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12 Dinge über Sex, die dich Pornostars wissen lassen wollen

Stell dir Pornos wie ein Büffet vor.

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Egal, ob du Pornos schaust oder nicht, wir sind uns sicher alle einig, dass die eine Sache, mit der sich Pornostars auf jeden Fall auskennen, Sex ist.

IFC / Via giphy.com

Sie kennen sich nicht nur damit aus, sie sind Experten darin. Sie werden tatsächlich dafür bezahlt, Sex zu haben. Beruflich. Als wäre es ein verdammter Sport. Hey, warum eigentlich nicht? Geschlechtsverkehr ist genau genommen eine Art der körperlichen Betätigung. Besonders wenn du in Betracht ziehst, wie viel Sex Pornostars haben und wie oft. Und bei jährlich wachsenden Zuschauerzahlen – die Gesamtzahl der Besucher von PornHub ist von 21,1 Millarden im Jahr 2015 auf 28,5 Milliarden im Jahr 2017 gestiegen – kannst du davon ausgehen, dass beim Matratzensport kein Ende abzusehen ist.

Auf dieser Grundlage dachten wir, dass es interessant sein könnte, mal herauszufinden, was Pornostars glauben, dass die Leute es unbedingt über Sex wissen sollten, und dass wir vielleicht ein bisschen was von den Leuten lernen können, die (vermutlich) schon mehr Sex hatten als jeder andere von uns. Insbesondere, weil Pornografie beeinflussen kann, was Leute glauben, wie Sex sein sollte – und ihnen unrealistische Erwartungen vermittelt, was Körper, Leistung, Stellungen und anderes angeht. Also haben wir mit Moriah Mills, Donnie Rock, Jason Luv, und Tori Black geredet. Und das hatten sie zu sagen.

1. Das meiste von dem, was in Pornos gezeigt wird, ist nicht echt.

Screen Gems / Via meghanfizzy.tumblr.com

Das ist offensichtlich, oder? Es sollte trotzdem noch mal erwähnt werden, weil es sehr viele Pornos gibt, die echt WIRKEN – ja, ihr seid gemeint, Amateur-Pornos – aber in Wirklichkeit einem Drehbuch folgen. Tatsächlich wissen die Schauspieler normalerweise noch bevor der Dreh gebucht wird genau, welche Liebesakte involviert sind, denn ihre Gage kann etwa davon abhängen, wie viel Dialog vorkommt oder wie gefährlich die gefilmten Fetische sind, sagt Black gegenüber BuzzFeed Health.

Auch wenn es echter Sex ist, ist es trotzdem Show, sagt Mills zu BuzzFeed Health. Es sind eher keine Emotionen involviert wie bei Sex im echten Leben und manchmal ist überhaupt keine Chemie zwischen den beiden (oder mehr) Beteiligten, die da Sex haben. Manchmal lernen die Schauspieler bis zum Drehtag die Leute, mit denen sie die Aufnahmen machen, gar nicht kennen. „Du lernst bis zur eigentlichen Szene die junge Dame nie wirklich kennen“, sagt Luv BuzzFeed Health. „Sie denken, dass es hilft, die sexuelle Spannung zu steigern, wenn man sich vorher nicht sieht. Aber ich glaube, man sollte vorher zumindest 30 Minuten bis eine Stunde miteinander reden, um zumindest herauszufinden, was sie mag und nicht mag.“

Auf gewisse Art läuft die Arbeit in der Porno-Branche so wie ganz normale Geschäftsbeziehungen ab. Dein Ruf in der Branche ist entscheidend, denn die Leute arbeiten wenn möglich eher mit Leuten, die sie mögen. „Es ist eine sehr enge Community und ein Ruf kann sich verbreiten wie ein Lauffeuer“, sagt Black.

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2. Ehrlich gesagt sind die meisten Stellungen, die du in Pornos sehen kannst, nicht fürs echte Leben gedacht.

Universal Pictures / Via giphy.com

Ich könnte eine ganze Menge Stellungen auflisten, aber schau dir einfach ein paar Pornos an – dir wird sicher eine Stellung auffallen (oder auch drei), die unbequem oder schwierig aussieht. Diese Stellungen kommen nur zum Zwecke einer guten Kameraaufnahme zum Einsatz. Pornostars wird häufig gesagt: „Öffnet euch für die Kamera“, sagt Mills, damit der Geschlechtsakt und die Fetische und Kinks, um die es in dem Porno geht, gut zu sehen sind.

„Ich drehe eine Menge Fußfetisch-Szenen, also mache ich viel mit ihren Füßen, und immer, wenn ich Sex mit ihr habe, müssen die Füße zu sehen sein“, sagt Rock. „So würde ich zu Hause niemals Sex haben, weil es total umständlich ist. Ich muss ihre Füße rumdrehen, damit sie gemeinsam mit der Penetration zu sehen sind, also auf der selben Kameraaufnahme.“

Das heißt natürlich nicht, dass diese Stellungen überhaupt nicht zum Nachmachen geeignet sind. „Du kannst das auch im echten Leben machen, wenn dein Partner oder deine Partnerin Abenteuer liebt oder weiß, wie man das anstellt“, sagt Mills und betont, dass du dafür auch stark genug sein und das entsprechende Durchhaltevermögen haben solltest.

Warum? Weil es manchmal echt schwer ist, diese Stellungen zu halten, sagt Luv. „Leute versuchen das im Alltag nachzuahmen und ich denke mir: ‚Alter, wenn du diese Stellung versuchst, wird sich deine Latte garantier verabschieden‘“, sagt er. „Manchmal zittere ich, weil die Stellung die Muskeln so sehr belastet. Mein ganzer Körper ist am Zittern. Das merkt man in den Videos, aber ich denke mir: ‚Yo, wie viele Minuten haben wir noch in dieser Stellung?‘“

3. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Typen in Pornos so lange durchhalten, aber ehrlich gesagt gehört Viagra nicht immer dazu.

Comedy Central / Via buzzfeed.com

Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen von Leuten, die nichts mit der Branche zu tun haben, sagt Luv. Klar gibt es Leute in der Pornoindustrie, die Viagra, Spritzen oder diese Pillen von der Tankstelle mit echt absurden Namen benutzen. Aber sowohl Rock als auch Luv sagen, dass diese nicht nötig sind, wenn du es schaffst, deinen Geist zu trainieren und dich abzulenken. Zum Glück der beiden gibt es an einem Porno-Set eine MENGE Ablenkungsmöglichkeiten.

„Du musst deine Aufmerksamkeit nur auf Dinge abseits des Kitzels richten“, sagt Luv. „Verändere die Art, wie du dich bewegst, und die Geschwindigkeit, und fang an, an etwas anderes zu denken.“ Dieses „andere“ kann so ziemlich alles sein, sagen sie. „Wenn ich das Gefühl habe, dass ich kurz vorm Kommen bin, schaue ich einfach kurz rüber zum Kameramann oder so“, sagt Rock.

Hinzu kommt, dass kein Pornostar eine komplette Szene ohne Pause abdreht. Es wird niemals 30 Minuten bis zu einer Stunde lang durchgehend gebumst, sagt Rock. „Wir machen Pausen zwischen verschiedenen Stellungen, trinken Wasser, positionieren die Kamera neu“, und das ist gerade genug Zeit, um an etwas anderes zu denken und den Penis zu desensibilisieren, sagt Luv. Wenn du das also selbst hinkriegen willst, versuch's mal mit einer kurzen Trinkpause, wechsle die Stellung oder necke deinen Partner oder deine Partnerin ein bisschen, bevor es wieder weitergeht, so wie Rock.

4. Und wo wir über Penisse reden: Guter Sex hat nichts mit der Größe des Penis zu tun. (Für die Leute in der letzten Reihe!) Es kommt darauf an, wie du ihn einsetzt!

NBC / Via giphy.com

Wenn du einen Penis hast, warst du vermutlich – zumindest einmal! – unsicher, was dessen Größe angeht. Es ist eine verbreitete Sorge und eine Frage, die viele Leute Pornostars stellen, lautet: Spielt die Größe eine Rolle?

„Die Antwort lautet: Nein“, sagt Black. Tatsächlich ist die große Mehrheit der Penisse weder RIESIG noch klein – sondern irgendwo in der Mitte. Die Durchschnittslänge eines erigierten Penises beträgt 13,13 cm. „Du musst lediglich herausfinden, wie du das, was du hast, richtig einsetzt“ und beim Sex Selbstvertrauen haben, sagt sie. „Du kannst nicht einfach sagen: ‚Oh, ich hab keinen großen, also kann ich auch nicht gut sein. Das ist eine faule Ausrede. Du hast alle Mittel, die du brauchst. Lerne, sie zu benutzen.‘“

Was du dir merken solltest: „Du bist wirklich nicht gut, wenn du deinen Partner oder deine Partnerin nicht befriedigen kannst“, sagt Rock. Und das Bedeutet, Befriedigung nicht nur durch Penetration, sondern auch durch andere Dinge wie Vorspiel (zu dem wir gleich kommen).

5. Pornos zu schauen ist eine gute Methode, um herauszufinden, was deine eigenen sexuellen Interessen sind und welche Fantasien dich zum Höhepunkt bringen.

HBO / Via giphy.com

Lass uns mal für eine Sekunde so tun, als wäre Pornografie ein Büffet und die verschiedenen Gerichte sind verschiedene Fantasien. „Du findest die verschieden Küchen. So viele verschiedene Küchen, von denen du noch nie gehört hast – den Großteil des Essens hast du noch nie gesehen“, sagt Black.

Dank Pornografie kannst du ein bisschen von allen Gerichten, die du noch nie probiert hast oder von denen du nie erwartet hättest, dass sie dir gefallen, testen. Und du hast außerdem die Möglichkeit, dich mehr auf das, was du magst, einzulassen, Wenn du also zum Beispiel Interesse an Sex im Freien, Orgien mit doppelter Penetration, Sex beim Rauchen etc. hast, dann steht dir das alles zur Verfügung.

„Ich bin dankbar für die Gelegenheit, Leuten dabei zu helfen, sich selbst besser kennenzulernen“, sagt Black. „Ich habe das Gefühl, dass sich die meisten Leute da beim Buffets anstellen, wo das Essen liegt, das sie kennen. Dabei gibt es so viel mehr. Probier einfach mal ein Stückchen von etwas, das du noch nie hattest. Manchmal musst du einfach rausgehen und entdecken. Es gibt so viele Gefühle und Gerüche und Geschmäcker.“

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6. Und, solange du es nicht zu ernst nimmst, ist es auch eine gute Quelle, um Arten von Sex zu entdecken, die du gerne mal ausprobieren würdest.

Comedy Central / Via newnownext.com

Pornografie liefert den Menschen neue Ideen, neue Stellungen und verschiedene Ebenen der Leidenschaft, die sie imitieren können, sagt Luv. „Ich stelle mir gerne vor, dass ich damit Leuten helfe, sexuelle Spannung in ihren Ehen und Partnerschaften aufrecht zu erhalten.“

Wenn du also eine neue Stellung, einen neuen Kink oder eine Fantasie siehst, die du gerne ausleben würdest, rede mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber. So kannst du herausfinden, ob es ihm oder ihr auch gefällt, ob es zu weit außerhalb der Komfortzone derjenigen Person liegt oder sie Bedenken hat. Du solltest das aber nicht ansprechen, *während* ihr Sex habt, denn es könnte den Moment ruinieren, sagt Rock. Auch ist es sicherer, ihn oder sie im Voraus zu fragen, ob ihr etwas Neues probieren wollt, als erst dann, wenn es so weit ist, damit sich niemand unwohl fühlt.

Wenn ihr beide echtes Interesse daran habt, euer sexuelles Repertoire zu erweitern, sagt Luv, ist es gut, nicht nur darüber zu reden, was ihr gerne machen würdet, sondern auch eure Wünsche auf zwei Blättern Papier aufzulisten und die Blätter zu tauschen. Schaut euch an, welche Fetische nicht zu weit außerhalb eurer Komfortzone liegen und nehmt euch vor, jeden Monat mindestens eine Sache von der Liste auszuprobieren. „Das wird euer Sexleben enorm verbessern“, sagt er.

Denk daran, dass alles, was neu ist, dich zwingen wird, deine Komfortzone zumindest ein klein wenig zu verlassen. Aber du wirst auch lernen, was du wirklich magst und was nicht, und das gibt dir Selbstvertrauen und ist sexuell befreiend, sagt Black.

7. Wenn du und dein Partner oder deine Partnerin etwas Neues ausprobiert, macht langsam, und achtet darauf, wie der andere reagiert.

Fox Searchlight / Via giphy.com

Ob es sich um eine Fantasie wie Rollenspiele handelt oder etwas Direkteres wie Analsex oder auch einfach nur die Finger in den Mund deines Partners oder deiner Partnerin zu stecken – es klappt auf jeden Fall besser, wenn ihr es langsam angeht, als sofort mit vollem Anlauf ins kalte Wasser zu springen. Der Trick ist es, auf seine oder ihre Körpersprache zu achten und dich entsprechend anzupassen, sagt Rock.

„Du spürst es in der Energie“, so Black. „In den Augen des anderen … Gänsehaut ist echt. Muskelzucken. Du lernst dadurch, mehr auf den anderen zu achten. Wenn du auf den anderen eingehst und ihm beim Sex Aufmerksamkeit schenkst, wirst du merken, dass sich auch eure Beziehung verbessert, weil der andere sich beachtet fühlt – weil du ihm Aufmerksamkeit schenkst, wie wenn du zuhörst.“

Wenn ihr einander Aufmerksamkeit schenkt, werdet ihr euch beide geachtet fühlen, sagt Black und merkt an, dass sich Menschen beim Sex oft verletzlich fühlen. Umgekehrt kann ein Nichtbeachten der Interessen deines Partners oder deiner Partnerin dazu führen, dass er oder sie sich unwohl, misshandelt oder ausgenutzt fühlt.

8. Und vergiss nicht, dass verbale Kommunikation existiert – nutze sie!

Warner Bros. / Via giphy.com

Vielleicht bist du nicht ganz zufrieden mit deiner Position. Vielleicht probiert er oder sie einen neuen Kink mit dir aus und du fühlst dich plötzlich komisch dabei. Vielleicht bist du diejenige Person, die versucht, mit ihm oder ihr Sex zu haben, aber dem anderen ist gerade nicht danach.

Klar, zurückgewiesen werden ist blöd. Aber manchmal musst du dich damit abfinden. Manchmal musst du derjenige sein, der den anderen zurückweist. Beides ist total in Ordnung, und es sollte keine Konsequenzen haben. Wir sind alle Menschen mit eigenen Emotionen und Gedankengängen, und manchmal fühlen wir uns gut bei etwas, und manchmal nicht.

„Manchmal will ich kuscheln und geliebt werden. Und manchmal will ich es richtig versaut“, sagt Black. In diesen Momenten ist es wichtig, zu kommunizieren, wie du dich fühlst, sagt sie. Und wenn du die Person bist, die zurückstecken muss, sei geduldig. „Denk daran, dass die Reaktion deines Partners oder deiner Partnerin nicht zwangsläufig damit zu tun hat, wie wohl sich der- oder diejenige mit dir fühlt. Die Person zeigt einfach, wie sie sich gerade fühlt. Das, was gerade in ihrem Leben vor sich geht. Vielleicht ist heute Nacht kein guter Zeitpunkt. Vielleicht ist er nächste Woche oder nächsten Monat.“

9. Informiere dich über Neues und bereite dich darauf vor, bevor du es ausprobierst.

Showtime / Via aslatrinasfemininas.tumblr.com

Nicht alles, was du ausprobierst, wird sich beim ersten Mal gut anfühlen oder einfach sein. Wenn du es also mal mit Bondage probieren willst, informiere dich zuerst über die Dinge, mit denen du jemanden fesseln kannst, bevor du irgendwelche Seile benutzt und deinen Partner oder deine Partnerin mit Knoten festmachst, die du nicht mehr wieder aufkriegst. Wenn du es anal machen willst, finde die beste Art heraus, dein Poloch darauf vorzubereiten.

Paradebeispiel: „Ich hatte letzten Monat zum ersten Mal Analverkehr. Ich hab es ohne Vorbereitung gemacht und es ist echt anders als Vaginalverkehr. Du musst viel Gleitmittel benutzen und dich einfach vorbereiten… Es war ein Erlebnis“, sagt Mills und fügt an, dass es definitiv auch wehgetan hat. „Aber gegen Ende hat es sich gut angefühlt.“ Also klar, es kann eine Weile dauern, sich auf neue Arten von Sex einzustellen, aber es passiert, und es ist wahrscheinlich, dass es sich besser anfühlt, umso besser du dich darauf vorbereitest.

Außerdem, kleine Randbemerkung: Solltest du dir nicht ganz sicher sein, benutz Gleitmittel. Wenn du denkst es geht auch ohne, FALSCH GEDACHT. Benutz. Viel. Gleitmittel.

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10. Vergiss niemals, dass Vorspiel den Sex besser macht.

@simimoonlight / @NickNPattiWhack / Via Twitter: @simimoonlight

„Es ist das Warm-Up für das Hauptereignis“, sagt Rock. Und auch wenn es ein bisschen davon abhängt, auf was du stehst, denke ich, dass wir uns alle einig sind, dass zumindest ein bisschen Vorspiel das Erlebnis steigern kann. „Den anderen zu erregen, erregt mich selbst“, sagt Rock, und das sollte auch dein Ansatz beim Sex sein.

Fürs Vorspiel musst du keine verrückten Tricks können und es muss auch gar nicht lange dauern. Manchmal reicht schon ein guter Kuss, sagen Mills und Black. „Die Chemie und Leidenschaft bringen mich am meisten zum Höhepunkt, mehr noch als der Geschlechtsverkehr an sich“, sagt Black. „Gib mir einen guten, soliden, leidenschaftlichen Kuss, und ich fühle ihn am ganzen Körper. … Ich kann mir nicht vorstellen, Sex ohne irgendeine Art von Vorspiel zu haben. Küss wenigstens meinen Hals; gib mir irgendetwas.“

11. Konzentrier dich mehr darauf, beim Sex Spaß zu haben als darauf, in irgendeiner Weise, Form oder Art ~perfekt~ zu sein.

Netflix / Via giphy.com, Netflix / Via giphy.com

Sind wir mal ehrlich: Perfekter Sex existiert nicht. Er kann unkoordiniert, laut und chaotisch sein. Manchmal ist er sogar richtig witzig. Und in Pornos wird nichts davon gezeigt. „Es gab kaum Szenen in meiner Karriere, bei denen von Anfang bis Ende alles glatt lief und es keine ungeschickten Beinbewegungen oder Wechsel von einer Stellung, in der du nicht sein solltest, in eine andere gab“, sagt Black. Es passieren alberne Dinge, alle lachen darüber, und all das wird später herausgeschnitten. „Deshalb denken die Leute, dass sie eine makellose Performance abliefern müssen, und das ist meiner Meinung nach ein riesiger, unglücklicher Irrglaube – die Leute verurteilen sich selbst, weil sie etwas Albernes tun und glauben, es würde den Moment ruinieren, was ihnen dann die Stimmung vermiest.“

Das ist definitiv leichter gesagt als getan, aber versuch die Gedanken zu ignorieren, wegen der du dich schlecht fühlst, obwohl du Sex hast, der dir Spaß macht – insbesondere wenn die Ursache dafür gesellschaftliche Ansichten darüber sind, wie Sex sein sollte. „Ich kenne viele Frauen, die sich dafür schämen, dass sie es mögen, jemanden oral zu befriedigen. Sie denken, es wäre erniedrigend. Und ich sage: ‚Warum solltest du glauben, etwas wäre erniedrigend, wenn es dir gefällt?‘“, sagt Black. „Es ist nur erniedrigend, wenn du zu viel daran denkst, was andere darüber denken. Niemand ist in deinem Schlafzimmer, und wenn derjenige, den du oral befriedigst, dich dafür verurteilen sollte, dann läuft meiner Meinung nach was ganz anderes falsch.“

Um ehrlich zu sein solltest du, wenn du dich beim Sex irgendwie verurteilt oder ausgelacht fühlst oder das Gefühl hast, nicht du selbst sein zu können, mal darüber nachdenken, wie wohl du dich mit dem anderen überhaupt fühlst. „Wenn ich nicht darüber lachen kann, heißt das, dass ich mich unwohl fühle, und wenn ich mich unwohl fühle, komme ich nicht zum Orgasmus“, sagt Black. „Und wenn ich nicht zum Orgasmus komme, warum habe ich dann überhaupt Sex?“

12. Und zu guter Letzt: Wenn Pornostars sicheren Sex haben können, dann kannst du das auch.

Fakt ist: Pornostars haben oft Sex ohne Kondome. Ebenfalls Fakt ist: Schauspieler, die Pornos drehen, sind verpflichtet, sich alle 14 Tage oder noch regelmäßiger auf sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Die Ergebnisse werden an eine Online-Datenbank namens PASS übertragen, damit jeder, der am Dreh der Szene beteiligt ist, überprüfen kann, dass die Informationen des Schauspielers auf dem neusten Stand sind. In vielerlei Hinsicht haben Pornostars sichereren Sex als die Allgemeinbevölkerung.

„So geschützt war ich in Sachen Sex noch nie in meinem Leben“, sagt Mills. „Draußen in der echten Welt lügen die Leute, was ihren Status angeht. Manche Leute lassen sich gar nicht erst testen.“ In der Tat stimmten alle Schauspieler, die für diesen Post interviewt wurden, zu, dass Pornosex VIEL sicherer ist als Sex im echten Leben. „Seit ich Pornos drehe, habe ich im echten Leben Angst, weil ich keinen Sex mit anderen Mädchen haben will. Ich bitte sie darum, sich testen zu lassen, und sie reagieren, als hätte ich sie darum gebeten, sich ihr rechtes Bein und ihre rechte Hand abzuschneiden und sie mir zu schenken“, sagt Luv. „Als Profi ist das meine Karriere. Mein Penis ist mein Gehaltsscheck. Ohne ihn kann ich nicht arbeiten.“

Also lass dich wenigstens alle paar Monate testen, sagt Rock. Besonders wenn du Sex mit wechselnden Partnern hast. Und verwende immer Kondome.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.