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Hunderte Frauen warnen vor Rassismus im Kampf gegen sexuelle Gewalt

In einer heute gestarteten Kampagne #ausnahmslos heißt es: "Sexualisierte Gewalt darf nicht nur dann thematisiert werden, wenn die Täter die vermeintlich „Anderen" sind".

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In der Silversternacht griff eine Gruppe von Männern Frauen am Kölner Hauptbahnhof an. Sie begangen sexuelle Übergriffe. Hunderte Anzeigen wurden bisher erstattet. 18 der Verdächtigen haben in Deutschland Asyl beantragt.

Getty Images

Daraufhin forderten neben Merkel auch andere Politiker mehr Abschiebungen für kriminelle Flüchtlinge und Asylbewerber. Am Sonntag griffen bisher Unbekannte sieben Ausländer in der Kölner Innenstadt an. Einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden.

Am Montag gingen 22 Feministinnen mit der Kampagne #ausnahmslos online. Sie verlangen, dass die Taten in Köln aufgeklärt werden. Außerdem sollen die Betroffenen nicht dafür missbraucht werden, pauschal Stimmung gegen Ausländer in Deutschland zu machen.

"Wir stehen solidarisch mit allen Betroffenen", sagt Kübra Gümüsay, Autorin und Mitinitiatorin der Aktion. Sie kritisiert, dass in Deutschland sexualisierte Gewalt nur dann Thema wird, wenn die Täter arabische, schwarze oder nordafrikanische Männer sind.

Sie fordern, dass Gesetze angepasst werden, Polizei und Justiz geschult werden und dass das Problem des Sexismus nicht "islamisiert" wird.

Der zur Aktion gehörende Hashtag #ausnahmslos ist seit einigen Stunden ein großes Thema auf Twitter und die Reaktionen sind bisher positiv.

#ausnahmslos ist toll+superwichtig. Hoffe, dass auch Menschen außerhalb der üblichen Filterbubble erreicht werden.. https://t.co/ND6RXQogZ9

Einige kritisieren auch die Kampagne.

Und die Frauen die die Wahl zwischen Burka und Säureanschlag haben werden Euch dankbar sein fürs relativieren #ausnahmslos

Und andere betonen, dass es auch Männer gibt, die sexualisierte Gewalt erfahren. Durch Frauen.

es sind nicht nur #ausnahmslos Männer die sexuelle Gewalt oder Nötigungen gegenüber #frauen ausüben, es kann auch durchaus andersrum laufen.

Die Initiatoren sagen, dass mittlerweile 700 Menschen aus 18 Ländern die Kampagne unterzeichnet haben.

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