigung zwar nicht gleichsetzen, erstere darf aber nicht unterbewertet werden."

—Anonym

23. "Geh es langsam an, zum Beispiel kannst du der Person, die dich interessiert, Nachrichten schicken oder mit ihr telefonieren."

Peopleimages / Getty Images

"Ich wurde als Kind im Alter zwischen 9 und 11 Jahren sexuell missbraucht. Ich wurde zwar nie vergewaltigt, aber belästigt und Opfer von "Grooming". Ich bin jetzt fast 19 Jahre alt und konnte mich bisher nicht auf eine Beziehung einlassen, ich leide an einer Sexphobie, PTBS und manischer Depression. Lange Zeit fühlte ich mich schuldig und wie ein Schwächling, weil ich das, was mir passiert war als 'nicht schlimm genug' erachtete, um PTBS zu haben.

Sehr geholfen hat mir unter anderem, Lieder aufzuspüren, die ich nachempfinden kann und bei denen ich loslassen und mich einfach mal so richtig ausweinen kann ('Warrior' von Demi Lovato beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue). Wenn ich inmitten einer Panikattacke stecke, versuche ich meine Atmung zu kontrollieren und sage zu mir wieder und wieder 'Ich bin sicher, mir wird nichts passieren, das geht vorbei.' Es ist ziemlich schwer, aber ich bin dabei zu lernen, dass Intimität etwas ganz Natürliches ist.

Lerne Geduld mit dir selbst zu haben. Geh es langsam an, zum Beispiel kannst du der Person, die dich interessiert, Nachrichten schicken oder mit ihr telefonieren. Wenn das zu viel ist, erkenne, dass es okay ist, einen Schritt zurück zu machen und dass du es eines Tages eben doch schaffen wirst. Versuch dich mit Leuten zu umgeben, denen gegenüber du vollkommen offen sein kannst. Über Tumblr habe ich persönlich einen solchen Menschen kennen gelernt. Du solltest vor allem aber eins nicht vergessen: Es wird alles gut werden."

—Anonym

24. "Mein Übergriff fand in einer Beziehung statt. In meiner momentanen Beziehung dränge ich auf Sex.

"In der 9. Klasse hatte ich einen Freund, an den ich meine Jungfräulichkeit verlor. Er vergewaltigte mich schließlich. Ich schlief, als es anfing, ich tat so, als würde ich weiterschlafen, bis er fertig war, und dann schlief ich wieder ein. Ich habe nie Anzeige erstattet und jedes Mal, wenn ich ihn verlassen wollte, drohte er, Selbstmord zu begehen. Während eines Streits wurden wir beide handgreiflich, ich schubste ihn und er warf mich schließlich zurück, mit dem Hals gegen das Bett. Ich war fast zwei Jahre mit ihm zusammen, bevor es schließlich endete.

Ich glaube nun, dass ich dazu tendiere, in meiner jetzigen Beziehung auf Sex zu drängen, da der Übergriff auf mich in einer Beziehung passierte. Ich bin immer diejenige, die es einleitet, und ich denke, dass es daran liegt, dass ich versuche, mich davor zu schützen, wieder verletzt zu werden, also bin ich sexuell für alles offen, selbst wenn ich es nicht wirklich sein will."

—Chloe

25. "So albern es auch klingen mag, ich habe mir oft Law & Order: Special Victims Unit angeschaut. Diese Serie hat so viele Folgen, so dass mich Olivia Benson in Bezug auf jede einzelne meiner Sorgen beruhigen konnte."

NBC

"Vor zwölf Jahren, als ich 21 Jahre alt war, bin ich auf einer Party betrunken eingeschlafen und völlig nackt und wund neben einem Typ aufgewacht, von dem ich geglaubt hatte, er sei mein Freund. Ich konnte mich an Einzelheiten erinnern und als ich ihn damit konfrontierte, meinte er nur, es sei nichts passiert und dass ich mich mitten in der Nacht ausgezogen hätte, weil mir zu heiß war. Ungefähr einen Monat später hatte ich eine Fehlgeburt. Seit ich 13 bin, weiß ich, dass ich lesbisch bin und das war das einzige Mal, dass ich Sex mit einem Mann hatte.

Ich rate denen, die wieder Spaß am Sex haben wollen, sich selbst im Nachhinein nicht anzuzweifeln und kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn du etwas nicht magst. Ich habe viel Zeit damit verloren, mir Vorwürfe wegen meiner Trunkenheit zu machen und weil ich mich nicht ausreichend gewehrt habe etc. Ich habe einmal den Versuch unternommen, ihm einen zu blasen, weil ich hoffte, er würde mich in Ruhe lassen, wenn er zum Orgasmus käme, aber ohne Erfolg. Wegen dieses Details habe ich ein paar Mal die Hotline für Suizidgefährdete angerufen. Ich habe es mir selbst schwerer gemacht, indem ich so tat, keine Probleme zu haben, wenn genau das Gegenteil der Fall war. Damit habe ich wahrscheinlich meine bisher längste Beziehung ruiniert.

Und, so albern es auch klingen mag, ich habe mir oft Law & Order: Special Victims Unit angeschaut. Diese Serie hat so viele Folgen, so dass mich Lieutenant Olivia Benson in Bezug auf jede einzelne meiner Sorgen beruhigen konnte.

—Anonym

26. "In körperlich intimen Momenten überkommt mich eine Angst, die mich paralysiert. Was mich aber noch mehr beunruhigt als diese Angst, ist die Unwissenheit in Bezug auf sexuellen Missbrauch."

"Als ich etwa sieben Jahre alt war, begann eine mir sehr nah stehende Person, der ich auch sehr vertraute, mich sexuell zu belästigen. Diese Vorkommnisse ereigneten sich über einen Zeitraum von anderthalb Jahren und beinhalteten, dass von mir sexuelle Gefälligkeiten gefordert wurden, dass ich betatscht und belästigt wurde. Ich wusste nicht, dass das, was mit mir geschah, falsch war, bis meine Mutter herausfand, was da vor sich ging.

Was die Auswirkung auf mein Sexleben angeht, so habe ich oft die zwanghafte Neigung, Dinge zu überstürzen und in für mich fremden Situationen das Kommando zu übernehmen, so dass ich bestimmen kann, wer Teil meines Lebens ist. Heute bin ich eine 16 Jahre alte lesbische Frau, die in der Öffentlichkeit zügig geht und jeglichen Augenkontakt mit männlichen Altersgenossen vermeidet. Oft überfällt mich eine Panickattacke, wenn ich gerade mit meiner Freundin rummache. Und so beobachte ich wie all meine Freunde ihre Jungfräulichkeit verlieren und ihr aufblühendes Sexualleben genießen, während meins das Sexualleben einer frustrierten Frau ist, überschattet von Angst und verdrängten Erinnerungen.

In körperlich intimen Momenten überkommt mich eine Angst, die mich paralysiert; was mich aber noch mehr beunruhigt als diese Angst, ist die Unwissenheit in Bezug auf sexuellen Missbrauch. Ich bin nicht lesbisch, weil ich missbraucht wurde. Ich bin lesbisch, weil ich es verdammt nochmal einfach bin. Ich wurde nicht wegen meines provokativen Outfits missbraucht; ich wurde missbraucht, weil es bei Missbrauchhandlungen nicht um Sex, sondern um Macht geht. Und auch wenn es Menschen gibt, die meinen, dass das, was du durchmachst, keine große Sache ist, so sage ich dir, dass all deine Gefühle berechtigt sind, auch wenn du sie nicht verstehst.

—Anonym

27. "Ich habe mich immer gefragt, ob meine Asexualität etwas damit zu tun hat, dass ich mit sechs Jahren sexuell missbraucht wurde."

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"Ich habe mich immer gefragt, ob meine Asexualität etwas damit zu tun hat, dass ich mit sechs Jahren sexuell missbraucht wurde. Ich bin aber der Meinung, dass selbst wenn dem so wäre, meiner Asexualität nicht weniger Bedeutung beizumessen ist. Sollte ich mich jemals fest an jemanden binden, dann wird es jemand sein, der meine Grenzen akzeptiert und für den ein Leben ohne Sex kein Problem ist. Ich habe nicht das Bedürfnis oder den Wunsch 'repariert' zu werden, weil an mir nichts kaputt ist! Ob ich nun von Natur aus kein Verlangen nach Sex habe oder aufgrund des Missbrauchs asexuell bin, ich habe auch ohne Sex ein erfülltes und abwechslungsreiches Leben und muss meine Kraft nicht daran verschwenden, diesen Aspekt zu ändern. Auch wenn mir die Medien einreden wollen, dass es seltsam ist, kein Verhältnis oder Gelegenheitssex oder sogar partnerschaftlichen Sex zu haben, für mich selbst weiß ich, dass ich auch ohne Sexualleben ein erfülltes Leben haben kann.

Manchmal mache ich mir trotzdem Gedanken darüber, ob ich meine (A)Sexualität eventuell deshalb überzeugter leben kann als andere, weil ich mich nur verschwommen an die Vorfälle erinnern kann; trotzdem möchte ich jedem sagen, dass du ungeachtet deiner sexuellen Vorlieben und Orientierung wertvoll und schön bist und dass dir geglaubt wird. Du musst dich niemandem gegenüber rechtfertigen. Jeder soll wissen, dass Asexualität real ist und nichts, wofür man sich schämen muss. Solltest du wirklich daran arbeiten wollen, sexuelles Verlangen zu entwickeln oder zurückzugewinnen, tue nur das, wobei du dich wohlfühlst und tue es nach deinen eigenen Bedingungen. Wenn du allerdings absolut keine Lust verspürst, dich sexuell auszuleben, dann zwing dich nicht dazu. Deine Asexualität ist okay.

—Anonym

28. "Sogar heute ist es für mich manchmal einfacher, einen Orgasmus zu haben, wenn ich mir bestimmte Szenarien mit Unbekannten oder berühmten Persönlichkeiten vorstelle, als wenn ich mich darauf konzentriere, was hier und jetzt mit meinem Körper passiert, wenn ich mit Hugh zusammen bin."

"Vor etwa vier Jahren befand ich mich in einer von emotionalem und körperlichem Missbrauch geprägten Beziehung und ich leide bis heute darunter.

Mit meinem jetzigen Freund (nennen wir ihn Hugh) bin ich seit fast zwei Jahren zusammen, er ist der netteste, sanfteste, verständnisvollste und liebevollste Mann, der ich mir vorstellen kann. Trotzdem ist der Austausch von Intimitäten für mich manchmal unerträglich. Sogar heute ist es für mich manchmal einfacher, einen Orgasmus zu haben, wenn ich mir bestimmte Szenarien mit Unbekannten oder berühmten Persönlichkeiten vorstelle, als wenn ich mich darauf konzentriere, was hier und jetzt mit meinem Körper passiert, wenn ich mit Hugh zusammen bin – ein Überbleibsel aus den Zeiten, als ich mit meinem Ex oftmals unfreiwillig und ungewollt Sex hatte und dabei an andere Sachen dachte.

Manchmal befriedige ich mich auch lieber selbst, als Sex mit Hugh zu haben – nicht, weil ich nicht mit ihm schlafen will, sondern weil ich ohne jeden Zweifel weiß, dass ich mir selbst nie Schaden zufügen werde. Ich werde nur das tun, was sich gut anfühlt, nicht mehr und nicht weniger.

Jetzt ist es manchmal sogar so, dass er mir nicht gefällt wenn mich Hugh beim Sex ansieht. Oft habe ich danach sogar weinen müssen, weil mich beim Sex immer noch dieses Schamgefühl überkommt – ein Andenken an meine letzte Beziehung, die von diesem Gefühl geprägt war. Ich empfinde auch jetzt noch Scham, obwohl ich vom Verstand her weiß, dass Sex gesund, gut und wunderschön ist, wenn man ihn mit der richtigen Person hat. Außerdem glaube ich, dass ich allzu eifrig versuche, es jedem recht zu machen – auch das ist ein Überbleibsel aus der Beziehung mit meinem manipulativen Ex-Freund, der mich unter Druck setzte, das zu tun, was er wollte, egal, ob ich nun damit einverstanden war, oder nicht.

—Isabel

29. "Ich kaufe mir schöne Unterwäsche, weil ich mich endlich wieder sexy fühlen möchte."

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"In meinem zweiten Highschool-Jahr wurde ich von jemandem, den ich auf einer Party traf, vergewaltigt. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich in einer von emotionalem Missbrauch geprägten Beziehung und mein Freund war mir alles andere als eine Unterstützung. Er zwang mich zu sexuellen Aktivitäten, bevor ich dazu bereit war und schlug mich, wenn ich mich aufregte, Flashbacks hatte oder mich danach zurückzog. Als ich vergewaltigt wurde, war ich noch Jungfrau, und mein Freund und ich hatten zwar nie Sex, haben sonst aber alles mögliche miteinander getan.

Zweieinhalb Jahre später, nach unzähligen Therapien, persönlicher Weiterentwicklung und dem Beenden meiner toxischen Beziehung, kehrt langsam mein Selbstwertgefühl zurück. Trotzdem erschreckt mich die Vorstellung, mit jemandem Sex zu haben, immer noch zutiefst – Sex ist für mich immer noch untrennbar verbunden mit der Nacht des Übergriffs. Hinzu kommt eine wahnsinnige Angst vor Intimität und davor, jemanden an mich ranzulassen.

Ich bin jetzt aber bereit, die ersten Schritte zu unternehmen und mich auf die Welt einzulassen, und ich fühle mich schon viel selbstbestimmter und ungezwungener, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt viel bedeutet. Ich habe mir einen Vibrator gekauft und bin ganz begeistert! Ich kaufe mir sexy Unterwäsche, weil ich mich endlich wieder sexy fühlen möchte. Ich habe mich auf mich selbst konzentriert – ich habe Reisen unternommen, Dinge, die ich liebe, wiederentdeckt, neue Hobbys gefunden und neue Freundschaften geschlossen, und nebenbei war ich damit beschäftigt, mein traumatisches Erlebnis zu verarbeiten. Endlich, nachdem ich mich nun wohler damit fühle, einfach nur ich selbst zu sein, bin ich in der Lage, meine eigene sexuelle Kraft zurückzufordern und es fühlt sich einfach großartig an. Ich habe es schon früher versucht, aber ich war einfach noch nicht bereit dafür. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, und das war okay so."

—Anonym

30. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich deshalb jetzt an Vaginismus leide."

"Ich bin 21 Jahre alt und besuche das College. Als ich 18 war, versprach ich meinem Freund, dass ich am Tag des Abschlussballs mit ihm schlafen werde. Das Problem war, dass ich ihn gar nicht attraktiv fand und ich hatte keine Ahnung, dass man erregt sein muss, um guten Sex zu haben. Als er zum ersten Mal in mich eindrang, habe ich fast geschrien, so sehr hat es weh getan. Ich bat ihn, aufzuhören, aber er redete mir Schuldgefühle ein und meinte, wir müssten weiter machen. Ich sah keinen Ausweg und stimmte widerwillig zu. Ich verspürte auch weiterhin Schmerzen, aber weil ich eine 'gute Freundin' sein wollte, sagte ich nichts.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich deshalb jetzt an Vaginismus leide. Ich kann mich sehr wohl zu jemandem hingezogen fühlen, aber sobald jemand versucht, seinen Penis in mich hieneinzustecken, ist es vorbei."

—Emma

31. "An der BDSM-Community gefiel mir, dass so viel Wert auf Kommunikation und Einverständnis gelegt wurde."

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"Nachdem ich in meinem ersten Studienjahr am College sexuell missbraucht worden war, versuchte ich es zu verdrängen und nicht daran zu denken, aber das Erlebnis beeinflusste trotzdem mein Sexleben, ob ich es nun wollte oder nicht. Ich ließ mein 'Reinheitsversprechen' fallen und fing an, in Clubs zu gehen, um mit Kerlen rumzumachen. Nach meiner ersten ernsthaften Beziehung war der Damm gebrochen und was den Sex angeht, war ich nicht zu bremsen (es sei denn, er sagte Nein – ich will damit nur sagen, dass meine Libido unersättlich war). Es dauerte nicht lange, bis ich Sex praktizierte, der etwas "versauter" war, und nachdem wir die Beziehung beendeten, ließ ich mich noch mehr darauf ein.

An der BDSM-Community gefiel mir, dass so viel Wert auf Kommunikation und Einverständnis gelegt wurde. Unterwürfigkeit wird oft als vollständige Machtübergabe an eine andere Person missverstanden; ich habe mich jedoch nie selbstbestimmter gefühlt, als in völliger Unterwürfigkeit, und das war eine unheimlich wichtige Erfahrung für mich, die mir, während ich in Therapie war, bei der Verarbeitung meines traumatischen Erlebnisses und den Folgen sehr geholfen hat. Wenn du unterwürfig bist, bestimmst du, was geschieht; was dir gefällt und was dir nicht gefällt. Das Verwenden eines Signalwortes führt zum sofortigen Abbruch des Spiels. Dein Dom bricht ab, sieht nach dir und kümmert sich um dich. Wenn das Spiel in einem Verlies stattfindet, wird du von einem Monitor überwacht. Ich fühle mich so sicher und das hat viele Wunden geheilt.

Noch verrückter ist, dass ich auf Metakonsens stehe. Rollenspiele mit meinem Partner, den ich liebe und dem ich mein Leben anvertraue (buchstäblich!), geben mir ein Gefühl der Sicherheit und es war eine Art Katharsis für mich, das, was mir geschehen ist, so noch einmal zu durchleben und zu wissen, dass ich sicher bin und jederzeit abbrechen kann."

—Anonym

32. "Die Wiederentdeckung meiner Sexualität fühlte sich wie eine Befreiung an. Dies war der letzte Aspekt, den mein Vergewaltiger definiert hatte und auch den habe ich mir zurückgeholt."

"Als ich auf dem College war, war ich mit einem Mann zusammen, der mich, wenn ich zurückblicke, je länger unsere Beziehung dauerte, immer öfter sexuell missbrauchte. Er war mein erster Sexualpartner und wenn wir zusammen waren, ging er sehr raffiniert dabei vor, und ich war einfach blind. Nach unserer Trennung zog ich um und änderte meine Telefonnummer, aber er fand trotzdem heraus, wo ich wohnte und brach zweimal in meine Wohnung ein, um mich unter vorgehaltener Waffe zu vergewaltigen.

Irgendwann fing ich an, mich mit einem Freund auszutauschen und daraus entwickelte sich ein "Freunde mit gewissen Extras"-Ding. Es hat mir sehr dabei geholfen, mein Selbstvertrauen zurückzugewinnen, weil ich mir keine Sorgen machen musste, der Liebe meines Lebens zu gefallen; er war nur ein Freund, der ohne schlechtes Gewissen oder verletzte Gefühle gehen konnte, wann er wollte. Manchmal war der Sex überragend und die neue Erfahrung aufregend, an anderen Tagen verlief eigentlich alles gut, bis mich plötzlich die Angst packte und ich alles abrupt abbrechen musste oder ich war schon im Vorhinein nicht der Lage, mich auf etwas einzulassen. Er war geduldig und respektierte mich, und wenn er frustriert war, hat er es sich nie anmerken lassen. Er hat mich aber auch wie eine Frau behandelt; er hat mich nie wie einen gebrochenen, zerbrechlichen oder naiven Menschen behandelt, und das war wirklich etwas Besonderes.

Ich habe immer befürchtet, dass mich die Vergewaltigung definieren würde. Nur wenigen Menschen habe ich davon erzählt (bis heute bereue ich es sehr, ihn nicht angezeigt zu haben). Die Wiederentdeckung meiner Sexualität fühlte sich wie eine Befreiung an. Dies war der letzte Aspekt, den mein Vergewaltiger definiert hatte und auch den habe ich mir zurückgeholt. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Freund je verstehen wird, welch großartiges Geschenk er mir gegeben hat."

—Anonym

33. "Manchmal will mir mein Freund eine Umarmung oder einen Kuss geben und selbst wenn ich eigentlich nichts dagegen habe, höre ich mich Nein sagen, einfach weil ich es kann."

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"Ich wurde von einem Freund der Familie, dem Ehemann meiner Babysitterin, missbraucht. Mir haben sich eine Reihe seltsamer Schlüsselreize präsentiert, die ich lange nicht einordnen konnte, zum Beispiel der Abspann eines Films und das graue Bildschirmflimmern danach. Dieses weiße Rauschen, das die meisten Leute behaglich finden – und ich? Es hat mich total erschreckt und ganz krank gemacht.

Ich hatte das Glück einen Partner zu finden, der meine Ängste und Zurückhaltung in Bezug auf Sex versteht. Ich habe damit zu kämpfen, aber ich weiß, das ist okay. Ich habe ein Recht darauf, verängstigt und vorsichtig zu sein.

Nein zu sagen, gehört zu den Dingen, die mir am meisten Kraft geben. Und es ist gleichgültig wem es gilt. Manchmal will mir mein Freund eine Umarmung oder einen Kuss geben und selbst wenn ich eigentlich nichts dagegen habe, höre ich mich Nein sagen, einfach weil ich es kann. Wenn er mit dem, was er gerade tut, sofort aufhört, spüre ich eine Art von Erleichterung, weil ich weiß, dass mein 'Nein' Bedeutung hat. Es ist zu einer solchen Gewohnheit geworden, dass ich mir manchmal erst dessen bewusst werde, wenn ich das Wort ausgesprochen habe."

—Anonym

34. "Ich begreife jetzt, dass die Art und Weise, wie ich mich sexuell auslebe und mein Missbrauch nichts miteinander zu tun haben. Jetzt habe ich die Freiheit zu wählen."

"Fast während meiner gesamten Kindheit wurde ich sexuell missbraucht. Ich wusste über Genitalien und Pornographie Bescheid, bevor ich eine Ahnung davon hatte, was Sex eigentlich ist. Als ich 15 war, hatte der Missbrauch ein Ende. Ich war nach allem emotional so durcheinander, dass ich glaubte, Masturbation und Geschlechtstrieb seien falsch. Ich habe mich selbst dafür verflucht, Verlangen zu haben und neugierig zu sein, weil ich keine deutliche Grenze ziehen konnte zwischen dem Missbrauch und dem, was normal war; ich dachte, ich sei ebenso schlecht wie er.

In der High School trug ich einen Reinheitsring und verzichtete in diesen vier Jahren vollkommen auf Sex, worauf ich immer noch stolz bin . Ich habe mit zwei Männern geschlafen, für die ich tiefe Gefühle empfand, und es war nie wirklich einfach. Es ist ein langer Heilungsprozess und es braucht viel Geduld, aber ich begreife jetzt, dass die Art und Weise, wie ich mich sexuell auslebe und mein Missbrauch nichts miteinander zu tun haben. Jetzt habe ich die Freiheit zu wählen."

—Lindsey

35. "Ich bin seit fast drei Jahren mit meinem neuen Freund zusammen und konnte immer noch keinen Sex mit ihm haben."

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Ich bin ein 22-jähriger schwuler Mann und wurde zum ersten Mal von meinem festen Freund auf der High School vergewaltigt, als ich 15 war. Er manipulierte mich dahingehend, mit ihm zusammenzubleiben bis ich 18 war, indem er mich davon überzeugte, dass ich wertlos bin und mein Selbstvertrauen so sehr zerstörte, dass ich das Gefühl hatte, dass mich niemand liebt. Als ich zur Universität ging, bemerkte ich endlich die giftige Natur unserer Beziehung und brach sämtlichen Kontakt zu ihm ab, doch nicht ohne Konsequenzen.

Ich bin seit fast drei Jahren mit meinem neuen Freund zusammen und konnte immer noch keinen Sex mit ihm haben. Noch viel schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass ich immer noch enorme Schwierigkeiten damit habe, meine wahren Gefühle zu äußern und Leuten – selbst denen, den ich am meisten vertraue – zu sagen, was ich wirklich will (egal, ob es sich um große Entscheidungen oder triviale Dinge wie Essen auswählen dreht), da ich drei Jahre lang dahingehend manipuliert wurde, zu denken, dass es egal ist, was ich möchte und wie ich mich fühle.

Es war eine lange, aufschlussreiche und verändernde Reise, aber meine engsten Freunde haben mein Leben sehr verändert. Ich bekam nie die Möglichkeit, beraten oder über das Leben eines Missbrauchsopfers aufgeklärt zu werden, weil ich ein Mann bin. Mir geht es immer noch nicht zu 100 Prozent besser und ich bin mir nicht sicher, ob das jemals wieder der Fall sein wird, allerdings würde ich meine Vergangenheit nicht ändern, da ich ohne sie nicht die Person wäre, die ich heute bin. Ich studiere momentan, um Jugendberater zu werden, und mein Anliegen ist es, junge Menschen aufzuklären und ihnen zu helfen. Ich ermutige alle jungen Opfer von sexuellem Missbrauch, auch (und vor allem) die Männer, irgendeine Form von Beratung aufzusuchen, da die Teilnahme im Rahmen meines Kurses die belohnendste Erfahrung im Hinblick auf meine persönliche Entwicklung und Heilung war. Ich wünschte nur, ich wäre mit 15 schon dazu in der Lage gewesen."

—Phillip

36. "Ich bin jetzt viel verschlossener. Viele Menschen, die nicht wissen, was mir passiert ist, glauben, das sei so, weil ich mich niedergelassen und geheiratet habe, aber dem ist nicht so."

"Vor meinem Missbrauch war Intimität ein Aspekt in meinem Leben, der mir viel Vergnügen bereitete und bei dem ich mich komplett entspannen konnte. Ich habe viel geflirtet, liebte hübsche Unterwäsche und hatte eine gesundes Verhältnis zu meiner Sexualität. Seit ich missbraucht worden bin, bin ich viel reservierter geworden. Manchmal gebe ich mir selbst die Schuld dafür, missbraucht worden zu sein, weil ich so viel herumgeschäkert habe. Ich gehörte zu jener Art von Mädchen, die ihre Telefonnummer auf eine Serviette schreibt und dem süßesten Jungen in der Band zusteckt. Ich habe sowohl mit Männern als auch Frauen ohne sexuelle Hintergedanken geflirtet.

Jetzt ist es mir fast unmöglich, mich so zu verhalten, ohne das Gefühl zu haben, dass es gegen mich verwendet werden könnte. Ich bin jetzt viel verschlossener und viele Menschen, die nicht wissen, was mir passiert ist, glauben, das sei so, weil ich mich niedergelassen und geheiratet habe, aber dem ist nicht so. Ich habe das Gefühl, viel von mir verloren zu haben. Intimität bereitet mir immer noch Vergnügen, es ist aber auch die Quelle enormen Stresses, statt mir zu helfen, mich zu entspannen.

Ich arbeite immer noch jeden Tag an meinen Problemen. Obwohl ich gern so unbekümmert und lebensfroh wie einst wäre und lieber noch zum College gehen würde (ich bin wegen PTBS abgegangen), bezweifle ich, dass ich die Zeit zurückdrehen würde, wenn ich es könnte. Nicht an PTBS zu leiden, wäre großartig, aber mein Leben beinhaltet jetzt auch so viele tolle Dinge, die wahrscheinlich nie möglich gewesen wären, wenn sich meine Art zu leben nicht tiefgreifend verändert hätte. Ich habe einen großartigen Ehemann und wir leben zusammen mit einer tollen Katze in einem schönen Haus. Das soll natürlich nicht heißen, das ich froh darüber bin, vergewaltigt worden zu sein – wenn es legal wäre, würde ich meinen Vergewaltiger ohne mit der Wimper zu zucken anzünden – ich will damit nur sagen, dass das Leben weitergeht, wenn man sich nicht unterkriegen lässt."

—Vivienne

37. "Es gibt Leute, die auf unterschiedliche Arten betroffen sind, wie zum Beispiel ich und viele andere, die an traumabedingter Hypersexualität leiden."

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"Ich bin ein Opfer von sexueller Gewalt zwischen Kindern. Ich werde nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber bis heute bin ich deswegen hypersexuell. Mein Sexualtrieb ist viel höher als bei anderen, ich erlebe alarmierende sexuelle Fantasien. Ich glaube ehrlich, dass ich wertlos bin, wenn ich nicht sexuell attraktiv bin, und dass ich sterben werde, wenn ich keinen Sex haben kann.

Offensichtlich führte das zu vielen riskanten Szenarien sowohl mit Freunden, als auch Fremden und zahlreiche Schrecken waren nötig, um zu erkennen, dass das nichts ist was ich spüren sollte, und dass es mit meinem früheren Missbrauch verbunden war (Erinnerungen daran hatte ich lange zuvor unterdrückt). Ich fühle mich immer noch so, aber ich lerne, wie man durch Therapie und ein Netzwerk von unterstützenden Mitmenschen, die einen verstehen, besser damit umgeht.

Viele wissen von Gewaltopfern, die wegen ihres Traumas Schwierigkeiten damit haben, wieder sexuell aktiv zu sein, aber ich glaube, dass es auch wichtig ist, zu zeigen, dass es Leute gibt, die auf verschiedene Arten betroffen sind, wie zum Beispiel ich und viele andere, die an traumabedingter Hypersexualität leiden."

—Leo

38. "Du bist wertvoll, du verdienst es, geliebt zu werden, es war niemals deine Schuld und wird niemals deine Schuld sein. Du verdienst ein tolles Leben."

"Ich bin ein 19 Jahre alter Transsexueller. Aufgrund des sexuellen Missbrauchs lebe ich zurückgezogen und jede Beziehung hat mich fast angewidert, sobald es um Sex ging. Manchmal reichte schon ein romantisches Gefühl, um mich von dieser Person zu distanzieren und mir den Tod zu wünschen. Ich fühlte mich wie eine Marionette und fühle auch jetzt noch so, und die Art und Weise, wie es meine Wahrnehmung in Bezug auf Vertrauen beeinflusst, ist deprimierend. Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich meinen Partnern für ihre Zuneigung Sex schulde und dass ihre Zufriedenheit immer wichtiger sein wird als meine Zustimmung.

Ich leide an PTBS und häufig auftretenden Selbstmordgedanken, die teilweise auf das traumatische Erlebnis zurückzuführen sind. Ich weiß, dass ich noch viele Jahre vor mir habe, aber für mich ist eine Beziehung, in der ich nicht zum Sex benutzt werde, einfach noch ein Ding der Unmöglichkeit. Es hat lange gedauert, bis mir klar wurde, dass meine Erlebnisse Bedeutung haben.

Mein Rat an Überlebende: Lass dir verdammt noch mal von niemandem einreden, dass du nicht geschädigt oder traumatisiert bist. Du bist wertvoll, du verdienst es, geliebt zu werden, es war niemals deine Schuld und wird niemals deine Schuld sein. Du verdienst ein tolles Leben.

—Damian

39. "Anderen Vergewaltigungsopfern möchte ich Folgendes sagen: Wie auch immer dein sexuelles Empfinden jetzt aussehen mag, es ist okay! Dir allein gehört dein Körper und das bedeutet, dass deine Sexualität, gleichgültig wie du sie auslebst, ihre Berechtigung hat."

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"Im Alter zwischen 14 und 17 Jahren lebte ich in einer von sexuellem Missbrauch geprägten Beziehung. Es war meine erste Liebe, mein erster Kuss, meine erste sexuelle Erfahrung, mein erstes Überhaupt – dass ich mein erstes Mal in Form einer Vergewaltigung erlebte, hat meine Beziehung zum Sex nachhaltig geprägt. Auf dem College wurde ich außerdem von meinem besten Freund vergewaltigt, was mich auf meinem Weg, wieder Vertrauen zu Menschen zu haben und gesunde Partnerschaften zu entwickeln, weit zurückgeworfen hat.

Seit meiner High-School-Beziehung hatte ich nur wenige Male Sex und bin seitdem der Meinung, dass es nicht wirklich mein Ding ist. Ich war deshalb lange in Konflikt mit mir selbst – hätte ich auch ohne diese Erfahrungen gemacht zu haben kein Verlangen nach Sex oder haben mich diese Erlebnisse nachhaltig geprägt? Bin ich geschädigt? Im Laufe der Zeit erkannte ich, dass Verantwortung für meinen Körper zu übernehmen auch damit zu tun hat, mich sexuell so auszuleben, wie ich es will, auch wenn dies auf ein Leben ganz ohne Sex hinausläuft. Anderen Vergewaltigungsopfern möchte ich Folgendes sagen: Wie auch immer wie dein sexuelles Empfinden jetzt aussehen mag, es ist okay! Dir allein gehört dein Körper und das bedeutet, dass deine Sexualität, gleichgültig wie du sie auslebst, ihre Berechtigung hat.

—Anonym

Die Antworten wurden hinsichtlich Länge und/oder Klarheit bearbeitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Casey Gueren is a senior health editor for BuzzFeed News and is based in New York.

Contact Casey Gueren at casey.gueren@buzzfeed.com.

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