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Diese Teenagerin mit Morbus Crohn will, dass wir über unsichtbare Krankheiten reden

"Deine Krankheit ist nichts, wofür Du Dich schämen solltest."

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Das ist Aimee Rouski, eine 19-jährige aus Liverpool, die an Morbus Crohn erkrankt ist. Das ist eine chronische Entzündungskrankheit, die den Verdauungstrakt beeinträchtigt.

Aimee Rouski / Via facebook.com

Morbus Crohn ist eine unheilbare Krankheit, die Entzündungen auf der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes auslöst. Es kann Bauchschmerzen, schweren Durchfall, Gewichtsverlust und Unterernährung auslösen - und dadurch lebensbedrohlich werden.

Viele Menschen mit Morbus Crohn haben mindestens eine Operation als Teil ihrer Behandlung hinter sich. Entweder, um einen Teil des Darmes zu erweitern oder um Teile des Dünndarms, Dickdarms und/oder Enddarms zu entfernen.

Rouski hat vor Kurzem ein paar Selfies mit ihrem Stomabeutel und ihrer OP-Narbe auf Facebook gepostet, und der Post hat sich stark verbreitet.

Aimee Rouski / Via Facebook: aimee.rouski

"Ich wollte das schon seit einer Weile machen, denn man sieht immer Posts, die sich mit Gewicht befassen, wenn es um verschiedene Körperbilder geht. Aber es gibt kaum welche für Behinderungen und unsichtbare Erkrankungen", schreibt sie.

"Ich bin immer mit all dem, was mir passiert ist, zurecht gekommen. Aber manche Menschen haben wirklich Schwierigkeiten, das für sich zu akzeptieren, weshalb ich das einfach sagen wollte. Niemand wird verstehen, was mit dir ist, wenn du es den Leuten nicht sagst. Menschen, die es wissen, werden dich trotzdem lieben und dich schön finden. Deine Krankheit ist nichts, wofür du dich schämen solltest."

Rouski erzählte BuzzFeed, dass 2008 bei ihr Morbus Crohn diagnostiziert wurde. Seitdem hatte sie verschiedene Operationen, einschließlich einer OP, die ihren Dickdarm, Grimmdarm, Enddarm und Darmausgang entfernten.

Aimee Rouski / Via facebook.com

Eine der invasivsten Operationen war die, welche ihre inneren Oberschenkelmuskeln entfernte. Diese Muskeln wurden benutzt, um die schweren Wunden auf der Hinterseite, die nach der Konstruktion ihres künstlichen Darmausganges entstanden waren, zu schließen.

Trotzdem bleibt Rouski wahnsinnig optimistisch und sagt, das Laufen sei in Ordnung, mit Ausnahme von ein paar Schwierigkeiten, die sie hat, wenn sie bergab geht.

"Man weiß nicht immer, was im Leben anderer Menschen abgeht. Deshalb sollte man nicht vorschnell urteilen und offen bleiben", sagte Rouski.

Aimee Rouski / Via facebook.com

"Ich bin an Morbus Crohn fast gestorben, aber immer noch kommen Leute und sagen mir, es seien nur Bauchschmerzen", sagt sie.

Wie die Bilder zeigen, ist es normalerweise kaum sichtbar, dass sie einen Stomabeutel trägt.

Und obwohl die Reaktionen auf ihren Beitrag so positiv waren, sagt Rouski, dass viele Menschen, die einen Stomabeutel tragen, Schwierigkeiten haben, selbstsicher zu sein und ihren Körper zu akzeptieren.

Aimee Rouski / Via facebook.com

"Ich weiß, dass viele Menschen ihre Krankheiten nicht akzeptieren können, weil sie zu viel nachdenken, wie Leute reagieren könnten. Sie machen sich Sorgen über zukünftige Beziehungen, und dass andere Leute den Beutel sehen könnten, und so weiter", sagt Rouski. Aber das seien "dumme Dinge, die egal sein sollten."

Rouski hofft, dass sie anderen helfen kann, Selbstvertrauen aufzubauen und zu erkennen, dass es nichts gibt, wofür sie sich schämen müssen.

Aimee Rouski / Via facebook.com

"Ich will, dass die Leute verstehen, dass ihre Krankheiten, sei es Morbus Crohn oder nicht, nichts sind, wofür sie sich schämen müssen", sagt Rouski.


"Ich will ihnen nur sagen, dass sie trotzdem geliebt werden. Am Ende ist es doch die Persönlichkeit, auf die es ankommt."

Für mehr Infos über Morbus Crohn und ähnliche Erkrankungen geht es hier zur Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung – DCCV – e.V..

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