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Wie brutal der Krieg in der Ukraine ist, zeigen diese Bilder

Fotograf Max Avdeev hat eine Gruppe russischer Separatisten, die sich als Erste Brigade Slaviansk bezeichen, in der Ukraine begleitet. Seine Fotos entstanden in Logwinow in der Nähe von Debalzewe. Warnung: Einige Bilder in diesem Artikel zeigen brutale Gewalt.

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LOGWINOW, Ukraine — Als von Russland unterstützte Rebellen vor einem Monat in der Ost-Ukraine in die Offensive gingen, wurde Debalzewe, ein strategisch wichtiger Knotenpunkt im Bahnnetz zwischen Luhansk und Donezk, schnell zum Zentrum der Kämpfe. Wochenlang bestritt die ukrainische Regierung, dass Rebellen die Stadt eingekesselt hätten, selbst als der Artilleriebeschuss die meisten Einwohner bereits zur Flucht gezwungen, Hunderte getötet und die Stadt bis zur Unkenntlichkeit zerstört hatte.

Am Dienstag nahmen Rebellen den Großteil der Stadt ein und ukrainische Soldaten gefangen. Eine katastrophale Niederlage war unausweichlich. In den Tagen vor ihrem Sieg begleitete Fotograf Max Avdeev die Erste Brigade von Slawiansk, eine Gruppe russischer Separatisten aus der selbsterklärten Volksrepublik Donezk in die nahegelegene Stadt Logwinow. Die Rebellen hatten die Stadt gerade erst eingenommen und so Debalzeve vom letzten Zugang zum von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet abgeschnitten.

Die Rebellen sind größtenteils Freiwillige aus den Ortschaften rund um das umkämpfte Gebiet, doch geführt werden sie von Russen. Auch Panzer und Artillerie werden den Rebellen von Russen geliefert. Längst nachdem die in Minsk von Merkel, Putin, Poroschenko und Hollande vereinbarte Waffenruhe zwischen Rebellen und ukrainischer Armee am Sonntag in Kraft getreten war, beschossen die Rebellen Debalzewe weiter.

"Wir haben sie einmal entkommen lassen, aber jetzt wollen sie wieder mit uns kämpfen. Wir haben ihnen gesagt, dass sie sich in Debalzewe ergeben sollen, aber das haben sie nicht getan. Jetzt werden wir niemanden mehr entkommen lassen", sagt Sergej, ein Kommandant der Rebellen, der sich den Namen "Kunduz" gegeben hat.

"In dem Moment, als unser Feind außer Atem geraten ist, soll es Zeit für Frieden sein und wir sollen unsere Waffen strecken?", fügt er hinzu. "Sollen unsere Leute umsonst gestorben sein?"

Warnung: Die folgenden Bilder zeigen drastische Gewalt.