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Der Mutter des toten Mohamed droht die Abschiebung. Eine Petition will das verhindern.

Grundlage ist das deutsche Asylgesetz.

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Der vierjährige Flüchtlingsjunge Mohamed J. aus Bosnien-Herzegowina wurde Anfang Oktober von Silvio S. in Berlin entführt und sexuell missbraucht. Kurze Zeit später tötete der 32-jährige das Kind, sagte er in einem Geständnis.

Mohameds Mutter Aldiana J, die mit zwei Kindern und ihrem Partner seit mehr als einem Jahr in Berlin lebt, darf nur bis 1. Dezember in Deutschland bleiben. Danach droht ihr die Abschiebung, weil Bosnien-Herzegowina als sicheres Herkunftsland gilt.

Eine Online-Petition will genau das verhindern. Sie richtet sich unter anderem an Angela Merkel. Da Mohamed so schnell wie möglich in Berlin beerdigt werden soll, wäre es besonders schlimm, wenn die Mutter einen Monat später abschoben wird.

Die Mutter will außerdem als Nebenklägerin im Prozess gegen den Mörder ihres Sohnes aussagen. Sowohl der Berliner SPD-Abgeordnete Ilkin Özisik, als auch der Anwalt der Familie J. fordern Klarheit für die Frau.

Die Petition startete am 2. November und hat bisher 574 Unterzeichner. Sie begründen ihre Unterschrift damit, dass "Deutschland es der Familie schuldig sei" und "dass sie genug Leid erfahren haben und alles Recht haben hier zu bleiben"

Hier findest Du die Petition.

BuzzFeed Deutschland hat den Anwalt der Familie von Mohamed kontaktiert, um zu erfahren, wie die Familie zu der Petition steht.

UPDATE

Rusmira D. ist die Frau, die die Petition ins Leben gerufen hat. Auf BuzzFeed Deutschlands Frage, warum sie das getan hat, sagt sie: "Ich kenne die Familie persönlich und sind gut befreundet. Den kleinen Muhamed hab ich geliebt und er war ein gutes Kind! Die Familie von Muhamed verdient es hier zu bleiben! (...) Der kleine Muhamed ist tot und er wird hier beerdigt. Soll die Mutter nach Bosnien abgeschoben werden und der Körper bleibt hier?!"

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