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17 Dinge, die Du im Badezimmer machst und die gefährlich sind

*Genitalien anfassen* *Handtuch anfassen* *Türgriff anfassen*

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Die gute Nachricht vorweg: Das Bad gehört daheim meist zu den eher sauberen Orten.

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Die meisten Leute wissen, dass ein sauberes Bad wichtig ist, um sich nichts einzufangen. Außerdem lassen sich all die glatten Flächen dort leichter desinfizieren – anders als etwa im Wohnzimmer.

Putzt man allerdings NICHT richtig (oder ist halt einfach zu faul), kann sich das Bad schnell in eine Brutstätte für Keime, Bakterien und Viren verwandeln.

Nickelodeon / Via spongegifs.tumblr.com

Besonders im Winter und in der Grippesaison – also jetzt.

Deshalb hat sich BuzzFeed Life an zwei Experten gewandt: die Hautärztin Dr. Michelle Green und Dr. Kelly Reynolds, die Expertin für Keime ist. Wir wollten wissen, inwiefern Nachlässigkeit bei der Badhygiene ernsthaft krank machen kann. Hier ist eine Liste mit Dingen, die man grundsätzlich nicht tun sollte:

1. Die Zahnbürste, die man während einer Erkältung oder Grippe benutzt hat, weiter benutzen – oder vergessen, die Zahnbürste nach einer Krankheit ~gründlich~ zu säubern

A&M Fillms / Via imgur.com

Putzt man sich mit einer fiesen Erkältung die Zähne, geraten all die Keime aus dem Speichel und dem Schleim direkt in die Borsten, wo sie wochenlang überleben können. "Wenn man sich nach einer Krankheit endlich besser fühlt, kann man sich damit also erneut infizieren", sagt Reynolds.

"Die Halsentzündung ist ein klassisches Beispiel", so Reynolds weiter. "Sie wird früh mit Antibiotika behandelt, sodass der Körper keine starke Immunität gegen die Infektion entwickeln kann. Benutzt man nun zum Zähneputzen die mit Streptokokken-Bakterien verseuchte Zahnbürste, bekommt man leicht die nächste Infektion." Reynolds empfiehlt, die Zahnbürste zu ersetzen, wenn man sehr krank war, oder aber sie gründlich zu reinigen – etwa, indem man die Bürste 10 Minuten lang in Wasserstoffperoxid einweicht, danach gründlich ausspült und trocknen lässt.

2. Oder alle Zahnbürsten zusammen in denselben ollen Becher stellen

Teilt man sich das Badezimmer mit seinen Mitbewohnern, lässt es sich gar nicht vermeiden, dass alle Zahnbürsten in ein gemeinsames Behältnis gezwängt werden. Ist dieser aber so voll, dass sich die Borsten berühren und Keime übertragen werden, kann man seine Zahnbürste gleich mit den Mitbewohnern teilen (und mit ihren Freunden und Verwandten). Wird auch noch jemand krank, geraten diese Keime sehr wahrscheinlich auch an die eigene Zahnbürste.

Übrigens: Hast du dir schon mal den Boden eines Zahnbürstenbechers angesehen, der eine Zeitlang nicht ausgewaschen worden ist? Er sieht aus wie ein vor Keimen strotzendes Mehltau- und Schimmelreservoir. Reynolds empfiehlt, Zahnbürsten einzeln und aufrecht stehend aufzubewahren oder mehrere Becher zu verwenden, sodass die Zahnbürsten Platz zum Atmen haben, und die Becher alle paar Wochen mit verdünnter Wasserstoffperoxidlösung zu desinfizieren.

3. Die Seife in einer Schale ablegen

Stanley Mayhew / Getty Images / Via thinkstockphotos.com

"Trotz der Löcher ist das im wahrsten Sinne des Wortes eine Petrischale, in der Keime wachsen", sagt Green. "Das liegt daran, dass eine Seite ständig nass ist, was den Keimen das Wachsen ermöglicht... ja, sogar auf Seife." Reynolds Tipp: Eine Seifenschale kaufen, die das Wasser richtig ablaufen lässt. Oder für besonders Vorsichtige: Auf Stückseife ganz verzichten und Flüssigseife in Flaschen verwenden.

4. Den Duschvorhang schimmelig werden lassen

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"Schimmelsporen sind mikroskopisch klein – das heißt, wenn die schwarze Färbung zu sehen ist, sind schon Millionen oder gar Milliarden Sporen da", meint Reynolds. WIDERLICH. Noch dazu genügt schon eine viel geringere Menge von Schimmelsporen, um Schimmelallergien oder Asthma hervorzurufen, was 25 Prozent der Bevölkerung betrifft.

Schmutzige Duschvorhänge beherbergen zudem oft Hefe und Pilze, was Infektionen verursachen kann, wenn der Vorhang mit nackter Haut in Kontakt kommt", erklärt Green. Die beste Lösung ist, entweder den Vorhang zu ersetzen, wenn es schon zu weit gekommen ist, oder ihn mit Reinigungsmittel zu schrubben, welches eine super effektive und billige Methode zur Schimmelbeseitigung ist.

5. Sich die Hände an demselben Handtuch wie alle anderen abtrocknen

Adam Holesch / Getty Images / Via thinkstockphotos.com

Obwohl ein Handtuch zumeist benutzt wird, nachdem Leute sich die Hände gewaschen haben, ist es die perfekte feuchte Umgebung, in der Mehltau und Keime wachsen können. Dazu kommt noch, dass man nie weiß, ob jemand das Handtuch auch fürs Gesicht oder für den Mund benutzt hat. Reynolds zufolge ist es am besten, ein eigenes Handtuch zu haben – bei mehreren Personen, die sich ein Badezimmer teilen, für jeden eine andere Farbe – und es einmal pro Woche zu waschen. Und man sollte kein fremdes Handtuch benutzen – weil man buchstäblich keine Ahnung hat, welche Körperteile es schon berührt und was für Keime es aufgenommen hat.

6. Einen Haufen feuchter, schmutziger Handtücher auf denselben Haken oder Halter im Badezimmer hängen

FOX / Via giphy.com

Wer diese Angewohnheit hat, der kann sie riechen – im wahrsten Sinne des Wortes. "Es ist nahezu unmöglich, dass ein Haufen feuchter Handtücher vollständig trocknet", sagt Reynolds. "So sammelt sich schnell Mehltau an und erzeugt diesen unverkennbaren Geruch."

Außerdem: Wenn Handtücher übereinander hängen, können sie Keime und auf der Haut lebende Organismen aufnehmen, zum Beispiel Staphylokokken. Reynolds empfiehlt, jedes Handtuch einzeln aufzuhängen und auf einem eigenen Haken bei sich im Zimmer trocknen zu lassen und die Handtücher nach zwei- bis dreimaligem Verwenden per Heißwäsche zu waschen.

7. Rasierer in der Dusche liegen lassen

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"Fast jeder von uns tut das. Liegt ein Rasierer aber zu lange in der feuchten Dusche herum, wird er mit Bakterien kontaminiert und rostet irgendwann", sagt Green. "Und damit will man sich nun wirklich nicht die Haut rasieren. Stattdessen sollte man ihn aus der Dusche nehmen und ihn auf ein Papierhandtuch legen, wo er vollständig trocknen kann." Reynolds empfiehlt auch, den Rasierer zwischendurch mit Alkohol zu besprühen, um Restkeime und -bakterien abzutöten.

8. Gleiches gilt für Rasierer, die längst "abgelaufen" sind.

worak CC BY / Via Flickr: worak

"Auch wenn Einwegrasierer meist ärgerlich teuer sind, ist es immer klüger, sie nach drei- bis viermaligem Benutzen zu ersetzen", sagt Green. (Heißt also, einen neuen Wegwerfrasierer zu verwenden oder die Klinge zu wechseln.) Ein stumpfer Rasierer rostet nicht nur und wird mit Keimen wie etwa Staphylokokken bedeckt, sondern er schneidet auch schneller in die Haut oder verursacht nach innen wachsende Haare, die das Risiko einer Infektion erhöhen. Nicht gut.

9. Luffa-Schwämme länger als drei Monate verwenden

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"Es sammeln sich darin Keime, Bakterien und Mehltau, wie in einem fiesen, alten Küchenschwamm", meint Green. Das heißt: Keime vom eigenen Körper, plus alle Keime, die der Schwamm von den Flächen in der Dusche aufnimmt. "Und das ganze Hantieren mit dem Luffa-Schwamm und den Bakterien darin bildet oft die Hauptursache für Körperakne", so Green.

Am besten verwendet man sie gar nicht erst. Wer aber Luffa-Schwämme liebt, sollte sicherstellen, dass er sie richtig reinigt, indem er sie mit sehr heißem Wasser ausspült und sie nach dem Verwenden außerhalb der Dusche trocknen lässt. Außerdem sollte man sie grundsätzlich alle drei Monate ersetzen.

10. Die Toilettenschüssel extrem schmutzig werden lassen

Woolzian / Getty Images / Via thinkstockphotos.com

"Die Gefahr geht eigentlich nicht so sehr vom WC-Sitz selbst aus, sondern vielmehr von den Tröpfchen und dem Sprühwasser, das bei jedem Spülen bis zu zwei Meter weit aus der Toilette spritzt", sagt Reynolds. Dieses mit Keimen und Fäkalienresten versetzte Wasser landet auf den umliegenden Flächen (WC-Sitz, Fußboden – und Waschbecken, wenn es in der Nähe ist).

"In geringer Zahl sind diese Keime im Allgemeinen harmlos", so Reynolds weiter. "Bis sie eine bestimmte Schwelle erreichen, ab der sie krank machen können. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Toilettenschüssel einfach mit antibakteriellem Reiniger oder Bleiche säubern und die umliegenden Bereiche mindestens einmal pro Woche desinfizieren."

11. Vergessen, Türgriff und Lichtschalter abzuwischen

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Jede Person, die vergisst, sich die Hände zu waschen, nachdem sie die Toilette benutzt hat, sich während einer fiesen Erkältung die Nase geputzt hat oder sich wegen einer Magen-Darm-Infektion übergeben hat, hat anschließend vermutlich den Türgriff, die Wasserhahnarmaturen und den Lichtschalter mit schmutzigen Händen angefasst", so Green. "Hände sind nämlich ein Hauptübertragungsweg für Keime."

Deswegen kannst Du Dich leicht mit ihren Krankheiten anstecken, wenn Du anfässt, was sie angefasst haben, ohne die Hände zu waschen. Das passiert auch, wenn Du Dir die Hände so lange wäscht, wie es dauern würde, "Happy Birthday" zu singen, bevor Du die versiffte Klinke anfässt. Am besten wischst Du Türgriff und Lichtschalter ein- oder zweimal pro Woche mit einem antibakteriellen Reinigungsmittel oder Sagrotan ab. Du solltest das täglich machen, wenn jemand in Deiner Wohnung krank ist.

12. Waschlappen verwenden, die in der Dusche liegen gelassen wurden

Sasinparaksa / Getty Images / Via thinkstockphotos.com

"Waschlappen saugen sich komplett mit Wasser voll", sagt Reynolds. "Also werden sie nur selten ganz trocken, bevor sie erneut benutzt werden, was wiederum das Wachstum von Keimen und Bakterien begünstigt. Wird der Waschlappen doch einmal ganz trocken, dann ist er meist verkrustet und hart vom Schmutz, den abgestorbenen Hautzellen und Seifenrückständen, was ebenso krass ist. Hinzu kommt, dass man, wenn man denselben Waschlappen für Körper und Gesicht benutzt, möglicherweise versehentlich Fäkalienkeime in den Mund bekommt. Die können richtig krank machen - mit Erregern wie Norovirus und E. coli. Also sollte man für Gesicht und Körper jeweils verschiedene Lappen verwenden und beide Lappen nach zwei- bis dreimaligem Benutzen waschen."

13. In einer Wanne baden, die nicht gereinigt und desinfiziert wurde

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"Warme Bäder sind etwas Herrliches", so Reynolds. "Hat man aber ein gemeinschaftliches Badezimmer und passt nicht auf, dann schwimmt man schnell in einer Wanne mit den Bakterien anderer Leute." Dazu gehören Staphylokokken und – weniger häufig – so genannte methicillinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA), der schwere Wundinfektionen und Furunkel verursachen kann, wenn er durch einen Schnitt oder eingewachsene Haare in die Haut eindringt.

Bevor man es sich also in der Wanne gemütlich macht, sollte man an all die schmutzigen (und wahrscheinlich mit Warzen übersäten) Füße denken, die zuvor darin gestanden haben. Alles klar? Schrubbe ab jetzt jede Woche die Wanne mit Bleiche, vor allem bevor du ein Bad nimmst. Und: Diese ganzen Badewannenkapseln riechen zwar megagut, schützen aber in keiner Weise vor MRSA.

14. Mehr als einen Monat den Fußboden im Bad nicht schrubben

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"Die gleichen Keime wie in der Dusche leben auch auf dem Fußboden", sagt Green. Dazu gehören Hefepilze, Fußpilz und andere Pilze von den Füßen. Weil der Boden meist feucht ist, bietet er Schimmel und Pilzen ideale Wachstumsbedingungen. Auch der Fußboden im Badezimmer ist mit den gleichen Tropfen und Spritzern aus der Toilette bedeckt, die wir weiter oben erwähnten. Durch wochenlanges Nichtputzen setzt man sich also einer Vielzahl von Keimen im ganzen Haus aus, im Zimmer, auf den Bettlaken usw.

Reynolds rät, sich anzugewöhnen, den Fußboden im Bad einmal pro Woche mit einem keimtötenden Desinfektionsmittel oder Bleiche zu schrubben. Falls man weiß, dass jemand, der das Badezimmer benutzt, eine schlimme Form von Fußpilz hat, oder wenn man eine frische Wunde an den Füßen hat, sollte man den Boden täglich reinigen, bis die Füße verheilt sind.

15. Das Badezimmer heiß, dampfig und ohne richtige Belüftung zu hinterlassen

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"Da es im Badezimmer ohnehin schon so feucht ist, führt schlechte Belüftung dazu, dass die gleichen Schimmelsporen und der Mehltau, die auf dem Duschvorhang sind, nun auch auf den Wänden wachsen", so Reynolds. Und wer nicht gerade eine völlige Keimphobie hat, desinfiziert vermutlich auch nicht die Badezimmerwände. Der ganze Schimmel und Mehltau auf den Wänden kann bei manchen Menschen Allergien und Asthma auslösen, und es ist allgemein auch nicht gesund, diese Luft ständig einzuatmen. Wer einen Abluftventilator hat, sollte ihn beim Duschen einschalten, oder aber eine Tür bzw. ein Fenster offen lassen, damit das Badezimmer richtig belüftet wird. Dadurch lässt sich die Zahl der Sporen dramatisch reduzieren.

16. Ewig lange dieselbe dreckige Badezimmermatte verwenden

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"Schimmelsporen, Bakterien und Pilze lagern sich gern auf der Matte im Badezimmer ab und können wochenlang überleben", erklärt Reynolds. ... ganz zu schweigen von all den Haaren und Staubflusen, die sich auf der Matte sammeln. Allgemein sind die Füße zwar widerstandsfähiger, wenn man aber Blasen oder Wunden hat, kann man sich über sie wegen einer schmutzigen Matte schneller infizieren. Reynolds rät, eine Matte zu kaufen, die sich leicht waschen lässt, und diese alle ein oder zwei Wochen per Heißwäsche (oder mit Bleiche) zu waschen. Besteht die Matte aus Holz oder Plastik, kann man sie einsprühen oder mit antibakteriellen Lösungen abwischen.

17. Alles, was Mund, Augen und Gesicht berührt, auf der schmutzigen Badezimmerablage ablegen

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Wie alle Oberflächen im Badezimmer sind auch Waschbecken und Ablage ständig mit Handkeimen und Keimen aus der Toilette kontaminiert. Gegenstände wie Gesichtsbürste, Eyeliner-Stift oder Waschlappen auf einer dreckigen Ablage aufzubewahren, ist riskant, weil man die Keime am Ende direkt auf sein Gesicht überträgt – besonders dann, wenn jemand, der gleichfalls das Bad benutzt, ein fieses Virus hat. Greens Rat: Regelmäßig das Waschbecken mit einer antibakteriellen Lösung abwischen – und Dinge wie Make-up-Pinsel, wenn es denn sein muss, auf Toilettenpapier ablegen.

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