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Hier erfährst du, wie viele Bakterien sich wirklich auf deinen Make-up-Produkten befinden

Make-up-Fans, seid gefasst.

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Make-up ist eine super Sache, aber wir alle wissen, dass es mit der Zeit ein bisschen eklig werden kann.

Yurdakul / Via gettyimages.com

Jedes Mal, wenn du dein Make-up berührst, überträgst du all den Schmutz und winzige Kleinstorganismen auf deiner Haut auf das Produkt. Das gilt auch für jeden Pinsel und jedes Schwämmchen – all die Keime auf deiner Haut gelangen unvermeidlich auch in dein Make-up.

Und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Durchschnittsperson ihre Hände und Pinsel nicht sorgfältig reinigt und desinfiziert, bevor und nachdem sie die Produkte anwendet. So werden mit der Zeit Make-up-Produkte voll von allem möglichem Zeug.

Die meisten der Keime, die in dein Make-up gelangen, sind harmlos und natürlich auf deiner Haut vorhanden.

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"Make-up enthält die gesamte natürliche Flora von deinem Gesicht, es ist eine Art Keim-Fingerabdruck", erklärt Dr. Susan Whittier, außerordentliche Professorin für klinische Pathologie und Zellbiologie am New York-Presbyterian/Columbia University Medical Center, gegenüber BuzzFeed Health.

Zu Keimen gehören Bakterien, Protozoen, Viren und Pilze – und sie sind überall. Tatsächlich hat jeder Mensch eine ganz spezifische bakterielle ~Flora~ (Keimprofil) auf seiner Haut und in seinem Körper. Keime sind also etwas vollkommen Natürliches. "Darunter sind Dinge wie Staphylococcus epidermidis, Streptococcus viridans und Micrococcus“, so Whittier.

Allerdings solltest du darauf achten, Pathogene zu vermeiden, die sich von normalen Keimen unterscheiden. Ein Pathogen ist jedes Bakterium, jeder Virus oder jeder andere Organismus, der Krankheiten oder Infektionen verursacht. Denke dabei nur an: Staph. aureus, E. coli, Streptokokkus, Salmonellen und so weiter.

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Wenn du ewig die gleichen Produkte nutzt, ohne sie zu reinigen, können dort Bakterien, Viren und Pilze wachsen und dich dem Risiko einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen aussetzen.

Sitthiphong / Via gettyimages.com

Wenn du zum Beispiel Make-up mit schmutzigen Händen auflegst, deine Produkte anwendest, während du krank bist, das Make-up mit jemand anderem teilst, es nie reinigst und so weiter. Und es geht ja nicht nur darum, dass du Keime auf dein Make-up überträgst – du trägst das keimverseuchte Make-up dann ja auch auf deinen Mund, deine Augen und beschädigte Haut auf.

"Wenn Du einen offenen Schnitt oder einen Pickel hast, könnte das verschmutzte Make-up über diese Wege eindringen und zum Beispiel eine Staphylokokken-Infektion auslösen – oder es kann an deinem Auge Reizungen oder Bindehautentzündungen verursachen", sagt Whittier. Und Viren wie Grippe- und Erkältungserreger – oder sogar das Herpes-simplex-Virus … können aufgrund der Wachse und Proteine ebenfalls tage- oder wochenlang auf Lippenstiften überleben.

Also nein: Verunreinigtes Make-up bringt dich nicht um, aber es kann fiese Haut- oder Augenprobleme verursachen, die einen Arztbesuch erforderlich machen. Und gar nicht daran zu denken, dass auch Scheiße in deinem alten Make-up sein kann. "Nach drei Monaten befinden sich mit einiger Wahrscheinlichkeit Fäkalien im Make-up, weil es üblicherweise im Bad neben der Toilette aufbewahrt und benutzt wird", sagt Whittier. Fantastisch.

Ganz offensichtlich ist die Lektion hier, dass du dein Make-up reinigen solltest. Aber...wie? Und funktioniert das auch wirklich?

"Die meisten Produkte kann man mit Alkohol besprühen oder ein alkoholgetränktes Tuch auf der oberste Schicht anwenden - nach dem Trocknen ist es sauber", sagt Whittier.

Das hört sich eigentlich leicht an.

Wir haben uns entschlossen, unser eigenes Make-up auf Bakterien zu testen, um herauszufinden, wie eklig es ist - und ob das Reinigen wirklich einen Unterschied macht.

Alles Make-up, das wir getestet haben, kam von BuzzFeed-Angestellten. Jedes Produkt hatte die folgenden drei Voraussetzungen gemeinsam:

1) Es war etwas, das sie täglich als Teil ihres routinemäßigen Make-ups benutzen

2) Es war mindestens drei Monate alt

3) Es ist noch nie zuvor desinfiziert oder gereinigt worden

So haben wir von den (vermutlich widerlichen) Make-up-Produkten einen Abstrich genommen.

John Gara / Via BuzzFeed

Wir haben dann das Make-up auf dem Tupfer in eine Petrischale mit Nähragar gegeben, der Bakterien und anderen Keimen als Wachstumsnahrung dient. Von dem Beautyblender haben wir ein kleines Stück abgeschnitten, es in ein Teströhrchen mit Liquid Amies gegegeben, gut geschüttelt und dann die Lösung mit einem Tupfer in die Petrischale übertragen.

Wir haben die Petrischalen bei 37 °C (der normalen Körperinnentemperatur eines Menschen) in einen Inkubator gestellt und 48 Stunden gewartet.

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Bereit, dein Make-up zu reinigen? WIR AUCH. Hier sind also drei einfache Do-it-yourself-Reinigungsmethoden, die für all eine Make-up-Produkte geeignet sind:

Diese Methoden fanden die Zustimmung unserer Keim-Expertin und die unserer Make-up-Expertin, BuzzFeed Senior Beauty Editor Augusta Falletta. Wir wollten damit sicherstellen, dass sie sowohl effektiv genug sind, um die Keime abzutöten, als auch sanft genug, um das Make-up nicht zu beschädigen.

Das brauchst du:

ZUTATEN:

* 1 kleine Sprühflasche

* 70–90-prozentigen Isopropylalkohol (in der Apotheke erhältlich)

* Desinfektionstücher

* 1 Flasche warmes Wasser

* Flüssigseife (Spülmittel, Babyseife, Handseife) oder ein Stück Seife

Methode eins: Mit Isopropylalkohol besprühen.

John Gara / Via BuzzFeed

Anleitung: Fülle eine kleine Sprühflasche mit dem Isopropylalkohol und besprühe das Make-up damit ein- oder zweimal aus einer Entfernung von etwa zehn Zentimetern. Lass es vor dem Gebrauch trocknen.

Geeignet für:

* Gepresste Puder

* Creme-Make-up

* Metallgegenstände

* Futter der Kosmetiktasche

Methode zwei: Mit einem Desinfektionstuch reinigen.

John Gara / Via BuzzFeed

Anleitung: Nimm ein Desinfektionstuch (oder ein alkoholgetränktes Tuch) und reibe damit sanft über die oberste Schicht oder die Oberfläche des Make-ups. Lass es vor dem Gebrauch trocknen.

Geeignet für:

* Lippenstifte

* Concealer-Stifte

* Metallgegenstände

* Eyeliner-Stift

* Lipliner

Methode drei: Mit warmem Seifenwasser waschen.

John Gara / Via BuzzFeed

Anleitung: Fülle eine mittelgroße Schale mit 500 ml warmem Wasser und mische einen oder zwei Esslöffel Flüssigseife darunter. Du kannst den Blender auch mit einem Stück Seife einreiben, bis er vollständig bedeckt ist. Tauche ihn in das Wasser ein und fang dann an, den Blender sanft zusammenzudrücken, sodass Schaum entsteht. Die Farbe des Wassers sollte sich jetzt verändern. Spüle den Blender so lange aus, bis beim Ausdrücken klares Wasser kommt.

Geeignet für:

* Beautyblender

* Make-up-Schwämmchen

* Pinsel

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Wie es aussieht, hat die Make-up-Reinigung gewirkt! Hier siehst du, was in den Petrischalen gewachsen ist, als wir dieselben Make-up-Produkte nach diesen Reinigungsmethoden getestet haben:

Zusammengefasst heißt das: Auf deinem Make-up wachsen mit der Zeit tonnenweise Keime und vielleicht sogar Pathogene, aber wenn du deine Produkte reinigst, kann das einen gewaltigen Unterschied machen.

Wir wollen dir hier ganz bestimmt keine Angst einjagen oder vorschlagen, Dein gesamtes Make-up in den Müll zu werfen. Wie wir oben schon erwähnt haben, kommen die meisten Keime in deinem Make-up (wenn du es nicht mit anderen teilst) von deiner eigenen Haut und machen dich nicht krank. Aber du kannst nie wissen, was für Keime sich an deinen Händen befinden oder möglicherweise auf der Badezimmerablage leben, auf der du deine Produkte aufbewahrst.

Deshalb ist es immer eine gute Idee, deine Produkte einmal pro Woche oder so zu reinigen, um die Zahl der Bakterien zu reduzieren und das Risiko zu mindern, dass einige davon dich krank machen. Das ist eine einfache Wochenend-Routine, die du zu Hause machen kannst und die den Geldbeutel nicht groß belastet.

Und denk daran: Make-up hat ein Verfallsdatum - wenn dein Make-up also wirklich alt und verschmutzt ist, solltest du es vielleicht doch lieber ersetzen, anstatt es zu reinigen.

Hier kannst Du Dir das vollständige Video ansehen!

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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