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Snapchats neues Feature 'Memorys' wird die App weniger kantig machen, ihr aber mehr Suchtpotenzial verleihen

Snapchat's neues Feature 'Memorys' ist eine riesige Veränderung: Es opfert einige von Snapchats 'kantigen' Elementen und verführt die Nutzer, mehr Zeit in der App zu verbringen.

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Snapchat führt heute das neue Feature "Memorys" ein, dass die ganze Benutzung der App ändern dürfte.

Memorys lässt Dich Snaps und Storys in Snapchat speichern. Du kannst sie bearbeiten und wieder verschicken.

Du kannst weiterhin Snaps und Storys in Deinen Fotos speichern, aber die Optionen in Memorys geben Dir die Chance, Deine alten Sachen neu zu bearbeiten und zu versenden. Du bist sogar in der Lage, diese alten Sachen mit Fotos von Deinem Handy zu kombinieren (Denk nur an all die #TBT-Möglichkeiten!). Dieses Update wird Snapchat weniger kantig und nur für den Moment geeignet erscheinen lassen. Das ist eine große Sache, aber dazu kommen wir später. Aber als erstes zu den Möglichkeiten, wie Memorys genutzt werden kann:

Um einen Snap in Memorys zu speichern, drück auf den Save Button auf dem Kamera-Screen (oder lass all Deine Snaps in den Einstellungen automatisch speichern).

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Ein Swipe nach oben auf dem Kamera-Screen bringt Dich jetzt in das Memorys-Modul, wo Du all Deine gespeicherten Snaps und Storys sehen kannst.

In Memorys, kannst Du Deine gespeicherten Snaps und Storys bearbeiten und sie in neue Snaps und Storys verwandeln.

Füge die Snaps zusammen und erstelle eine neue Story daraus.

Du kannst die ursprünglichen Geofilter ändern oder neuen Text hinzufügen. Habe ich schon #tbt erwähnt.

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Noch eine riesige Änderung: In Memorys kannst Du jetzt Fotos und Videos von Deinem Handy importieren und sie überhaupt erstmals als Snap veröffentlichen.

Bisher konntest Du nur bei privaten Snaps Fotos vom Handy importieren. Aber das ist neu.

Hier ist ein GIF von jemanden, der Snaps zu seiner Story hinzufügt.

Und es gibt übrigens ein neues Feature "My Eyes Only", das Dich passwortgeschützte Snaps speichern lässt.

Snapchat hat Memorys dafür entwickelt, um Dein Handy Freunden zu reichen, damit sie sich Deine Fotos anschauen können, wenn ihr euch in echt trefft. Mit "My Eyes Only" kannst Du Dein Handy aus der Hand geben, ohne Angst haben zu müssen, dass Deine Freunde Deine merkwürdigen Selfies oder Nacktbilder sehen.


Auch wenn das wie ein kleineres Snapchat-Update aussieht, wirst Du den Einfluss von Memorys in der ganzen App spüren. Das hier wird wahrscheinlich passieren:

Snapchat wird süchtiger machen

Posts von Snapchat werden regelmäßig neu gepostet. Ständig siehst Du gespeicherte Snaps, die bei Twitter, Instagram oder Facebook noch einmal veröffentlicht werden. Die Leute posten Snaps in andere Netzwerke, weil sie sich nicht nur auf ein soziales Netzwerk beschränken wollen. Aber sie posten sie auch, damit sie sie wiederfinden und nicht im riesigen Strom tausender Bilder auf dem Handy verschwinden. Wenn Du einen Snap auf Instagram postest, kann Dir das ein Gefühl von Ordnung und Ewigkeit geben. Mit Memorys baut Snapchat ein eigenes Zuhause für diese Snaps. Egal ob es Snapchats Absicht ist oder nicht: Memorys wird den Nutzern die Möglichkeit geben, mit gespeicherten Snaps das zu machen, was sie sonst außerhalb von Snapchat machen: speichern, organisieren, bearbeiten, neu veröffentlichen. Das wahrscheinliche Ergebnis: Sie verbringen mehr Zeit in Snapchat als in anderen Apps.

Snapchat wird weniger kantig und dafür umso glänzender

Eins von Snapchats Killer-Features war seine Kantigkeit, die mit dem neuen Update verschwinden wird. Vor Memorys musste jedes Foto, das öffentlich in Snapchat gepostet wurde, spontan mit der App gemacht werden. Während andere Plattformen bis obenhin voll mit perfekten Sonnenuntergängen und extrem bearbeiteten Videos sind, war Snapchat die Heimat für merkwürdige, nicht perfekte Sachen, die den Spaß ausgemacht haben (auch, dass die Snaps wieder verschwunden sind, hat etwas damit zu tun). Jetzt, da die Leute Bilder aus ihrem Handy importieren können, werden Storys mit Inhalten gefüllt, die eigentlich über mehrere Tage hin aufgenommen wurden. Snapchat wird mehr bearbeitete und kontrollierte Inhalte sehen. Das wird das komplette Gefühl für die Plattform Snapchat verändern.

Die Hemmschwelle für Postings bei Snapchat könnte steigen

Facebook spürt ein Abflauen an von Usern erstellten Posts. Laut Berichten soll das damit zusammenhängen, dass unglaublich viele professionell erstellte oder redigierte Inhalte die Leute davon abhalten, daneben ihre nicht so hochglänzenden und perfekten Fotos oder Videos zu teilen. Wenn Dein Video zwischen einem von SpiegelOnline und einem von einem Star wie The Rock eingequetscht wird, kann das schon Dein Postingverhalten beeinflussen. Eine Qualität von Snapchat ist ja, dass Nutzer nicht das Gefühl haben, dass ihre Inhalte perfekt sein müssen. Selbst DJ Khaled, der Snapchat-Star schlechthin, postet Storys, von denen Du weißt, dass sie nur mit der App aufgenommen wurden. Wenn allerdings mit Memorys immer mehr Hochglanzbilder auf Snapchat landen, dürfte die Plattform die gleichen Probleme wie Facebook zu spüren bekommen.

Memorys wird heute in Kalifornien ausgerollt. Innerhalb eines Monats soll es in weltweit verfügbar sein.

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