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So kannst Du um die Welt reisen, ohne dafür Deinen Job kündigen zu müssen

Die Welt ist Dein Büro. Boom.

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Zum Glück gibt es eine realistische Möglichkeit, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der Schlüssel dazu ist, Deinen Job mit Dir mitzunehmen und von unterwegs zu arbeiten – so dass Du reisen UND gleichzeitig Deine Reisen finanzieren kannst.

Dank dem Internet ist es heute einfacher als jemals zuvor, Deinen Traum vom "ortsunabhängigen" Leben in die Realität umzusetzen. Und so geht's.

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Wähle zuerst einen Job, den Du von überall machen kannst.

Im Prinzip geht alles, was Du auf einem Computer machen kannst und wofür Du nicht persönlich vor Ort sein musst. Da wären zum Beispiel freiberufliches Schreiben, Grafikdesign, Fotografie, Unternehmensgründung und mehr. Wenn Du gute Argumente hast, kannst Du vielleicht auch bei Deiner Firme Telearbeit machen, so dass Du dennoch Teil des Unternehmens bleiben kannst. Sprich mit Deiner Personalabteilung um herauszufinden, ob das bei Dir geht.

Weiter unten in diesem Text findest Du einige Menschen, die reisen und arbeiten schon verbinden. Vielleicht sind hier einige Anregungen für Dich dabei.

Prüfe als nächstes Deine Optionen. Zu Beginn kannst Du auch von einem Co-working Space unterwegs aus arbeiten.

Askold Romanov / Getty Images

Weltweit gibt es viele Co-working Spaces wie zum Beispiel WeWork. Diese Firma hat sich speziell auf Reisende eingerichtet, so dass Du in Deiner Zeit dort auch noch andere "digitale Nomaden" treffen wirst.

Manche der Co-working Spaces bieten auch direkt Übernachtungsmöglichkeiten mit an. Andere sind einfach Büroräume, die Du mit anderen teilst. Aber alle bieten eine tolle Möglichkeit, Dein Netzwerk und Deinen Horizont zu ~erweitern~.

Das Surf Office gibt es auch auf Gran Canaria, einer der Kanarischen Inseln.

Lebe und arbeite mit anderen Berufstätigen auf Reise, und in der Mittagspause könnt ihr alle zusammen surfen gehen. #Traum. Mehr Informationen hier.

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An wechselnden Orten gibt es auch immer wieder für kürzere Zeiträume gemeinsames Arbeiten und Reisen im Coworking Camp.

Seit 2013 gibt es das Coworking Camp jedes Jahr im November und Dezember, jeweils an einem anderen Ort. Das nächste ist in einem Strandhotel in Djerba, Tunesien, das davor war in der Türkei. Mehr Informationen hier.

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Wenn Du einen Co-working Space nicht alleine besuchen willst, kannst Du Dich auch bewerben, Teil des neuen Startups Remote Year zu werden.

Die Gründer dieses Unternehmens führen eine Gruppe digitaler Nomaden ein Jahr lang um die Welt, mit monatlichen Stopps an verschiedenen Orten (also zwölf Orten insgesamt). Mehr Informationen hier.

Oder Du machst Dir Dein eigenes kabelloses Büro, indem Du einfach alleine reist und von dort aus arbeitest, wo auch immer Du gerade bist.

Master2 / Getty Images

Du kannst ein Airbnb mieten, in Hotels oder Hostels übernachten, oder wo auch immer Du gerne schlafen möchtest. Tipp: Denk auch darüber nach, Deine Wohnung zuhause über Airbnb oder einen anderen Dienst zu vermieten, während Du unterwegs bist (sofern das z.B. in Deinem Mietvertrag nicht untersagt wird). Und wenn Du in preiswerte Länder reist, verdienst Du damit vielleicht sogar ein kleines bisschen Geld.

Melissa Erb, 27, Kundenbetreuerin im Marketing-Unternehmen Revelry Agency, erhielt von ihren Vorgesetzten die Erlaubnis, ihr Büro in Portland, Oregon, zu verlassen und von Honolulu auf Hawaii aus zu arbeiten.

"Ich habe Glück, dass meine Agentur mir vertraut und diese Flexibilität erlaubt", sagt sie. "Ich arbeite in der Zeitzone meines Büros, also fange ich morgens um 6 Uhr mit meiner Arbeit an und bin für meine Kollegen in unseren Büros in Oregon und Connecticut die ganze Zeit telefonisch erreichbar."

"Ich kann ganz sicher sagen, dass das Arbeiten von der Hängematte aus meine Produktivität steigert. Kein Witz. Ohne Störungen von zuhause aus zu arbeiten macht mich viel produktiver als die Arbeit im Büro. Aber ich vermisse meine Kollegen, weil sie einfach witzig und so großartig sind."

Amanda Williams, 28, macht Kundenakquise für ein Social-Media-Startup namens Edgar, während sie die Welt bereist.

Letztes Jahr hat sie von Neuseeland, Spanien, Norwegen und verschiedenen Staaten in den USA aus gearbeitet. "Wenn Du einen Job suchst, mit dem Du reisen kannst, fang an mit den Fähigkeiten, die Du schon hast, und die Du mit auf die Reise nehmen kannst", rät sie (bei ihr waren das Social-Media- und Blogging-Kenntnisse).

Such Dir dann Firmen mit Teams weltweit, mit denen Du gerne arbeiten würdest. "Folge ihnen in sozialen Netzwerken und lerne etwas über ihre Firmenkultur, so dass Du Dich bewerben kannst, wenn bei ihnen etwas frei wird."

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Chris Collins, 29, reist mit Remote Year und leitet sein Startup CaterCow von unterwegs.

Allein im letzten Monat haben alle sechs CaterCow-Angestellten von unterwegs aus gearbeitet – und Chris sagt, dass ein großer Teil ihres Erfolges Slack, Google Hangouts and Viber zu verdanken ist. "Wir haben wöchentliche Video-Hangouts, in denen wir uns das Neueste aus unseren Leben erzählen, und wir versuchen, uns wenigstens vierteljährlich persönlich zu treffen", sagt er.

Er sagt auch, dass es hilft, mit anderen arbeitenden Menschen zu reisen – und sich nicht zu sehr davor zu fürchten, etwas zu verpassen. "Es gibt immer so viele Dinge, die man machen und erleben kann. Aber wenn man sich die ganze Zeit darauf konzentriert, was man verpasst, überwältigt es einen irgendwann und das Arbeiten von unterwegs scheitert."

Lindsay Daniels, 27, ist Expertin für Unternehmens-Kommunikation bei Polycom und erhielt die Erlaubnis, mit Remote Year ein Jahr lang von unterwegs zu arbeiten.

Daniels erhielt die Erlaubnis, ein Jahr im Ausland zu verbringen, während sie weiter für das Unternehmen aus San Jose arbeitet. "Finde heraus, was Deine Zeiten mit der höchsten Produktivität sind, arbeite sie in Deinen Zeitplan ein und berücksichtige die Bedürfnisse Deiner Kollegen, so dass Deine Planung mit ihrem Zeitplan übereinstimmt. Achte darauf, Deine Planung an Dein Team zu kommunizieren, so dass alle wissen, wann und wo sie Dich erreichen können."

Und Du solltest immer einen Plan B haben. "Egal wie gut Du Dich vorbereitest: es wird immer wieder Hindernisse geben, die Dich zwingen, Deine Pläne zu ändern – zum Beispiel, dass Du kein Internet hast. Stelle sicher, dass Du immer einen 'Plan B' oder 'Krisenplan' vorbereitet hast und stelle sicher, dass Du auch dann immer irgendwie mit Deinem Team kommunizieren kannst."

Alex Milligan, 34, ist Wein-Importeur bei David Milligan Selections und arbeitet ebenfalls die meiste Zeit von unterwegs.

"Mein wichtigster Tipp: stelle sicher, dass Du in Deinem Zimmer gutes WLAN und einen Schreibtisch hast, sagt er. "Ich war schon öfter an Orten, wo mindestens eines der beiden fehlte, und das macht es dann echt schwierig."

"Und hab keine Angst, auch während Deiner Arbeitszeit Dinge zu tun, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, wenn Du Deine Arbeit auch mal nachts machen kannst. Und denk daran: egal was Du tust, Du kannst meistens sogar einfach mit Deinem Telefon arbeiten – dank Cloud-Anwendungen kann ich immer auf meine Dateien zugreifen, egal ob ich einen Computer habe oder nicht", sagt er.

Matt Gibson, 36, leitet seine eigene Beratungs-Firma XPat Media von unterwegs.

"Die wichtigsten Dinge sind Ausdauer, sich auf verrückte Uhrzeiten für Meetings mit Menschen auf der anderen Seite der Welt einzustellen, und alle Tools für Organisation, Kommunikation und Produktivität zu nutzen, die es gibt – zum Beispiel Google Drive, Rescue Time, Alfred, Asana, und Skype," sagt er.

Sein anderer Rat: Hol Dir ein Abo bei Boingo, einem Unternehmen, das weltweit WLAN anbietet, und hab ein Handy mit einer Sim-Karte mit genug Guthaben für 3G dabei. "Wenn alles andere scheitert, kannst Du so einen Hotspot für Dich aufsetzen", sagt er. Und arbeite in der Cloud, so gut Du kannst – und hol Dir eine Skype-Telefonnummer und Skype-Guthaben. "Das Telefon ist immer noch der verlässlichste Weg, Leute zu erreichen. Das ist essentiell dabei, Dinge am Laufen zu halten."

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Wenn Du von unterwegs aus für eine große Firma arbeitest, versuche, Dir gute Gewohnheiten aufzubauen.

"Setze eine regelmäßige Zeit fest, zu der Du mit Deinem Chef sprichst, um sicherzustellen, dass ihr in Kontakt bleibt und Du mit Deinen Projekten vorankommst", rät die Karriere-Beraterin Deborah Brown-Volkman aus New York. "Stelle auch sicher, dass Du und Dein Chef euch einig seid, was Deine Arbeitsergebnisse, Pflichten und Verantwortungsbereiche betrifft", fährt sie fort.

Wenn Du Unternehmer bist, rät Brown-Volkman Dir, immer noch aufzustehen und "zur Arbeit zu gehen".

Selbst wenn Dein Morgenprogramm beinhaltet, bei Sonnenaufgang am Strand Yoga zu machen, einen köstlichen frisch gebrühten Kaffee zu trinken und dann zu Deinem Laptop auf dem Steg zu gehen, ist es immer noch eine Arbeitsroutine. Und es wird Dir immer noch helfen, mental in den Arbeitsmodus zu kommen und Dinge erledigt zu bekommen.

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