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Trotz neuer Jobbörse ist Arbeiten für Flüchtlinge fast unmöglich

Warum die Jobbörse für Flüchtlinge Workeer alleine nicht ausreicht.

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Die Jobbörse ist als Abschlussarbeit der beiden Studenten David Jacob und Philipp Kühn entstanden. Die beiden studierten Kommunikationsdesign an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.

BuzzFeed sprach mit Alina*, einer Ingenieurin, die einen Masterabschluss hat und in Albanien 300 Dollar im Monat verdient. Sie hat sich bei Workeer angemeldet, in der Hoffnung einen Job zu finden bevor sie nach Deutschland kommt. Leider ohne Erfolg.

Bisher habe er auch noch keine Job-Angebote erhalten, sagte uns Mandiaye Cheikh Sek. Er lebt seit fast drei Jahren in München und hat im Senegal BWL studiert und parallel dazu eine Ausbildung zum Controller gemacht.

Für ihn ist Workeer die letzte Chance. Bei den deutschen Behörden habe er das Gefühl, dass sie ihn seit drei Jahren aktiv am Arbeiten hindern. Insbesondere die Ausländerbehörde, die zu lange für die Bearbeitung seines Falles braucht.

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"Die Behörden denken gar nicht daran, was wir alles an Potential für Deutschland mitbringen."

155 Leute aus ganz Deutschland bieten auf der Seite Stellen für Flüchtlinge an. BuzzFeed sprach mit einem Informationsdienstleister aus Berlin, der eine Praktikumsstelle für Programmierer anbietet.

Geflüchtete dürfen in den ersten drei Monaten gar nicht arbeiten und danach nur mit einer Arbeitserlaubnis. Eine Arbeitserlaubnis bekommt nur, wer eine “Aufenthaltsgestattung” hat oder unter besonderen Umständen auch mit einer Duldung.

Wenn Arbeit gefunden wurde, muss erst die örtliche Arbeitsagentur prüfen, ob die Stelle nicht durch Deutsche, EU-Bürger oder anerkannte Flüchtlinge besetzt werden kann. Erst dann können und dürfen Asylsuchende überhaupt arbeiten.

Sind es die arbeitsrechtlichen Hürden, die eine Vermittlung so schwierig machen? Drangner sieht auch eine entscheidende Schwäche darin, dass Workeer bisher nur auf deutsch ist.

Obwohl Ende des Jahres mehr Sprachen bei Workeer eingeführt werden sollen, sind sich die beiden Entwickler nicht “hundertprozentig sicher, ob mehr Sprachen wirklich ein uneingeschränkter Vorteil wären”.

Sie befürchten, dass es “komplexer wird, zu regeln in welcher Sprache Jobbeschreibungen verfügbar sein” sollen und dass sich Bewerber auf einen Job bewerben, für den sie nicht die nötigen Sprachkenntnisse mitbringen.

Drengner von Amarantus glaubt, dass die Plattform nicht nur wegen der Sprachbarriere, sondern auch wegen mangelndem Internetzugang bei den Geflüchteten nicht ausreichend bekannt sei.

Das sieht David Jacob von Workeer anders. Im Gespräch mit Geflüchteten habe Workeer erfahren, dass viele ein Smartphone besitzen, weil es “häufig der einzige Weg ist, mit ihrer Heimat zu kommunizieren.”

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Drengner sieht aber den größten Nachholbedarf bei den Behörden. Diese könnte beispielsweise enger mit Workeer zusammenarbeiten und das Projekt direkt in Flüchtlingsheimen bekannt machen.

Jacob sagt, dass es in der Umsetzungsphase von Workeer “schwierig” war, von den Behörden “Antworten und Unterstützung zu unseren Fragen und Ideen zu bekommen.” Das habe sich nach dem Start der Jobbörse geändert.

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In der nächsten Phase geht es bei Workeer darum, ein Team zusammenzustellen, das Bewerber- und Arbeitgeberprofile, sowie Jobinserate sichtet, “um das qualitative Niveau der Plattform sicherzustellen.”

Danach sollen Infoseiten für Arbeitgeber und Geflüchtete entstehen. Sie sollen helfen, durch den arbeitsrechtlichen Dschungel zu navigieren. Wie zum Beispiel eine “Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Beantragen einer Arbeitserlaubnis”.

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* Name von der Redaktion geändert.

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